Ishigaki Yaima Village (Museumsdorf, Affen und Mangroven) ☆ Ishigaki Yaima Village (open air museum, monkeys and mangroves)

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Im letzten Beitrag haben wir Ishigakis Palmen-Dschungel und die Mangrovenvegetation erkundet, heute wagen wir den Übergang in die Zivilisation – aber die Pflanzen- und Tierwelt wird trotzdem nicht zu kurz kommen.

(Wenn ihr den Start der Beitragsreihe über die japanische Tropeninsel Ishigaki in Okinawa verpasst habt, solltet ihr das hier zuerst lesen.)

Ishigaki Yaima Village, 石垣やいま村, Museumsdorf, theme park, outdoor museum, Themenpark, Ryūkyū-Kultur, 琉球文化, traditional house, tropical island, Okinawa, 沖縄県, JapanAn der im südlichen Teil der Insel gelegenen Westküste Ishigakis befindet sich das Ishigaki Yaima Village (eigentlich “Ishigaki Yaima Mura”), ein Themenpark in Form eines kleinen nachgebauten Dorfes im typischen Inselstil. Das Museumsdorf ist mit seinen fünf bis sechs Häusern nicht wirklich groß und so gesehen ziemlich teuer mit einem Eintrittspreis von 1.000 Yen (aktuell knapp 8,80 €), bietet jedoch ein paar Nebensächlichkeiten, die die wahren Highlights ausmachen. In erster Linie geht es natürlich um die okinawanische Inselkultur. Man kann sich die Häuser von innen und außen ansehen und von den Mitarbeitern Kunsthandwerk zeigen lassen. Kinder können Shīsā-Figuren bemalen und mit nach Hause nehmen. Shīsā sind Zwischenwesen aus Löwe und Hund, ähnlich den chinesischen Wächterlöwen, die nach dem Ryūkyū-Glauben das Böse vertreiben. Man findet sie in Okinawa überall paarweise an Eingängen zu Häusern oder Geschäften und traditionell auf den Dächern. Da das Bemalen im Ishigaki Yaima Village jedoch teurer als der Eintrittspreis ist (!), würde ich empfehlen sie lieber anderswo zu erwerben. (Dazu mehr im übernächsten Beitrag über Ishigaki. ^^)

Außerdem kann man Erinnerungsfotos in der Ryūkyū-Tracht machen lassen, was ich unbedingt ausprobieren musste. 🙂 Die typisch okinawanische Tracht hat mit ihren grell bunten Farben und der riesigen Kopfbedeckung (für die Frauen) sehr wenig mit der Ishigaki Yaima Village, 石垣やいま村, Museumsdorf, theme park, outdoor museum, 琉球文化, traditional Ryūkyū costume, traditionelle Ryūkyū-Tracht, tropical island, Inselkultur, Japan, Okinawa, 沖縄県Kleidungskultur der japanischen Hauptinsel zu tun. Vielmehr erinnert es meiner Meinung nach an koreanische Tracht – zumindest farblich. Auch hierbei sollen Touristen möglichst viel Geld dalassen. Nachdem ich einen Grundpreis für das Überziehen und in Pose stellen bezahlt hatte (ich glaube, es waren 500 Yen), fotografierte mich die Dame vom Yaima Village mit ihrer Kamera sowie mit meinem eigenen Fotoapparat. Für die Fotos auf ihrer Kamera hätte ich pro Foto noch einmal bezahlen müssen, was ich dann ablehnte. Die Fotos auf meinem Apparat reichen mir vollkommen aus.

Die schönste Erinnerung an das Museumsdorf stellten jedoch nicht die Häuser da, sondern die Flora und Fauna der Anlage. Ich wette, die meisten Besucher des Mini-Parks kommen fast ausschließlich wegen des Freigeheges zum Ishigaki Yaima Village, wo kleine Totenkopfäffchen durch die Gegend springen und sich von den Gästen füttern lassen. ^__^ Die Affen sind übrigens nicht auf Ishigaki heimisch, aber wer stört sich schon daran. 😉 An einer Art Kaugummiautomat kann man Affenfutter in Plastikkugeln kaufen und darauf warten, gejagt zu werden!!! Wenn die kleinen Gauner das Futter erspäht haben (und das haben sie schnell 😉 ), kleben sie einem sofort auf der Pelle. XD Sie klettern an einem hoch, lassen sich herumtragen und warten darauf, dass die Plastikkugel geöffnet wird, um an die begehrten Leckerli zu kommen. – Dabei sind sie außerordentlich ausdauernd, sodass man schon mit einer Futterration eine ganze Weile Spaß haben kann. Mitunter kann das auch ganz schön stressig werden. Wie gut, wenn man sich abwechseln kann mit dem Futter halten!
ishigaki-yaima-village-squirrel-monkeys-02Und Achtung: Taschenkontrolle! Die Affen öffnen munter Taschen, greifen hinein und schnappen sich alles, was nicht gut genug verstaut ist. Manchmal sogar Dinge, auf die man gar nicht kommt: Ohrringe!
Hier ein Teil des Gesprächs, nachdem ich meinen linken Ohrring gerade noch auf dem Boden finden konnte, als ihn ein Affe fallen gelassen hatte:
Tacchan: „Maddy-chan, dein Ohrring!“
Ich: „Ich weiß. Aber ich habe ihn noch, schau.“
Tacchan: „Nein-nein, der andere…“
Ich: „Nein, den habe ich noch.“
Tacchan: „??“
Ich: „Hier. Ist noch im Ohr… aah!“
Da war auch der Zweite weg… 😥
Zum Glück habe ich aber auch diesen wiedergefunden. – In meiner Kleidung, als wir später am Strand waren. Er ist mir nach der Affenattacke ins T-Shirt gerutscht und hat sich dort (weil das T-Shirt einen Bund im Hüftbereich hat) bis zum Umziehen gehalten!!! Na, wenn das kein Glück war! ^__^°Ishigaki Yaima Village, 石垣やいま村, Museumsdorf, theme park, outdoor museum, 琉球文化, squirrel monkeys, Totenkopfäffchen, tropical island, Japan, 日本, Okinawa, 沖縄県

Nach der Fauna kam dann die Flora. Dem Museumsdorf angeschlossen ist ein kleiner Mangrovenwald. Auf einem Weg aus Holzplanken kann man ein Stück an den Mangroven entlanggehen, die knorrigen Wurzeln und das saftige Blätterwerk bestaunen, dem ohrenbetäubenden Zirpen lauschen und kleine Tiere im Schlamm Ishigaki Yaima Village, 石垣やいま村, Museumsdorf, theme park, outdoor museum, mangrove forest, マングローブ, Mangrovenwald, tropical island, Japan, 日本, Okinawa, 沖縄県erahnen. Verglichen mit dem Fukido River ist es ein kleines Vergnügen, aber da man ein Stück erhöht läuft und am Ende des Weges durch die Mangrovenbäume hinaus auf den Fluss sehen kann (also genau umgekehrt zur sonstigen Annäherung an die Mangroven von der Flussseite her), finde ich es unbedingt empfehlenswert – auch wenn man nicht halb so viele Tiere zu Gesicht bekommt wie am Fukido Flussbett.


Sehr schön fand ich auch den Weg bis zu den Holzplanken, an dem sich wieder links und rechts Dschungelpflanzen an Dschungelpflanzen reihten. Der hohe Maschendrahtzaun in der Ferne, der ab und zu durch die Bäume im Hintergrund zu sehen ist, lässt das Ganze wie eine Szene aus Jurassic Park erscheinen – muss ich Tacchan erzählen, als wir zurückgehen.
Dann geht es noch einmal zu den wilden Kreaturen…
… den Totenkopfäffchen – Fütterung Teil II! 😀ishigaki-yaima-village-squirrel-monkeys-03

Im nächsten Post erfahrt ihr etwas über die weiteren Sehenswürdigkeiten von Menschenhand auf Ishigaki.


Ishigaki Yaima Village (open air museum, monkeys and mangroves)

In the last post we discovered Ishigaki’s palm jungle and the mangrove vegetation, today we venture the transition to civilization – but the flora and fauna won’t go short.

(If you missed the start of the post series about the Japanese tropical island Ishigaki in Okinawa, then you should read this here at first.)

At the West coast of Ishigaki’s Southern island region there is the Ishigaki Yaima Village (actually „Ishigaki Yaima Mura“), a theme park in the form of a little recreated village in the typical island style. The museum village with its five to six houses is not really large and therefore quite expensive with an entrance price of 1.000 Yen (almost 8,80 € at the moment), but it offers some minor matters, that create the real highlights indeed. Primarily it is about the Okinawan island culture of course. You can have a look at the houses from in- and outside and watch the staff fabricating handicrafts. Children can paint shīsā figures and take them home. Shīsā are intermediate beings between lion and dog, similar to the Chinese guardian lions, that ward off evil in Ryūkyū belief. You can find them everywhere as a couple at entrances to houses or shops and traditional on roofs. Since painting them at Ishigaki Yaima Village is however more expensive than the entrance price (!), I suggest to purchase them elsewhere. (More about that in another Ishigaki post. ^^)

Furthermore you can make souvenir photos, dressed in a traditional Ryūkyū costume, that I definitely had to try. 🙂 The typical Okinawan costume with its gaudy colours and the gigantic headpiece (for the women) has less in common with the clothing culture of Japan’s main island. It rather reminds of Korean traditional costumes in my opinion – at least referring to the colours. Also here tourists should leave a lot of money. After I paid the basic price for taking on the clothes and getting placed in position (I think, it was 500 Yen), the lady from the Yaima Village did some photos with her camera and my own photo cam. For the photos on her camera I would have had to pay an extra charge for each photo, but I rejected it. The photos on my own cam are totally acceptable.

But the best memory of the museum village were not the houses, but the flora and fauna of the premises. I bet, most of the guests visit the mini park almost entirely due to the outdoor enclosure, where little squirrel monkeys jump around and let the guests feed them. ^__^ By the way the monkeys are not indigenous on Ishigaki, but who cares. 😉 At kind of a gumball machine you can buy plastic balls filled with monkey food and wait to be hunted!!! When the little crooks have spied the food (and they will have pretty fast 😉 ), they keep on pestering you. XD They climb on you, let you carry them and wait for you to open the plastic ball to get the desired goodies. – In this they are amazingly persistent, so that you will have fun for quite a while with only one portion of food. But it also can get kind of stressy. Glad, if you can often alternate with holding the food!
And attention: Bag search! The monkeys cheerily open pockets, grab in and snatch everything that is not stored well. Sometimes even things, that you wouldn’t guess: Earrings!
Here is part of a talk, after I could find my left earring on the ground not a moment to soon, when a monkey just had dropped it there:
Tacchan: “Maddy-chan, your earring!”
Me: “I know. But I still have it, see.”
Tacchan: “No-no, the other one…”
Me: “No, I still have it.”
Tacchan: “??”
Me: “Here. It’s still inside my ear… aah!”
Well, also the second one was lost… 😥
Fortunately I also found this one again. – Among my clothes, when we were on the beach later. It slid into my t-shirt after the monkey attack and (because the t-shirt had a waistband) it remained there until I changed clothes!!! What luck, wow! ^__^°

After the fauna we came to the flora. Affiliated to the museum village there is a little mangrove forest. You can walk along a trail of wooden planks next to the mangroves, enjoy watching their gnarled roots and the verdurous leafage, listening to the ear-shattering chirping and surmise little animals in the mud. Compared to the Fukido River it is (only) a little amusement, but since you are walking at bit heightened and can see the river through the mangrove trees at the end of the way (that means conversely to the common way of approaching the mangrove trees from the river direction), I think, it is highly recommendable – even though you don’t get to see half of the many animals here that you could spot at the Fukido riverbed.
I was also very pleased of the path leading to the wooden plank trail, which was lined with jungle plants to the left and to the right. The high cyclone fence in the distance, that you could see through the the trees in the background sometimes, creates a scenery like in Jurassic Park – I have to tell Tacchan, when we are going back.
Then we return to the wild creatures…
… the squirrel monkeys – feeding time part II! 😀

In the next post you will be introduced to other Ishigaki’s manmade sights.

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3 thoughts on “Ishigaki Yaima Village (Museumsdorf, Affen und Mangroven) ☆ Ishigaki Yaima Village (open air museum, monkeys and mangroves)

  1. Pingback: Ishigaki: Natürliche Sehenswürdigkeiten (Palmen, Dschungel und Mangroven) ☆ Ishigaki: Natural sights (palms, jungle and mangroves) | Currywurst & Kimono

  2. Pingback: Ishigaki: Sehenswürdigkeiten von Menschenhand (Teil I) ☆ Ishigaki: Manmade Sights (part I) | Currywurst & Kimono

  3. Pingback: Ishigaki: Sehenswürdigkeiten von Menschenhand (Teil II) ☆ Ishigaki: Manmade Sights (part II) | Currywurst & Kimono

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