Schwitzen Deutsche und Japaner verschieden? ☆ Do Germans and Japanese sweat different?

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         (Heute gibt’s kein Fotomaterial für euch – das will ja wohl wirklich keiner                      sehen… 😉 )

Na so’was! Nach vielen Tagen mit grauen Wolken, Regen, kräftigem Wind und viel zu niedrigen Temperaturen kommt jetzt auf einmal doch noch der Sommer zurück nach Deutschland – und wie! Die letzten Wochen wurde es selten weniger als 30°C, bis zu einem Maximum von 38°C und manchmal sanken die Temperaturen auch in der Nacht nicht unter 22°C!!! Für Deutschland ist das doch eher ungewöhnlich. Für mich (Frostbeule), generell gesehen, ein Traum! ♥♪♫☼
Allerdings bringen Sommer und Hitze auch unangenehme Begleiterscheinungen mit sich: Das Schwitzen. 😦

Ob im Freibad in der Sonne (wenn man Urlaub hat) oder in der Innenstadt in stickigen Verkehrsmitteln – keiner kann dem eigenen Körper entkommen! Besonders in Bussen, U- und S-Bahn kann man hier die Leute schwitzen sehen – und riechen! Denn auf so engem Raum bei schlechter Durchlüftung zusammengepfercht, bleibt die lästige Körperreaktion leider keine Privatsache…
Einige meiner Kollegen bevorzugen schon allein deshalb mit dem Auto zur Arbeit zu kommen, weil sie ihren transpirierenden Mitmenschen dann aus dem Weg gehen können. Ich finde auch, dass die öffentlichen Verkehrsmittel im Sommer von viel mehr Fahrgästen genutzt werden als im Winter. Winterschlaf? Gehen die Deutschen im Winter nicht arbeiten? Keine Ahnung… Vielleicht möchten viele Menschen gerade in der kalten Jahreszeit lieber in ein beheizbares Auto steigen, als an einer Haltestelle zu warten (?). Ich weiß es nicht…
Jedenfalls sind die öffentlichen Verkehrsmittel im Sommer „gut bestückt“ und das ist mitunter eben eine schweißtreibende Angelegenheit.
Ich persönlich schwitze leider schnell (dafür friere ich auch leicht 😐 ) und viel… Sehr ärgerlich, gerade als Mädel, wie ich finde. Dabei kann ich mich freuen, dass es immerhin sehr viel mehr Deos für Frauen als für Männer gibt… Trotzdem nervt das Schwitzen natürlich, obwohl mir klar ist, dass Schwitzen eigentlich eine völlig normale Sache ist – menschlich eben und eine wichtige Körperfunktion zur Kühlung.
Um so überraschender war es für mich festzustellen, dass scheinbar nicht alle Menschen gleich schwitzen. Mein Freund Tacchan, Japaner, gerät viel langsamer ins Schwitzen, schwitzt weniger und weniger übelriechend – eher in Richtung: gar nicht!
Ob es tatsächlich einen Unterschied zwischen Japanern und Deutschen beim Schwitzen gibt, kann man wohl (noch) nicht beweisen, aber hier mal ein kleiner Ausflug in die Naturwissenschaften:

Der Mensch hat ekkrine und apokrine Schweißdrüsen. Die ekkrinen Drüsen produzieren klaren, geruchlosen Schweiß, der mit Ausnahme einiger Inhaltsstoffe fast ausschließlich aus Wasser besteht, und befinden sich in jeder Körperregion. Die aprokrinen Drüsen sind in der Achselzone, im Genitalbereich und an den Brustwarzen zu finden. Sie produzieren milchigen Schweiß, der Proteine und Lipide enthält. Auch der Schweiß aus den apokrinen Drüsen ist zuerst vollkommen geruchlos, wird jedoch von Bakterien der Hautflora aufgrund seiner Zusammensetzung abgebaut und sorgt für den typischen unangenehmen Schweißgeruch.
Was das jetzt mit Japanern und Deutschen zu tun hat? Es gibt Studien, die besagen, die Ausstattung mit Schweißdrüsen sei bei den Bevölkerungsgruppen tendenziell verschieden. So sollen z.B. farbige Menschen besonders viele, Weiße immer noch relativ viele (vor allem in den nördlichen Regionen Beheimatete) und Asiaten besonders wenig apokrine Schweißdrüsen haben. Andere Quellen belegen, dass einigen Menschen durch eine Mutation ein bestimmtes Protein fehlt, das für die Absonderung von Stoffwechselprodukten aus apokrinen Schweißdrüsen verantwortlich ist. Kein Protein, kein Abbau, kein Schweißgeruch also. Diese Mutation tritt vor allem im ostasiatischen Raum auf. Diese Theorien einwandfrei zu bestätigen, ist die Wissenschaft jedoch noch nicht bereit. Auch das Essen, d.h. kulturell verschieden verbreitete Nahrungsmittel und Gewürze, sollen einen Einfluss auf den Körpergeruch haben, da diese durch den Schweiß praktisch wieder ausgedünstet werden. Wir alle kennen das am deutlichsten vom Knoblauch. ^^°
Amerikaner und Europäer allgemein sollen für viele Japaner nach Butter riechen, Japaner hingegen nach Fisch. Ob das stimmt? Keine Ahnung.
Ich habe tatsächlich auch schon mal gedacht, dass Menschen anderer Kulturen vielleicht anders riechen. Auf dem Flughafen in Südafrika war das zum Beispiel so oder im Flugzeug mit fast ausschließlich japanischen Fluggästen. Aber es war beide Male kein unangenehmer Geruch, sondern nur anders, im Sinne von ungewohnt. Während des Aufenthaltes in den Ländern habe ich es dann im übrigen auch nicht mehr gemerkt. Vielleicht, weil meine Nase den Geruch dann nicht mehr wahrgenommen hat oder ich das gleiche gegessen habe?
Allerdings ist es auch unsinnig, verschiedene Gerüche generell mit der ethnischen Herkunft in Verbindung zu bringen, denn es ernährt sich und lebt ja nicht jeder gleich. Daher wird es wohl überall in den Kulturen und Gesellschaften verschiedene und verschieden ausgeprägte Gerüche geben.

Um aber auf meine subjektiven Beobachtungen zurückzukommen:
Natürlich bin ich neidisch, dass ich nicht mit so wenig Körpergeruch gesegnet bin 😡 , aber dafür konnte ich etwas anderes Kurioses beobachten: Mein Freund gerät ins Schwitzen, wenn er heiße Sachen isst! Dass scharfes Essen manchmal ganz ähnliche Reaktionen hervorbringen kann, weiß ich schon, aber Schweißtropfen auf der Stirn beim Ramen schlürfen (japanische Nudelsuppe), waren mir neu. Bei seinem Vater sei das aber ebenso, sogar noch ausgeprägter. Jetzt macht es natürlich auch Sinn, dass vor allem japanische Männer beim Baden im heißen Onsen (japanisches heißes Quellbad) einen Schweißlappen auf der Stirn haben. Die japanische Stirn scheint also so viel Schweiß abzusondern wie die europäische Axelhöhle. ^^°

Wusstet ihr eigentlich, dass man Geruch auch messen kann? Laut Wikipedia (kein Scheiß; könnt ihr selbst nachschlagen – zumindest auf Deutsch und Englisch, Japanisch leider nicht) gibt es zum Bewerten der Stärke eines Geruches, egal ob hier Mensch, Tier, Pflanze oder z.B. ein Baustoff ausdünstet, schon seit 1988 als Maßeinheit das Olf (von lat. olfactus, Geruchssinn), eingeführt durch Ole Fanger, Professor an Dänemarks Technischer Universität. Eine ruhende Person hat z.B. einen Geruch von einem Olf, während es bei einem Athleten nach dem Sport schon 30 olf sind. XD

XD Viele Japaner haben es bestimmt noch nicht einmal bis zur Hälfte dieses Artikels geschafft… Denn Schwitzen ist in Japan genau wie das Schneuzen und einige andere Dinge ein eher peinliches Thema, über das man nicht so gern redet. (Außer vielleicht darüber, wie sehr Ausländer schwitzen… Also in wie viel Olf genau… Menno… >_<°)
Naja, schön, dass wir es hier mal angesprochen haben, oder? 😉


Do Germans and Japanese sweat different?

(Today no photo material for you – surely nobody wants to see that… 😉 )

Gee! After many days of grey clouds, rain, heavy storm and much too low temperatures suddenly the summer has decided to come back to Germany – and how! The last weeks it was barely less than 30°C up to 38°C for maximum and sometimes it even didn’t get much cooler than 22°C at night!!! For Germany this is rather uncommon. For me (nesh), generally seen, it’s a dream! ♥♪♫☼
However summer and heat also bring along unpleasant accompaniments: sweating. 😦

Wether in the open-air swimming pool (if you have holiday) or in the city in sticky public transport – nobody can escape from the own body! Especially in busses, subways, metros you can see people sweating – and smell it! Being jammed together on less space with bad airing, the pesky body reaction unfortunately doesn’t stay a private matter…
For that reason alone some of my colleagues prefer to come to work by car – to escape from their transpirating fellow human beings. I furthermore think that public transport is much more used in the summer season than in winter. Hibernation? Don’t Germans go to work in winter? No idea… Maybe many people prefer to take a heatable car especially in the cold season than waiting at a bus stop (?). I don’t know…
Anyway I think that public transport is quite crowded in summer and this might get a sweat-inducing matter.
I unfortunately tend to sweat fast (therefore I also feel cold fast 😐 ) and much… Very annoying, especially as a gal, I think. Though I can be happy, that there is a wider choice of deodorants for women than men… Nevertheless sweating is pesky of course, although I know, that it is actually a pretty normal thing – simply human and an important body function for cooling.
All the more surprising it was to me to recoznize, that not all humans seem to sweat the same. My boyfriend Tacchan, Japanese, doesn’t sweat so easily, he sweats less and less smelly – up to: no smell at all!
If there is indeed a difference between Japanese and Germans concerning the transpiration, cannot be proved (yet), but here comes a little excursion into sciences:

The human has eccrine and apocrine sweat glands. The eccrine glands produce clear odourless sweat, which contains almost nothing more than water (accept some other contents), and is located in every body region. The apocrine glands you can find in the armpit area, in the genital area and around the mamillas. They produce a milky kind of sweat, that contains proteins and lipids. The sweat from the apocrine glands is at first also odourless until it is degraded by bacteria of the skin flora (according to its compound), that leads to the typical unpleasant smell of sweat.
What this has to do with Japanese and Germans? There are research studies that imply that the enduement with sweat glands shall be tendentially different between the population groups. Coloured people for example shall have many, white people still relatively many (especially those who are resident in the Norther regions) and Asians very less apocrine sweat glands. Other sources signify that some humans lack a special protein, that is responsible for the secernment of metabolic products from the apocrine sweat glands. No protein, no degradation, no smell of sweat. This mutation occurs especially in the East Asian region. To approve those theories properly, scientists are still unwilling however. Also food, that means articles of food and spices that are culturally different, should have an influence on the body odour, because it is emited by sweating. We all know this best from garlic. ^^°
Americans and Europeans generally should smell like butter for many Japanese, Japanese therefore like fish. If this is true? No idea.
I indeed once had the idea, that humans of different cultures could possibly smell different. On the airport in South Africa it was like that f.e. or in the plane with almost entirely Japanese passengers. But both times it was no unpleasant odour, but just different in the sense of unused. During my stay in these countries I didn’t notice it then by the way. Maybe, because my nose didn’t recognize it any more or because I ate the same things?
However it is also unreasonable to link different odours generally with the ethnic origin, because nobody eats and lives the same way. Therefore there will be always different and different strong odours in all cultures and societies everywhere.

But to come back to my subjective observations:
Of course I am jealous, that I’m not blessed with less body odour 😡 , but therefore I could notice some other peculiar thing: My boyfriend starts to sweat when he eats hot things! That spicy food sometimes causes similar reactions, I indeed know, but sweat beads on the forehead when eating ramen (Japanese noodle soup) were new to me. However his father should react the same way and even more intensive. Now it makes of course sense, that Japanese men have a sweat cloth on their forehead when bathing in the hot onsen (Japanese hot spring bath). The Japanese forehead seems to excrete as much sweat as the European armpit does. ^^°

Did you know, that it is possible to scale the odour? According to Wikipedia (I’m not kidding; you can check it yourself – at least in German and English, Japanese is unfortunately not available) there is since 1988 the olf (from lat. olfactus, olfaction), invented by Ole Fanger, professor of the Technical University of Denmark, that is used to assess the intensity of an odour wether it is a human, animal, plant or f.e. a material, that emits. A sitting person f.e. has an odour of one olf, while it is already 30 olf for an athlete after training. XD

XD Many Japanese surely didn’t even read half of this article… Because sweating as well as blowing one’s nose and some other things are a rather embarrassing topic in Japan, which you don’t talk so much. (Or maybe just about how much foreigners sweat… Or in how many olf indeed… Oh no, come on!… >_<°)
Well, nice, that we did mention that topic here this time, right? 😉

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