Beppu: Die acht Jigoku (Höllen) ☆ Beppu: The eight Jigoku (hells)

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Im Rahmen meiner Urlaubsaufarbeitung kommt hier der chronologisch erste Teil meiner letzten Japan-Reise. Insgesamt war ich den ganzen Oktober über im Land der aufgehenden Sonne. In meinem Post „Billig nach Okinawa?“ habe ich ja schon einmal vorweggenommen, welche Ziele mein Freund und ich dieses Mal in Japan angesteuert haben.
Bozu Jigoku, 坊主地獄, Beppu, 別府市, Jigoku, 地獄, Hölle, hell, Oita, 大分県Die erste Wochenendreise führte uns nach Beppu, einer Stadt auf Japans südlichster Hauptinsel Kyūshū in der Präfektur Ōita. Beppu ist bekannt für seine heißen Quellen, die in der ganzen Gegend aus dem Boden sprudeln. Über 3.700 Thermalquellen soll es in der Stadt geben und 168 öffentliche Bäder.
Als Touristenattraktionen interessant sind vor allem die acht Jigoku (地獄), also die acht Höllen, die man sich ansehen kann. Sie haben verschiedene Farben und Erscheinungsformen und liegen räumlich fast alle nebeneinander, sodass man bequem alle acht an einem Tag zu besichtigen schafft. Manche Internetseiten geben zwei oder zweieinhalb Stunden Gesamtzeit für alle Jigoku an, aber ich dachte mir schon, dass das bei meinem Fotografiertick knapp werden könnte. 😉


Bozu Jigoku, 坊主地獄, Beppu, 別府市, Jigoku, 地獄, Hölle, hell, Oita, 大分県Als erstes ging es zur Bōzu Jigoku (坊主地獄). „Bōzu“ bezeichnet einen Mönch bzw. den kahlrasierten Schädel eines solchen. Der Name beschreibt gut die Erscheinungsform der heißen Quelle. Aus dem grauen Schlammwasser steigen durch die kochende Hitze immer wieder Blasen in Form von halbrunden Kugeln auf. Das Naturphänomen entstand nach einem Erdbeben ca. 1498. Zuvor soll an dieser Stelle ein Tempel gewesen sein.
Bozu Jigoku, 坊主地獄, Beppu, 別府市, Jigoku, 地獄, Hölle, hell, Oita, 大分県Eine sehr ähnliche Erscheinung bietet Oniishibōzu Jigoku (鬼石坊主地獄), wörtlich übersetzt etwa „Teufel-Stein-Mönchskopf-Hölle“, die zur Beppu Hell Union gehört, die die berühmtesten und beliebtesten Höllen Beppus umfasst. Kauft man ein Kombi-Ticket für die Beppu Hell Union, kann man damit alle acht Höllen zum vergünstigten Preis besichtigen. Leider hat Maddy nicht richtig recherchiert, weshalb wir in der Bōzu Jigoku gelandet sind, die in der Nähe liegt und sich in Privatbesitz befindet… Obwohl mich Oniishibōzu Jigoku natürlich interessiert hätte, war die Bōzu Jigoku auf jeden Fall äußerst sehenswert! Für mich war es sogar eine der schönsten Höllen. Ein Pfad führte an mehreren blubbernden Schlammhügeln und einem dampfenden Teich vorbei. Mit seinen 99-100°C lud der natürlich nicht zum Baden ein. 😉

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Im heißen Quellwasser der Umi Jigoku kann man Eier kochen. ☆ In the hot spring water of Umi Jigoku you can boil eggs.

Als nächstes besichtigten wir Umi Jigoku (海地獄), die Seehölle (im Sinne von Meer). Diese ist jetzt wirklich ein Teil der Beppu Union und damit der acht Höllen. Viele finden sie am schönsten und mit der knall hellblauen Farbe ist sie auch wirklich eine Augenweide – wie ein großer, dampfender Swimmingpool!
Auf dem Gelände der 98°C heißen Quelle ist auch ein großer Teich mit angepflanzten Riesenseerosen (auch „königliche Wasserlilie“ oder „Victoria“ nach Königin Victoria). Die dicken großflächigen Blätter haben einen hochstehenden Rand – was sie wie Plastik-Modelle aussehen lässt ^^° – und können bis zu 20 Kg tragen! Kleine Kinder sollen sich auch mal draufstellen dürfen – gesehen haben wir’s aber leider nicht.
Umi Jigoku, 海地獄, Beppu, 別府市, 地獄, Hölle, hell, Oita, 大分県, Nebenquelle, side spring, secondary springAußerdem bietet die Quelle noch einen großen Garten mit einer kleinen Nebenquelle in Form eines dampfend roten Sees (es soll sogar noch mehr Nebenquellen geben, aber uns fehlte leider die Zeit, sie zu entdecken), ein Gewächshaus mit Seerosen und Orchideen sowie einen kleinen Schrein aus typisch rot lackiertem Holz.

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Gleich in der Nähe befindet sich die, in dieser Reihenfolge, dritte Quelle, Yama Jigoku (山地獄), die wir jedoch ausgelassen haben. Hierbei soll es sich um kleine Quellen oder auch nur austretenden Dampf eines Berges handeln. Es gibt wenig Natur-Mystik zu sehen, stattdessen einen heruntergekommenen Mini-Zoo, der auf kleinster Fläche einige große Tiere – darunter einen afrikanischen Elefanten und ein Nilpferd – beherbergt, was die meisten Besucher für nicht artgerecht halten, zumal einige der großen Tiere sogar einzeln ohne Artgenossen gehalten werden. Für uns Grund genug diese Hölle nicht zu besuchen.


Kamado Jigoku, かまど地獄, Beppu, 別府市, 地獄, Hölle, hell, Oita, 大分県Es folgte demnach die vierte Quelle, Kamado-Jigoku (かまど地獄), die Ofenhölle oder auch Kochtopfhölle genannt. Sie besteht aus mehreren kleineren, dampfenden Seen in knalligem Hellblau und Braunrot und lockt ihre Besucher wohl eher wegen des interaktiven Tourismus-Programms als wegen des Naturphänomens an. Gleich am Eingang ist eine große Skulptur mit einem roten Teufel und einem blauen Drachen zu finden, die vermutlich in jedem Fotoalbum landet. In meinem (wenn ich eines anlege) natürlich auch. 🙂 Außerdem wirbt die Quelle mit Hand- und Fußbädern. Man kann das heiße Quellwasser auch inhalieren oder trinken, was ich gleich ausprobiert habe. Mineralische Inhaltsstoffe schmeckt man sofort, salzig ist es etwas, aber ein bisschen muffelig auch. 😉
Kamado Jigoku, かまど地獄, Beppu, 別府市, 地獄, Hölle, hell, Oita, 大分県, boiled egg, gekochtes Ei, hot steam foodViel besser schmecken da die gekochten Eier, die es an der kleinen Snackbar zu kaufen gibt. Durch das Quellwasser ist das Eiweiß bräunlich gefärbt. Ein Mann erklärte uns, wie es geht: „Zuerst pellen, dann das Eiweiß mit Salz essen, dann das Eigelb mit Sojasauce.“ Na gut, wird gemacht! Und…?
おいしい (oishii) – lecker!
Zu kaufen gibt es auch noch andere Snacks aus der heißen Quelle, z.B. Pudding, aber über den möchte ich jetzt nicht reden, denn nachdem ich ihn in der Kamado Jigoku noch nicht essen wollte („der läuft uns sicherlich noch oft über den Weg“), habe ich ihn nicht wieder zu Gesicht bekommen. Mein kleines Beppu-Trauma. 😦

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Kamado Jigoku, かまど地獄, Beppu, 別府市, 地獄, Hölle, hell, Oita, 大分県, oni, devil, Dämon, dragonUnd dann gab es noch eine kleine Show-Einlage in der Kamado Jigoku: Ein Animateur lud die Besucher ein, ihm um die Quellseen herum zu folgen. Dabei blies er immer wieder Qualm von seiner Zigarette in Richtung Quelle, wodurch sich kurz darauf noch größere Dampfwolken aus ihr emporhoben. Das kleine Wunder wurde angemessen beklatscht und später von einigen Freiwilligen selber nachgemacht, aber keiner konnte soviel Lungenvolumen aufbringen wie der Herr Animateur. ^^°

 

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Hand- und Fußbad (Die meisten Schilder waren dreisprachig auf Japanisch, Chinesisch und Koreanisch.) ☆ Hand and foot bath (The most signs were tri-lingual in Japanese, Chinese and Korean.)


Oniyama Jigoku, 鬼山地獄, Beppu, 別府市, 地獄, Hölle, hell, Oita, 大分県, crocodile hell, Krokodilshölle, Krokodil, 鰐Im Anschluss machten wir uns auf den Weg zur fünften Quelle, der Oniyama Jigoku (鬼山地獄). „Oni“ bedeutet „Teufel“, „yama“ „Berg“. Eine rote Teufelsfigur ließ sich leicht finden, aber einen Berg gab es eigentlich nicht. Stattdessen bot sich eine Aussicht auf die Häuser der Umgebung…° Auch sonst blieb die mystische Atmosphäre der übrigen Quellen aus, denn außer einem kleinen, umzäunten, dampfenden Teich gab es nicht viel „Hölle“ zu sehen. Um sich einen Platz unter den berühmten Acht zu sichern, hat man sich für diese Quelle daher eine andere Attraktion überlegt: Oniyama Jigoku, 鬼山地獄, Beppu, 別府市, 地獄, Hölle, hell, Oita, 大分県, crocodile hell, Krokodilshölle, Krokodil, 鰐Krokodile. Angeblich soll die Umgebung des heißen Quellwassers und der Dämpfe ein perfektes Klima für die Aufzucht von Krokodilen bieten (die in Japan übrigens nicht natürlich beheimatet sind). So können die Besucher an viel zu kleinen Gehegen oder Käfigen vorbeigehen und Krokodile bestaunen, die wirklich nicht glücklich aussehen.
In einem Holzhaus gab es dann noch ein Präparat eines besonders großen Krokodils zu besichtigen (Ichirō I. soll um die 70 Jahre alt geworden sein) sowie Mini-Kroko’s in einem Wasserbecken.
Als Fazit würde ich jedem abraten, Oniyama Jigoku – wie auch die von uns nicht besichtigte Yama Jigoku – zu besuchen. Diesen Ratschlag, der sich allgemein im Internet befindet, haben wohl auch viele Besucher beherzigt, denn die Quelle blieb während unseres Aufenthaltes äußerst wenig besucht.

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Shiraike Jigoku, 白池地獄, Beppu, 別府市, 地獄, Hölle, hell, Oita, 大分県, white pond hell, weißer-Teich-Hölle, aquarium, fishDie sechste Quelle war für uns Shiraike Jigoku (白池地獄), die Weißer-Teich-Hölle. Dem Namen nach erwarteten wir einen weißen See, der dann doch eher blass hellblau, aber vor allem milchig, war. Das Wasser ist wohl beim Ausstoßen noch transparent und wird durch die Ablagerung der Mineralien im See trüb. Nach den Eindrücken der anderen Höllen zuvor waren wir einfach übersättigt beim Anblick des dampfenden Wassers, aber eigentlich ist auch diese Quelle sehr schön. So fanden wir es auch völlig unnötig, noch ein Aquarium mit tropischen Fischen daneben zu bauen, welches im übrigen ähnlich heruntergekommen war wie es der Zoo in der Yama Jigoku sein soll.Shiraike Jigoku, 白池地獄, Beppu, 別府市, 地獄, Hölle, hell, Oita, 大分県, white pond hell, weißer-Teich-Hölle, aquarium, fish


Tatsumaki Jigoku, 龍巻地獄, Beppu, 別府市, 地獄, Hölle, hell, Oita, 大分県, Geysir, geyser, water spout hellDie vorletzte Hölle, zu der wir uns aufmachten, hieß Tatsumaki Jigoku (龍巻地獄). „Tatsumaki“ bezeichnet eine Wasserhose, also einen Tornado über dem Wasser. (Ich wusste gar nicht, dass man Windhosen über dem Wasser „Wasserhosen“ nennt!). Dabei handelt es sich um einen Geysir, der alle 30-40 min für 6-10 min ausbricht. Die austretende dampfende Wasserfontäne wird dabei von einer Steinplatte daran gehindert, ihre volle Höhe zu erreichen, damit es für die Besucher nicht zu gefährlich wird, das Naturschauspiel zu bestaunen. Die Quelle ist auch was das dazugehörige Grundstück angeht, aus meiner Sicht die kleinste der acht Höllen. Der Platz vor dem Geysir ist einbetoniert und es gibt eine Tribüne, von der aus man den Ausbruch des Geysirs beobachten kann. Zum Glück mussten wir nicht so lange warten, bis es soweit war.

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Chinoike Jigoku, 血の池地獄, Beppu, 別府市, 地獄, Hölle, hell, Oita, 大分県, blood pond hell, Blutteichhölle, red hellAls achte Hölle fehlte uns noch die Chinoike Jigoku (血の池地獄), die Blutteichhölle. Den appetitlichen Namen verdankt der Quellsee seiner rotbraunen Wasserfarbe, die mit den aufsteigenden Dämpfen auf jeden Fall ein malerisches Fotomotiv abgibt. 🙂
Neben der Quelle gibt es einen großen Souvenirshops, wo man allerlei Mitbringsel zu den Jigoku und Beppu erwerben kann sowie Heilmittel und Pflegeprodukte, z.B. Hautcreme oder Badesalze.
Chinoike Jigoku wie auch Tatsumaki Jigoku zuvor sind die zwei Höllen, die ein wenig abseits von den anderen sechs und Bōzu Jigoku liegen.

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Wer mitgezählt oder auf die Zahlwörter geachtet hat, wird sicherlich gemerkt haben, dass jetzt alle acht Höllen genannt wurden. So wie die Oniishibōzu Jigoku gibt es jedoch noch eine weitere Hölle in der Nähe der anderen, die nicht zur Beppu Hell Union gehört und zwar die Kinryū (金竜地獄), die Golddrachenhölle.
Kinryu Jigoku, 金竜地獄, Beppu, 別府市, Jigoku, Hölle, hell, Oita, 大分県, goldener Drachen Hölle, golden dragon hell, KinryuuWir waren ziemlich spät dran, hätten uns aber gar nicht so beeilen brauchen, denn eine große schwere Holztür versperrte uns den Weg auf das Gelände.. 😦 Laut einigen Websites war die Hölle schon vor zwei oder drei Jahren geschlossen und offensichtlich ist diese Info also immer noch aktuell. Schade! Gerne hätte ich die große Figur des Drachen bestaunt, aus deren Maul kochend heißer Dampf strömen soll – auch wenn der Drache den Abbildungen nach grün mit rotem Bauch und nicht golden aussieht… ^^°

Und welche Hölle war nun am schönsten? Das kann man meiner Meinung nach nicht so einfach beantworten. Sie haben fast alle etwas Schönes, Sehenswertes an sich. Deshalb lohnt es auch, sich zumindest mehrere anzusehen.
Am schönsten für mich waren Umi Jigoku, Chinoike Jigoku und Bōzu Jigoku. Die Kamado Jigoku, die mein Freund auch am besten fand, hätte ich aber wegen des Gesamtpaketes (gekochte Eier essen, Quellwasser probieren, Entertainment-Programm) nicht missen wollen. Auf Oniyama Jigoku hätte ich gut verzichten können und Shiraike Jigoku und Tatsumaki Jigoku waren keine Highlights, aber auch schön.
Viele Leute bemängeln, dass die Höllen als Touristenattraktionen vermarktet werden und kaum Natürlichkeit besitzen. Das stimmt zwar, aber meiner Meinung nach ist das nicht schlimm. Und wer wirklich natürlich belassene Hot Spots oder Geysire sehen möchte, der soll eben… keine Ahnung, nach Island oder so gehen…
Mein Fazit: Die Jigoku sind auf jeden Fall ein Muss für jede Beppu-Reise. 🙂

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Hier geht es zum nächsten Post dieser Reihe: Beppu – Ort der Schwefeldämpfe und des Bambus.


Beppu: The eight Jigoku (hells)

As part of my holiday workup here comes the chronological first part of my recent Japan journey. Altogether I spent the whole October in the land of the rising sun. In my post “Going to Okinawa for a cheap price?” I already mentioned which destinations my boyfriend and I were heading for this time in Japan. The first weekend trip led us to Beppu, a town on Japan’s southernmost main island Kyūshū in the prefecture Ōita. Beppu is famous for its hot springs, which spout from the grounds of the whole area. There should be over 3.700 thermal hot springs and 168 public baths in town.
Interesting as tourist attractions are especially the eight Jigoku (地獄), that means the eight hells, that you can visit. They have got different colours and appearances and almost all of them are located near to each other, so that you can easily see all eight in one day. Some internet pages state a total time of two or two and a half hours for all Jigoku, but knowing my quirk of photographing, I guessed, this could run short of time. 😉

At first we went to Bōzu Jigoku (坊主地獄). „Bōzu“ denotes a monk or respectively the shaved head of a monk. The name describes well the appearance of the hot spring. Due to the boiling heat, bubbles in the shape of halfround spheres emerge from the grey muddy water again and again. The natural phenomenon was formed after an earthquake around 1498. Before there should have been a temple on the grounds.
A very similar appearance has Oniishibōzu Jigoku (鬼石坊主地獄), literally translated “devil-stone-monk’s-head-hell”, which is part of the Beppu Hell Union, that includes the most famous and most popular hells of Beppu. If you buy a combi-ticket for the Beppu Hell Union, you can visit all eight hells for a reduced price.
Unfortunately Maddy investigated wrong before, so that we ended up in Bōzu Jigoku, that is nearby and in private ownership… Although I would have liked to see Oniishibōzu Jigoku, Bōzu Jigoku was indeed really worth to visit! For me it was even one of the most beautiful hells. The path led you along several bubbling mud hills and a steaming pond. With its 99-100°C the pond of course didn’t invite anyone for bathing. 😉

Next we visited Umi Jigoku (海地獄), the sea hell. This one really is part of the Beppu Union and with this of the eight hells. Many people think it is the most beautiful and with the loud light blue colour it is really an eye candy – like a big steaming swimming pool!
On the grounds of the 98°C hot spring there is also a lake with planted giant water lilies (also called “Royal water lily” or “Victoria” after Queen Victoria). The thick widespread leaves have a superior leaf margin – what makes them look like plastic models ^^° – and can bear up to 20 Kg! Small children even should be allowed to stand on them – but unfortunately we couldn’t see that.
Furthermore the spring offers a huge garden with a little side-spring in the form of a steaming red pond (there should be even more side-springs on the grounds, but unfortunately we had no time to discover them), a greenhouse with water lilies and orchids as well as a little shrine made of typical red painted wood.

Very close there is the third spring (in this order), Yama Jigoku (山地獄), that we skipped however. It is said to be little springs or just upcoming steam of a mountain. There should be less natural mystic atmosphere, therefore you can see a rundown mini-zoo, which hosts some big animals – including an African elephant and a hippo – in small space, which most visitors think is not humane for the animals, particularly because some of the big animals are kept single without any fellow species. Reasons enough for us to not visit this hell.

The fourth spring, Kamado-Jigoku (かまど地獄), the oven hell or also called cooking pot hell, ensued. It contains of several smaller steaming lakes in loud light blue and brown red colour and entices visitors rather with the interacting tourism programme than with the natural phenomenon. Right at the entrance you can find a tall skulpture of a red devil and a blue dragon, which will surely end up in every photo album. In my own, too, of course (if I do so). 🙂 Furthermore the spring is promoting hand and foot baths. You can inhale the hot spring water or drink it, what I tried straight away. You can taste the mineral incredients promptly, it is a bit salty, but also a bit musty. 😉
Far better taste the boiled eggs, that you can buy at the little snackbar. Due to the spring water the egg white is tinted a little brownish. A man described us, how it works: “At first peel the egg, then eat the egg white with salt, then the yolk with soy sauce.” Ok, will do! And…?
おいしい (oishii) – tasty!
You can also buy other snacks from the hot spring, for example pudding, but about that I don’t want to talk, because after I decided to not eat the pudding at Kamado Jigoku yet („it will surely come across so often”), I’ve never seen it again anywhere. My little Beppu-trauma. 😦
And then there was a little show-act in the Kamado Jigoku: An entertainer invited the visitors to follow him around the spring ponds. On this way he repeated to blow some smoke of his cigarette in the direction of the spring, what caused even more upcoming steam clouds. The little marvel was applauded adequately and later imitated by some volunteers, but nobody could muster as much lung volume as Mr. entertainer. ^^°

Following this we made our way to the fifth spring, the Oniyama Jigoku (鬼山地獄). „Oni“ means „devil“, „yama“ „mountain“. A figure of a red devil was easy to find, but actually there was no hill at all. Therefore you had a view on the roofs of the area around…° In other ways as well there was no mystical atmosphere like in the other hells, because besides of the little enclosed steaming pond there was not much “hell” to see. To secure a place among the famous eight hells, they got another idea for an attraction here: Crocodiles. Allegedly the area of the hot spring water and steam should offer a perfect climate for breeding crocodiles (which are not naturally indigenous in Japan by the way). So the visitors can pass far too small enclosures or cages and watch crocodiles that do not seem happy at all.
In a wooden house you can see a preserved specimen of an extra-large crocodile (Ichirō I. should have reached around 70 years) as well as mini crocodiles in a water basin.
As a résumé I would recommend against visiting Oniyama Jigoku – as well as Yama Jigoku, that we didn’t visited. This advice, that you can generally find in internet, seemed to be followed as we recognized during our stay: The spring stayed less attented by visitors.

The sixth spring for us was Shiraike Jigoku (白池地獄), the white pond hell. According to the name we expected a white lake, that then indeed was rather very hazy blue, but anyway milky. The water shall be still transparent when pouring out and gets blurry from the mineral sediments in the lake. After the impressions of the other hells before we were a bit jaded by the view on the steaming water, but actually this spring was also very nice. So we found it completely unnecessary to build up an aquarium with tropical fish next to the spring, which was by the way the same rundown as the zoo of Yama Jigoku should be.

The second last hell, we headed to, was named Tatsumaki Jigoku (龍巻地獄). „Tatsumaki“ describes a water spout, that means a tornado above water. Indeed it is a geyser that erupts every 30-40 min for about 6-10 min. The emiting steaming water fountain is hindered by a stone slab to reach its full height, so that it doesn’t get too dangerous for the visitors to watch the natural spectacle. Also referring to the enclosed grounds of the hell Tatsumaki Jigoku is the smallest of the eight hells in my opinion. The little space in front of the geyser is embedded in concrete and there is a terrace from which you can watch the outburst of the geyser. Fortunately we didn’t need to wait that long until it was time.

As the eighth hell only Chinoike Jigoku (血の池地獄), the blood pond hell, was still missing. The hot pond owes its “appetizing name” to the redbrown water colour, which is making a picturesque subject together with the wafting steams. 🙂
Next to the spring there is a big souvenir shop, where you can many kinds of souvenirs referring to the Jigoku and Beppu as well as healing products and care products, f.e. skin cream or bath salts.
Chinoike Jigoku like also Tatsumaki Jigoku before are the two hells, that a located a bit separated from the other six and Bōzu Jigoku.

Who counted with me or watched out for the numerals should have recognized, that I mentioned all eight hells now. But as Oniishibōzu Jigoku there is also another hell near the others, that doesn’t belong to the Beppu Hell Union and this is Kinryū (金竜地獄), the golden dragon hell.
We were indeed a bit late, but otherwise we wouldn’t have need to hurry at all, because a big wooden door cut us off from the way to the grounds. 😦 According to some websites the hell had been closed since two or three years and obviously this information is still current. What a pitty! I would have liked to see the large figure of the dragon and watch the hot steam coming out of its mouth – though the dragon seems to be green with a red belly on the images and not golden… ^^°

And which hell is the best now? That is not easy to say in my opinion. Almost every one has something beautiful and is worth so see. Therefore you should at least visit several.
The most beautiful for me were Umi Jigoku, Chinoike Jigoku and Bōzu Jigoku. Kamado Jigoku, which was also my boyfriend’s favourite, I wouldn’t have liked to miss because of the total package (eating boiled eggs, tasting spring water, entertainment programme). Oniyama Jigoku I could have quit and Shiraike Jigoku and Tatsumaki Jigoku were no big highlights, but also nice.
Many people criticize that the hells are marketed as tourist attractions that retain less naturalness. That is true, but in my opinion it is not so much a problem. And who really wants to see natural retained hot spots or geysers, he or she should… well, no idea, go to Iceland or anywhere…
My résumé: The Jigoku are absolutely a must-do for every Beppu journey. 🙂


Here is the next post of this series: Beppu – town of sulphur fumes and bamboo.

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11 thoughts on “Beppu: Die acht Jigoku (Höllen) ☆ Beppu: The eight Jigoku (hells)

  1. Ich war einmal in Beppu aber leider habe ich noch nie Jigoku-Meguri gemacht.
    Auf den Blättern darf mein Kleiner noch sein, aber er wiegt schon 19,5kg. Wir müssen eilen 🙂

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    • (Diese Woche bin ich noch nicht einmal dazu gekommen, den Kommentar hier zu lesen; bitte entschuldige.)
      Na, da müsst ihr euch aber wirklich beeilen! 😉 Die Jigoku sind wirklich sehr schön. Vielleicht seid ihr ja mal wieder in Beppu. ^^

      Like

    • Gern geschehen! 🙂 Leider hat es ein bisschen gedauert, alles auf Deutsch und Englisch zu schreiben und die Bilder auszuwählen. Und es ist noch so viel in Planung, aber eigentlich bin ich noch nicht einmal mit dem Sortieren der ganzen Fotos halbwegs fertig. T__T°
      Danke für den Link. ^^ Die Strumpfhosen mit den Katzentatzen auf der Fußsohle sind ja süß! Schade, dass man sie nur sieht, wenn man die Schuhe aus hat. ^^°

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