Miyavi – Konzert in Berlin am 10.05.2017 ☆ Miyavi – Concert in Berlin on 10th May 2017

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Obwohl es schon eine gefühlte Ewigkeit her ist, will ich es mir nicht nehmen lassen davon zu berichten:
Am 10.05.2017 durfte Berlin wieder einmal Miyavi zu einem Auftritt begrüßen. Im Rahmen seiner „Firebird Welttour 2017“ gab der J-Rock-Musiker 26 Konzerte in 11 Ländern, darunter vier in deutschen Städten. Nach dem Start in Korea, Hong Kong und Taiwan im Februar, folgten Auftritte in den USA und Kanada im April sowie von April bis Mai in Europa. Das Finale der Tournee fand am 10.05.2017 in der Huxleys Neuen Welt in Berlin-Neukölln statt.

Der am 14.09.1981 in Osaka geborene Musiker ist vor allem durch sein herausragendes Gitarrenspiel bekannt. Miyavis große Liebe galt eigentlich dem Fußball, bis er sich mit 15 Jahren eine Verletzung zuzog, mit der er einige Zeit lang keinen Fußball mehr spielen konnte. Er kaufte sich eine Gitarre und begann zu üben. Zwei Jahre später wurde er das jüngste Mitglied der Indie-Band Due’le quartz, die mit ihrem Look aus aufwendigen Lack- und Lederkostümen und den langen bunt und hochgestylten Haaren sowie androgynem Make-up klar dem Genre Visual Kei zuzuordnen sind. Dort verwendete der gebürtige Takamasa Ishihara das erste Mal sein Pseudonym „Miyabi“, welches „Eleganz“ bedeutet.
Miyavi, 雅-MIYAVI-, Firebird World Tour 2017, Berlin, ベルリーン, ドイツ, Germany, J-Rock, concert, コンサート, J−ロック, Japanese musicAls sich die Band im Jahr 2002 (vermutlich aus privaten Gründen des Sängers und Bandleaders) auflöste, versuchte sich Miyabi unter seinem geänderten Namen „Miyavi“ als Solokünstler. Mit einem poppigeren Look und musikalisch holprigen ersten Songs (bei Due’le quartz hatte Miyavi bereits die meisten Songs komponiert), fand er schnell eine neue Fangemeinde, die stetig größer wurde, und erweiterte seine Brandbreite.
So experimentiert er bis heute ausgesprochen viel mit verschiedenen Musikstilen wie Pop, Rock, Hip Hop, Rap und Jazz und ist Kollaborationen mit Künstlern aus aller Welt gegenüber sehr aufgeschlossen.

Das Konzert am 10.05.2017 begann – für den Auftritt eines japanischen Künstlers in Deutschland völlig überraschend – mit einer Vorband. Die Band mit Namen „Capitano“ – optisch unauffällig bis auf die flächig grün geschminkten Gesichtshälften der Mitglieder und das gewollt androgyne Outfit des Sängers gepaart mit wiederum grotesker Männlichkeit – bot rockige Musik mit einer Prise Opernatmosphäre. Vielleicht an Queen, Kiss und David Bowie orientiert, mit Plastik-Flamingos auf der Bühne, den Mikrofonständer mit gefärbten Straußenfedern geschmückt, heizten die vier Musiker der Menge kräftig ein und bereiteten sie auf den Haupt-Act vor. Zwar optisch wohl eher keine Augenweide für die jungen Fans kam die Band durch ihre Musik mit dem gewissen Etwas doch ziemlich gut beim Publikum an. Bereits in Hamburg hatte Capitano Miyavi als Vorband zur Seite gestanden. Derzeit arbeitet das Quartett an seinem ersten Album.Miyavi, 雅-MIYAVI-, Firebird World Tour 2017, Berlin, ベルリーン, ドイツ, Deutschland, Rock, concert, Huxleys Neue Welt, Vorband Capitano, opening act Capitano    Miyavi, 雅-MIYAVI-, Firebird World Tour 2017, Berlin, ベルリーン, ドイツ, Germany, Rock, concert, Huxleys Neue Welt, Vorband Capitano, opening act Capitano

Einige Songs später war es dann soweit. Capitano verabschiedeten sich und die Bühne wurde umgebaut. Es folgte der erste Auftritt Miyavis – wild Gitarre zupfend und schlagend – in langem schwarzen Gewand (das er bald gegen sein übliches Unterhemd eintauschte). Miyavi, 雅-MIYAVI-, Firebird World Tour 2017, Berlin, ベルリーン, ドイツ, Germany, J-Rock, concert, コンサート, J−ロック, Japanese musicDie Lieder seines jüngsten Albums und Namensgebers der Tour „Firebird“ könnte man am ehesten als Dance Music bezeichnen. Kräftige Beats, schnelle Rhythmen und der poppige, eher elektronische Sound warfen zumindest bei mir die Frage auf, ob das Album denn überhaupt lifemusiktauglich sein könnte. Miyavi, wie immer an Gitarre und Mikrofon, diesmal unterstützt durch den Schlagzeuger Bobo und DJ Jonny, die auch beide am Album Firebird mitgewirkt haben, verkündete gleich am Anfang des Konzerts, dass er sich vor allem auf sein Element des Gitarrespielens konzentrieren würde.Miyavi, 雅-MIYAVI-, Firebird World Tour 2017, Berlin, ベルリーン, ドイツ, Germany, J-Rock, concert, Huxleys Neue Welt, drummer Bobo, DJ Jonny

Leider hätte die Musikauswahl, die sowohl Songs des „Firebird“-Albums, aber auch des Vorgängers „The Others“ und einigen älteren Liedern bestand, meiner Meinung nach besser sein können – was natürlich Geschmackssache ist. Auch wurden viele der bekannten Songs anders gespielt oder in einem Mix vorgetragen. Statt eines erwarteten großen Finales der Tournee kam es mir eher wie die letzte Pflichterfüllung eines ermüdeten Künstlers vor, der bereits alle Songs etliche Male gespielt hat und sich jetzt auf seine Rückkehr nach Hause freut, wenn er diesen Abend auch noch geschafft hat. ^^°
Dennoch war die Stimmung in der Halle gut, Miyavi gab sich Mühe, sorgte für gute Laune, sprang auf der Bühne herum und lieferte eine gute Show.

Zwiespältig war für mich Miyavis Benehmen gegenüber seinen Fans. Wie zahlreiche Kollegen der Branche ist Miyavi unter anderem für seine Interaktivität mit dem Publikum und Fannähe bekannt. Davon war beim Final-Konzert teilweise nicht sehr viel zu spüren. Miyavi, 雅-MIYAVI-, Firebird World Tour 2017, Berlin, ベルリーン, ドイツ, Germany, J-Rock, concert, コンサート, J−ロック, Japanese musicEin paar weibliche Fans in den ersten Reihen machten eine Weile auf ein Mädchen aufmerksam, das an diesem Tag Geburtstag hatte. Als sich der Umstand schließlich nicht mehr ignorieren ließ, brachte Miyavi ihr lediglich ein geradezu spöttisches „Happy Birthday“ entgegen – von Freundlichkeit oder Smalltalk keine Spur! Später warfen einige Fans in einem ruhigen Moment ein mit Unterschriften versehenes weißes T-Shirt als Geschenk auf die Bühne. Auch dieses wurde konsequent ignoriert, obwohl es direkt auf dem Mikrofonständer landete, bis es bei einem der nachfolgenden Songs zu Boden fiel. Sicherlich können unliebsame Geschenke, Albernheiten oder Vernarrtheit von Fans anstrengend sein. Das lässt sich wohl für jeden nachvollziehen. Dennoch finde ich es für einen Künstler wichtig, gerade auf diese Kleinigkeiten angemessen zu reagieren. Immerhin sind es die Fans, die einem Künstler Berühmtheit, Anerkennung und Einkommen bescheren oder sollen derartige Allüren dem Publikum zeigen, wie weit es der Künstler bereits geschafft hat? Für mich ist es in puncto Sympathie ein No-Go!

Miyavi, 雅-MIYAVI-, Firebird World Tour 2017, Berlin, ベルリーン, ドイツ, Germany, J-Rock, concert, コンサート, J−ロック, Japanese musicAndererseits muss auch gesagt werden, dass Miyavi sich im Gegensatz zu einigen anderen Musikern traute, viel Englisch zu sprechen. So erzählte er dem Publikum von einer seiner beiden Töchter, Lovely Miyavi, die eigentlich laut Aussage der Ärzte ein Junge hätte werden sollen. Durch diesen Umstand, der öfter einmal erwähnt wurde, begann Lovely Leuten zu erzählen, dass sie eigentlich ein Junge sei, was anfangs für Belustigung sorgte. Erst als sie sich die Haare zu einem Kurzhaarschnitt abschnitt, begannen Miyavi und Mutter Melody (ebenfalls Sängerin) zu verstehen, dass Lovely es ernst meinte und sich scheinbar wirklich wie ein Junge fühlt. Ob das eine vorübergehende kindliche Phase oder erste Anzeichen einer Transgender-Persönlichkeit sind, bleibt abzuwarten – Miyavi und Melody werden ihre Tochter (oder ihren Sohn) immer lieben und als das akzeptieren, was sie (oder er) ist.
Miyavi, 雅-MIYAVI-, Firebird World Tour 2017, Berlin, ベルリーン, ドイツ, Germany, J-Rock, concert, コンサート, J−ロック, Japanese musicOb es die Ähnlichkeit in der Entwicklung der Kinder ist, die Miyavi und Angelina Jolie, in deren Film Miyavi 2014 mitspielte, so sehr zueinander gebracht hat, wie überall betont wird? Das Publikum reagierte jedenfalls mit großer Begeisterung angesichts dieser emotionalen und sehr persönlichen Geschichte aus Miyavis Privatleben. Die enge Verbindung zu seiner Frau Melody und den Töchtern Lovely Miyavi („Luv“) und Jewelie Aoi („Jewels“) kommt bei den Fans gut an. So herrschte auch angespannte Stille, als Miyavi zu einem von Melody gesungenen Lied vom Band auf der Bühne Gitarre spielte.
Natürlich durften auch die obligatorischen Deutsch-Sätze nicht fehlen, die jeder japanische Künstler bei einem Konzert in Deutschland loswerden muss. Engagement kommt schließlich immer gut an!

Nach dem Berliner Finale wieder in seinem neuen Zuhause in Los Angeles, tourt Miyavi seit ein paar Tagen schon wieder in Japan, um dort sein 15-jähriges Jubiläum als Solokünstler zu promoten.

Das Konzert am 10.05. war eine gelungene Show und stellte ein ganz anständiges Gesamterlebnis dar. Wollen wir dem müden Miyavi die schlechten Manieren gegenüber seinen Fans noch einmal verzeihen? 😉Miyavi, 雅-MIYAVI-, Firebird World Tour 2017, Berlin, ベルリーン, ドイツ, Germany, J-Rock, concert, コンサート, J−ロック, Japanese music


Miyavi – Concert in Berlin on 10th May 2017

Although it seems to be ages ago, I insist of telling you about it:
On 10th May 2017 Berlin could welcome again Miyavi for a gig. Within his “Firebird World Tour” the J-Rock musician gave 26 concerts in 11 countries, including four in German towns. Starting in Korea, Hong Kong and Taiwan in February, gigs in the USA and Kanada were following in April and from April to May in Europe. The tour’s final show took place on 10th May 2017 at Huxleys Neue Welt (“Huxleys New World”) in Berlin-Neukölln.

The musician, born on 14th September 1981 in Osaka, is especially famous because of his outstanding guitar skills. Miyavi’s great love was dedicated to soccer until he came by an injury at age 15 so that he couldn’t play soccer anymore for a time. He bought a guitar and started to practise. Two years later he became the youngest member of the indie band Due’le quartz, which can be clearly catogorized into the genre visual kei due to their look of elaborate lacquer and leather costumes and the long colourful and styled-up hair as well as androgynous make-up. It was the time when Takamasa Ishihara by birth started to use his pseudonym “Miyabi” which means “elegance”.
When the band separated in 2002 (presumably because of private reasons of the singer and band leader), Miyabi tried his career as a solo artist under the changed name “Miyavi”. With a more trendy look and musically clumsy first songs (for Due’le quartz Miyavi had already composed the most songs), he quickly established a new fan community which grew immediately and expanded his bandwidth.
So he is experimenting frequently with different styles of music such as pop, rock, hip hop, rap and jazz and is also very approachable to collaborations with artists around the world.

The concert on 10th May 2017 started – as for the performance of a Japanese artist in Germany completely surprising – with an opening act. The band named “Capitano” – visually unflashy besides the members’ extensive green painted face halves and the willfully androgynous looking outfit of the singer paired with however grotesque masculinity – offered rocking music with sprinkling of opera atmosphere. Maybe orientated by Queen, Kiss and David Bowie, with plastic flamingos on stage, the microphone stand decorated with dyed ostrich feathers, the four musicians fired up the crowd and prepared people for the main act. Though visually no eye candy for the young fans, the band went down well with the audience due to the music with the certain something. Already in Hamburg Capitano had lent Miyavi their support as the opening act. Currently the quartet is working on their first album.

Several songs later, the time had come. Capitano bid goodbye and the stage was converted. Miyavi appeared on stage – wildly plucking and slapping his guitar – dressed in a long black robe (he changed it to his usual undershirt immediately). The songs of his latest album and name giver of the tour “Firebird” could be described most likely as dance music. Powerful beats, fast rhythms and the pop-like rather electronical sound raised the question (at least for me) of whether the album would be suitable for live music anyway. Miyavi, as always on the guitar and microphone, this time supported by drummer Bobo and DJ Jonny, who both also assisted for the album Firebird, declared right at the beginning of the concert, that he would concentrate on his key element, the guitar playing.

Unfortunately the music selection, which included songs of the Firebird album as well as of the previous one “The Others” and some older songs, could have been better in my opinion – but this is of course a question of taste. Furthermore many of the well-known songs were played different or in a mix. Instead of the awaited big finale of the tour it was rather a performance of duty (to me) of a tired artist who had already played all of his songs several times before and is now looking forward to his return back home, when he can finish the show on this final evening. ^^°
Nevertheless the atmosphere in the hall was good, Miyavi made an effort, caused good mood, jumped around on stage and arranged a great show.

Ambivalent for me was Miyavi’s behaviour towards his fans. Like numerous colleagues in the music business Miyavi is i.a. famous for his interactivity with the audience and closeness to his fans. You couldn’t guess this in some situations on the final concert. Some female fans in the first rows were calling attention to a girl who celebrated her birthday on this day. When the circumstance could not be ignored any longer, Miyavi only gave her a sharp, almost ironical “Happy Birthday”, kindness or small talk – no sign of it! Later some of the fans threw a white T-shirt with signatures onto the stage in a quiet moment. Also this was consistently ignored, though landing directly on the microphone stand, until it fell down during one of the following songs. Certainly unpleasant presents, inanities and infatuation of fans can be stressful. This should be understandable for everybody. Nevertheless I think, it is essential for an artist to react in an appropriate way to particular these trifles. After all it is the fan community that grants fame, appreciation and revenue to the artist or shall those airs and graces make the audience realize the level of fame that the artist already achieved? For me it is definitely a no-go in terms of sympathy!

Otherwise it should be also told, that Miyavi dared to speak much English in opposite to some other musicians. So he told the audience about one of his two daughters, Lovely Miyavi, who was said to become a boy by the doctors before birth. Due to this circumstance which was mentioned several times later, Lovely started to tell people, that she would be a boy actually, which caused amusement at first. Only when she cut her hair to short-hair style, Miyavi and the mother Melody (also a singer) began to realize, that Lovely seemed to be serious about it and really feels like a boy. If this is just a temporary phase in her development or the first indication of a transgender personality remains to be seen – Miyavi and Melody will always love her daughter (or son) and accept the person she (or he) is.
If it is the similarity in the children’s development, which brought Miyavi and Angelina Jolie, in whose movie Miyavi acted in 2014, as close as it is pointed out everywhere? Anyhow the audience reacted enthusiastically considering this emotional and very personal story of Miyavi’s private life. The close affiliation to his wife Melody and the daughters Lovely Miyavi (“Luv”) and Jewelie Aoi (“Jewels”) goes down well with the fans. So there was a tense silence when Miyavi played the guitar to a recorded song, sung by Melody.
Of course the obligatory German sentences that every Japanese musican supposedly has to recite when giving a concert in Germany, couldn’t be missing. Dedication always goes down well!

Back home in his new living place Los Angeles after the final show in Berlin, Miyavi is already touring again in Japan to promote his 15th anniversary as a solo artist since some days.

The concert on 10th May was a well-made perfomance and a proper total experience. So should we forgive the tired Miyavi the bad manners towards the fans – what do you think? 😉

SuG – Konzert in Berlin am 03.12.2015 ☆ SuG – Concert in Berlin on 3rd December 2015

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© SuG   (“BLACK” album cover, backside)

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Am 03.12.2015 gab sich die japanische Band SuG die Ehre im Maschinenhaus der Kulturbrauerei in Berlin aufzutreten.
Auf ihrer Europatour kamen die Jungs gleich in drei deutschen Städten vorbei. Hier ein kleiner Überblick zur Tour:

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© SuG

29.11.2015 Köln, Deutschland (Underground)
30.11.2015 Paris, Frankreich (Backstage By The Mill)*
02.12.2015 London, England (O2 Academy 2)
03.12.2015 Berlin, Deutschland (Maschinenhaus)
05.12.2015 München, Deutschland (Technikum)
07.12.2015 Moskau, Russland (Moscow Hall)
08.12.2015 Helsinki, Finnland (Tavastia)

* wobei die Show in Paris leider kurzfristig abgesagt werden musste

Aufgrund der aktuellen terroristischen Ereignisse, speziell in Frankreich, aber auch ganz Europa betreffend, sollte man mal als erstes den glücklichen Umstand erwähnen, dass die Konzerte mit einer Ausnahme allesamt stattfinden konnten.

Wer SuG überhaupt sind? Das sind

Sänger                                武瑠 (Takeru),
Gitarrist und Bandleader    Masato,
Gitarrist                                Yuji,
Bassist                                Chiyu                und
Drummer                             Shinpei

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© SuG

Der Name „SuG“ kommt vom englischen Wort „thug“, schreibt sich in japanischer Katakana-Schrift サグ (also „sagu“) und wird in der wiederum zu „SuG“ umgestalteten Variante verwendet.
Mit zwischen 28 und fast 32 Jahren sind sie eine altersmäßig eher junge Band und dem Genre „Visual Kei“ zuzuordnen. Visual-Kei-Musik – für die, die es nicht wissen – bewegt sich irgendwo zwischen Pop, Rock, Hard Rock, Punk und Metal und lässt sich eigentlich nur damit beschreiben, dass die Künstler vor allem mit der Optik aus dem Rahmen fallen, die auch noch einmal in allen Abstufungen zwischen zuckersüß-kunterbunt und düster-morbid variiert. Meistens kommen dabei Schminke, schräge Outfits und Androgynität zum Einsatz.

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© SuG (Music Videos)

Im Falle von SuG befinden wir uns hier auf der fröhlicheren Seite des Visual Kei, auch als Untergruppierung „Oshare Kei“ genannt. Ganz nach ihrem Motto „Heavy Positive Rock“ gibt es bei SuG zwar auch mal lautere Töne, aber eben auch ganz viel Harmonie und sehr eingängige, fröhliche Melodien. Während sich die Jungs in vielen ihrer Musikvideos gewagt farbenfroh zeigen, mächtig viel Pink präsentieren und Sänger Takeru sein strahlendstes Girly-Lächeln versprüht, gibt es auf der Bühne eher dezentere Outfits und viel Schwarz zu sehen. Oder liegt es daran, dass SuG sich allmählich etabliert haben und dem lästigen Visual Kei-Image zu entfliehen versuchen? (Wir wollen es doch nicht hoffen! 😉 )

SuG, concert, 2015, Takeru, 武瑠, Visual Kei, ビジュアル系, J-Rock, J−ロック, Japanese, live, Berlin, ベルリン, ドイツ, ヨーロッパ ツアーLeider ließen SuG die Fans diesen Abend jedoch erst einmal ganze zwei Stunden lang vor dem Gebäude warten, bis es endlich hinein ging. Laut Ticketkarten hätte der Einlass um 19:00 Uhr, der Konzertbeginn um 20:00 Uhr sein sollen. Hineingelassen wurden wir jedoch erst um 21:00 Uhr! Immerhin war es diesen Tag mit 12°C draußen ein wenig wärmer als zu Wochenbeginn, aber am Abend mit sinkenden Temperaturen zwei Stunden auf einer Stelle zu stehen, bescherte wohl den meisten Wartenden kalte Füße. Da half auch das bunte Treiben des Weihnachtsmarktes auf dem Innenhof der Kulturbrauerei drumherum nicht, die Stimmung zu versüßen.
Endlich im Warmen dauerte es dann noch ca. eine halbe Stunde, bis die Band auf die Bühne kam.

SuG, concert, 2015, Takeru, 武瑠, Chiyu, Visual Kei, ビジュアル系, J-Rock, J−ロック, Japanese, live, Berlin, ベルリンDer Veranstaltungsraum bot mit der Größe eines erweiterten Wohnzimmers und den Backsteinmauern ein eigenartiges Bild. Es stellte sich jedoch heraus, dass gerade diese private Atmosphäre besonders viel Kuscheligkeit bot. ♥♫ Es war mehr eine Privatparty als ein großes Konzert.
Da es keinen Backstage-Bereich hinter der Bühne gab, mussten die Jungs vom Nebenraum durch eine Tür seitlich vom Zuschauerbereich hereinkommen, an uns vorbeilaufen und von vorne die Bühne betreten. Für uns Fans natürlich besonders exklusiv!
SuG, concert, 2015, Takeru, 武瑠, Visual Kei, ビジュアル系, J-Rock, J−ロック, Japanese, live, Berlin, ベルリン, ドイツ, DeutschlandAuch während des Konzerts gaben sich die Jungs äußerst fan-nah. Noch nie habe ich eine Band erlebt, die so oft mit den Zuschauern Hände geschüttelt, sich anfassen und knuddeln gelassen hat. ^w^ Sehr niedlich anzusehen und auch die Fans verhielten sich angemessen, wurden nicht hysterisch oder aufdringlich, obwohl es nicht einmal Absperrungen und nur ein paar Security-Members gab.
SuG, concert, 2015, Masato, Visual Kei, ビジュアル系, J-Rock, J−ロック, Japanese, live, Berlin, ベルリン, ドイツ, Germany, DeutschlandDa wir nicht sehr viele waren und alle genug Platz hatten, blieb die Stimmung im Publikum ausgelassen und fröhlich. Wir wollten SuG beweisen, dass wir paar Leute es den Auftritt trotzdem wert waren, dass wir trotzdem eine Bombenstimmung hinbekommen können und ein Wiedersehen (vielleicht in größerem Rahmen?) SuG, concert, 2015, Takeru, 武瑠, Visual Kei, ビジュアル系, J-Rock, J−ロック, Japanese, live, Berlin, ベルリン, ドイツ, Germanyerwarteten. Für Berlin, wo sonst leider eher wenig Engagement seitens des Publikums zu ergattern ist und für die wenigen Zuschauer an diesem Abend, konnte man sich meiner Meinung nach jedenfalls nicht beklagen. Es wurde gejubelt und gepfiffen, geklatscht, geheadbangt, gehopst und mitgesungen – und alles in einer Lautstärke, die sich hören lassen konnte!

SuG, concert, 2015, Takeru, 武瑠, Chiyu, Shinpei, Visual Kei, ビジュアル系, J-Rock, live, Berlin, ベルリン, ドイツ, Europe TourWarum es nur so wenige Zuschauer waren an diesem Abend? Ich denke, dass SuG hierzulande noch nicht sehr bekannt sind. Obwohl es die Band bereits seit 2006 gibt, ließen sich Masato & Co bisher nur einmal im Jahr 2007 in Europa blicken. Damals traten sie im Rahmen des „J-Rock Invasion“-Festivals mit vier anderen japanischen Künstlern zusammen in Köln auf. Angesichts der schnelllebigen japanischen Musikbranche wäre es eigentlich geradezu erstaunlich nach 8 Jahren Abwesenheit noch die gleichen Fans begeistern zu können – wären die europäischen Fans nicht so unterversorgt mit Auftritten japanischer Künstler, äh, so treu. Und natürlich gibt es ja auch immer wieder neue Fans, die dazukommen. Auch für meine Freundin und mich war es das erste SuG-Konzert.

SuG, concert, 2015, Takeru, 武瑠, Visual Kei, ビジュアル系, J-Rock, J−ロック, live, Berlin, ベルリン, ドイツ, Europe TourNach der instrumentalen Einleitung „street g♥thic“ starteten SuG mit ihrem zweiten Song des „BLACK“-Albums „MISSING“. Als Eröffnungslied genial ist es doch zugleich immer wieder schade, wenn einige der besten Lieder am Anfang gespielt werden, da man noch gar nicht in der Stimmung ist, sie richtig zu erfassen…
SuG, concert, 2015, Takeru, 武瑠, Masato, Visual Kei, ビジュアル系, J-Rock, J−ロック, Japanese, live, Berlin, ベルリンDes Weiteren folgte „HELLYEAH“ und später „CRY OUT“, mit denen das „BLACK“-Album als immerhin neuestes Album dieses Jahres jedoch meiner Meinung nach nicht ausgeschöpft wurde. Auf wichtige Titel wie „B.A.B.Y“, „BLACK“ oder „sweeToxic“ wartete man vergeblich. Auch der rhythmische Song „DEAD or DEAD“ hätte sich als Live-Auftritt in Interaktion mit dem Publikum sicherlich gut gemacht. Stattdessen gab es einige neue Songs, darunter auch eine Ballade über die Liebe – natürlich nur für uns, wie Takeru uns süß vorlog 😉 sowie die neue Single „SICK’S“, deren Buchstaben rot Chiyus T-Shirt zierten.
Abgerundet mit ein paar Klassikern wie „☆GimmexGimme☆“ und „Love Scream Party“ ergab sich eine ganz gute Mischung aus melodiösem Pop, Schmetter-Metal und Dance Music.

SuG, concert, 2015, Takeru, 武瑠, Chiyu, Shinpei, ビジュアル系, J-Rock, J−ロック, live, Berlin, ベルリン, ドイツ, Europe TourNatürlich durfte auch die Deutschstunde nicht fehlen. Masato machte den Anfang mit dem gängigen Klassiker: „Ich bin ein Berliner“. Bei Shinpei ging es „ab ins Berghain“ (oder „auf ins Berghain“). Der erwartete Erfolg beim Publikum blieb ebenso aus, wie bei der Aufforderung Takerus, Masato seine Schönheit zu bestätigen. Wahrscheinlich hätte letzteres bei mehr Vertrautheit zwischen Band und Publikum für mehr Beifall gesorgt. Vielleicht ist es auch einfach der Kulturunterschied gewesen. Masato ist nun einmal der Ästhet der Fünf, in unseren SuG, concert, 2015, Takeru, 武瑠, Chiyu, Shinpei, J-Rock, J−ロック, live, Berlin, ベルリン, ドイツ, Europe TourBreitengraden lassen sich die meisten Männer wohl eher ungern als „schön“ bezeichnen, was vielleicht irritierte. Chiyu sorgte da wenigstens für Unruhe mit seinen Rockstar-Allüren: „Ich liebe… MICH!“. Yuji hingegen wählte die Einschmeichelungstaktik: „Ich liebe… euch!“
Bemerkenswert wäre noch, dass Takerus Englisch, das uns durch die ganze Show moderierte, sehr gut verständlich war!

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Das Maschinenhaus nach dem Konzert ☆ The “Maschinenhaus” after the concert

Bleibt nur noch die Frage, warum der Abend so schnell vorbeiging… Vermutlich lag es an der enormen Verspätung, bevor die Show beginnen konnte. Immerhin gab es hierzu etliche Entschuldigungen der Band, die erklärte, dass sie zu spät angekommen sei (einen Tag zuvor hatten SuG noch in London gespielt), im Stau gestanden hätte und sogar die letzte Strecke gelaufen wäre… Ich würde mich freuen, wenn sie einfach auf dem Weihnachtsmarkt am Veranstaltungsort die Zeit vergessen hätten, aber es drängt sich eher der Verdacht auf, die Jungs hätten sich angesichts der wenigen Zuschauer nur ein halbes Programm gegönnt…
Hoffen wir einfach, sie haben wirklich im Stau gestanden…
Außerdem muss man bedenken, dass viele von SuGs Liedern eher etwas kürzer sind und damit natürlich trotz vielleicht gleicher Anzahl im Vergleich ein kürzeres Programm abgeben, als die einiger anderer Künstler.

Fazit: SuG, ihr wart klasse (!!!), kommt bald wieder – und bringt mehr Zeit und mehr Lieder mit! 🙂 (Und lasst die europäischen Fans nicht wieder acht Jahre warten! 😛 )

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SuG – Concert in Berlin on 3rd December 2015

On 3rd December 2015 the Japanese band SuG did themselves the honour of performing in the Maschinenhaus (literally “machine hall”) of the Kulturbrauerei (literally “culture brewery”) in Berlin.
On their Europe tour the guys even came around to three German towns. Here’s a little overview about the tour:

29th November 2015 Cologne, Germany (Underground)
30th November 2015 Paris, France (Backstage By The Mill)*
02nd December 2015 London, England (O2 Academy 2)
03rd December 2015 Berlin, Germany (Maschinenhaus)
05th December 2015 Munic, Germany (Technikum)
07th December 2015 Moscow, Russia (Moscow Hall)
08th December 2015 Helsinki, Finland (Tavastia)

*though the show in Paris had to be cancelled short-dated

According to the actual terroristic occurences, especially in France, but also including whole Europe, there should be mentioned at first the pleasant fact, that the concerts (with one exception) could all take place.

Who SuG is by the way? They’re

singer                                   武瑠 (Takeru),
guitarist and bandleader     Masato,
guitarist                                Yuji,
bassist                                 Chiyu                  and
drummer                              Shinpei

The name “SuG” comes from the English word “thug”, written as サグ (that means “sagu”) in Japanese Katakana syllabary, and is used in the again transformed version “SuG”.
With between 28 and almost 32 years old they’re a rather young-aged band that could be assigned to the genre “Visual Kei”. Visual Kei music – for those, who don’t know – ranges somewhere between pop, rock, hard rock, punk and metal and can actually just be described by the fact, that the artists have a strikingly different optical appearance, that again varies in all nuances between sugar-sweet-colourful and somber-morbid. Mostly there are used make-up, crazy outfits and androgyny for.

In case of SuG we’re on the brighter side of Visual Kei, also sub-categorized as “Oshare Kei” genre. According to their slogan “Heavy Positive Rock” SuG has also a few more louder sounds, but also much harmony and very catchy, happy melodies. While the guys show up daringly colourful in some of their music videos, presenting much pink and singer Takeru pouring on his brightest girly-smile – there are rather understated outfits with much black on the stage. Or could it be, that SuG have established themselves now in the music business and try to escape from the undesirabled Visual Kei image? (Well, be don’t hope so! 😉 )

Unfortunately this evening SuG let their fans wait for whole two hours in front of the building, until everybody could get in. According to the tickets, the doors should have been opened at 07:00 p.m., the concert should have started at 08:00 p.m. But we were let into the building at 09:00 p.m.! At least it was with 12°C outside on that day a bit warmer than to the beginning of the week, but standing on the same place for two hours, in the evening with decreasing temperatures, surely brought cold feet to the most waiting people. Even the merry atmosphere of the Christmas market in the inner court of the Kulturbrauerei around couldn’t help to cheer up the mood.

Finally inside it lasts approximately another half an hour until the band appeared on the stage. The event room with its size of an enlarged living room and the brick wall made a strange appearance. But it turned out, that especially this private atmosphere offered a lot cosyness. ♥♫ It was rather a private party than a big concert.
Because there was no backstage area behind the stage, the guys had to enter from a room next door through a door to the side of the auditorium area, pass us and enter the stage from the frontside. For us fans of course especially exclusive!
Also during the concert the guys behaved very close to the fans. I have never seen a band, that shaked so much hands with the audience or let touch or hug themselves so much. ^w^ Really cute to watch and also the fans behaved in a appropriate way, didn’t get hysterical or pushy although there were no barriers at all and just a few security members.
Because we were not so many persons and everyone had enough space, the audience hold a happy and playful atmosphere the whole time. We wanted to demonstrate SuG, that we few people were anyway worth the show, that we could still get a fantastic atmosphere and that we were expecting a reunion (maybe on a larger scale?). For Berlin, where sadly is rather less engagement by the audience and for the less people on this evening, it was a really great atmosphere that you couldn’t complain about. People jubilated and whistled, clapped, headbanged, jumped and sang along – and everything in an impressive volume!

Why there were so less people this evening? I think, that SuG still aren’t that popular here yet. Although the band exists since 2006, Masato & Co just showed up once in Europe in the year 2007. In those days they joined the “J-Rock Invasion” festival together with four other Japanese musicians and performed in Cologne. Considering the fast moving Japanese music scene it would virtually be amazing to still fascinate the same fans after 8 years of absence, if the European fans weren’t that undersupplied with performances of Japanese artists, euh, I mean, so faithful. And of course there are always again new fans, that appear. Also for my friend and me it was the first SuG concert.

After the instrumental intro “street g♥thic” SuG started with their second song of the “BLACK” album “MISSING”. Great as a starting song it is also always sad to listen to one of the best songs at the beginning, when you’re not in the right mood yet to savour them…
Furthermore there followed “HELLYEAH” and later “CRY OUT”, with those the “BLACK” album – as the latest album of this year after all – wasn’t exhausted in my opinion. For important titles like “B.A.B.Y.”, “BLACK” or “sweeToxic” you could wait in vain. Also the rhythmical song “DEAD or DEAD” could have been great as a live-act in interaction with the audience. Instead there were new songs, including a ballad about love – of course only for us as Takeru lied sweet to us 😉 as well as the new single “SICK’S”, whose red letters decorated Chiyu’s t-shirt.
Rounded with some classics like „☆GimmexGimme☆“ and „Love Scream Party“ it became a quite nice mixture between melodious pop, belting metal and dance music.

Of course there couldn’t lack the German lesson. Masato started with the common classic sentence: “Ich bin ein Berliner” (“I am a Berlin person” by John F. Kennedy). For Shinpei it went “ab ins Berghain” or “auf ins Berghain” (“Let’s go to Berghain!”, a so-called famous club in Berlin). The expected big reaction of the audience failed the same like Takeru’s invitation to affirm Masato his beauty. Probably the latter would have caused more applause if the band and the audience had been more familiar with each other. Or maybe it was just a cultural difference. Masato simply is the aesthete among the five, but in European countries men usually don’t appreciate to be called “beautiful” – so this might have caused irritation. Chiyu at least kicked up a breeze with his rockstar-airs: “Ich liebe… MICH!” (“I love… MYSELF”). Yuji therefore chose the ingratiate tactics: “Ich liebe… euch!” (“I love… you (plural)!”)
It is also remarkable that Takerus English, that moderated us through the show was awfully good!

So there just remains the question, why the evening passed so fast… Surely it was caused by the enormous delay before the show could start. At least we got many apologies therefore by the band, who declared, that they had arrived so late (one day before SuG had played in London) and they’d been into traffic jam and also had walked the last way by foot… I would be glad, if they had just forgot the time on the Christmas market near the concert location, but I couldn’t help suspecting, the guys allowed themselves a shortened programme considering the small audience…
Let’s hope, they have just been into traffic jam…
Also you should keep in mind that many of SuG’s songs are rather a bit shorter and therefore of course provide a shorter programme than the ones of some other artists, although maybe the same amount of titles.

Conclusion: SuG, you were awesome (!!!), please come again soon – and bring along more time and more songs! 🙂
(And don’t let the European fans wait again for eight years! 😛 )

MUCC – Konzert in Berlin am 24.05.2015 ☆ MUCC – concert in Berlin at 24th May 2015

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© by MUCC

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Nach langem Warten bekamen die Fans in Berlin endlich wieder MUCC live zu sehen!!! Im Rahmen Ihrer F#CK THE PAST F#CK THE FUTURE Tour hat die japanische Band diesmal auch wieder Europa besucht – und Berlin war mit dabei!

18.05.2015 London, England (O2 Islington Academy)
19.05.2015 Paris, Frankreich (Divan Du Monde)
20.05.2015 Paris, Frankreich (Divan Du Monde)
22.05.2015 Essen, Deutschland (Zeche Carl)
23.05.2015 Essen, Deutschland (Zeche Carl)            -AUSVERKAUFT-
24.05.2015 Berlin, Deutschland (C-Club)               -AUSVERKAUFT-
26.05.2015 Krakau, Polen (Fabryka Club)

Am Sonntag, den 24.05.2015, war es dann soweit und die Jungs kamen zurück auf die Bühne. Für alle die sie nicht kennen, MUCC das sind:

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© by MUCC

Sänger Tatsuro (auch: 達郎)
Gittarist und Bandleader Miya (auch: ミヤ)
Bassist YUKKE und
Schlagzeuger SATOchi (auch: SATOち)


 

MUCC, F#CK THE PAST F#CK THE FUTURE Tour, Europe Tour, Tatsuro, Yukke, Miya, Satochi, 達郎, ミヤ, SATOち, 2015, Visual Kei, concert, J-Rock, Berlin C-ClubDer C-Club, kurz für Columbia-Club, ist schon zu einer Standard-Location für japanische Bands geworden, wenn sie bei einer Europa-Tour die Hauptstadt besuchen. Auch für MUCC war es nicht das erste Mal, wenn der Besuch auch einige Jahre zurückliegt.
Dass sie ihre Berliner Fans nicht vergessen haben, konnten MUCC am Sonntagabend unter Beweis stellen! Mit richtig guter lauter Metal-Musik heizten sie den C-Club kräftig auf, bis schließlich die Klimaanlage eingeschaltet wurde. ^^°

MUCC, F#CK THE PAST F#CK THE FUTURE Tour, Europe Tour, Tatsuro, 達郎, 2015, Visual Kei, concert, J-Rock, Berlin, C-Club, 24.05.2015, J-Music, Columbia Club, GermanyMUCC sind für ihre extrem tiefen Bässe, kategorisch im Hard Rock- oder Nu Metal-Bereich, bekannt, haben jedoch auch viele Pop-Songs und Balladen bis hin zu Hymnen im Repertoire. Sänger Tatsuro hat eine kräftige, eher tiefe, aber variable Stimme, singt mit sehr viel Ausdruck, mal grungig, mal sehr melodiös. Der oft klagende und melancholische Sound der Band hat mich schon von Anfang an fasziniert und machte MUCC zu einer meiner größten Lieblingsbands. ^^

MUCC, F#CK THE PAST F#CK THE FUTURE Tour, Europe Tour, Tatsuro, 達郎, YUKKE, 2015, Visual Kei, concert, J-Rock, Berlin, C-Club, 24.05.2015, Columbia Club, ドイツIm Laufe ihrer über 17-jährigen Banderfahrung mit der Herausgabe etlicher Alben und Singles sowie über 600 Konzerten haben sich MUCC enorm weiterentwickelt und erfinden sich immer wieder neu. So sind auf ihren neueren Alben auch immer wieder viele verschiedene Einschläge in Stilrichtungen wie Reggae, Pop, Blues oder Jazz zu finden. Auch für elektrolastigen Sound konnten sich die MUCC, F#CK THE PAST F#CK THE FUTURE Tour, Europe Tour, Miya, ミヤ, 2015, Visual Kei, concert, J-Rock, Berlin, C-Club, 24.05.2015, J-Music, Columbia Club, KonzertJungs in jüngster Zeit begeistern, sodass einige Lieder richtige Dance Music-Qualität haben. Trotzdem werden auch die alten Wurzeln gepflegt, sodass sich MUCC als kunterbuntes Überraschungspaket gar nicht so einfach einordnen lässt.
MUCCs Texte handeln oft von Verzweiflung und Depression, aber auch Freundschaft, Liebe und Freiheit. Dabei zeigt sich die Band auch gern mal gesellschaftskritisch.
Optisch lässt sich MUCC dem Genre Visual Kei zuordnen. Anfangs waren es noch sehr düstere Outfits mit viel schwarzer Schminke, die an japanische Horrorfilme erinnerte. Zwischenzeitlich haben die Jungs aber auch schon ganz auf Schminke verzichtet. Aktuell sind sie mit dunkel geschminkten Augen und einer Mischung aus westlich-japanischer Kleidung bei einem guten Kompromiss angelangt, wie ich finde. ^^v
An alle Jungs und Männer da draußen: Traut euch, Schminke zu tragen – es sieht cool aus! ^o^v

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Die Stimmung im C-Club war natürlich wie immer etwas verhalten. Ich weiß nicht woran es liegt, aber in Deutschland, speziell in Berlin, kommt das Publikum irgendwie nie so richtig aus sich heraus. 😦
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Die Band interagierte sehr gut mit dem Publikum. Mir kommt es auch so vor, als wenn die Jungs sich immer mehr mit dem inMUCC, F#CK THE PAST F#CK THE FUTURE Tour, Europe Tour, Tatsuro, 達郎, 2015, Visual Kei, concert, J-Rock, Berlin, C-Club, 24.05.2015, J-Music, Columbia Club, Konzertternationalen Publikum unterhalten. Dabei dürfen auch die obligatorischen deutschen Sätze niMUCC, F#CK THE PAST F#CK THE FUTURE Tour, Europe Tour, YUKKE, 2015, Visual Kei, concert, J-Rock, Berlin, C-Club, 24.05.2015, J-Music, Columbia Club, Konzert, Germanycht fehlen, die sich MUCC extra für die Deutschland-Konzerte zurechtgelegt haben. Da man natürlich nicht immer mit dem gleichen begeistern kann, hat sich Drummer Satochi diesmal etwas ganz besonderes überlegt: „Ich mag deutsches Wasser. Denn deutsches Wasser tut meiner Haut gut!“ MUCC, F#CK THE PAST F#CK THE FUTURE Tour, Europe Tour, Miya, ミヤ, Satochi, 2015, Visual Kei, concert, J-Rock, Berlin, C-Club, 24.05.2015, J-Music, Columbia ClubÜber den Sinn dieser Äußerung lässt sich jetzt streiten ^^°, aber hey, es war kreativ und süß ist es allemal, wenn die Jungs ihre Deutschkenntnisse vortragen! ^___^MUCC, F#CK THE PAST F#CK THE FUTURE Tour, Europe Tour, Tatsuro, 達郎, 2015, Visual Kei, concert, J-Rock, Berlin, C-Club, 24.05.2015, J-Music, Columbia Club, Konzert

 

 

 

Das Publikum verhielt sich recht unterschiedlich. Links vor mir stand ein Pärchen, dass sich die ganze Zeit außer zu artigem Klatschen und MUCC, F#CK THE PAST F#CK THE FUTURE Tour, Europe Tour, Tatsuro, 達郎, 2015, Visual Kei, concert, J-Rock, Berlin, C-Club, 24.05.2015, J-Music, Columbia Club, ドイツzum Getränke holen (!!! während des Konzertes !!!) kein einziges Mal bewegte, rechts vor mir schmissen sich zwei Mädels bei jedem lauteren Lied mit ordentlich Headbanging in den Rhythmus. Nur textsicher zeigte sich das Publikum nicht wirklich, als Tatsuro beim Song „Nirvana“ zum Mitsingen animierte. Schade, das hat schon oft besser geklappt. (Deutsche oder internationale Fans sind durchaus in der Lage, bei japanischen Liedern kräftigt mitzusingen!) Aber als sich dann bei den Zugaben alle Fans auf den Boden hocken und bei Drei zusammen aufspringen sollten, waren alle ausnahmslos mit dabei!

Bei den Zugaben gab es dann für eine junge Frau aus dem Publikum eine ganz besondere Überraschung. Sie wurde von Tatsuro auf die Bühne gerufen, auf der dann plötzlich auch ihr Freund auftauchte. Vor der Band und dem versammelten Publikum machte der Freund ihr dann einen Heiratsantrag. ^o^ Wow, Wahnsinn! Was für ein Highlight des Abends! Um den beiden zu gratulieren spielte MUCC im Anschluss den Song „Mary You“ des Shangri-la-Albums und das Publikum applaudierte bei jedem Kuss. ^___^

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Auf jeden Fall war das MUCC-Konzert und die grandiose Setlist ein voller Erfolg! Kommt bald wieder, Jungs! ^^ 🙂 ♪♫♪ ♥

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Hier noch die tolle Setlist (, die auch darüber hinwegtröstet, dass Tatsuro sich die langen Haare abgeschnitten hat… T_T°):

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© MUCC

01 THE END OF THE WORLD
02 Suiren
03 ENDER ENDER
04 D. f. D ~Dreamer from Darkness~
05 G.G.
06 WateR
07 369-Miroku-
08 AGEHA
09 Ms. Fear
10 Tell Me
11 PURE BLACK
12 KYOURAN KYOSHOU -21st Century Baby-
13 NIRVANA
14 FUZZ
15 Hallelujah
16 HOUKOU
17 Mr. Liar

Encores:
Marry You (für den Heiratsantrag auf der Bühne!)
RANCHUU
Mad Yack
Tonight


MUCC – concert in Berlin at 24th May 2015

After a long wait the fans in Berlin finally got to see MUCC live again!!! As part of the F#CK THE PAST F#CK THE FUTURE Tour the Japanese band visited also Europe again – and Berlin was in on it!

18th May 2015 London, England (O2 Islington Academy)
19th May 2015 Paris, France (Divan Du Monde)
20th May 2015 Paris, France (Divan Du Monde)
22nd May 2015 Essen, Germany (Zeche Carl)
23rd May 2015 Essen, Germany (Zeche Carl)      -SOLD OUT-
24th May 2015 Berlin, Germany (C-Club)         -SOLD OUT-
26th May 2015 Krakow, Poland (Fabryka Club)

On Sunday, the 24th May 2015, finally the time had come and the guys returned on stage. For all, who don’t know them, MUCC, that’re:

singer Tatsuro (also: 達郎)
guitarist and bandleader Miya (also: ミヤ)
bassist YUKKE and
drummer SATOchi (also: SATOち)

The C-Club, short for Columbia-Club, already became a standard location for Japanese bands, when they’re visiting the capital on their Europe tour. Also for MUCC it wasn’t the first time to play there, though the last visit has been several years ago.
That they didn’t forget about their fans in Berlin, MUCC could give proof of on Sunday evening! With really good loud Metal music they heated up the C-Club, until the air conditioning system was finally put on. ^^°

MUCC are known for their extreme deep basses, categorically in the Hard Rock or Nu Metal section, but they also have many Pop songs and ballads up to anthems in their repertoire. Singer Tatsuro has a powerful, rather deep, but various voice, sings with much expression, sometimes grungy, sometimes very melodious. The band’s often plangorous and melancholy sound intrigued me from the first time and made MUCC one of my most favourite bands. ^^

During their over 17 years lasting band experience with the release of quite a number of albums and singles as well as over 600 concerts MUCC passed through a continuous development and still reinvent themselves frequently. So you can find differents elements in styles like reggae, pop, blues or jazz on their latest albums now and then. MUCC also got enthusiastic about electronical sounds recently, so that some of the songs have quite good dance music quality. Also bound to their roots, MUCC is a really colourful surprise package that cannot be categorized so easily.
MUCC’s lyrics are about despair and depression, but also friendship, love and liberty. Therefore the band appears socio-critical now and then.
From the visual appearance you can categorize MUCC to the Visual Kei genre. Starting with very dusky dark outfits and black make-up, that reminded to Japanese horror movies, temporary without any make-up at all, the guys now came to a good compromise with dark painted eyes and a mixture between Western and Japanese clothes. ^^v
To all boys and men out there: Dare to take make-up – it looks cool! ^o^v

The atmosphere in the C-Club was as usual a bit (how do you say?) restrained. I don’t know, why it is like that, but in Germany, or especially Berlin, the audience cannot be expansive so much. 😦
Nevertheless it was a gorgeous concert! In the total package for this evening there was a great number of melodious songs, but also something from the “harder repertoire”. The band interacted very good with the audience. To me it seems that the guys are talking increasingly with the international audience. Also the obligatory German sentences, that MUCC prepared for the concerts in Germany, are a must-do. Since you cannot impress with the same sentences, drummer Satochi got a special idea this time: “Ich mag deutsches Wasser. Denn deutsches Wasser tut meiner Haut gut!” (“I like German water. Because German water is good to my skin!”) About the sentence’ meaning you can differ in opinion ^^°, but hey, it was creative and it’s cute anyway when the guys are reciting their German knowdlege.! ^___^
The audience acted quite various. Left in front of me there was a couple, that didn’t move once beside dutiful clapping and getting themselves some drinks (!!! during the concert !!!), right in front of me were two girls who pitchforked into the rhythm of any louder song with heavy headbangig. When Tatsuro animated the people to sing along with him to the song “Nirvana” the audience didn’t seem so lyrics-perfect. Sadly, because this worked better before. (German or international fans indeed have the ability to sing along to Japanese songs!) But when for the encores everybody was asked to sit down and jump into the air together by counting up to three, everybody did without exceptions!

When it was time for the encores, a very special surprise was waiting for one young woman from the audience. She was called to the stage by Tatsuro and suddenly her boyfriend also appeared on the stage. In front of the band and the audience the boyfriend asked her to marry him. ^o^ Wow, amazing! What a highlight of the evening! To gratulate the couple MUCC then played their song “Mary You” of the Shangri-la album and the audience acclaimed to every kiss. ^___^

Anyway the MUCC concert and the great setlist was a complete success! Please come again soon, guys! ^^ 🙂 ♪♫♪ ♥

And here’s the great Setlist (, which compensates the fact, that Tatsuro cut his long hair off… T_T°):

01 THE END OF THE WORLD
02 Suiren
03 ENDER ENDER
04 D. f. D ~Dreamer from Darkness~
05 G.G.
06 WateR
07 369-Miroku-
08 AGEHA
09 Ms. Fear
10 Tell Me
11 PURE BLACK
12 KYOURAN KYOSHOU -21st Century Baby-
13 NIRVANA
14 FUZZ
15 Hallelujah
16 HOUKOU
17 Mr. Liar

Encores:
Marry You (for the marriage proposal on stage!)
RANCHUU
Mad Yack
Tonight