Der Japanische Bonsaigarten in Ferch, nahe Potsdam ☆ The Japanese Bonsai Garden in Ferch, near Potsdam

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Manchmal gibt es irgendwo versteckt, wo man es nicht vermutet, ein kleines Stückchen Japan zu finden. So präsentiert das Dorf Ferch in der Gemeinde Schwielowsee, wenige Kilometer nahe Potsdam im Bundesland Brandenburg ein kleine Oase japanischer Gartenkunst und Teekultur. Gemeint ist der Japanische Bonsaigarten, dessen Türen Inhaber und Privatmann Tilo Gragert seit 1999 fast täglich im Spätfrühling, Sommer und Herbst für die Besucher öffnet. Seine Leidenschaft für die Züchtung der japanischen Zierbäume entdeckte Tilo Gragert, als er das Bonsai-Buch seiner Mutter 1979 in die Hände bekam. Von da an studierte er Fachliteratur, bereiste Japan um von den großen Bonsaimeistern zu lernen und kaufte schließlich ein Stück Land, um sich den großen Traum vom kleinen Paradies zu erfüllen. In langer harter Arbeit wurde der Boden ausgetauscht, Bäume geplanzt, ein Teich angelegt und der japanische Garten gestaltet. In diesem vereint Tilo Gragert gleich mehrere Formen der japanischen Gartenarchitektur, wie z.B. den Wandelgarten zum Durchschreiten und Erleben der Natur, den eingeschlossenen Garten (tsubo-niwa), den man wie ein dreidimensionales Gemälde von einem Punkt aus betrachtet oder den buddhistischen Zen-Garten, einem Ort der Meditation. Auf nur wenigen Quadratmetern können die Besucher verschiedene Eindrücke erfahren und natürlich die ausgestellten Bonsais in voller Pracht genießen.

Ein Rundgang durchs Gelände

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Teegarten ☆ teagarden

Hinter dem Haupttor geht es einen geschwungenen Weg durch den Kirsch- und Hortensien-Garten. Der sich anschließende Teegarten mit seinem Moosteppich lässt sich gut von der Veranda des Teehauses aus beobachten. In dieser, von Katja Gragert geführten, Einrichtung können die Gäste aus einer großen Auswahl japanischer Grüntees, aber auch Kräuter- und Schwarztees aus China, Nepal, Südkorea und Afrika sowie typisch japanischem Teegebäck wählen. Ein kleiner Shop bietet zudem japanische Tee-Keramik, Teegebäck und Mochis als Souvenirs sowie Postkarten des Bonsaigartens an. Auf der Rückseite des Teehauses befindet sich der Zen-Garten, ein dem Buddhismus entsprungener Steingarten, der mit seinem geharkten Kiesbeet zur Meditation einlädt. Auf der hinteren Sonnenterrasse des Teehauses kann man an niedrigen japanischen Tischen Platz nehmen und entspannt eine Schale Tee probieren, um die Landschaft auf sich wirken zu lassen.

Wie immer: Zum Vergrößern der Bilder bitte anklicken!As usual: Please click onto the images to enlarge!

Im Anschluss an den Teegarten befindet sich eine kleine offene aber überdachte Bonsai-Ausstellung sowie der Eingang zum Wandelgarten. Hier kann man sich auf einem Rundweg um den Koi-Teich bewegen, in die Busch- und Hügellandschaft eintauchen, Steinlaternen zwischen japanischem Ahorn und Bambus entdecken, weitere Bonsais zählen und den Pavillon passieren. Pünktlich zur Saisoneröffnung in diesem Jahr wurde dieser aufwendig restauriert, um nun in altbewährter japanischer Schlichtheit aber neuem Glanz zu erstrahlen.

Obwohl der Japanische Bonsaigarten wirklich sehr klein und in wenigen Minuten durchwandert ist, lohnt sich ein Abstecher, wenn man in der Nähe ist. Je nach Saison können Kamelien, Kirschblüten, Azaleen, Satsuki-Azaleen, Hortensien und Chrysanthemen bestaunt werden sowie die atemberaubende Herbstfärbung. Im Moment (16.09.2017 – 15.10.2017) findet das Kiku Matsuri – Chrysanthemen-Festival statt. Leider waren die Blüten der meisten Chrysanthemen noch geschlossen, als ich Anfang letzter Woche den Garten besuchte, sodass es nicht sehr viel Buntes zu sehen gab. 😦 Vielleicht habt ihr etwas später mehr Glück.
Empfehlenswert ist auf jeden Fall die bunte Herbstfärbung im Oktober. Vom 21.10.2017 bis 31.10.2017 findet das Toro Matsuri, das japanische Laternenfest, statt, bevor der Garten dann im November in seinen fünfmonatigen Winterschlaf fällt. ^^° Die Bilder, die ihr hier in diesem Post seht, sind aus dem Jahr 2015 sowie aus diesem Jahr.

Bonsai-Liebhaber können übrigens auch ein gutes Stück für ihre Sammlung erwerben, Zubehör kaufen oder an gelegentlichen Workshops teilnehmen.

Japanischer Bonsaigarten
Fercher Str. 61 (Mittelbusch)
14548 Schwielowsee (Ortschaft Ferch)

Internetseite (deutsch)
www.bonsai-haus.de

Öffnungszeiten:
25.03. bis 01.11. Dienstag bis Sonntag
10:00 – 18:00 Uhr (letzter Einlass: 17:30 Ihr)
(feiertags geöffnet, einen Tag danach geschlossen)
(abweichende Öffnungszeiten zum Laternenfest s. Internetseite)

Eintritt:
4,00 € pro Person (Kinder: 2,00 €)
(abweichende Preise bei Festen/Veranstaltungen)


The Japanese Bonsai Garden in Ferch, near Potsdam

Sometimes you can find a hidden “little piece of Japan” at a place, you wouldn’t guess. In this case the village Ferch in the municipality Schwielowsee, just some kilometers from Potsdam in the German federal state Brandenburg presents a little oasis of Japanese garden art and tea culture. I’m talking about the Japanese Bonsai Garden, whose doors are opened almost daily for visitors since 1999 in late spring, summer and autumn by owner and private man Tilo Gragert. His passion for bonsais raised when Tilo Gragert found his mother’s bonsai book in 1979. From then on he studied specialist literature, travelled to Japan to learn from the great bonsai masters and finally bought a piece of land to fulfill his big dream of a little paradise. In a long time of hard work the soil was changed, trees were planted, a lake arranged and the Japanese garden created. In this Tilo Gragert combines even different types of Japanese garden architecture like f.e. the roaming garden to pace across and experience nature, the enclosed garden (tsubo-niwa), which you can look at from a special point of view like a three-dimensional painting or the Buddhistic Zen garden, a place of meditation. On a few square metres you can get different impressions and of course enjoy the exhibited bonsai collection in all its glory.

A round tour across the grounds

Behind the main gate you are leaded a way through the cherry and hydrangea garden. The following tea garden with its moss carpet is viewed best from the porch of the teahouse. In this teahouse, conducted by Katja Gragert, guests can choose from a wide range of Japanese green teas, but also herb teas and black teas from China, Nepal, South Korea and Africa as well as typical Japanese tea sweets. A little shop offers Japanese tea ceramics, tea cakes and mochis as souvenirs as well as postcards of the bonsai garden. On the backside of the teahouse there is the Zen garden, a stone garden of Buddhistic origin with a raked gravel bed inviting for meditation. On the teahouse’s backside sunporch you can take a rest at the low Japanese tables and taste a bowl of tea while enjoying the scenery.
Next to the tea garden there is a little open-air but roofed bonsai exhibition and the entrance to the roaming garden. Here you can walk a circular track around the koi pond, delve into the landscape of bushes and hills, discover stone lanterns between Japanese maple and bamboo, count another bonsais and pass the pavilion. On schedule for the seasonal opening this year the pavilion was elaborately restored, still in its classical Japanese simplicity, but to shine in new splendour.

Although the Japanese Bonsai Garden is indeed very small and can be completely wandered through in a few minutes, a slight detour is worth it when you’re in the area. According to the season you can marvel at camellias, cherry blossoms, azaleas, satsuki azaleas, hydrangeas, chrysanthemums and the stunning autumn colouring. Right now (Sep 16th 2017 – Oct 15th 2017) there is the Kiku Matsuri – Chrysanthemum Festival. Unfortunately the blossoms of most of the chrysanthemums were still closed, when I visited the garden beginning of last week, so that there weren’t much colours to see. 😦 Maybe you have better fortune.
Anyway the autumn colouring in October is definitely recommendable. From Oct 21st 2017 to Oct 31st 2017 the Toro Matsuri, the Japanese Lantern Festival, is taking place until the garden will drop off to hibernation.^^° The pictures here in this post are from the year 2015 as well as from this year.
By the way bonsai lovers can purchase a good piece for their collection, get themselves some accessories or attend one of the occasional workshops.

Japanischer Bonsaigarten (Japanese Bonsai Garden)
Fercher Str. 61 (Mittelbusch)
14548 Schwielowsee (village Ferch)

website (German only)
www.bonsai-haus.de

opening times:
March 25th to November 1st Tuesday to Sunday
10:00 – 18:00 (last entrance: 17:30)
(open on official holidays, closed one day after)
(divergent opening times during the lantern festival, see website – or ask me ;))

entrance fee:
4,00 € per person (children: 2,00 €)
(divergent prices during festivals/exhibitions)

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Kaiseki – gehobene japanische Küche im Ryokan (Reisegasthaus) ☆ Kaiseki – Japanese fine dining in the ryokan (journey guest house)

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In meinem vorigen Beitrag habe ich über Ryokans, japanische Reisegasthäuser geschrieben. Jetzt möchte ich noch ein paar Worte über das Essen dort verlieren.

Üblicherweise bucht man in einem Ryokan eine Übernachtung mit Abendessen und Frühstück am nächsten Morgen. Man kann natürlich auch einfach nur übernachten, aber das wäre nur halb so schön. Bei Frühstück und Abendessen handelt es sich nämlich um typisch japanische Gerichte, meist aus der Region oder der Jahreszeit entsprechend, welche als viele Kleinigkeiten wunderschön und elegant dekoriert serviert werden. Diese Form der japanischen Küche, die eigentlich als leichte Kost zur japanischen Teezeremonie konzipiert wurde, aber auch oft in teuren japanischen Restaurants zu finden ist, wird Kaiseki (懐石) genannt.

Speisen im Yatsusankan Ryokan (Präfektur Hida)

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aperitive ☆ Aperitif

Das Abendessen im Yatsusankan Ryokan wurde in einem separaten Raum nur für uns zwei serviert, nachdem wir in einem anderen Raum einen Aperitif eingenommen hatten. Es gab eine Getränkekarte (Tacchan gönnte sich eine Auswahl an Sake-Kreationen) und ein bedrucktes Faltkärtchen, auf dem das mehrgängige Menü beschrieben war. Neben Schweinefleisch, Rindfleisch, Gemüse, Tofu, Suppe und Sashimi gab es auch ein paar spezielle Überraschungen für mich wie marinierte Sardelle, die man im Stück (mit Kopf, Schwanz und Gräten) isst oder Leuchtkalmar (japanisch 蛍烏賊 = Hotaru-Ika), ein Mini-Tintenfisch. – (Vor allem letztes) sehr abenteuerlich für Europäer! Probieren muss man natürlich alles, aber das war dann geschmacklich doch nicht so meins. ^^°
Immer wieder kamen Angestellte des Ryokans und servierten neue Gänge. Zum Schluss gab es noch etwas Reis und Miso-Suppe, um den Magen (vollends) zu füllen sowie Dessert.

Am nächsten Morgen erwartete uns ein ebenso üppiges Frühstück mit Reis, Gemüse, Eingelegtem und Miso-Suppe. Auf einem süßen kleinen Tischgrill konnten wir unseren Fisch braten und in einem Donabe-Pfännchen schmurgelten Schweinefleisch, Gemüse und ein Wachtelei. Außerdem gab es einen superleckeren Miso-Dip, von dem wir beide nicht genug bekommen konnten. Zum Nachtisch gab es einen, vielleicht nicht ganz so japanischen, Karamell-Pudding.

Was für ein kulinarisches Abenteuer und unglaubliches Übernachtungserlebnis! 🙂 ♥:) Wart ihr schon einmal in einem Ryokan? Ihr solltet es euch nicht entgehen lassen!
Was wir sonst noch in der Nähe gesehen und erlebt haben, erzähle ich euch ein anderes Mal. 🙂


 

Kaiseki – Japanese fine dining in the ryokan (journey guest house)

In my previous post I wrote about ryokans, Japanese journey guest houses. Now I would like to make a word or two about the food in there.

Usually you reserve an overnight stay in a ryokan with a dinner and a breakfast the next day. Of course you can also stay overnight without eating anything, but this would be only half the joy. Because breakfast and dinner are typical Japanese dishes, mostly from the area or according to the season, which are served as little bits and bobs, beautifully and elegantly decorated. This form of Japanese cuisine, which was actually designed as light food for the Japanese tea ceremony, but can be also often found at expensive Japanese restaurants, is called Kaiseki (懐石).

Dining in the Yatsusankan Ryokan (Hida prefecture)

The dinner in the Yatsusankan Ryokan was served in a separated room only for the two of us, after we had taken the aperitive in another room. There was a drink menu (Tacchan allowed himself a selection of sake creations) and a printed foldout describing the multi-course menu. Besides pork meat, beef, vegetables, tofu, soup and sashimi there were also some special surprises for me like the marinated anchovy, which you eat completely (including head, tail and bones) or the firefly squid (Japanese 蛍烏賊 = hotaru-ika), a mini squid. – (Especially the latter) very adventurous for Europeans! You have to try everything of course, but this was not so much my taste really. ^^°
Now and then ryokan staff members came and served new courses. In the end there was a bit rice and miso soup to fill the stomach (finally) and a dessert.

The next morning a similarly substantial breakfast with rice, vegetables, pickles and miso soup was awaiting us. We could use a cute little table grill to barbecue our fish and in a donabe pan pork meat, vegetables and a quail egg were sizzling. Furthermore there was a scrummy miso dip, which Tacchan and I couldn’t get enough of. For dessert they offered a maybe not so much Japanese, caramel pudding.

What a culinary adventure and unbelievable overnight experience! 🙂 ♥:) Have you ever been to a ryokan? You shouldn’t miss the chance!
What we have seen and experienced nearby, I will tell you another time. 🙂

Ryokan – Übernachten im japanischen Reisegasthaus ☆ Ryokan – staying overnight in a Japanese journey guest-house

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Heute möchte ich ein bisschen über Ryokans erzählen. Diese Reisegasthäuser sind Japans landestypischste Übernachtungsmöglichkeit. Die ältesten Ryokans sind ungefähr 1.300 Jahre alt. Laut Wikipedia gab es 1995 in Japan 72.600 Ryokans und 7.174 Hotels, wobei die Hotels durchschnittlich 75 Zimmer anboten und die Ryokans 14. Inzwischen sinkt jedoch die Zahl der Ryokans während die der Hotels steigt. Ryokans bieten sehr viel Service an, haben traditionellen Charme und sind oft an malerischen Orten wie in den Bergen oder an der Küste zu finden. Daher sind sie gewöhnlich sehr viel teurer als die meisten Hotels. Touristen und Japaner bevorzugen deshalb meist Hotels für ihren Urlaub.

Eigentlich bin ich auch der Meinung, dass ein Hotel im Urlaub nur das Dach über dem Kopf sein sollte: Dach, Bett, Toilette/Bad und sauber so gut wie es geht. Schließlich ist man doch nur zum Schlafen da, weil man morgens früh aufsteht, das Land erkundet und abends spät zurückkommt. Da muss die Übernachtungsmöglichkeit wirklich nicht komfortabel, groß oder schick sein. Für wenige Tage würde ich daher immer ein günstiges Hotel bevorzugen, für ein paar Tage mehr auch – oder eine günstige Ferienwohnung.
Aber einmal eine Nacht in einem Ryokan zu verbringen, sollte sich kein Japan-Tourist entgehen lassen – es ist einfach ein Erlebnis!

Das Yatsusankan Ryokan (Präfektur Hida)

Die Bilder, die ihr hier zu diesem Eintrag seht, stammen alle aus dem Frühjahr 2012, als Tacchan und ich das Yatsusankan Ryokan in der Präfektur Hida besuchten.
Ryokans sehen üblicherweise wie traditionelle japanische Häuser aus: Ein großer Eingangsbereich, in dem man sich erst einmal seiner Schuhe entledigt, viel Holz und Zimmer im japanischen Stil (和室, Washitsu) mit Tatami-Matten (Reisstrohmatten) als Bodenbelag, Fusuma (Schiebetüren) und Shōji (Schiebewänden aus Holzrahmen, die mit dünnem japanischen Papier bespannt sind).
Da unser Zimmer nicht ebenerdig lag, hatten wir keinen Engawa (Holzbalkon), aber dafür ein westliches Glasfenster mit Blick auf die schönen Nachbarhäuser.
Im Vorraum befand sich sogar ein Irori, eine traditionelle Feuerstelle in Form eines gerahmten rechteckigen Loches mit Sand im Inneren, wo man theoretisch einen Teekessel erhitzen könnte. Ich denke aber, dass es eher Dekorationszwecke erfüllen sollte – zumal es im eigentlichen Zimmer eine kleine Tee-Ecke gab.

Ryokan, 旅館, japanisches Reisegasthaus, Japanese guest house, matcha, 抹茶, green tea, grüner Tee, Japan, 日本, 823kan, Yatsusankan Ryokan, ハツ三館Mit grünem Tee in seiner edelsten Form wurden wir schon von den Angestellten des Ryokans begrüßt, bevor wir zu unserem Zimmer geführt wurden. Sie gaben uns eine Schale Matcha-Tee (gemahlener grüner Tee, der mit heißem Wasser aufgebrüht und mit einem Bambusbesen aufgeschäumt wird) zu trinken. Zu dem etwas bitteren Matcha wird traditionell eine japanische Süßigkeit gereicht.

Alles soll so angenehm wie möglich sein im Ryokan – viel Service, aber auch gleichzeitig ein „Zuhause-Feeling“. So fanden wir im Zimmer unsere Yukatas, leichte Sommer-Kimonos, die man während des Aufenthalts im Ryokan tragen darf. Für die Nacht gab es dann gemusterte Pyjama-Yukatas.^^

Ryokan, 旅館, japanisches Reisegasthaus, Japanese guest house, Japanese room, japanisches Zimmer, Washitsu, 和室, Japan, 日本, 823kan, Yatsusankan Ryokan, ハツ三館Als wir vom Abendessen in unser Zimmer zurückkamen, hatte das Ryokan-Team schon unsere Futons (mit Blumen-Überdecke^^) zum Schlafen ausgerollt und Tee bereitgestellt. ♥ Auf dem Tisch lag ein Zettel, in dem sie höflich um Entschuldigung baten, unser Zimmer ungefragt betreten zu haben.

Um den Abend gemütlich ausklingen zu lassen, hatten wir auch ein Onsen-Bad gebucht. Da in Japan geschlechtergetrennte Gemeinschaftsbäder üblich sind, finde ich es immer wieder schön, eine private Variante zu finden (s. auch meinen Beitrag zum Hyōtan Onsen in Beppu). Da wir uns im Zeitplan ein wenig verschätzt hatten, wurde es jedoch ein kurzes Bad für uns. ^^°

Ein weiteres Highlight dieser ganz besonderen Übernachtsmöglichkeit waren das Abendessen sowie das Frühstück. Genaueres erfahrt ihr in meinem nächsten Post. Bis bald!


Ryokan – staying overnight in a Japanese journey guest-house

Today I would like to tell you a bit about ryokans. These journey guest-houses are Japan’s most traditional overnight accommodation. The oldest ryokans are approximately 1.300 years old. According to Wikipedia there were 72.600 ryokans and 7.174 hotels in Japan 1995 though hotels had averagely 75 rooms and ryokans 14. By now the number of ryokans is decreasing while the number of hotels is increasing. Ryokans offer much service, have a traditional charm and are often located at picturesque places like the mountains or near to the coast. That’s why they are usually much more expensive than most hotels. Tourists and Japanese people therefore tend to prefer hotels for their holidays.

Actually I share the opinion, that a hotel in holiday should only be a roof over one’s head: Roof, bed, toilet/bathroom and as clean as possible. Well, you only spend the night there, because you leave early in the morning to explore the country and return late in the evening. Therefore an accommodation doesn’t need to be very comfortable, spacious or smart. For a few days I would always prefer a low-priced hotel, for some days more also – or a cheap holiday apartment.
But to stay one night in a ryokan is something, that no Japan tourist should miss – it is an experience!

The Yatsusankan Ryokan (Hida prefecture)

The photos, which you can see in this post here, are all originated from spring 2012, when Tacchan and me visited the Yatsusankan Ryokan in the Hida prefecture.
Ryokans usually look like traditional Japanese houses: a big entrance area where you get rid of your shoes, much wooden material and rooms in Japanese style (和室, Washitsu) with tatami mats (paddy straw mats) as flooring, fusuma (slide doors) and shōji (sliding panels made of wooden frames covered with thin Japanese paper).
Since our room was not on the ground-level, we had no engawa (wooden balcony), but therefore a western style window with view to the nice neighbour houses.
In the vestibule room there was even an irori, a traditional fire place in the form of a framed rectangular hole with sand inside, where you could theoretically heat up a teakettle. But I think, it was rather for decorative purposes – especially because there was a little tea corner in the main room.

With green tea in its noblest form we already had been welcomed by the ryokan’s staff before being led to our room. They gave us a bowl of matcha tea (ground green tea, which is brewed with hot water and foamed up with a bamboo whisk) to drink. To the slightly bitter matcha there is traditionally served a Japanese confectionery.

Everything should be as comfortable as possible in a ryokan – much service, but also a “home feeling”. So we found our yukatas in the room, light summer kimonos, which we were allowed to wear during our stay in the ryokan. For the night patterned pyjama yukatas were offered.^^

When we returned to our room after dinner, the ryokan team had already unrolled our futons (with floral patterned bedcover^^) for sleeping and provided tea. ♥ On the table there was a little letter in which they apologized politely to have entered the room without our permission.

To spend a pleasant evening, we had also booked an onsen bath. Since there are gender-segregated communal bathrooms common in Japan, I’m always happy to find a private alternative (see also my blog post about the Hyōtan Onsen in Beppu). Due to the fact that we misestimated the time schedule a bit, it was a short bath for us in the end. ^^°

Another highlight of this very special overnight accomodation was the dinner and breakfast. I will tell you more about it in my next post. See you!

Japanische Küche in Berlin: Hashi – Izakaya & Japanese Kitchen ☆ Japanese cuisine in Berlin: Hashi – Izakaya & Japanese Kitchen

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Japanische Tapas für einen besonderen Anlass

Vor einer Weile habe ich die neue Themenreihe „Deutsche Küche in Berlin“ eingeführt, zu der ich euch immer mal wieder ein deutsches Restaurant oder Café in Berlin vorstellen möchte.
Unter der Rubrik „Japanische Küche in Berlin“ soll es nun um japanische Köstlichkeiten gehen. Zwar hat Berlin kein japanisches Viertel zu bieten, aber japanische Restaurants lassen sich dann doch hier und da finden und selbstverständlich steht nicht nur Sushi auf der Speisekarte.

Hashi, Japanese Izakaya, 居酒屋, Berlin, ベルリン, Deutschland, ドイツ, Germany, japanisches Restaurant, Japanese restaurant, Japanese tapas, japanische TapasDen Anfang hierzu macht jetzt einfach mal, entgegen meiner Ursprungsidee, das Hashi – Izakaya & Japanese Kitchen, das sich rühmt, Berlins erste Izakaya zu sein. Was das überhaupt ist?
Eine Izakaya (deren Namen das „i“ für „sitzen“ und das „sakaya“ für Sake-Laden umfasst) ist im Grunde eine japanische Kneipe, also ein Laden, in dem man (im Sitzen) Alkohol trinken kann. Da man in Japan aber eigentlich immer etwas zum Alkohol isst, gibt es in der Izakaya eine große Speisekarte mit verschiedenen Kleinigkeiten (Fleisch, Fisch, Spieße, Vegetarisches usw.). Ich würde eine Izakaya daher eher mit einer Tapas-Bar als mit einer deutschen Kneipe vergleichen. Man sitzt gesellig zusammen, meist unter Freunden oder Arbeitskollegen, bestellt eine Reihe von Snacks und plaudert in den Abend hinein.

Hashi, Japanese Izakaya, 居酒屋, Berlin, ベルリン, Deutschland, ドイツ, Germany, japanisches Restaurant, Japanese restaurant, Japanese tapas, japanische TapasVielleicht aufgrund der vielen kleinen Köstlichkeiten, die es hier und da zu probieren gilt, oder einfach nur wegen der Symbolträchtigkeit für die japanische Esskultur, wurde das Hashi nach den japanischen Essstäbchen benannt. Kräftig in Szene gesetzt wird der Name durch die Installation von 17.000 Stäbchen, die die Decke des Restaurants zieren!
Alles ist „groß“ im Hashi: Das Restaurant selbst, das sogar Party-Buchungen für bis zu 70 Personen möglich macht, die Nähe zur japanischen Küche (es gibt eine offene Küche, um den Köchen live zusehen zu können) – und leider auch die Preise. ^^°
Aber wer einen schönen Abend in netter Runde, vielleicht zu besonderem Anlass, erleben möchte, kann sich durch vielfältige japanische Speisen schlemmen.

Da wäre z.B. gegrilltes Lachsfilet in Teriyaki-Sauce oder gegrilltes Atlantik-Makrelenfilet in Zitrus-Ponzu-Sauce mit geriebenem Rettich. Fleisch kommt meist in Form von Huhn daher, etwa als Chicken Katsu (mit panierter Kruste wie ein Schnitzel) oder als Karaage (frittiert und mariniert, mit japanischer Mayonnaise). Wer Schweinefleisch bevorzugt, Hashi, Japanese Izakaya, 居酒屋, Berlin, ベルリン, Deutschland, ドイツ, Germany, japanisches Restaurant, Japanese restaurant, Japanese tapas, japanische Tapasmuss sich an gegrillte Baby Pork-Rippchen halten, Rindfleisch-Fans können ein Stück mariniertes Barbeque-Rindfleisch auf einem Reis-Patty bestellen. Natürlich gibt es auch Spieße. Hier hat man die Wahl zwischen klassischen Yakitori-Spießen, Yakitori mit Yuzukosho (Paste aus der Zitrusfrucht Yuzu sowie schwarzem Pfeffer) und Tsukune (gegrillten japanischen Bouletten mit Yakitori-Sauce). Wer lieber Sea Food bevorzugt, kann z.B. Takoyaki bestellen (Teigbällchen mit Oktopus-Füllung), Yaki Ika (gegrillten Tintenfisch) oder Ebi Kushi (gegrillte und gewürzte Shrimps am Spieß).
Vegetarische Tapas dürfen natürlich nicht fehlen. Hier fand ich vor allem Nasu Dengaku (frittierte Aubergine mit würziger Miso-Paste) und das Süßkartoffel-Tempura empfehlenswert. Außerdem gibt es gedünstete Lotuswurzeln, Edamame (gekochte Sojabohnen mit Meersalz), Wakame-Algensalat und zwei Gerichte mit Seidentofu sowie einen Tofu-Salat. Nicht unerwähnt sollte die große Auswahl an Sashimi, Nigiri-Sushi und Uramaki-Sushi (inside-out) bleiben. Natürlich gibt es auch Miso-Suppe sowie eine vegane Alternative aus Kombu-Seetang und Gemüse anstelle Dashi (Fischfond). Außerdem können – als ganze Gerichte, also nicht in Tapas-Größe – verschiedene Udon-Nudelsuppen-Variationen sowie ein Rindfleisch-Curry-Gericht bestellt werden. Als Nachtisch kann man zwischen einem Warabi Mochi Set (klebriger japanischer Reiskuchen), einem Mochi Ice Cream Set (Eis ummantelt von Mochi) und einem Dorayaki Set (japanischer Pfannkuchen mit roter Bohnenpaste plus einer Kugel Eis) wählen.
Zur Lunch-Zeit gibt es eine abweichende Mittagskarte mit einer Auswahl an Bentos (japanischen Lunch-Boxen) und einigen weiteren Gerichten.
Na, schon hungrig?

Hashi – Izakaya & Japanese Kitchen
Rosenthaler Straße 63
10119 Berlin-Mitte
(nahe U-Bahnhof Rosenthaler Platz oder Weinmeisterstraße)

Internet-Seite: http://hashi-kitchen.de (deutsch, englisch, japanisch)

Standort-Link

Öffnungszeiten:
s. Internet-Seite


Japanese cuisine in Berlin: Hashi – Izakaya & Japanese Kitchen
Japanese tapas for a special occasion

Some time ago I introduced a new post series of mine that has “German cusine in Berlin” for a theme and focuses on tips for restaurants or cafés in Berlin.
Under the headline “Japanese cuisine in Berlin” it is about Japanese delicacies now. Well, Berlin has no Japanese district to offer, but you can occasionally find Japanese restaurants and there’s not only sushi on the menu.

As a starter here comes, against my original idea, the Hashi – Izakaya & Japanese Kitchen, which prides itself to be Berlin’s first izakaya. What this actually is?
An izakaya (including the “i” for “sitting” plus the “sakaya” for “Sake shop”) is basically a Japanese pub, that means a shop, where you can drink alcohol (while sitting). But since you almost ever eat something when consuming alcohol in Japan, there is an enlarged menu with various small dishes (meat, fish, skewers, vegetarian food and so on). So I would rather compare an izakaya with a tapas bar than with a German pub. You sit together, usually among friends or work colleagues, order a number of snacks and chitchat into the evening.

Maybe due to the many small delicacies, that have to be tasted, or simply beacause of the symbolic importance of the Japanese cuisine, Hashi was named after the Japanese chopsticks. The name is staged by an installation of 17.000 chopsticks decorating the restaurant’s ceiling!
Everything is “big” at Hashi: The restaurant itself which even offers party bookings for up to 70 guests, the closeness to the Japanese cuisine (there is an open cuisine where you can watch the chefs’ live cooking) – and well, unfortunately also the prices. ^^°
But who wants to experience a nice evening in good company, maybe for a special occasion, can gourmandise through various Japanese dishes.

There is f.e. grilled salmon fillet in teriyaki sauce or a grilled Atlantic mackerel fillet in citrus-ponzu-sauce with grated radish. Meat comes around in the form of chicken mostly, f.e. as a chicken katsu (with a breaded crust like a schnitzel (cutlet)) or as karaage (deep-fried and marinated, with Japanese mayonnaise). Who prefers pork, has to choose the grilled baby pork ribs, beef fans can order a piece of marinated barbeque beef on a rice patty. Of course there are also skewers. Here you can decide between the classical yakitori skewers, yakitori with yuzukosho (paste of the citrus fruit yuzu as well as black pepper) and tsukune (grilled Japanese meatballs with yakitori sasuce). Who prefers sea food, can f.e. try takoyaki (dough balls with octopus filling), yaki ika (grilled squid) or ebi kushi (grilled and spiced prawn skewers).
Vegetarian tapas can’t be missing of course. Here I found especially nasu dengaku (deep-fried eggplant with tangy miso paste) and the sweet potato temura recommendable. Furthermore there are steamed lotus roots, edamame (boiled soybeans with sea salt), wakame seaweed salad and two dishes with silken tofu as well as a tofu salad. Not unmentioned should go the wide range of sashimi, nigiri sushi and uramaki sushi (inside-out). Of course there is also miso soup as well as a vegan option made with kombu kelp and vegetables instead of dashi (fish stock). Furthermore you can order different udon noodle soup variations and a beef curry dish as whole dishes, that means not tapas-sized ones. For dessert you can choose between a warabi mochi set (sticky Japanese rice cake), a mochi ice cream set (ice cream coated in mochi) and a dorayaki set (Japanese pancakes with red-beans-paste plus a scoope of ice cream).
Around lunch time there is a different menu with a selection of bentos (Japanese lunch boxes) and some other dishes.
Well then, already hungry?

Hashi – Izakaya & Japanese Kitchen
Rosenthaler Straße 63
10119 Berlin-Mitte
(near subway station Rosenthaler Platz or Weinmeisterstraße)

website: http://hashi-kitchen.de/en/ (German, English, Japanese)

on the map-link

opening times:
s. website

The Carnival of Cultures in Berlin 2017 ☆ Der Karneval der Kulturen in Berlin 2017

Karneval der Kulturen, Carnival of Cultures, Straßenfest, street festival, Germany, Berlin, ベルリン, Deutschland, ドイツ, cultures, Kulturen, nationsDiesen Beitrag auf Deutsch lesen? Bitte scrollen.

The Whitsun weekend is over and with it the Carnival of Cultures 2017 in Berlin. Again I joined it and cannot wait to tell you about the new and familiar things this year.
In 2015 I already wrote about this event. Who cannot be discouraged by the bad writing style at least in the German version (in this time I started to write it in English first and then translated it into German), can find the post here.

Karneval der Kulturen, Carnival of Cultures, Straßenfest, street festival, Germany, Berlin, ベルリン, Deutschland, ドイツ, cultures, Kulturen, nationsThe Carnival of Cultures is a street festival, that has been taking place in Berlin-Kreuzberg yearly since 1996. On four days the visitors are offered stands of different countries and cultures with tasty food, handicraft and everyday objects as well as performances on different big stages. The highlight of the event is the carnival parade, similar to his big brother in Rio, which takes place on Sunday and is impressing visitors from around the world with music, dance, art and performance in colourful costumes. Who refrains from the parade (f.e. who has has already seen it before), is recommended to decide for Friday or Saturday due to the mass of visitors. This year there were totally 900.000 people.Karneval der Kulturen, Carnival of Cultures, Straßenfest, street festival, Germany, Berlin, ベルリン, Deutschland, ドイツ, cultures, Kulturen, nations

Handicraft on the Carnival of Cultures

As usual stands with products from Africa and South America were highest in number. You could find animal skulptures carved into wood, drums, scarfs, jewelry and much more. Besides many clothes from stylish leather skirts and decorative crocket lace chemises over elegant beach dresses and unique felt hats until eco linen clothes and self-sewed decoration gaiters there were especially handicrafts to look at. Dried real pansy blossoms in dazzling colours (presumably ingrained in artificial resin) as necklace pendants, brooches, rings and earrings or real leaf skeletons refined with metals – to name only two of them.
Berc Apeligan as a small entrepreneur creates retro designer handbags in record, guitar or telephone shape, with The Beatles or Audrey Hepburn attached as a photo print – every bag a unicum. Two years ago he started to sell his masterpieces under the brand name Coolberc on the creative online market platform DaWanda – or on the Carnival of Cultures in Berlin.

You can see: Like every year the Carnival of Cultures is a meeting place for creative originators and art interested customers – unfortunately often not inexpensive, but one cannot have everything. 😉 The only thing that might be even more pricy than handicraft is probably the food…

Culinary things on the Carnival of Cultures

Since Africa stands were high in number as mentioned before, I tested culinary specialities of Togo this time: Asindessi (a peanut sauce- or stew dish, in this case with okra and African eggplants), Ablo (steamed rice wheat semolina) as well as couscous and mixed vegetables (carrots, paprika,…). It was excellent, so that I regretted a bit to have taken only a sample amount of it.
Furthermore I tried Spanish and Argentinian chorizo sausage. In opposite to the reddish Spanish chorizo, that you can find in tapas restaurants or already in supermarkets, I know the Argentinian version only from the Carnvial of Cultures, I think. The two sorts of sausages tastes quite different, but both well or respectively different from stand to stand. While sometimes gross fat pieces hamper the good taste, it is a delectation at other stands.
Karneval der Kulturen, Carnival of Cultures, Straßenfest, street festival, Germany, Berlin, ベルリン, Deutschland, ドイツ, cultures, Kulturen, African marinated chickenAfter a detour to oriental street food (chicken kebab in flatbread) the evening ended up African again with tasty marinated maxi-size chicken skewers.
For drinks, which had as usual a wide range in the alcoholic section (in the first line the new “in” beverage “craft beer”), I could at least try “Mors” (a wild berry juice), woodruff lemonade and birch tree juice at a Russian stand. The latter was especially interesting for me. It tasted delightfully fruity, but not too sweet and was a real insider tip.
I also purchased Moroccan mint tea (green tea with nana mint). ^^

Japanisches auf dem Karneval der Kulturen

Karneval der Kulturen, Carnival of Cultures, Straßenfest, street festival, Germany, Berlin, ベルリン, Deutschland, ドイツ, Japanese street food, Korokke, Kitchen MINEIn fact Asian cultures slowely started to represent themselves on the street festival! Besides a Korean burger stand, which offered galbi variations (Korean dish of marinated beef ribs, thinly cutted like “pulled pork”), there was also a Japanese stand selling takoyaki (dough balls with octopus filling) and one with korokke this year. I fell for the latter of them. Here Ayumi, the boss, sold her selfmade korokke, in a way the Japanese version of the French croquettes. Korokke that are not only made from mashed potatoes, but also from minced meat, vegetables and sea food according to the respective recipe, are a common snack (or side dish) in Japan, that didn’t attract my attention so much before. Who doesn’t know korokke or who has been ignoring it shamefully like me, should definitely try a sample! With her stand “Kitchen MINE” Ayumi is occasionally on various street food markets and street festivals in Berlin.
Besides “Grandma’s Korokke” made of potatoes and pork belly, you could try “Popeye” with potatoes and spinach as well as the cheese version with potatoes and gouda on the Carnival of Cultures. – All selfmade of course, because already the korokke of Ayumi’s grandmother had been always the best and were the inspiration for her business concept. “Selfmade” says it all at Ayumi’s. Also the headpiece for her stand mascot in the shape of a korokke treat is self-created of papermache by her, as well as the little plate for the change in lettuce leaf look.
Dear Ayumi, I think, we will meet up again soon! 🙂


Der Karneval der Kulturen in Berlin 2017

Das Pfingstwochenende ist vorbei und mit ihm der diesjährige Karneval der Kulturen in Berlin. Auch dieses Jahr war ich dabei und berichte euch nun, was es Neues und Bekanntes gab.
2015 habe ich bereits über das Event geschrieben. Wen der schlechte Schreibstil zumindest der deutschen Version nicht abschreckt (damals habe ich den Text erst auf Englisch geschrieben und dann ins Deutsche übersetzt), findet den Post hier.

Der Karneval der Kulturen ist ein Straßenfest, das seit 1996 jährlich in Berlin-Kreuzberg veranstaltet wird. Geboten werden den Besuchern an vier Tagen Stände verschiedenster Länder und Kulturen mit leckerem Essen, Kunsthandwerk und Gebrauchsgegenständen sowie Darbietungen auf verschiedenen großen Bühnen. Höhepunkt der Veranstaltung ist der Karnevalsumzug, ähnlich seinem großen Bruder in Rio, der am Sonntag stattfindet und mit Musik, Tanz, Kunst und Performance in farbenprächtigen Kostümen Besucher aus aller Welt anlockt. Wer auf den Umzug verzichten kann (ihn z.B. schon einmal gesehen hat), sollte sich aufgrund der Menschenmassen für den Freitag oder Samstag entscheiden. Dieses Jahr waren es ingesamt 900.000 Menschen.

Kunsthandwerk auf dem Karneval der Kulturen

Wie üblich am meisten vertreten waren Stände mit Produkten aus Afrika und Südamerika. Es gab aus Holz geschnitzte Tierfiguren, Trommeln, Tücher, Schmuck und einiges mehr. Neben vierlerlei Kleidung von stylishen Lederröcken und dekorativen Häkelspitzenhemden über edle Strandkleider und ausgefallene Filzhüte bis hin zu Öko-Leinenwäsche und selbstgenähte Deko-Gamaschen gab es vor allem Kunsthandwerk zu bestaunen. Getrocknete echte Stiefmütterchen-Blüten in leuchtenden Farben (vermutlich in Kunstharz eingegossen) als Kettenanhänger, Broschen, Ringe und Ohrringe oder echte Blattskelette mit Metallen veredelt – um nur zwei Beispiele zu nennen.
Berc Apeligan designt als Kleinunternehmer Retro-Designer-Handtaschen in Schallplatten-, Gitarren- oder Telefon-Form, mit den Beatles oder Audrey Hepburn als Fotoaufdruck – jedes Stück ein Unikat. Seit zwei Jahren verkauft er seine Meisterstücke unter der Marke Coolberc auf der kreativen Online-Markt-Plattform DaWanda – oder auf dem Karneval der Kulturen in Berlin.

Man sieht: Wie jedes Jahr ist der Karneval der Kulturen ein Treffpunkt für kreative Schöpfer und kunstbegeisterte Kunden – leider oft nicht preiswert, aber wer kann schon alles haben? 😉
Das einzige, was auf dem Karneval noch teurer ist als das Kunsthandwerk, ist wohl das Essen…

Kulinarisches auf dem Karneval der Kulturen

Da Afrika wie erwähnt und gewohnt, deutlich am meisten vertreten war, testete ich dieses Mal kulinarische Spezialtäten aus Togo: Asindessi (ein Erdnusssauce- oder Eintopfgericht, in diesem Fall mit Okraschoten und afrikanischen Auberginen), Ablo (gedämpfter Reis-Weizengrießteig) sowie Couscous und gemischtes Gemüse (Mohrrüben, Paprika,…). Es schmeckte ausgezeichnet, sodass ich es ein wenig bereute, nur eine Kostprobe genommen zu haben.
Des Weiteren probierte ich spanische und argentinische Chorizo-Wurst. Im Gegensatz zur rötlichen spanischen Chorizo, die es auch in Tapas-Restaurants oder inzwischen im Supermarkt gibt, kenne ich die argentinische Variante eigentlich nur vom Karneval der Kulturen. Die beiden Wurstsorten schmecken recht unterschiedlich, aber beide gut bzw. unterschiedlich von Stand zu Stand. Während manchmal grobe Fettstücke stören, ist es an anderen Ständen ein Hochgenuss.
Nach einem Abstecher zum orientalischen Street Food (Hühnchen-Kebap im Fladenbrot) endete der Abend dann wieder afrikanisch bei unglaublich lecker mariniertem Hühnchen am Spieß.
An Getränken, die wie immer vor allem im alkoholischen Bereich stark vertreten waren (ganze vorne das neue In-Getränk „Craft Beer“), konnte ich immerhin an einem russischen Stand „Mors“ (einen Waldbeerensaft), Waldmeisterlimonade und Birkensaft probieren. Auf letzteren war ich besonders gespannt. Angenehm fruchtig und doch nicht zu süß war es ein echter Geheimtipp. Außerdem konnte ich marokkanischen Minztee (Grüntee mit Nana-Minze) erwerben. ^^

Japanisches auf dem Karneval der Kulturen

Tatsächlich wagen es langsam endlich auch asiatische Kulturen, sich auf dem Straßenfest zu präsentieren. So gab es dieses Jahr neben einem koreanischen Burger-Stand, der Galbi-Variationen (koreanisches Gericht aus marinierten Rinderrippchen, gezupft wie Pulled Pork) anbot, auch einen japanischen Stand mit Takoyaki (Teigbällchen mit Oktopusfüllung) und einen mit Korokke. Letzterer hatte es mir besonders angetan. Ayumi, die Chefin, verkaufte hier ihre selbstgemachten Korokke, sozusagen die japanische Version der französischen Kroketten. Korokke, die nicht nur aus Kartoffelpüree, sondern je nach Rezept auch aus Hackfleisch, Gemüse und Sea Food hergestellt werden, sind ein verbreiteter Snack (oder auch Beilage) in Japan, die von mir nie besonders beachtet wurde. Wer Korokke nicht kennt oder es bisher ebenso schmählich ignoriert hat, sollte unbedingt einmal eine Kostprobe nachholen! Mit ihrem Stand „Kitchen MINE“ ist Ayumi hin und wieder auf diversen Street Food-Märkten und Straßenfesten in Berlin vertreten.
Neben „Oma’s Korokke“ aus Kartoffeln und Schweinebauch konnte man auf dem Karneval der Kulturen auch „Popeye“ mit Kartoffeln und Spinat sowie die Käse-Variante mit Kartoffeln und Gouda probieren. – Alles selbstgemacht natürlich, denn schon die Korokke von Ayumis Großmutter waren immer die besten und dienten ihr als Inspiration für die Geschäftsidee. „Selbstgemacht“ ist bei Ayumi sowieso Programm. Auch die Kopfbedeckung ihres Standmaskottchens in Form eines Korokke-Leckerbissens hat sie selbst aus Papermache kreiert, ebenso das Wechselgeld-Tellerchen in Salatblatt-Optik.
Liebe Ayumi, ich glaube, wir sehen uns bald wieder! 🙂

Miyavi – Konzert in Berlin am 10.05.2017 ☆ Miyavi – Concert in Berlin on 10th May 2017

Miyavi, 雅-MIYAVI-, Firebird World Tour 2017, Berlin, ベルリーン, ドイツ, Germany, J-Rock, concert, コンサート, J−ロック, Japanese musicRead this post in English? Please scroll.

Obwohl es schon eine gefühlte Ewigkeit her ist, will ich es mir nicht nehmen lassen davon zu berichten:
Am 10.05.2017 durfte Berlin wieder einmal Miyavi zu einem Auftritt begrüßen. Im Rahmen seiner „Firebird Welttour 2017“ gab der J-Rock-Musiker 26 Konzerte in 11 Ländern, darunter vier in deutschen Städten. Nach dem Start in Korea, Hong Kong und Taiwan im Februar, folgten Auftritte in den USA und Kanada im April sowie von April bis Mai in Europa. Das Finale der Tournee fand am 10.05.2017 in der Huxleys Neuen Welt in Berlin-Neukölln statt.

Der am 14.09.1981 in Osaka geborene Musiker ist vor allem durch sein herausragendes Gitarrenspiel bekannt. Miyavis große Liebe galt eigentlich dem Fußball, bis er sich mit 15 Jahren eine Verletzung zuzog, mit der er einige Zeit lang keinen Fußball mehr spielen konnte. Er kaufte sich eine Gitarre und begann zu üben. Zwei Jahre später wurde er das jüngste Mitglied der Indie-Band Due’le quartz, die mit ihrem Look aus aufwendigen Lack- und Lederkostümen und den langen bunt und hochgestylten Haaren sowie androgynem Make-up klar dem Genre Visual Kei zuzuordnen sind. Dort verwendete der gebürtige Takamasa Ishihara das erste Mal sein Pseudonym „Miyabi“, welches „Eleganz“ bedeutet.
Miyavi, 雅-MIYAVI-, Firebird World Tour 2017, Berlin, ベルリーン, ドイツ, Germany, J-Rock, concert, コンサート, J−ロック, Japanese musicAls sich die Band im Jahr 2002 (vermutlich aus privaten Gründen des Sängers und Bandleaders) auflöste, versuchte sich Miyabi unter seinem geänderten Namen „Miyavi“ als Solokünstler. Mit einem poppigeren Look und musikalisch holprigen ersten Songs (bei Due’le quartz hatte Miyavi bereits die meisten Songs komponiert), fand er schnell eine neue Fangemeinde, die stetig größer wurde, und erweiterte seine Brandbreite.
So experimentiert er bis heute ausgesprochen viel mit verschiedenen Musikstilen wie Pop, Rock, Hip Hop, Rap und Jazz und ist Kollaborationen mit Künstlern aus aller Welt gegenüber sehr aufgeschlossen.

Das Konzert am 10.05.2017 begann – für den Auftritt eines japanischen Künstlers in Deutschland völlig überraschend – mit einer Vorband. Die Band mit Namen „Capitano“ – optisch unauffällig bis auf die flächig grün geschminkten Gesichtshälften der Mitglieder und das gewollt androgyne Outfit des Sängers gepaart mit wiederum grotesker Männlichkeit – bot rockige Musik mit einer Prise Opernatmosphäre. Vielleicht an Queen, Kiss und David Bowie orientiert, mit Plastik-Flamingos auf der Bühne, den Mikrofonständer mit gefärbten Straußenfedern geschmückt, heizten die vier Musiker der Menge kräftig ein und bereiteten sie auf den Haupt-Act vor. Zwar optisch wohl eher keine Augenweide für die jungen Fans kam die Band durch ihre Musik mit dem gewissen Etwas doch ziemlich gut beim Publikum an. Bereits in Hamburg hatte Capitano Miyavi als Vorband zur Seite gestanden. Derzeit arbeitet das Quartett an seinem ersten Album.Miyavi, 雅-MIYAVI-, Firebird World Tour 2017, Berlin, ベルリーン, ドイツ, Deutschland, Rock, concert, Huxleys Neue Welt, Vorband Capitano, opening act Capitano    Miyavi, 雅-MIYAVI-, Firebird World Tour 2017, Berlin, ベルリーン, ドイツ, Germany, Rock, concert, Huxleys Neue Welt, Vorband Capitano, opening act Capitano

Einige Songs später war es dann soweit. Capitano verabschiedeten sich und die Bühne wurde umgebaut. Es folgte der erste Auftritt Miyavis – wild Gitarre zupfend und schlagend – in langem schwarzen Gewand (das er bald gegen sein übliches Unterhemd eintauschte). Miyavi, 雅-MIYAVI-, Firebird World Tour 2017, Berlin, ベルリーン, ドイツ, Germany, J-Rock, concert, コンサート, J−ロック, Japanese musicDie Lieder seines jüngsten Albums und Namensgebers der Tour „Firebird“ könnte man am ehesten als Dance Music bezeichnen. Kräftige Beats, schnelle Rhythmen und der poppige, eher elektronische Sound warfen zumindest bei mir die Frage auf, ob das Album denn überhaupt lifemusiktauglich sein könnte. Miyavi, wie immer an Gitarre und Mikrofon, diesmal unterstützt durch den Schlagzeuger Bobo und DJ Jonny, die auch beide am Album Firebird mitgewirkt haben, verkündete gleich am Anfang des Konzerts, dass er sich vor allem auf sein Element des Gitarrespielens konzentrieren würde.Miyavi, 雅-MIYAVI-, Firebird World Tour 2017, Berlin, ベルリーン, ドイツ, Germany, J-Rock, concert, Huxleys Neue Welt, drummer Bobo, DJ Jonny

Leider hätte die Musikauswahl, die sowohl Songs des „Firebird“-Albums, aber auch des Vorgängers „The Others“ und einigen älteren Liedern bestand, meiner Meinung nach besser sein können – was natürlich Geschmackssache ist. Auch wurden viele der bekannten Songs anders gespielt oder in einem Mix vorgetragen. Statt eines erwarteten großen Finales der Tournee kam es mir eher wie die letzte Pflichterfüllung eines ermüdeten Künstlers vor, der bereits alle Songs etliche Male gespielt hat und sich jetzt auf seine Rückkehr nach Hause freut, wenn er diesen Abend auch noch geschafft hat. ^^°
Dennoch war die Stimmung in der Halle gut, Miyavi gab sich Mühe, sorgte für gute Laune, sprang auf der Bühne herum und lieferte eine gute Show.

Zwiespältig war für mich Miyavis Benehmen gegenüber seinen Fans. Wie zahlreiche Kollegen der Branche ist Miyavi unter anderem für seine Interaktivität mit dem Publikum und Fannähe bekannt. Davon war beim Final-Konzert teilweise nicht sehr viel zu spüren. Miyavi, 雅-MIYAVI-, Firebird World Tour 2017, Berlin, ベルリーン, ドイツ, Germany, J-Rock, concert, コンサート, J−ロック, Japanese musicEin paar weibliche Fans in den ersten Reihen machten eine Weile auf ein Mädchen aufmerksam, das an diesem Tag Geburtstag hatte. Als sich der Umstand schließlich nicht mehr ignorieren ließ, brachte Miyavi ihr lediglich ein geradezu spöttisches „Happy Birthday“ entgegen – von Freundlichkeit oder Smalltalk keine Spur! Später warfen einige Fans in einem ruhigen Moment ein mit Unterschriften versehenes weißes T-Shirt als Geschenk auf die Bühne. Auch dieses wurde konsequent ignoriert, obwohl es direkt auf dem Mikrofonständer landete, bis es bei einem der nachfolgenden Songs zu Boden fiel. Sicherlich können unliebsame Geschenke, Albernheiten oder Vernarrtheit von Fans anstrengend sein. Das lässt sich wohl für jeden nachvollziehen. Dennoch finde ich es für einen Künstler wichtig, gerade auf diese Kleinigkeiten angemessen zu reagieren. Immerhin sind es die Fans, die einem Künstler Berühmtheit, Anerkennung und Einkommen bescheren oder sollen derartige Allüren dem Publikum zeigen, wie weit es der Künstler bereits geschafft hat? Für mich ist es in puncto Sympathie ein No-Go!

Miyavi, 雅-MIYAVI-, Firebird World Tour 2017, Berlin, ベルリーン, ドイツ, Germany, J-Rock, concert, コンサート, J−ロック, Japanese musicAndererseits muss auch gesagt werden, dass Miyavi sich im Gegensatz zu einigen anderen Musikern traute, viel Englisch zu sprechen. So erzählte er dem Publikum von einer seiner beiden Töchter, Lovely Miyavi, die eigentlich laut Aussage der Ärzte ein Junge hätte werden sollen. Durch diesen Umstand, der öfter einmal erwähnt wurde, begann Lovely Leuten zu erzählen, dass sie eigentlich ein Junge sei, was anfangs für Belustigung sorgte. Erst als sie sich die Haare zu einem Kurzhaarschnitt abschnitt, begannen Miyavi und Mutter Melody (ebenfalls Sängerin) zu verstehen, dass Lovely es ernst meinte und sich scheinbar wirklich wie ein Junge fühlt. Ob das eine vorübergehende kindliche Phase oder erste Anzeichen einer Transgender-Persönlichkeit sind, bleibt abzuwarten – Miyavi und Melody werden ihre Tochter (oder ihren Sohn) immer lieben und als das akzeptieren, was sie (oder er) ist.
Miyavi, 雅-MIYAVI-, Firebird World Tour 2017, Berlin, ベルリーン, ドイツ, Germany, J-Rock, concert, コンサート, J−ロック, Japanese musicOb es die Ähnlichkeit in der Entwicklung der Kinder ist, die Miyavi und Angelina Jolie, in deren Film Miyavi 2014 mitspielte, so sehr zueinander gebracht hat, wie überall betont wird? Das Publikum reagierte jedenfalls mit großer Begeisterung angesichts dieser emotionalen und sehr persönlichen Geschichte aus Miyavis Privatleben. Die enge Verbindung zu seiner Frau Melody und den Töchtern Lovely Miyavi („Luv“) und Jewelie Aoi („Jewels“) kommt bei den Fans gut an. So herrschte auch angespannte Stille, als Miyavi zu einem von Melody gesungenen Lied vom Band auf der Bühne Gitarre spielte.
Natürlich durften auch die obligatorischen Deutsch-Sätze nicht fehlen, die jeder japanische Künstler bei einem Konzert in Deutschland loswerden muss. Engagement kommt schließlich immer gut an!

Nach dem Berliner Finale wieder in seinem neuen Zuhause in Los Angeles, tourt Miyavi seit ein paar Tagen schon wieder in Japan, um dort sein 15-jähriges Jubiläum als Solokünstler zu promoten.

Das Konzert am 10.05. war eine gelungene Show und stellte ein ganz anständiges Gesamterlebnis dar. Wollen wir dem müden Miyavi die schlechten Manieren gegenüber seinen Fans noch einmal verzeihen? 😉Miyavi, 雅-MIYAVI-, Firebird World Tour 2017, Berlin, ベルリーン, ドイツ, Germany, J-Rock, concert, コンサート, J−ロック, Japanese music


Miyavi – Concert in Berlin on 10th May 2017

Although it seems to be ages ago, I insist of telling you about it:
On 10th May 2017 Berlin could welcome again Miyavi for a gig. Within his “Firebird World Tour” the J-Rock musician gave 26 concerts in 11 countries, including four in German towns. Starting in Korea, Hong Kong and Taiwan in February, gigs in the USA and Kanada were following in April and from April to May in Europe. The tour’s final show took place on 10th May 2017 at Huxleys Neue Welt (“Huxleys New World”) in Berlin-Neukölln.

The musician, born on 14th September 1981 in Osaka, is especially famous because of his outstanding guitar skills. Miyavi’s great love was dedicated to soccer until he came by an injury at age 15 so that he couldn’t play soccer anymore for a time. He bought a guitar and started to practise. Two years later he became the youngest member of the indie band Due’le quartz, which can be clearly catogorized into the genre visual kei due to their look of elaborate lacquer and leather costumes and the long colourful and styled-up hair as well as androgynous make-up. It was the time when Takamasa Ishihara by birth started to use his pseudonym “Miyabi” which means “elegance”.
When the band separated in 2002 (presumably because of private reasons of the singer and band leader), Miyabi tried his career as a solo artist under the changed name “Miyavi”. With a more trendy look and musically clumsy first songs (for Due’le quartz Miyavi had already composed the most songs), he quickly established a new fan community which grew immediately and expanded his bandwidth.
So he is experimenting frequently with different styles of music such as pop, rock, hip hop, rap and jazz and is also very approachable to collaborations with artists around the world.

The concert on 10th May 2017 started – as for the performance of a Japanese artist in Germany completely surprising – with an opening act. The band named “Capitano” – visually unflashy besides the members’ extensive green painted face halves and the willfully androgynous looking outfit of the singer paired with however grotesque masculinity – offered rocking music with sprinkling of opera atmosphere. Maybe orientated by Queen, Kiss and David Bowie, with plastic flamingos on stage, the microphone stand decorated with dyed ostrich feathers, the four musicians fired up the crowd and prepared people for the main act. Though visually no eye candy for the young fans, the band went down well with the audience due to the music with the certain something. Already in Hamburg Capitano had lent Miyavi their support as the opening act. Currently the quartet is working on their first album.

Several songs later, the time had come. Capitano bid goodbye and the stage was converted. Miyavi appeared on stage – wildly plucking and slapping his guitar – dressed in a long black robe (he changed it to his usual undershirt immediately). The songs of his latest album and name giver of the tour “Firebird” could be described most likely as dance music. Powerful beats, fast rhythms and the pop-like rather electronical sound raised the question (at least for me) of whether the album would be suitable for live music anyway. Miyavi, as always on the guitar and microphone, this time supported by drummer Bobo and DJ Jonny, who both also assisted for the album Firebird, declared right at the beginning of the concert, that he would concentrate on his key element, the guitar playing.

Unfortunately the music selection, which included songs of the Firebird album as well as of the previous one “The Others” and some older songs, could have been better in my opinion – but this is of course a question of taste. Furthermore many of the well-known songs were played different or in a mix. Instead of the awaited big finale of the tour it was rather a performance of duty (to me) of a tired artist who had already played all of his songs several times before and is now looking forward to his return back home, when he can finish the show on this final evening. ^^°
Nevertheless the atmosphere in the hall was good, Miyavi made an effort, caused good mood, jumped around on stage and arranged a great show.

Ambivalent for me was Miyavi’s behaviour towards his fans. Like numerous colleagues in the music business Miyavi is i.a. famous for his interactivity with the audience and closeness to his fans. You couldn’t guess this in some situations on the final concert. Some female fans in the first rows were calling attention to a girl who celebrated her birthday on this day. When the circumstance could not be ignored any longer, Miyavi only gave her a sharp, almost ironical “Happy Birthday”, kindness or small talk – no sign of it! Later some of the fans threw a white T-shirt with signatures onto the stage in a quiet moment. Also this was consistently ignored, though landing directly on the microphone stand, until it fell down during one of the following songs. Certainly unpleasant presents, inanities and infatuation of fans can be stressful. This should be understandable for everybody. Nevertheless I think, it is essential for an artist to react in an appropriate way to particular these trifles. After all it is the fan community that grants fame, appreciation and revenue to the artist or shall those airs and graces make the audience realize the level of fame that the artist already achieved? For me it is definitely a no-go in terms of sympathy!

Otherwise it should be also told, that Miyavi dared to speak much English in opposite to some other musicians. So he told the audience about one of his two daughters, Lovely Miyavi, who was said to become a boy by the doctors before birth. Due to this circumstance which was mentioned several times later, Lovely started to tell people, that she would be a boy actually, which caused amusement at first. Only when she cut her hair to short-hair style, Miyavi and the mother Melody (also a singer) began to realize, that Lovely seemed to be serious about it and really feels like a boy. If this is just a temporary phase in her development or the first indication of a transgender personality remains to be seen – Miyavi and Melody will always love her daughter (or son) and accept the person she (or he) is.
If it is the similarity in the children’s development, which brought Miyavi and Angelina Jolie, in whose movie Miyavi acted in 2014, as close as it is pointed out everywhere? Anyhow the audience reacted enthusiastically considering this emotional and very personal story of Miyavi’s private life. The close affiliation to his wife Melody and the daughters Lovely Miyavi (“Luv”) and Jewelie Aoi (“Jewels”) goes down well with the fans. So there was a tense silence when Miyavi played the guitar to a recorded song, sung by Melody.
Of course the obligatory German sentences that every Japanese musican supposedly has to recite when giving a concert in Germany, couldn’t be missing. Dedication always goes down well!

Back home in his new living place Los Angeles after the final show in Berlin, Miyavi is already touring again in Japan to promote his 15th anniversary as a solo artist since some days.

The concert on 10th May was a well-made perfomance and a proper total experience. So should we forgive the tired Miyavi the bad manners towards the fans – what do you think? 😉

Markenwahn der Japaner – ein psychologischer Ansatz ☆ Japanese people’s brand mania – a psychological approach

Markenwahn, brand mania, Japan, 日本, Deutschland, Germany, ドイツ, crazy about brands, verrückt nach MarkenJapaner lieben Marken. Neue Sportschuhe müssen von Puma, Adidas oder Nike sein, die neue Handtasche von Louis Vitton, der Anzug am besten von Armani und Pflegeprodukte nur von Shiseido. Egal, ob Schulkind, Hausfrau oder Geschäftsmann – jeder bevorzugt grundsätzlich immer das Produkt, das Rang und Namen hat. Aber ist das nicht in Deutschland genauso?
Ja und nein. Natürlich kennt man den Begriff „Markenwahn“. Besonders bei Kindern und Jugendlichen, die immer dem neuesten Trend hinterherrennen, soll es sehr verbreitet sein – ein Grund, warum Länder wie Japan die Tradition der Schuluniformen weiterhin pflegt. Kinder, die No-Name-Produkte mit in die Schule bringen, sei es Kleidung, Schulmaterial, Elektronik oder sonst irgendetwas, werden von ihren Klassenkameraden gemobbt, so heißt es. Ist das wirklich so? Ich kann mich erinnern, dass es bei uns in der Oberschule einmal spöttische Kommentare gab, weil ein Junge vermehrt oder ausschließlich S. Oliver-Pullover trug. Es war also eher gegenteilig gelagert. Die Mitschüler fragten sich, warum der Junge immer mit den Marken-Pullis protzen wollte, ob er sich für etwas Besseres hielt oder einfach nur schlichten Geschmack besaß.
Tatsächlich muss ich zugeben, dass mir jeglicher Markenwahn total fremd ist. Ich habe ihn selbst in meiner Schulzeit nie erlebt und kann auch einfach nicht nachvollziehen, warum z.B. eine Tasche mehrere hundert oder tausend Euro kosten muss, um eine gute Handtasche zu sein und warum sie denn nicht wenigstens hübsch aussehen darf, wenn sie sich rühmt, von Louis Vitton zu sein. Warum sich so viele Frauen das Geld vom Mund absparen, um irgendwann so eine Tasche besitzen zu können, die einfach nur braun ist und ein paar Initialen trägt oder ein hässliches fantasieloses Muster oder noch nicht einmal das. Ich verstehe es einfach nicht. Jedenfalls nicht bei Produkten, die ihrem Namen oder ihrer nachgesagten Qualität nicht gerecht werden. Natürlich kann man Dinge erproben. Wenn man z.B. der Meinung ist, dass nur die Gummibären schmecken, die sich Haribo Goldbären nennen oder wenn man ausschließlich Hemden von Lacoste trägt, weil man nur in diesen nie schwitzt oder weil man z.B. diese hässliche braune Louis Vitton-Tasche einfach am absolut geilsten im Laden findet, also dann ist das für mich durchaus ein Argument. Eine Lewis-Jeans hält sicherlich auch wesentlich länger als eine von Primark und für eine Rolex benötigt man bestimmt nicht gefühlt alle paar Monate eine neue Batterie. Aber Produkte einfach nur zu mögen oder zu kaufen, weil sie teuer und bekannt sind, ist für mich vollkommen unverständlich.

Der deutsche Blick auf Markenwaren

Grundsätzlich werden mir vermutlich einige deutsche Leser an dieser Stelle zustimmen, denn obwohl es immer jene und solche Menschen gibt und am Ende jeder selbst entscheiden muss, zu welchem Kauftyp er oder sie gehört, ist der Begriff „Markenwahn“ in Deutschland doch geläufig und eher negativ besetzt. Wer zu teure Kleidung trägt, immer das neueste Smartphone haben muss oder schon wieder ein neues Auto fährt, erntet eher böse Blicke der Nachbarn, Kollegen und Bekannten. Es ist natürlich Neid im Spiel, weil viele Menschen gerne hätten, was andere sich leisten können. Da wird dann schnell mal ein Qualitätsprodukt verbal niedergemacht, weil der Frust über das fehlende Kleingeld siegt – kein so schöner Charakterzug, aber leider auch typisch deutsch: Der eine gönnt dem anderen nichts. Um es ein wenig positiver zu gestalten, könnte man anführen, dass es sicherlich auch etwas damit zu tun hat, dass Deutsche gerne ihren persönlichen Charakter zur Schau stellen, sich gerne von ihren Mitmenschen abheben wollen (z.B. durch Kleidung oder Prestige-Objekte), Individualität und eine eigene Meinung schätzen. Sie probieren neue Dinge aus, ändern ihren Geschmack, folgen Trends oder wenden sich von ihnen ab – dabei sind Nachmacher oder Nebenbuhler natürlich unerwünscht.

Die japanische Prägung

Japaner probieren auch sehr gerne aus. Das sieht man zum Beispiel an den ständig wechselnden Saison-Angeboten, die es im Jahr gibt, an Special-Editions, die nur an oder in bestimmten Orten oder Regionen erhältlich sind – doch auch hier geht es natürlich wieder um Exklusivität.
Ich denke, es hat vor allem etwas damit zu tun, wie es sich mit den Grundzügen der Gesellschaft in Japan im Gegensatz zu denen in Deutschland verhält. Während in Deutschland, wie oben erwähnt, der einzelne im Mittelpunkt steht, so ist es in Japan die Gemeinschaft. „Hast du schon gehört…? Es hat eine neue Restaurant-Kette aufgemacht.“ „Wenn du nach Deutschland gehst, musst du unbedingt Schokolade von Lindt mitbringen.“ „Panasonic ist am besten.“
Die Suche nach dem Perfekten eint sozusagen die Gemeinschaft. Alle haben das gleiche Ziel. Das ist schon in der Schule irgendwie anders. Von Anfang an wird den Kindern beigebracht, dass Leistung etwas Gutes ist. Wenn du dich anstrengst, kannst du etwas erreichen, also leg dich ins Zeug! Dabei entsteht seltsamerweise kein Konkurrenzkampf, sondern ein Miteinander, das Leistungen fördert. Die Älteren helfen den Jüngeren, die leistungsstärkeren den leistungsschwächeren Schülern. Im Gegenteil zu Deutschland, wo Schüler gehänselt werden, wenn sie gute Noten liefern oder sich artig an Regeln halten, ist in Japan das Mobbing aufgrund schlechter Noten unter Schülern ein Problem, das teils bizarre Größe annimmt, ja sogar Selbstmorde verursacht. Neben schlechten Schulnoten steht auch Andersartigkeit im Fokus von Mobbing-Attacken, die man in Japan als „Ijime“ (虐め) bezeichnet. Das ist natürlich auch kein schöner Aspekt, aber im Großen und Ganzen hält Japans Gesellschaft zusammen. Jeder versucht sein Bestes, um ein wertvolles Teil des Ganzen zu sein. Die Lernbereitschaft, sicherlich aber auch der Druck von außen durch Eltern, Lehrer, Kollegen, Vorgesetzte, Familie und Freunde, ist scheinbar größer. Die Kinder wollen später einmal so erfolgreich sein wie der Vater, der Frischling in der Firma so gut wie die älteren Kollegen. Wer es dann zu etwas gebracht hat, darf das gerne zeigen und erntet Anerkennung. Wenn ein schneller, teurer Sportwagen lautstark vorbeifährt, heißt es nicht „Was für ein Proll mit seiner Angeber-Karre!“ sondern „Oooh, was für ein tolles Auto – das würde ich auch gerne mal irgendwann fahren!“

Deutsche Geschäfte reagieren auf diesen Marken-Kauftrieb. Bei Japanern wie auch Chinesen und Russen wittern sie ein großes Geschäft, das gern mal teurer sein darf. Luxuskaufhäuser wie das Berliner KaDeWe („Kaufhaus des Westens“) fokussieren sich auch in ihrem Angebot speziell auf diese Zielgruppen. Deutsche betreten das Kaufhaus eher aus Sightseeing-Aspekten, sehen sich alles an und kaufen dann anderswo günstiger ein.
Ist das cleverer? Es ist vermutlich nur eine andere Sichtweise der Dinge. Am Ende muss jeder selber wissen, was er oder sie bevorzugt. Ich freue mich jedenfalls immer, wenn ich darlegen kann, dass auch No-Name-Schokolade sehr lecker sein kann oder die Billigmütze aus dem Internet schon jahrelang tadellos hält. Und auch Japaner lieben natürlich Schnäppchen. 😉



Japanese people’s brand mania – a psychological approach

Japanese people love brands. New sports shoes have to be by Puma, Adidas or Nike, the new handbag by Louis Vitton, the suit preferably by Armani and care products only by Shiseido. No matter if schoolchild, housewife or businessman – everyone basically prefers the product of distinction. But isn’t this the same in Germany? Yes and no. Of course people know the term “brand mania”. Especially among children and youths who run after the latest trend, it should be very common – a reason why countries like Japan still practise the tradition of school uniforms. Children who bring no-name products to school wether it is clothing, school materials, electronics or anything else, are bullied by their classmates, it is said.
Is that really true? I can remember some mocking comments about a boy in my grammar school who wore aggrandised or solely S. Oliver pullovers. So it was rather opposite. The classmates were wondering why the boy wanted to show off with the brand pullovers, if he was thinking to be a cut above the others or simply had a plain taste.
Indeed I have to admit that brand mania in any form is totally strange to me. I didn’t come across it in my school time and I really cannot understand why f.e. a handbag has to cost several hundreds or thousands of Euros to be a good handbag and why it cannot at least look nice when it’s praised to be one by Louis Vitton. Why so many women scrimp and save to own such a bag one day – a bag, which is simply brown or has only some initials on or an ugly unimaginative pattern or not even that. I cannot understand it. Well, at least not for products which cannot live up to their names or quality image. Of course you can try out things. F.e. if you believe that only gummy bears which are called “Haribo Goldbären” are tasty enough to be eaten or if you only wear shirts of Lacoste, because you never sweat in those or if f.e. you think that this ugly brown Louis Vitton bag is the absolute most awesome one in the shop, then this is absolutely an argument for me. Jeans by Lewis surely have a longer lifetime than those of Primark and for a Rolex watch you don’t need a new battery every few felt months. But to love or buy products only because they are expensive or famous, is totally absurd to me.

The German point of view regarding branded goods

Basically some German readers will join me at this point, I guess, because though there are all sorts of people and everybody has to decide on his own in the end, which buyer’s type he or she belongs to, the term “brand mania” is common and rather negative connoted. Who wears too expensive clothes, always has to possess the latest smartphone or again drives a new car, earns rather malignant glances of neighbours, colleagues and acquaintances. Of course envy is a factor since many people would like to have, what others can afford. So a quality product can soon be bashed verbally due to the frustration of the lacking necessary wherewithal – no nice character trait, but unfortunately also typical German: One person begrudges another person the air he or she breathes. To arrange it a bit more positive, you could quote the German people’s habit to self-display their personal character, the passion to mark themselves off from the fellows (f.e. through clothes or prestige items) and their appreciation of individuality and a personal opinion. They like to try new things, change their taste, follow trends or buck them – and for this reason copycats and rivals are unwanted.

The Japanese imprinting

Japanese people also like to try things. You can see this f.e. in the changing seasonal offers throughout the year, in special editions which are only avaiable in some places or areas – but also here it is again about exclusivity.
I think, it mainly has got to do with how the basic essentials of the Japanese society are constructed compared to those in Germany. While in Germany each person’s personality is the centre of attention like described above, it is the whole community in Japan. “Have you already heard…? A new restaurant chain has opened.” “If you are going to Europe, you should take chocolate of Lindt back to Japan.” “Panasonic is the best.”
The search for the perfect unifies the community in a way. Everybody has the same goal. This starts already different in schooldays somehow. Right from the start children are taught that accomplishment is something positive. If you really rack yourself, you can accomplish something, so try harder! Paradoxically this doesn’t lead to a competitive battle but to a cooperation that supports accomplishment. The older ones help the younger ones, the efficient pupils help the inefficienter ones. In opposite to Germany where pupils are bullied if they are getting good marks or behaving good according to rules, in Japan the bullying of pupils because of bad marks is a problem that grows in a bizarre way, even causing suicide in some cases. Besides bad marks also otherness is in the focus of bullying attacks, which are called “ijime” (虐め) in Japan. This is of course also no nice aspect, but overall Japan’s society sticks together. Everybody tries to do his or her best to be a valuable member of the whole. The willigness to learn, but surely also the pressure of parents, teachers, colleagues, superiors, friends and family, seems to be more entensive. Children want to be as successful as the father, the freshman in the company as good as the older colleagues. Who could achieve something finally, is welcome to show it and earns appreciation. If a fast expensive sports car is passing by loudy, there is not the comment “What a chav with his showboat / pimp mobile!” but “Oooh, what a nice car – I would also like to drive one someday!”

German shops respond to the mania for buying brand goods. Japanese as well as Chinese and Russian customers are longed for to make a big deal with, that can be a bit higher prized. Luxury department stores like the Berlin KaDeWe (“Kaufhaus des Westens”, “department store of the West”) are focused even in their product range on those target groups. Germans rather enter the building for sightseeing aspects, look around and then buy their things somewhere else for a cheaper prize.
Is this wiser? It is presumably just another point of view. In the end everybody should know himself, what he or she prefers. Anyhow I am happy if I can show that also no-name chocolate can be very tasty or that the cheapo cap from the internet keeps its impeccable condition for years. And also Japanese people love hot deals of course. 😉