Ishigaki: Strände & Schnorcheln -Teil I- ☆ Ishigaki: Beaches & snorkeling -part I-

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Nach der Einleitung zu unserer Reise nach Ishigaki, beginne ich am besten mit dem Naheliegendsten, woran man bei einer Tropeninsel denkt: Mit den Stränden!
Ishigaki hat als Insel natürlich mehrere davon – vorstellen möchte ich die von uns besuchten Vier:

Kabira Bay
Yonehara Beach
Kuura South Beach
Fusaki Beach

(Wobei die letzten beiden im zweiten Teil des Posts folgen. Wegen der Länge musste ich den Eintrag leider splitten.)


Kabira Bay

Kabira Bay, 川平湾, viewpoint, Aussichtspunkt, Ishigaki, 石垣島, Okinawa, 沖縄県, Ryukyu, 琉球諸島, pearl bay, Perlen-Bucht, JapanDie Kabira-Bucht ist kein Badestrand – das erst einmal vorweg. Dennoch möchte ich diesen Strand als erstes erwähnen, da er vermutlich auf der To-Do-Liste eines jeden Ishigaki-Besuchers steht. Nicht umsonst ist der legendäre Blick durch die Baumwipfel in die Bucht vom nahegelegenen Aussichtspunkt DAS Fotomotiv Ishigakis in jedem Reiseprospekt, jeder Inselvorstellung und jeder Foto- sammlung. Der Kontrast zwischen dem hellen Sandstrand im Vordergrund und den zerklüfteten Inselchen mit üppiger Vegetation im Hintergrund, unterbrochen durch ein türkisblaues Ozeanband mit weißen Booten, könnte wohl kaum malerischer sein. 🙂
(Leider hatten wir während der Reise immer wieder Pech mit dem Wetter. Wirklich ärgerlich auf einer Tropeninsel, aber wir haben das Beste daraus gemacht.)
Abgesehen von der Aussicht, die man sowohl in der Bucht selbst, als auch von dem besagten Aussichtspunkt, der sich ein Stückchen über der Bucht befindet, genießen kann, gibt es noch einen anderen Grund, warum man Kabira Bay besuchen sollte: Glasbodenbootsfahrten! Für 20 Minuten kann man sich von einem Tour-Guide aufs Meer hinausfahren lassen und dabei einen Blick auf Ishigakis Unterwasserwelt werfen, ohne nass zu werden – nämlich durch eine eingebaute Glasscheibe am Boden des Bootes.

Überwiegend sind dort Korallen, Muscheln und Austern zu sehen, aber auch verschie- dene Fischarten und wenn man ganz viel Glück hat, kann man eine Seeschildkröte entdecken.
Obwohl wir leider keine Schildkröte gesehen haben, war die Bootstour, zu der ich zuvor sowohl positive als auch negative Kritik gelesen hatte, sehr schön und wirklich empfehlenswert! Die Fotos und Videos, die wir gemacht haben, geben leider nicht annähernd die wirkliche Pracht wider.
Ganz in der Nähe der Bucht liegt auch ein kleiner sehenswerter Schrein mit dekorativen Steinlaternen. ^^Kabira Bay, 川平湾, shrine, Schrein, Ishigaki, 石垣島, Okinawa, 沖縄県, Ryukyu, 琉球諸島, island, Insel, Japan

Yonehara Beach

Yonehara Beach, 米原ビーチ, Strand, Schnorcheln, snorkeling, Ishigaki, 石垣島, Okinawa, 沖縄県, Yaeyama, 八重山諸島, Japan, 日本Wer in der Kabira Bay Blut geleckt hat und jetzt endlich mal selber die Unter-wasserwelt erkunden möchte, sollte den Yonehara-Strand ansteuern. Dieser optisch eher durchschnittliche Strand ist perfekt zum Schnorcheln geeignet und dabei braucht man weder viel Ausrüstung, noch Vorkenntnisse, noch lange Wege zurückzulegen! Sobald man ein paar Schritte ins Wasser geht und hineinsieht, steht man schon mitten in der Tier- und Pflanzenwelt von Ishigakis Meeresbiotop. Als großer Foto-Fan musste ich natürlich unbedingt ein paar Bilder dieser Unterwasserwelt mit nach Hause nehmen.

Yonehara Beach, 米原ビーチ, Schnorcheln, snorkeling, Insel, island, holiday, Urlaub, Ishigaki, 石垣島, Okinawa, 沖縄県, JapanAn dieser Stelle noch einmal vielen Dank an meinen lieben Freund Jörg, der uns für den Urlaub seine Unter-wasserkamera zur Verfügung gestellt hat. 🙂 Die war wirklich Gold wert!! Ich empfehle daher unbedingt, eine solche Kamera mitzunehmen (!) sowie ein einfaches Schnorchelset, bestehend aus Taucherbrille mit Schnorchel und evtl. Flossen. Tacchan und ich haben uns zu zweit eine Taucherbrille mit Schnorchel geteilt, Flossen hatten wir keine. Es war vollkommen ausreichend, da wir uns auch gegenseitig immer wieder festgehalten haben, um nicht zu nah an die Pflanzen und Tiere heranzukommen, aber das muss natürlich jeder selbst entscheiden.

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über und unter der Wasseroberfläche ☆ over and under the water surface

In den Gewässern um Ishigaki herum gibt es viel Giftiges. Am meisten gefürchtet ist der „Habu jellyfish“, japanisch Habu kurage, eine Art der Würfelquallen. Die Tiere sind extrem giftig und ein Kontakt mit den Tentakeln, die bis zu 1,50m lang werden können, kann schlimme Wunden und Schwellungen verursachen. Yonehara Beach, 米原ビーチ, Strand, Erste Hilfe Tipps, dangerous sea creatures, first aid hints, Schnorcheln, snorkeling, Ishigaki, 石垣島, Okinawa, 沖縄県, JapanIm schlimmsten Fall kann es zu Herzstillständen und Lungenver- sagen kommen. Es sind bereits Menschen durch den Kontakt mit den Würfelquallen gestorben. Daher sollte man (und das ist kein Scherz!) immer eine Flasche Essig dabei haben, wenn man an den Strand geht, denn der soll eine gute Sofort- hilfe zum Beträufeln der Wunden sein bis der Notarzt kommt.
Zwar sind öffentliche Strände (ein solcher ist Yonehara nicht, obwohl es dort Duschen gibt, die wohl zum angrenzenden Campingplatz gehören) gewöhnlich durch ein Anti-Quallen-Netz um die Schwimmzone ausgestattet, aber man weiß ja nie, ob sich nicht doch ein Tier hinein-verirrt hat. Besondere Vorsicht ist natürlich bei nicht-öffentlichen Stränden sowie in der Sommerzeit geboten. Zwischen Juli und September zieht es die meisten Würfelquallen in die Uferzonen um Ishigakis Küsten.

Tacchan und ich hatten tatsächlich immer ein Fläschchen Essig dabei, welches wir dann zum Glück nicht gebraucht haben. Außerdem haben wir Turnschuhe und Strumpf- hosen bzw. Leggins getragen, um die Angriffsfläche der blanken Haut zu reduzieren. Sieht zwar bescheuert aus, aber man fühlt sich sicherer! Und schon dünne Nylon-strümpfe sollen ein wirksamer Schutz gegen das Tentakelgift sein.
Wie ernst man die Gefahr von Würfelquallen nehmen sollte, wird einem spätestens klar, wenn man vor den Schildern am Eingang des Yonehara-Strandes steht und sich die Warnhinweise und Erste-Hilfe-Anweisungen durchliest. Neben dem Habu jellyfish wird vor Seeanemonen, Wasserschlangen, giftigen Seeigeln und Fischen gewarnt. Jede Verletzung verlangt eine andere Sofortbehandlung. Mal soll gekühlt, mal heiß behandelt werden (wo auch immer man am Strand Eiswasser oder kochendes Wasser herbekommen soll…), manchmal mit Essig, manchmal aber auch gerade nicht. Ich frage mich, woran man als Laie im Moment der Gefahr sofort erkennen soll, um welches Tier es sich handelt…

Yonehara Beach, 米原ビーチ, Kröte, toad, tropical animal, Strand, Insel, island, Ishigaki, 石垣島, Okinawa, 沖縄県, JapanAls wir am Abend den Yonehara-Strand ver- lassen wollten, stolperte ich sogar buchstäb- lich über ein Tier – an Land! Eine dicke Kröte sprang dicht vor mir ein Stück weiter, um dann zu verharren und abzuwarten. Hätte sie es nicht getan, wäre ich einfach auf sie getreten, da sie im Sand sehr gut getarnt war – und mal ehrlich: Wer erwartet am Strand auf Kröten zu treffen?! Wie ich später las, könnte es sich bei dem Tier sogar um eine Aga-Kröte (Riesenkröte) gehandelt haben. Diese Krötenart, die eigent- lich aus Mittel- und Südamerika stammt, wurde in Teilen Australiens und Ostasiens als Schädlingsbekämpfer eingesetzt, hat sich aber mangels eigener Fressfeinde zu einer wahren Plage entwickelt. Auch lassen sich im Internet Berichte über eine fortschrei- tende Ausbreitung auf den Okinawa-Inseln finden. Warum das überhaupt jemanden interessiert? Die Aga-Kröte verdrängt nicht nur heimische Tierarten, sondern ist auch noch giftig! Bei Gefahr sondert sie ein Sekret über den Rücken ab, das Haustiere töten kann und für Menschen zumindest schmerzhaft ist. o_O

Yonehara Beach, 米原ビーチ, fireplace, Feuerstelle, Strand, beach, tropische Insel, tropical island, Ishigaki, 石垣島, Okinawa, 沖縄県, JapanAber nicht nur die Fauna Ishigakis birgt Gefahren. Taucher und Schnorchelgänger sollten sich auch vor gefährlichen Strömungen in Acht nehmen.
Letztendlich muss daher jeder selbst entscheiden, ob er den Yonehara-Strand besuchen möchte oder nicht. Es soll auch schon einige Todesfälle dort gegeben haben. (Ich schließe daher jeden Fall von Haftbarmachung aus. Macht das mit eurem Gewissen aus! 😉 )
Ich finde jedenfalls, dass der Yonehara Beach so viel Schönes (unter Wasser) zu bieten hat, dass man ihn sich unbedingt ansehen sollte! Übrigens gehört Yonehara zu den populärsten inoffiziellen Stränden. Und wenn man sich entsprechend vorbereitet (Essig, richtige Ausrüstung und Kleidung, Schilder lesen) und vorsichtig verhält (nichts anfassen und vorsichtig auftreten – auch der Flora und Fauna zuliebe), kann man das Risiko doch erheblich minimieren. 😉Yonehara Beach, 米原ビーチ, sunset, Sonnenuntergang, Strand, beach, tropische Insel, tropical island, Ishigaki, 石垣島, Okinawa, 沖縄県, JapanZwei weitere Strände folgen im zweiten Teil des Beitrages.


Ishigaki: Beaches and snorkeling

Following the introduction about our journey to Ishigaki, I will start with the most obvious thing, that comes to your mind when thinking about a tropical island: The beaches!
Ishigaki as an island has of course several of them and I would like to introduce the four ones, that we visited:

Kabira Bay
Yonehara Beach
Kuura South Beach
Fusaki Beach

(Though the last two will follow in the second part of the post. Because of the length I had to split this entry.)


Kabira Bay

Kabira Bay is no bathing beach – this should be clarified at first. Nevertheless I would like to start with this beach because it is presumably on the to-do-list of every Ishigaki visitor. It is not for nothing that the legendary view through the tree tops into the bay, that you have from the viewpoint nearby, is THE photo subject of Ishigaki in every journey brochure, every island representaion and every photo collection. The contrast between the light sand beach in the foreground and the rugged island with abundant vegetation in the background, broken by a turquoise blue ocean line with white boats, could hardly be more picturesque. 🙂
(Unfortunately we were repeatedly unlucky with the weather during our journey. A real bother on a tropical island, but we made the best of it.)
Besides the view, that you can enjoy in the bay itself as well as from the said viewpoint, that lies a bit higher of the bay, there is also another reason, why you should visit Kabira Bay: Glass-bottom boat trips! For 20 minutes you can put out to sea with a tour guide and cast a glance on Ishigaki’s underwater world without getting wet – that means looking through an implemented glass plate at the bottom of the boat. Mainly you can see corals, shells and oysters, but also different species of fish and if you’re really lucky you can find a sea turtle.
Though we didn’t spot a sea turtle, the boat tour, which was described both positive and negative when I read about it before, was really great and absolutey recommendable! The photos and videos that we made, unfortunately don’t convey the real glory in the slightest.
A few steps from the bay there is located a little lovely shrine with decorative stone lanterns. ^^

Yonehara Beach

Who took a fancy to Kabira Bay and would like to explore the underwater world by himself/herself the next time, should visit Yonehara Beach. This optical rather average looking beach is a perfect location for snorkeling and therefore you don’t need much equipment, nor previous knowledge nor taking long ways! As soon as you step into the water and look under the surface, you’re standing right in the flora and fauna world of Ishigaki’s sea biotope. As an avid photo fan I definitely had to take some pictures of the underwater world home. At this point I have to say Thank you again to my dear friend Jörg, who lend us his underwater camera for the holiday. 🙂 This was really worth a mint!! Therefore I definitely recommend to take such a camera with you (!) as well as a simple snorkeling set consisting of diving goggles (a mask) with a snorkel and maybe a pair of fins. Tacchan and I shared one mask with snorkel and didn’t have fins. It was completely o.k., since we also hold each other, not to get to close to plants or animals, but of course everybody should decide on his own.

In the waters around Ishigaki there are a lot poisonous creatures. The most dreaded is the “habu jellyfish”, Japanese Habu kurage, a species of box jellyfish. The animals are extremly poisonous and a contact with the tentacles, which can reach 1,50m length, can cause bad wounds and swellings. In the worst case it can lead to cardiac arrests and respiratory failures. Somes humans have already died due to the contact with box jellyfish. Therefore (and this is no joke!) you should always take along a bottle of vinegar, when you’re going to the beach, because sprinkling it onto the wounds should be a good fast-track aid until the emergency doctor arrives.
In fact official beaches (Yonehara is no official one, though there are shower facilities, that may belong to the campsite nearby) are usually equipped with an anti-jellyfish net around the swimming area, but who knows if one individual might got lost inside. Extra caution is needed in case of non-official beaches as well as in summer season. Between July and September is the high-season for box jellyfish coming to the coastal zones of Ishigaki.

Tacchan and I indeed always took a bottle of vinegar with us, which we didn’t need in the end fortunately. Furthermore we wore sneakers and tights or respectively a pair of leggings to reduce the attack surface of bare skin. Well, it looks stupid and silly, but you feel saver! And even thin nylon stockings should be an affective protection against the tentacles’ poison.
How serious you should take the danger of box jellyfish, you notice at the latest while standing at the entrance of the Yonehara beach and reading the warning signs and first aid instructions. Besides the habu jellyfish it warns you of sea anemones, water snakes, poisonous sea urchins and fish. Every injury demands another type of immediate treatment. Once it is cooling, another time using hot water (wherever you could get icy or boiled water from…), sometimes you should use vinegar and sometimes you just shouldn’t. I wonder how you as a layman in the moment of danger should immediately realize with which kind of animal you’re dealing with…

When we were about to leave Yonehara Beach, I literally stumbled over an animal – ashore! A fat toad made one jump in front of me to poise and wait then. If it didn’t, I might have stepped on it since it was well camouflaged in the sand – and honestly: Who expects to meet a toad on the beach?! As I read later, the animal could even have been a cane toad (marine toad). This toad species, that originally comes from Middle and South America, was used as a pest controler in parts of Australia and Eastern Asia, but in the absence of own predators it became a real infestation. In internet you can also find reports about the progressive distribution on the Okinawa islands. Why this matters to anyone? The cane toad not only suppresses native species, but is also toxic! When threatened the toad oozes a secrete at her back, that can kill pets and is at least painful for humans. o_O

But not only Ishigaki’s fauna harbours dangers. Divers and snorkelers should also beware of dangerous currents.
In the end everybody has to decide on his own, if he visits the Yonehara Beach of not. There also should have happened several cases of death. (Therefore I exclude from any ways of liability claims. Square this with your conscience! 😉 )
In my opinion the Yonehara Beach is such a beautiful spot (under the water surface), that you should definitely check it out! By the way it is one of the most popular unofficial beaches. And if you’re adequately prepared (vinegar, right equipment and clothing, reading the signs) and behaving cautiously (don’t touch anything, doing your steps carefully – also in respect of flora and fauna), you can considerably minimize the risks, don’t you think? 😉

Two other beaches are following in the second part of the entry.

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3 thoughts on “Ishigaki: Strände & Schnorcheln -Teil I- ☆ Ishigaki: Beaches & snorkeling -part I-

  1. Pingback: Ishigaki: Strände & Schnorcheln -Teil II- ☆ Ishigaki: Beaches & snorkeling -part II- | Currywurst & Kimono

  2. Pingback: Ishigaki: Japans Tropeninsel in Okinawa – ein Überblick ☆ Ishigaki: Japan’s tropical island in Okinawa – an overview | Currywurst & Kimono

  3. Pingback: Ishigaki: Natürliche Sehenswürdigkeiten (Palmen, Dschungel und Mangroven) ☆ Ishigaki: Natural sights (palms, jungle and mangroves) | Currywurst & Kimono

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