Ein Blick über den Tellerrand: Eindrücke von Frankreich ☆ To think outside the box: Impressions of France

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Bonjour zurück in Deutschland!
Diesmal hat es etwas länger gedauert bis zum nächsten Post, aber ich habe eine gute Ausrede und (hoffentlich) interessante neue Einträge im Gepäck! Ich war für drei Wochen mit meinen Eltern zum Urlaub in Frankreich. Zuerst waren wir zwei Wochen an der Loire, wo wir uns einige der über 400 Loire-Schlösser angesehen haben, dann ging es für eine Woche nach Paris.
Wer möchte, kann hier noch meine Eindrücke zu Frankreich lesen. Wen das nicht interessiert, den verweise ich gleich an die beiden japanbezogenen Themenpunkte meiner Reise:

    · Parc Oriental de Maulévrier – der größte japanische Garten Europas in  
      Frankreich     und
    · Das japanische Viertel in Paris

Allzu sehr ausholen möchte ich an dieser Stelle eigentlich nicht, da dies hier schließlich ein japanisch-deutsch-orientierter Blog bleiben soll. Daher habe ich einfach mal stichpunktartig meine Eindrücke von diesem Frankreichurlaub (auch im Vergleich mit Deutschland und Japan) so kurz wie möglich festgehalten. Und los geht’s:

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Château de Chambord – the biggest and most recognizable palace in the Loire area ☆ Château de Chambord – das größte und markanteste Schloss der Loire-Region

Meine Eindrücke von Frankreich allgemein und von der Loire:

  • Meine Klischees zu Frankreich: Käse, Baguette und Wein, altmodische Fahrräder mit Körben, Picknick, kleine Cafés, Maler mit Schnurrbärten und Baskenmützen, Paris, der Eiffelturm, Notre Dame, Sacré Coeur, Lavendel, Provence, Parfum, Camargue-Pferde
  • Frankreich ist teuer! Verglichen mit Deutschland ist Frankreich sehr teuer (verglichen mit Japan, ähnlich -.-°), vor allem was Essen und Parkgebühren angeht, aber auch alles andere außer die günstigen Metro-Tickets, die es im 10er-Pack schon für 1,30 € pro Ticket gibt. (In Berlin ist der Preis für eine Einzelfahrkarte gerade auf unglaubliche 2,70 € angestiegen!)
    Eine normal große Kugel Eis kostet in Frankreich jedoch oft 2,50 €, was im Vergleich zu Deutschland wiederum unfassbar teuer ist… o_O
  • Die gute französische Küche? – Vielleicht die Sterneküche, wenn man genug im Geldbeutel hat. Etwas leckeres in sättigender Menge für einen günstigen Preis zu finden, ist manchmal schwer, aber nicht unmöglich. Meist werden zwei bis drei Gänge (Vorspeise, Hauptgericht, Dessert) angeboten, die im günstigsten Fall 15,- bis 25,- € kosten – meist bekommt man dafür aber nicht viel – sonst eher preislich nach oben offen sind. Aber es gibt wie gesagt auch günstigere Ausnahmen (das Studentenviertel z.B.).
    Paris bietet dafür viel internationale Küche wie z.B. leckere Tajine-Gerichte durch die nordafrikanischen Einflüsse.
  • In Frankreich gibt es köstliche Räucherhartwurst und unzählige Käsesorten (meist kräftig würzig oder auch aus Ziegenmilch) auf den Märkten und im Supermarkt.
  • Die Verkehrsausschilderung in Frankreich, speziell an der Loire, ist katastrophal. ^^° Wir haben uns noch in keinem anderen Urlaub so oft verfahren! Wir konnten jedoch beobachten, dass fehlende Schilder oder mehrere Stunden entfernt angegebene Orte sowie ständig wechselnde Richtungsangaben sogar bei den Einheimischen für Verwirrung sorgen! ^^°
  • Die Loire-Schlösser sind unglaublich hübsch anzusehen. Mit ihren hellen Kalksteinwänden, den schwarzgrauen Schieferdächern, Türmchen und Verzierungen sehen sie wie richtige Dornröschenschlösser aus! Kein Vergleich zu den hässlichen dunklen Burggemäuern in Deutschland (mal abgesehen von Schloss Neuschwanstein in Bayern, wo ich leider noch nie war).
  • Viele Franzosen sprechen kein Englisch. Dass Franzosen und Engländer sich nicht sonderlich leiden können, ist allgemein bekannt. Auch, dass die Franzosen gern so tun, als würden sie kein Englisch (= Weltsprache) verstehen. Allerdings habe ich nun schon mehrfach annehmen müssen, dass manche Franzosen wirklich nicht einmal die einfachsten Worte Englisch können…° Wahrscheinlich sind Spanisch, Portugiesisch und Italienisch in Frankreich einfach gängigere Fremdsprachen.
  • Franzosen sind sehr hilfsbereit. Bei unseren zahlreichen Fehlschlägen beim Wege finden haben uns oftmals sehr hilfsbereite und auskunftsfreundliche Franzosen aus der Patsche geholfen. Manchmal hat man uns anstelle den Weg zu erklären, sogar gleich bis vor die Tür gebracht oder ist mit dem Auto vorgefahren – was für ein Aufwand! Merci beaucoup, Mesdames et Messieurs! ^^°
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My beloved Notre Dame in Paris ☆ Meine geliebte Notre Dame in Paris

Meine Eindrücke von Paris:

  • Paris ist kulturell aufgeschlossen. Aus eigener Einschätzung her würde ich sagen, dass über die Hälfte der Pariser dunkelhäutig ist. Ob es stimmt, weiß ich nicht, wahrscheinlich sind es eher weniger, aber bekannterweise gibt es sehr viel afrikanischstämmige Menschen in Paris. Von der hellhäutigen Bevölkerung wiederum scheinen die Hälfte Touristen zu sein XD, wobei die meisten Touristen meiner Meinung nach aus Asien kommen. Allerdings habe ich überraschender- weise nicht viele Japaner gehört (obwohl Japaner doch Frankreich über alles lieben) und tippe daher auf einen Großteil koreanischer und chinesischer Besucher. In Paris konnte man massenhaft asiatische Hochzeitspaare sehen, die mit kleinen Teams herumzogen, um Fotoshootings am Champs-Élysées oder an „Le mur des je t’aime“ (Liebesmauer) zu machen. ^^ Eine Braut, mit der ich kurz gesprochen habe, kam aus Hongkong.
    Neben den vielen afrikanischen und arabischen Einflüssen gibt es in der Stadt sowohl ein jüdisches als auch ein japanisches Viertel (s. Das japanische Viertel in Paris später).
  • Paris ist menschenüberfüllt! Obwohl die Stadt mit ca. 2,4 Mio. Einwohnern noch hinter dem schon recht wenig bestückten Berlin (knapp 3,5 Mio. Einwohner) liegt, sind Straßen, Plätze, Sehenswürdigkeiten, Parks, Kaufhäuser, Shoppingalleen sowie die Metro ständig von Menschenmassen belagert – und das rund um die Uhr! Im Hof spielende Kinder um 11 Uhr abends, volle Metro-Züge um Mitternacht – Paris scheint niemals zu schlafen. Der Effekt der Fülle entsteht vermutlich dadurch, dass viel mehr Menschen auf engerem Raum zusammenleben. So etwas kenne ich nur von japanischen Mega-Städten wie Tokio oder Osaka! Oder kann es sein, dass Paris im Sommer doppelt so viele Touristen wie Einwohner hat?
    Auf der einen Seite kann die Fülle sehr anstrengend sein, auf der anderen Seite verleiht es der Stadt jedoch auch eine einzigartige, gesellige Atmosphäre, die man bestaunen kann!
  • Paris ist dreckig. Eine unangenehme Erfahrung und wirklich ein Negativpunkt! Ja, auch in deutschen Großstädten kann es manchmal dreckig sein im Vergleich zu Japan, aber Paris ist noch einmal eine extreme Steigerung. Außerdem zieht sich ein sehr unangenehmer Uringeruch durch nahezu alle Orte der Stadt… Besonders für japanische Touristen, die sich in der Heimat einer unglaublichen Sauberkeit ihrer Städte erfreuen können, muss das ein regelrechter Kulturschock sein. Schäm dich, Paris! 😥
  • Pariser ziehen sich schicker an. Ein richtiges Paradoxon zum vorherigen Punkt. Die Stadt ist eher dreckig und stinkt, der Pariser jedoch putzt sich gern heraus. Es ist das Klischee des schicken, eleganten Paris der Markendesignerkleidung, der gehobenen Küche und des guten, teuren Geschmacks, das die Welt – und vor allem der Japaner – gerne von Frankreich hat und sich zum Vorbild nimmt. Ja, hier laufen die Leute schicker gekleidet herum, als in Deutschland und es ist ganz normal, aufgestylt über den Champs-Élysées zu flanieren.
  • Die Pariser Sehenswürdigkeiten machen großen Eindruck. Das muss abschließend unbedingt noch erwähnt werden. Paris hat sehr viel Sehenswertes zu bieten. Vor allem die vielen alten Bauwerke wie meine geliebte Notre Dame oder auch Sacré Coeur, die breiten Alleen wie den Champs-Élysées und großen Plätze machen optisch sehr viel her und sollten unbedingt besichtigt werden.

Hm, der Eintrag ist doch ausführlicher geworden, als geplant… ^^°

Zum Schluss noch ein Bilderwitz als Antwort auf die Frage, warum man niemals das Mittelstück eines französischen Baguettes essen sollte:

Bilderwitz, image joke, France, フランス, French, Baguette, why you should never ever eat the middle piece of a French baguette, Warum man niemals das Mittelstück eines französischen Baguettes essen sollte  XD

Au revoir! 🙂


To think outside the box: Impressions of France

Bonjour back in Germany!
This time it took me a bit longer to write the next article, but I have a good excuse and (hopefully) interesting new posts in my luggage! I have been on holiday in France with my parents for three weeks. At first we were at the Loire river for two weeks, where we visited some of the over 400 Loire palaces, then we went on to Paris for another week.
Anyone, who is interested in it, can read my impressions to France here. Those, who find this boring, I would right hand over to my two japan-related topics of the journey:

    · Parc Oriental de Maulévrier – the biggest Japanese garden of Europe in 
      France     and
    · The Japanese district in Paris

I don’t want to go far afield, because this should stay a Japan-Germany-related blog. So I just put together my impressions of the France journey (also compared to Germany and Japan) in notes as short as possible. Here we go:

My impressions of France in general and of the Loire area:

  • My cliché of France: Cheese, baguette and wine, oldfashioned bicycles with a baskets, picnics, little cafés, painters with moustaches and berets, Paris, the Eiffel Tower, Notre Dame, Sacré Coeur, lavender, Provence, parfume, Camargue horses
  • France is expensive! Compared to Germany France is very expensive (compared to Japan it is maybe similar -.-°), especially concerning food and parking taxes, but also everything else besides the cheap metro tickets, that you can get in a 10-unit-pack for 1,30 EUR per ticket. (In Berlin the price for a single ticket recently increased to unbelievable 2,70 EUR!)
    One normal size scoop of ice cream therefore costs 2,50 EUR in France. Compared to Germany this is again incredible expensive… o_O
  • The good French cuisine? – Maybe the haute cuisine, if you have enough money in your money bag. To find something tasty in the portion that makes you saturated for a favorable price, is sometimes difficult, but not impossible. Mostly there are offered two to three dishes (starter, main dish, dessert), that can cost 15,- to 25,- EUR in the most favourable way – but therefore you don’t get that much – or the price range is higher with an open end. But as I said, there are also cheaper exceptions (like for example the students’ district).
    Paris therefore has a huge range of international cooking like for example very tasty Tajine dishes coming from North African influences.
  • In France you can get delicious smoked hard sausages (salami-like) and a huge range of cheese sorts (mostly aromatic and tangy or sometimes made of goat’s milk) on the markets and in the supermarket.
  • The traffic signposting in France, especially at the Loire, is disastrous. ^^° On no other journey, we have been wrong so often like this time! But we could study that missing signs or several hours far away towns on the signs as well as changing direction declarations even caused confusion to local drivers! ^^°
  • The Loire palaces are incredibly beautiful. With their light limestone walls, grayish-black slate roofs, little towers and decorations they look like real Sleeping Beauty palaces! Not comparable to the ugly dark castle masonries in Germany (except for Schloss Neuschwanstein in Bavaria, where I’ve unfortunately never been so far).
  • Many Frenchmen don’t speak English. That French and British people don’t like each other so much, is popular. Also, that French people like to pretend, they wouldn’t understand English, the “global language”. However I had to assume several times, that some Frenchmen really cannot understand the simplest English words…° Obviously Spanish, Portuguese and Italian are more common as a foreign language in France.
  • French people are very helpful. For our many failures in finding the right way we often got help of friendly and helpful Frenchmen who got us out of a jam. Sometimes they even guided us to our destination or drove ahead to show us instead of just explaining the way – what an effort! Merci beaucoup, Mesdames et Messieurs! ^^° (Thank you very much, ladies and gentlemen!)

My impressions of Paris:

  • Paris is cultural open-minded. My best guess is, that over half of the Parisian population is dark-skinned. If it’s true, I don’t know, it’s probably less, but there are said to be many people with African roots in Paris. From the white-skinned population therefore half of them are surely tourists XD, though most of the tourists come from Asia in my opinion. However I was surprised to hear less Japanese (although Japanese people are said to love France above all) and therefore I guess, the majority is from Korea and China. In Paris you could see so many Asian bridal couples, that wandered around in small teams to do photo shootings at Champs-Élysées or “Le mur des je t’aime” (wall of love). ^^ One bride, with whom I shortly smalltalked, came from Hong Kong.
    Besides the many African and Arabian influences there is also a Jewish and a Japanese district in town. (see: The Japanese district in Paris later).
  • Paris is amazingly crowded! Although the town has with around 2,4 million inhabitants less than Berlin (that has barely 3,5 millions only as a capital), streets, squares, sights, parks, department stores, shopping alleys as well as the metro are always filled with crowds of people – and this around the clock! Playing children in the court at 11:00 p.m., crowded metro trains at midnight – Paris seems to never sleep at all. The effect of the multiplicity is maybe because of so many people living closer together (than for example in Berlin). Such a fact I just know from Japanese mega cities like Tokyo or Osaka! Or could it be, that Paris has twice as many tourists in summer as inhabitants?
    On the one hand the crowds can be very stressy, but on the other hand it gives a unique sociable atmosphere to the town, that is just amazing to watch!
  • Paris is dirty. An unpleasant experience and really a minus point! Yes, in Germany’s big cities it can be also dirty sometimes – compared to Japan – but Paris is definitive an extreme augmentation. Also a very unpleasant nasty smell of urine is hanging in the air in almost every part of the city… Especially for Japanese tourists, who are used to perfectly clean cities in their home country might suffer from a terrible culture shock, I think. Shame on you, Paris! 😥
  • Parisians are dressed more fashionable. That’s a real paradox to the previous point. The city is rather dirty and smells, but the Parisian dresses up. It is the cliché of the smart, elegant Paris of brand design costumes, haute cuisine and the good expensive taste, that the world – and especially the Japanese – has when it comes to France and that is taken as an example. Yes, here people are more fashionable dressed than in Germany and it is completely normal to stroll around the Champs-Élysées dressed up in an elegant way.
  • The Parisian sights are imposing. At the end I definitely have to mention that. Paris has many things, that are worth to be seen. Especially the many old buildings like my beloved Notre Dame or also Sacré Coeur, the wide boulevards like the Champs-Èlysées and large squares look impressive and should definitely be visited.

Hm, the post finally got more detailed than I had planned it before… ^^°

At the end here’s a picture joke as an answer to the question, why you should never ever eat the middle piece of a French baguette!  

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Au revoir! 🙂

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2 thoughts on “Ein Blick über den Tellerrand: Eindrücke von Frankreich ☆ To think outside the box: Impressions of France

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