Ishigaki Tagesausflug: Taketomi und sein Sternensand ☆ Ishigaki day trip: Taketomi and its star sand

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Nach den Sehenswürdigkeiten von Menschenhand im letzten Beitrag geht es heute zur nahegelegenen Insel Taketomi (und damit allmählich zum Ende der Ishigaki-Reihe).

(Wenn ihr gerade über diesen Artikel hier gestolpert seit, ohne die vorigen Beiträge über die japanische Tropeninsel Ishigaki gelesen zu haben, findet ihr hier den Anfang zu dieser Reihe.)

Taketomi, 竹富島, village, Dorf, traditional houses, traditionelle Häuser, Yaeyama-Inseln, 八重山諸島, Ryūkyū, 琉球, Okinawa, 沖縄県, JapanTaketomi (im Japanischen Taketomi-jima = bambusreiche Insel) ist mit 5,43 km² deutlich kleiner als Ishigaki (222,25 km²) und kann Richtung Südwesten mit einer Fähre in 10-15 Minuten von Ishigaki aus erreicht werden.
Taketomis Dorf mit seinen Häusern im traditionellen Ryūkyū-Stil zieht viele Touristen zu Tagesausflügen auf die Insel. Hier kann man sich am besten vorstellen, wie sich das Leben auf den Ryūkyū-Inseln in der Vergangenheit abgespielt hat; die Zeit scheint stehen geblieben zu sein. Shīsā-Figuren sitzen auf den rotbraunen Ziegeldächern der Häuser (s. Yonekoyaki Craft Center für Shīsā-Figuren im vorherigen Post), die von Mauern aus Korallenstein umzäunt sind und Wasserbüffel ziehen die Touristen in Planwagen über helle Sandwege, während die Fahrer traditionelle Lieder auf der Shamisen spielen.


Taketomi, 竹富島, Nagomi Tower, なごみの塔, viewpoint, Aussichtspunkt, Yaeyama-Inseln, 八重山諸島, Ryūkyū, 琉球, Okinawa, 沖縄県, JapanDen besten Blick auf das Dorf hat man vom Nagomi Tower aus. Dieser Aussichtsturm ist nur ein paar Stufen hoch, steht jedoch wiederum auf einem kleinen Hügel und bietet so eine gute Rundumsicht auf die Dächer Taketomis. Das Spannende am Nagomi Tower ist jedoch eigentlich die Bauweise. Der Aufstieg zum Turm ist sehr steil, jede Stufe ist doppelt so hoch wie gewöhnlich, dafür jedoch nur so breit, dass ein halber Fuß Platz findet. Zum Glück kann man sich am Geländer festhalten. Vielleicht sollte ich noch dazu sagen, dass der Turm aus Stein gebaut ist und damit ausreichend stabil sein sollte. Trotzdem habe ich zwei Anläufe gebraucht und meine Flipflops gegen Sandalen ausgetauscht. ^^°
Oben angekommen ist eine Plattform, passend für maximal ein bis zwei Personen.



Kondoi Beach und Sternensand suchen am Kaiji Beach

Taketomi bietet auch wunderschöne Strände. Der einzige offizielle Badestrand ist Kondoi-hama (Kondoi Beach) an der Westküste. Es gibt einen Ringbus auf der Insel, der acht Haltestellen anfährt; eine davon ist Kondoi Beach. Vom Hafen aus sind es 10-15 Minuten, alternativ kann man auch eine halbe Stunde laufen.
Leider begann es wieder einmal zu regnen, als Tacchan und ich am Kondoi-hama gerade unsere Decke ausgebreitet hatten. 😦


Das Tollste an Taketomi ist für mich sowieso der Sternensand (星の砂 = hoshi no suna, auch hoshisuna oder hoshizuna). Er bekam seinen Namen durch die Sternen-Form der einzelnen „Sandkörner“, dabei handelt es sich eigentlich nicht um Sand, sondern um kalkhaltige Gehäuse von Kleinstmeerestieren, genannt Foraminiferen. Wenn die mikroskopischen Lebewesen sterben, bleiben ihre Gehäuse übrig, die an den Strand gespült werden und sich zwischen die „echten Sandkörner“ mischen. Es gibt etwa 10.000 Arten dieser Einzeller mit unterschiedlichen Gehäuseformen. Für den Sternensand sind Vertreter der Gattung Baculogypsina verantwortlich.
Taketomi, 竹富島, Kaiji Beach, Sternensand, star sand, 星の砂, Yaeyama-Inseln, 八重山諸島, Ryūkyū, 琉球, Okinawa, 沖縄県, JapanSternensand gibt es nur sehr selten. Als Fundorte werden meist nur Taketomi und Iriomote (große Insel westlich von Ishigaki und Taketomi) angegeben, manchmal auch Hatoma.
Auf Taketomi gibt es zwei Strände, an denen man Sternensand finden kann: Kaiji-hama an der Westküste und Aiyaru-hama an der (Süd-)Ostküste, wobei letzterer schlechter zu erreichen ist, da dort kein Bus hält.
Tacchan und ich machten uns daher auf zum Kaiji-hama (Kaiji Beach). Dort angekommen, stellten wir fest, dass auch andere Touristen nicht zum Baden hergekommen waren. Überall hockten Leute auf dem Boden und grasten den Strand nach Sternensandpartikeln ab – ein wirklich lustiger Anblick! XD Fast alle der Touristen waren Japaner, aber wir trafen sogar eine deutsche Familie.
Sternensand zu suchen ist wirklich anstrengend! Da die sternenförmigen Gehäuse nur sandkorngroß sind, war es besonders am Anfang schwierig, überhaupt welche zu finden. (Man konnte auch überall enttäuschte Gesichter sehen.) Als wir dann aber langsam die richtige Technik entwickelten, kamen immer mehr Sternensandpartikel zusammen. ❤
Es werden übrigens auch kleine Fläschchen mit Sternensand in den Souvenirläden auf Taketomi und Ishigaki verkauft. Das konnte ich mir natürlich nicht entgehen lassen! 🙂
Ich glaube, ich habe schon eine besondere Beziehung zum Sternensand… XD

Als wir am Ende unserer Taketomi-Tour durch das Dorf schlenderten, wurden die Regenschauer, die uns von Zeit zu Zeit begleitet hatten, immer kontinuierlicher, bis es schließlich gar nicht mehr aufhören wollte zu regnen. Zusammen mit anderen Touristen stellten wir uns unter, trafen schon wieder eine Deutsche (in japanischer Begleitung), die sich noch viel mehr über das fürchterliche Wetter aufregte als wir und warteten auf einen Bus zurück zum Hafen.
Das Wetter war uns auch während des weiteren Aufenthaltes auf Ishigaki (die Taketomi-Tour hatten wir an unserem ersten Urlaubstag unternommen), nicht allzu wohlgesonnen, aber davon abgesehen, war es wirklich ein wunderschöner Urlaub. Wir hatten viel Spaß und haben viel gesehen und erlebt, das wir wohl niemals im Leben vergessen werden. ❤

Wenn euch die Ishigaki-Artikel gefallen haben, dann freut euch auf ein „P.S.“ im nächsten Beitrag: Es geht um die Küche auf Ishigaki bzw. den Okinawa-Inseln. Bis dann!


Ishigaki day trip: Taketomi and its star sand

After talking about the manmade sights in the previous post, we’re going to the nearby island Taketomi today (and gradually come to an end for the Ishigaki series).

(If you have just stumbled upon this article here without reading the previous entries about the Japanese tropical island Ishigaki, you can find the start of the series here.)

Taketomi (Taketomi-jima in Japanese = island rich of bambus), measuring 5,43 km², is far smaller than Ishigaki (222,25 km²) and can be reached in 10-15 minutes by fairyboat from Ishigaki in southwest direction.
Taketomi’s village with its houses in traditional Ryūkyū style attracts many tourists to visit the island for a day trip. Here you can guess best, how life might have been in acient time on the Ryūkyū islands; time seems to hang suspended. Shīsā figures are sitting on the redbrown tile roofs of houses (see Yonekoyaki Craft Center for Shīsā figures in the previous post) which are enclosed by walls of coralstone and water buffalos carry tourists in covered carts along light coloured sand paths while the drivers are playing traditional songs on the shamisen.
The best view onto the village you got from Nagomi Tower. The obsersation tower is only some steps high, but stands itself on a little hill so that you have a nice panoramic view on the roofs of Taketomi. The thrilling thing about the Nagomi Tower is actually the way it is constructed. The climb-out is very steep, each step is twice as high as usual, but therefore only wide enough to provide space for half a foot. Forunately you can hold on the handrail. Maybe I should also mention, that the tower is built of stone and therefore should be firm enough. Anyway I needed two attempts and changed my flipflops to sandals. ^^°
Reaching the top, there is a platform suitable for a maximum of one to two persons.

Kondoi Beach and searching star sand at Kaiji Beach

Taketomi also offers wonderful beaches. The only official bathing beach is Kondoi-hama (Kondoi Beach) at the west coast. There is a circle bus on the island that services eight bus stops; one of them is Kondoi Beach. From the port it is about 10-15 minutes, alternatively you can also walk for half an hour.
Unfortunately it started to rain again, when Tacchan and I had just placed our blanket into the sand of Kondoi-hama. 😦
The greatest thing about Taketomi for me is anyway the star sand (星の砂 = hoshi no suna, also hoshisuna or hoshizuna). It got the name due to the star-shape of each “grain of sand”, though it is actually no sand, but chalky shell covers of miniature marine animals called foraminifera. When the microscopic creatures die, their remaining shell covers are washed up on the beach and mixed with the real grains of sand. There are approximately 10.000 of these unicellular organism with different shapes of shell covers. Individuals that form the star sand belong to the genus Baculogypsina.
Star sand is very rare. The stated habitats are merely Taketomi and Iriomote (large island in the west of Ishigaki and Taketomi), sometimes additionally Hatoma.
On Taketomi there are two beaches, where you can find star sand: Kaiji-hama on the West coast and Aiyaru-hama on the (South-)East coast, though the latter is bad to reach since there is no bus stop in the area.
So Tacchan and I went to Kaiji-hama (Kaiji Beach). Arriving there we realized that neither the other guests were there for swimming. Everywhere people were squatting and searching the beach for star sand particles – a really funny spectacle! XD Almost all of the tourists were Japanese, but we also met a German family.
Searching star sand is really exhausting! Since the star-shaped shell covers have only the size of sand grains, it was difficult to find them at all – especially at the beginning. (You could see disappointed faces all over the place.) But when we finally developed the right technique, we gathered more and more star sand particles. ❤
By the way mini-bottles filled with star sand are sold in various souvenir shops of Taketomi and Ishigaki. I couldn’t miss that chance! 🙂
I think, I indeed have a special relationship to star sand… XD

When we strolled around the village at the end of our Taketomi trip, the rain showers that did accompany us occasionally, became more and more intensive, until the rain didn’t stop any more. Together with other tourists we got under shelter, met another German woman (in Japanese company), who was even more upset about the dreadful weather than us, and waited for the bus back to the port.
During the next days on Ishigaki (we did the Taketomi trip on the first day), weather was all the time not favourably disposed towards us, but besides that it was a really wonderful holiday. We had much fun and saw and experienced a lot of things, that we will never forget a whole lifetime. ❤

If you liked the Ishigaki articles, then you can look forward to a “P.S.” in the next entry: It is about the cuisine of Ishigaki or respectively the Okinawa islands. See you!

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2 thoughts on “Ishigaki Tagesausflug: Taketomi und sein Sternensand ☆ Ishigaki day trip: Taketomi and its star sand

  1. Pingback: Ishigaki: Sehenswürdigkeiten von Menschenhand (Teil II) ☆ Ishigaki: Manmade Sights (part II) | Currywurst & Kimono

  2. Pingback: Okinawas Küche: Japanisch, tropisch, gesund ☆ Okinawa’s cuisine: Japanese, tropical, healthy | Currywurst & Kimono

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