Japanische Backwaren ☆ Japanese baked goods

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„Japan und Brot – passt das zusammen?“ wird sich vielleicht der ein oder andere denken, der diese Überschrift liest, denn Asien ist ja eigentlich nicht unbedingt für Brotprodukte bekannt. Tatsächlich aber geht die japanische Brotkultur bis ins 19. Jahrhundert zurück und hat sich dem japanischen Geschmack ausgezeichnet angepasst, sodass man sie gewissermaßen als eigenständig, also „typisch japanisch“ bezeichnen kann.

japanische Backwaren, Japanese baked goods, Japanese pastries, Japanese bread, japanisches Brot, soft bread filled with jam, Weißbrot gefüllt mit Marmelade, Brot Kombini, bread combini, japanisches Weißbrot, Japanese light bread, 日本のパンJapanisches Brot ist meistens, wenn nicht sogar ausschließlich, Weißbrot. Mit typisch deutschem Schwarzbrot, das hart ist und herb, manchmal fast schon ein wenig säuerlich schmeckt, kann der Japaner wenig anfangen. Weiches, süßliches Brot kommt bei der japanischen Bevölkerung viel besser an. Neben Toast in dicken Scheiben gibt es vor allem Brötchen, Brotstangen, Sandwiches und Hörnchen (alles aus Weißbrot) mit süßen oder herzhaften Füllungen, die in Supermärkten und Convenience Shops in Folie abgepackt für den Sofortverzehr angeboten werden.

Die Füllung mit süßem Bohnenmus (mal grob zerstoßene Bohnen, mal fein püriert, meistens rot, aber selten auch weiß) ist wohl eine der häufigsten. Neben anderen japanischen Geschmacksrichtungen wie Grüntee, Marone oder Kinako (blassgelbes Sojabohnenmehl) haben sich auch Vanillepudding, Schokoladencreme, Erdbeermarmelade oder Erdnussbutter etabliert. An herzhaften Füllungen gibt es z.B. Schinken und Mayo, Thunfisch und Mais oder Ei. Manchmal werden sogar eigenständige Gerichte im Teigmantel angeboten, wie etwa Karē (jap. Curry), gebratene Soba-Nudeln oder japanische Hotdogs.

Inzwischen scheint es sich im Ausland herumgesprochen zu haben, dass Japan Backwaren produziert, die so anderswo nicht verkauft werden und die Nachfrage, gerade unter den Japan-Fans, steigt. Überall dort, wo ein kleines Stück Japan zu finden ist, gibt es inzwischen auch eine japanische Bäckerei. Im japanischen Viertel der Immermannstraße in Düsseldorf gibt es gleich zwei, in Paris die Bäckerei Aki, über die ich ebenfalls berichtet habe und auch in Dubai werden japanische Backwaren bereits verkauft. Auch Berlin hat seit 2015 eine japanische Bäckerei zu bieten.
Seltsamerweise habe ich bei meinen Japan-Aufenthalten noch nicht einmal eine japanische Bäckerei auch nur von außen gesehen. ^x^° Ich denke, dass die Leute in Japan lieber auf Backwaren aus dem Supermarkt oder Convenience Shop zurückgreifen. Diese sind nicht immer preiswert, aber schon fertig gefüllt 😉 , denn sich Brote zum Frühstück, Abendbrot oder als Pausensnack zu schmieren, ist in Japan dann doch nicht so gebräuchlich. Außerdem gibt es immer mal wieder Sonderangebote oder vergünstigte Brotartikel vom Vortag. 🙂


Japanese baked goods

„Japan and bread – does this fit together well?“ one or two might think reading this headline since Asia is actually not so much welknown for bread products. In fact the Japanese bread culture goes back to the 19th century and has been adjusted to the Japanese taste very well, so that you could call it “typically Japanese” in a way.

Japanese bread is mostly, if not even solely, light bread / white bread. Japanese people have less use for the typically German black bread which is hard and rough, sometimes almost a bit sourly in taste. Soft sweetish bread appeals much better to the Japanese population. Besides toast in thick slices there are especially buns, bread sticks, sandwiches and croissants (all made of light bread) with sweet or savory fillings that are sold in supermarkets and convenience shops – wrapped in foil for prompt consumption.

The filling with sweet beans paste (sometimes kibbled, sometimes mashed extra fine, mostly red, but rarely also white) is maybe one of the most common ones. Besides other Japanese flavours like green tea, chestnut or kinako (pale yellow soybean flour) also custard, chocolate cream, strawberry jam and peanut butter became entrenched.
Bacon and mayo, tuna and corn or eggs are some examples for savory fillings.
Sometimes even stand-alone dishes are served in a pastry crust such as karē (Japanese curry), fried soba noodles or Japanese hot dogs.

It somehow seems to have get around that Japan produces baked goods which are not sold elsewhere in this way and the demand, especially among the Japan devotees, increases. In every place where you can find “a little piece of Japan”, there exists already a Japanese bakery. In the Japanese district of Immermannstraße in Düsseldorf there are even two, in Paris there is the bakery Aki – I also wrote about that – and also in Dubai there are already sold Japanese baked goods. Since 2015 also Berlin offers a Japanese bakery.
Strangely I never saw a Japanese bakery even from outside during my Japan stays. ^x^° I think, that people in Japan rather resort to baked goods from the supermarket or convenience shop. These are not always inexpensive but already filled 😉 and preparing breads for breakfast, dinner or as a lunch snack is not common in Japan after all. Furthermore there are special offers from time to time or price reduced bread products from the previous day. 🙂

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Japanisch-koreanischer Weihnachtsmarkt in Berlin 2017 ☆ Japanese-Korean Christmas Market in Berlin 2017

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Vielleicht war der ein oder andere von euch in den Vorjahren auf dem Japanischen Weihnachtsmarkt in der „ARENA BERLIN“ (bzw. zuvor auf dem „Urban Spree“-Gelände) in Berlin. Dieses Jahr wurde er „aufgrund einer familiären Situation“ (so die Website) leider abgesagt. 😦 Trotzdem mussten Japan-Fans nicht traurig sein, denn sofort stellten ein paar andere Veranstalter einen „Japanisch-koreanischen Weihnachtsmarkt“ auf die Beine. 🙂

Dieser fand vom 02. bis 03. Dezember in der Karl-Marx-Allee 93, einem Gelände der Eventagentur „James Junes“ statt.Japanisch-Koreanischer Weihnachtsmarkt, Japanese-Korean Christmas Market, Berlin, ベルリン, Deutschland, Germany, ドイツ, 日本のクリスマスマーケット, japanischer Tanz, Japanese dance, entertainment
Für eine Eintrittsgebühr von 3,- € pro Person (inklusive eines Mini-Geschenkes, welches spätestens Mitte des zweiten Tages leider nicht mehr vorrätig war), konnte man an den Ständen mit Kunsthandwerk und asiatischen Speisen im Innen- und Außenbereich vorbeischlendern. Ein kleines Bühnenprogramm mit K-Pop-Choreografien sowie traditionellem japanischen Tanz gab es auch.

Unter den Ausstellern gab es ein paar bekannte Gesichter, die ihre Waren auch schon auf dem anderen japanischen Weihnachtsmarkt präsentiert hatten wie beispielsweise Ayuko Koresawa-Scholz mit ihren Keramikartikeln „Akindo“, das Duo Eriko Yamazaki und Kozue Kawajiri mit ihrem Kokedama-Projekt „ikko“ (Pflanzen auf Moosbällen) oder Yuto Yamada mit seinen Städtefotografien und Nachtaufnahmen von Tokio und Berlin.

Es gab Gemälde, Schmuck, japanische Messer, Kimonos oder Näharbeiten und Accessoires des „Atelier Nuno“. Liebevolle Handarbeitsstücke und themenbezogene Japanisch-Koreanischer Weihnachtsmarkt, Japanese-Korean Christmas Market, Berlin, ベルリン, Deutschland, Germany, ドイツ, 日本のクリスマスマーケット, kimono, Kimono-Verkauf, kimonos for saleGegenstände aus dem japanischen und koreanischen Kulturbereich sorgten für eine gemütliche Weihnachtsmarktatmoshäre, frei von Rummel und Kommerz der großen Weihnachtsmärkte. Keine Stände mit Handyschalen, Billigtaschen und Spruch-T-shirts, keine Losbuden mit schallender Mikroansage oder grölende Glühweintrinker an Schlagermusik-Buden – zugegebenerweise auch kein Duft von frisch gebrannten Mandeln und Duftkerzen oder dekorativer Weihnachtsbeleuchtung. Der japanisch-koreanische Weihnachtsmarkt bot außer Glühwein und Zuckerwatte an sich nichts typisch „Weihnachtliches“ an, und doch sorgte gerade diese unkommerzielle, fast familiäre Atmosphäre, der kleine Rahmen der Veranstaltung, der stete Wechsel vom kalten Außenbereich in den wohlig beheizten Innenraum und die handwerklich orientierten Stände für eine geradezu vorweihnachtliche Stimmung. Und dann gab es noch den wohl schönsten Weihnachtsbaum 2017 zu sehen – vielmehr eine „Weihnachtsbäumin“, die in ihrem Kostüm die Gäste begrüßte (und euch am Anfang dieses Blogeintrages). ^^

Das leibliche Wohl

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Gyūdon

Natürlich kann ich in diesem Artikel das asiatische Essen nicht unerwähnt lassen. Wie auch bei den Handwerksständen war das japanische Angebot doch sehr vorherrschend, weshalb die Betitelung „japanisch-koreanischer Weihnachtsmarkt“ eigentlich etwas unpassend gewählt oder aber wenig ausgewogen umgesetzt wurde. Von selbstgemachten Onigiri (dreieckige Reisbällchen) über Gyūdon (Rindfleisch mit Zwiebeln auf Reis) und Takoyaki (Teigbällchen mit Oktopusfüllung) bis hin zu japanischem Karē (Curry-Gericht) und koreanischen Chicken Wings gab es auf jeden Fall ein recht vielfältiges Angebot an leckeren Speisen.

Leider waren die Taiyaki (Waffeln in Fischform mit süßer Füllung) bereits ausverkauft, als wir beim Dessert angelangt waren – unendlich schade, zumal es in Berlin nicht häufig die Gelegenheit gibt, Taiyaki zu essen. 😦
Japanisch-Koreanischer Weihnachtsmarkt, Japanese-Korean Christmas Market, Berlin, ベルリン, Germany, ドイツ, 日本のクリスマスマーケット, Tendon, 天丼, てんどん, TempuraDafür gab es einen anderen Sieger für den ersten Platz in meinem kulinarischen Ranking: Das leckere Tendon von „Mogu Mogu“! 🙂 Tempura, also im leichten Teigmantel frittiertes Gemüse, Fisch und Seafood, dürfte jedermann ein Begriff sein. Auf Reis serviert wird es „Tendon“ genannt. Bei Mogu Mogu gab es eine rein vegetarische Zusammenstellung aus Okraschoten, Pilzen, Aubergine, Rettich und Kürbis – alle Stücke frisch zubereitet, in Sauce getunkt, auf dem Reis drapiert (damit jede Portion auch von jedem Gemüse beinhaltete!) und mit Sesamkernen dekoriert. Sagenhaft lecker! Schade, dass es sich bei Mogu Mogu nur um ein Catering-Projekt mit wechselnden Standorten wie Wochenmärkten handelt. Ein kleines Restaurant mit minimalistischer Speisekarte wäre doch wünschenswert!
Zum Abschluss noch ein Matcha Latte mit Sojamilch oder weißer Schokolade und Marshmallows des Teeladen-Standes „macha macha“ und das Fazit: Klein aber fein – ein wunderschöner etwas anderer Weihnachtsmarkt! 🙂Japanisch-Koreanischer Weihnachtsmarkt, Japanese-Korean Christmas Market, Berlin, ベルリン, Deutschland, Germany, ドイツ, 日本のクリスマスマーケット, koreanische Chicken Wings, Korean chicken wings, Korean streetfood


Japanese-Korean Christmas Market in Berlin 2017

Maybe one or two of you has visited the Japanese Christmas Market in the „ARENA BERLIN“ (or respectively at the “Urban Spree-premises” in Berlin before) in the recent years. This year it was unfortunately cancelled “due to a family affair” (according to the website). 😦 Yet Japan-fans didn’t have to feel sad because soon some other organisers mounted a “Japanese-Korean Christmas Market”. 🙂

It was hold from December 2nd to December 3rd in the Karl-Marx-Allee 93, on premises of the event agency “James Junes”. For an entrance price of 3,- Euro per person (a mini present inclusive that unfortunately wasn’t available any more around afternoon on the second day), you could stroll along the stalls with arts and crafts as well as Asian food in an indoor and outdoor area. A little stage program with K-Pop choreographies and traditional Japanese dance was also given.

Among the exhibitors you could find some familiar faces which had displayed their goods also on the other Japanese Christmas Market before like f.e. Ayuko Koresawa-Scholz with her ceramics products “Akindo”, the duo Eriko Yamazaki and Kozue Kawajiri with their kokedama project “ikko” (plants on mossballs) or Yuto Yamada with his city photography and night pictures of Tokyo and Berlin.

There were paintings, jewelry, Japanese knifes, kimonos or needlework and accessories of the “Atelier Nuno”. Lovingly made handicraft pieces and topic-related things of the Japanese and Korean culture field caused a cosy Christmas market atmosphere, free of funfair hype and commerce of the big Christmas markets. No stalls with smartphone cases, cheap bags and slogan T-shirts, no raffle ticket booths with resounding micro announcements or roaring Glühwein (hot wine punch) drinking people in front of Schlager music booths – well, unfortunately also no scent of freshly roasted almonds and fragrance candles or decorative Christmas illumination. The Japanese-Korean Christmas Market indeed didn’t offer anything typical “Christmas-like” and yet especially this noncommercial, almost familial atmosphere, this microcosm event, the constant change between the cold outdoor area and the comfortably warm heated indoor rooms as well as the artisanal oriented stalls altogether caused an almost pre-Christmassy mood. And then you could be lucky to see the probably most beautiful Christmas tree 2017 – or respectively “Christmas tree lady”, who greeted the guests in her costume (and also you at the beginning of this blogpost – see picture in the German text above – ) .^^

The culinary welfare

Of course the Asian food should not go unmentioned in this blog post. As well as for the handicraft stalls, the Japanese range was predominant here. Therefore the title “Japanese-Korean Christmas Market” actually didn’t fit so well or was accomplished a bit unbalanced. From selfmade onigiri (triangle-shaped riceballs) to gyūdon (beef and onions on rice) and takoyaki (dough balls with octopus filling) until Japanese karē (curry dish) and Korean chicken wings there was definitely a quite wide range of tasty dishes.
Unfortunately the taiyaki (waffles in fish shape with sweet filling) were already sold out when we reached the dessert – a great pity, especially because you don’t often have the chance to eat taiyaki in Berlin. 😦
Therefore I had another winner for the first place in my culinary ranking: The delicious tendon of “Mogu Mogu”! 🙂 Tempura, I mean vegetables, fish and seafood deep-fried in a light pastry crust, should be a household name to everyone. Served on rice, it is called “tendon”. At Mogu Mogu’s stall you could try a vegetarian assortment of okra, mushrooms, eggplant, radish and pumpkin – all pieces freshly made, dipped into sauce, placed on the rice (so that every serving contained one or two pieces of each vegetable!) and sprinkled with sesame seeds. Incredibly tasty! Too bad that Mogu Mogu is only a catering project with changing locations like weekly markets. A little restaurant with a minimalistic menu would be desirable!
At the end a final matcha latte with soy milk or white chocolate and marshmallows by the tea shop’s stall “macha macha” and the conclusion: Small but mighty – a bit different and wonderful Christmas Market! 🙂

Die MMC (Mega Manga Convention) 2017 in Berlin ☆ The MMC (Mega Manga Convention) 2017 in Berlin

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Vom 27.10. bis 29.10. fand dieses Jahr die MMC (Mega Manga Convention) 2017 statt, ein Manga-/Anime-Festival, das jedes zweite Jahr in Berlin veranstaltet wird. Da ich schon lange nicht mehr auf so einem Event war, dachte ich mir, ich sehe mir das mal an. Eine gute Idee, wie sich herausstellte, und eine, die viele andere wohl auch hatten, denn die Karten waren unversehens ausverkauft.MMC, Mega Manga Convention, Berlin, ベルリン, Deutschland, Germany, ドイツ, festival, Fontanehaus, アニメコンベンション, cosplay, Japanese culture

Für die Manga-/Anime-Fans

Dem Namen nach gab es natürlich für Manga- und Anime-Fans am meisten zu entdecken. Viele Stände mit Merchandise von Schlüsselanhängern über T-Shirts, Taschen, Tassen bis hin zu teuren Sammlerfiguren boten ihre Waren an, Vorführräume zeigten MMC, Mega Manga Convention, Berlin, ベルリン, Deutschland, Germany, ドイツ, festival, anime, アニメコンベンション, cosplay, Japanese cultureAnimes, die deutsche Synchronsprecherin Angela Wiederhut gab sich die Ehre und in der „MMC-Wohnstube“, der kleinen Eventbühne, wurden Vorträge aus den Bereichen Charakterdesign und Spieledesign gehalten. Vereine und Projektgruppen stellten sich vor, es gab Signierstunden mit den deutschen und japanischen Ehrengästen und in der Artist Alley präsentierten sich viele deutsche Manga-Zeichner.

Für die Japan-Fans

Doch auch Japan-Fans im Allgemeinen, zu denen ich mich zählen würde, kamen auf Ihre Kosten. So gab es auch zahlreiche Stände von Kleinhändlern, die vor allem selbstgemachten Schmuck, aber auch Bento-(jap. Snack-)Box-Zubehör und Amigurumi-Tiere verkauften. Bei letzterem handelt es sich um Ergebnisse des neuen Häkeltrends aus Japan. Leider habe ich kein Foto von der MMC, aber hier seht ihr meine blaue Eule „Uri“ (kurz für „Uriella“), die mir meine Freundin Cherry gehäkelt hat. ♥ Ist sie nicht süß?Uri, Uriella, Amigurumi, Eule, owl, Häkelkunst, Japanese crochet trend, japanischer Häkeltrend
Und weil man so viel süßen Sachen einfach nicht widerstehen kann, musste ich dann eine Sweets-Dose und einen Sweets-Notizzettelhalter mitnehmen. ^^’
Mit einem japanischen Tellerchen aus dem Kleinen-Japan-Laden landete dann wenigstens noch etwas Vernünftiges in meinem Einkaufsbeutel. ^^° Der Stand ist stolz darauf, neben MMC, Mega Manga Convention, Berlin, ベルリン, Deutschland, Germany, ドイツ, festival, anime, アニメコンベンション, Japanese culture, Japanese tablewaredem überwiegenden Manga-/Anime-Merchandise-Angebot als einziger traditioneller Vertreter der japanischen Kultur auf der MMC daherzukommen. Das Sortiment umfasste u.a. japanische Keramik-Schalen und Urushi-(japanische Lackwaren-)Artikel, verschiedenste Essstäbchen sowie Hashioki (Stäbchenhalter).
Außerdem gab es Workshops zu Themen wie Bento, Maskottchen-Nähen, Amigurumi (s.o.), Kanzashi (traditioneller japanischer Haarschmuck aus Stoff), Kimono, Teekunde und Origami.

Für Cosplay-Fans

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Luka

Auch für Cosplayer und Cosplay-Begeisterte gab es einiges zu sehen. 🙂 Nicht nur, die vielen verkleideten Gäste, die auf dem Gelände des Fontane-Hauses in Berlin-Reinickendorf herumliefen oder die Teilnehmer der Cosplaywettbewerbe (Freitag: Einzel-, Samstag: Duo-, Sonntag: Gruppen-Cosplays).
Die Ehrengäste ArweniaCosplay (bekannt für Game- und Fantasy-Kostüme) und Luka (oft als Faun mit Gazellen- oder Widderhörnern anzutreffen) sind extra aus dem Ruhrgebiet (Arwenia) und Sachsen-Anhalt (Luka) angereist, um ihre Fans am Stand zu begrüßen.
Außerdem fanden verschiedene Workshops zum Thema Cosplay statt. Man konnte lernen, aus welchen Materialien Kostüme gestaltet werden können, wie man Perücken richtig stylt, wie man 3D-Modelle für Cosplay-Accessoires erstellt, wie man fit für eine Bühnenpräsentation wird, Hörner und Geweihe fertigt, Rüstungen aus Schaumstoff fabriziert, schauspielern lernt, Make-up mit Special Effects kreiert oder mit Bodypainting beginnt.

Für die Fans japanischer Köstlichkeiten

Kulinarisch bot die MMC dieses Jahr einen Food-Garden im Außenbereich – eine MMC, Mega Manga Convention, Berlin, ベルリン, Deutschland, Germany, ドイツ, festival, アニメコンベンション, Japanese culture, japanisches Essen, Japanese foodgrundsätzlich tolle Idee, die leider durch das schlechte Wetter zu geringerem Erfolg geführt haben dürfte. Zu verkosten gab es japanische Streetfood-Gerichte wie Takoyaki (Teigbällchen mit Oktopusfüllung), Okonomiyaki (herzhafte japanische Pfannkuchen), Gyōza (gefüllte Teigtaschen) und Teriyaki-Spieße (Hähnchenfleisch mariniert in süßlicher Sauce), gerollte und süß gefüllte japanische Crêpes, Onigiris (dreieckige Reisbällchen in Nori-Algenblättern mit variabler Füllung), Onigirazu (Reis-Sandwiches) und Matcha-Käsekuchen.
Die japanischen Hausfrauen um Frau Suetsugu boten Karēpan (krokettenähnliche Brötchen mit Curry-Füllung), Nikuman (gedämpfte Teigklöße mit herzhafter Füllung), Karaage-Spieße (frittiertes Fleisch), Onigiri und Mochi (Reiskuchen) mit süßer heller Bohnenmuspastenfüllung an. Außerdem gab es einen Stand mit koreanischen Gerichten. Jeder zweite Convention-Besucher hatte zudem einen Bubble-Tea der „Sphere Bay“-Teestube aus Düsseldorf in der Hand und wer ein bisschen mehr Zeit im Gepäck hatte, reihte sich in die Schlange zum Maid-Café „Sweet Heaven“ ein. MMC, Mega Manga Convention, Berlin, ベルリン, Deutschland, Germany, ドイツ, festival, アニメコンベンション, Japanese culture, cosplay, Maid CaféMädchen in Maid-Kostümen servierten hier nach japanischem Vorbild Kuchen, Muffins, Pancakes aus einem wirklich großen Repertoire an Süßspeisen. Als neues männliches Pendant dazu gab es dieses Jahr die „スポツのおちゃや“ (Supotsu no Ochaya, „Teestube des Sports“), in der männliche Sportanime-Hosts in Butlerkleidung bedienten – übrigens zumeist (oder ausschließlich?) von weiblichen Cosplayern verkörpert. Leider mangelte es noch etwas an guter Präsentation des Angebots und auch die Auswahl an sich hätte größer sein können.

Und auf der Bühne?

MMC, Mega Manga Convention, Berlin, ベルリン, Deutschland, Germany, ドイツ, festival, アニメコンベンション, Japanese culture, Bühnenprogramm, stage programNeben den schon erwähnten Cosplay-Wettbewerben gab es ein reiches Programm an verschiedenen Darbietungen aus den Bereichen Gesang, Tanz, Schauspiel und Comedy auf der Hauptbühne im großen Saal. Mit dabei waren „Tsuki no Senshi“, Europas ältestes Anime-Showprojekt, „Sailor Moon German“ mit einem Musical zum 25-jährigen Bestehen des Fanprojektes, Shiroku, eine deutsche J-Pop-Sängerin japanischen Aussehens, die auf Conventions in Deutschland und Europa bekannt ist, eine Collaboration aus verschiedenen Berliner K-Pop Coverdance-Gruppen sowie weitere Fans und Entertainer aus Berlin, Brandenburg, Dresden, Hannover, Hamburg, dem Ruhrgebiet und ganz Deutschland.
MMC, Mega Manga Convention, Berlin, ベルリン, Deutschland, Germany, ドイツ, festival, アニメコンベンション, Japanese culture, Bühnenprogramm, stage programIn der „MMC-Wohnstube“, der kleinen Eventbühne, gab es vor allem Fachvorträge, Verlosungen und Wettbewerbe wie das „Nudelschlürfen“ oder „Scharf, schärfer, am schärfsten“.

Fazit: Ob als Reise in die Vergangenheit oder Ausflug in eine Glitzerwelt – eine Convention zu besuchen, war doch mal wieder eine schöne Idee! ^^


The MMC (Mega Manga Convention) 2017 in Berlin

From October 27th to 29th the MMC (Mega Manga Convention), a manga-/anime-based festival that is hold every second year, took place in Berlin. Since it has been a while when I visited such an event, I went for it. A good idea as it turned out and one that also came up to some other people because the tickets were sold out immediately.

For the manga-/anime-fans

According to the name most of the things to explore were manga- or anime-related of course. Many stalls with merchandise from keychains to t-shirts, bags, cups to expensive collection figures advertised their goods, screening rooms showed animes, the German voice actor Angela Wiederhut was invited and in the “MMC sitting room”, the little event stage, speeches about character design and game design were hold. Associations and project groups introduced themselves, there were signing sessons with the German and Japanese honorary guests and in the “Artist Alley” many German manga illustrators presented themselves.

For the Japan fans

But also Japan fans in general to whom I would rank me among, got their money’s worth. So there were also many stalls of small traders who sold most notably selfmade jewelry but also bento (Japanese snack)box supplies and amigurumi animals. The latter is indeed the result of a new crochet trend from Japan. Unfortunately I don’t have a photo from the MMC, but here you can see my blue owl “Uri” (short for “Uriella”), that my friend Cherry has crocheted for me. ♥ Isn’t she cute?   (see picture above in the German text)
And since you cannot resist so many cute stuff, I had to take home a “sweets” box and a “sweets” notepad holder. ^^’
With a Japanese mini plate from the Kleiner-Japan-Laden (“Little Japan Shop”) at least one useful thing went into my shopping bag. ^^° The stall is proud on being the only traditional representative of Japanese culture on the MMC among the mainly manga-/anime-based product range. The assortment included Japanese ceramic bowls and urushi (Japanese lacquerware)items, different sorts of chopsticks as well as hashioki (chopstick holders).
Furthermore there were workshops to topics like bento, mascot sewing, amigurumi (s.a.), kanzashi (traditional Japanese hair accessories made of cloth material), kimono, study of tea and origami.

For cosplay fans

Also for cosplayers and cosplay fans there was much to see. 🙂 Not only the many guests clothed in costumes, who wandered around the premises of the Fontane-Haus in Berlin-Reinickendorf or the participants of the cosplay competitions (Friday: single, Saturday: duo, Sunday: group cosplay).
The honorary guests ArweniaCosplay (known for game and fantasy costumes) and Luka (often encountered as faun with gazelle or ram horns) have come all the way from the Ruhrgebiet (Arwenia) and Sachsen-Anhalt (Luka) to greet their fans at the stall. Furthermore there took place several workshops on the subject of cosplay. You could learn, from which materials costumes can be made of, how to style wigs properly, how to build 3D-models for cosplay accessories, how to become fit for a stage performance, how to create horns and antlers, how to fabricate armours with foam, learn how to play-act, to create make-up with special effects or start with body painting.

For the fans of Japanese delicacies

For culinary aspects the MMC offered a Food Garden outside on the court this year – a basically fantastic idea which might have lead to only little success in the end due to the bad weather. There were street food dishes to savor like takoyaki (dough balls with octopus filling), okonomiyaki (non-sweet Japanese pancakes), gyōza (filled dumplings) and teriyaki skewers (chicken marinated in sweetish sauce), rolled and sweet filled Japanese crêpes, onigiris (triangle-shaped rice balls wrapped in nori algal sheets with variable fillings), onigirazu (rice sandwiches) and matcha cheesecake.
The Japanese housewifes around Mrs. Suetsugu offered karēpan (croquette-like buns with curry filling), nikuman (steamed yeast dumplings with savory filling), karaage skewers (deep-fried meat), onigiri and mochi (ricecake) with sweet light-coloured bean paste. In addition there was a stall with Korean dishes. Moreover every second convention visitor had a bubble tea of the “Sphere Bay” tea shop in Düsseldorf in his hand and who could spend a little more time, queued for the Maid Café “Sweet Heaven”. Here girls in maid costumes, following the Japanese example, served cakes, muffins, pancakes from an really extensive repertoire of sweet dishes. As a new male counterpart there was the „スポツのおちゃや“ (Supotsu no Ochaya, „Tea room of sports“) this year, where male sports anime hosts wearing butler clothes served the dishes – by the way embodied by mainly (or solely?) female cosplayers. Unfortunately it lacked a bit of a good food presentation and also the range of dishes itself could be enlarged.

And on stage?

Besides the already mentioned cosplay competitions there was a rich program of different performances including the sections singing, dance, theatrical performance and comedy on the main stage in the big hall. There were “Tsuki no Senshi”, Europes oldest anime show project, “Sailor Moon German” presenting a musical to the 25th anniversary of the fan project, Shiroku, a female German J-Pop singer with Japanese appearance, who is famous on conventions in Germany and Europe, a collaboration of different K-Pop Coverdance groups from Berlin as well as other fans and entertainers from Berlin, Brandenburg, Dresden, Hannover, Hamburg, the Ruhrgebiet and other parts of Germany.
In the “MMC-Wohnstube” (“MMC sitting room”), the little event stage, there were mainly technical lectures, lotteries and competitions like the “noodle slurping” or “spicy, spicier, spiciest”.

Conclusion: Whether as journey into past or a trip into a dreamworld – visiting a convention was again a nice idea! ^^

Der Japanische Bonsaigarten in Ferch, nahe Potsdam ☆ The Japanese Bonsai Garden in Ferch, near Potsdam

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Manchmal gibt es irgendwo versteckt, wo man es nicht vermutet, ein kleines Stückchen Japan zu finden. So präsentiert das Dorf Ferch in der Gemeinde Schwielowsee, wenige Kilometer nahe Potsdam im Bundesland Brandenburg ein kleine Oase japanischer Gartenkunst und Teekultur. Gemeint ist der Japanische Bonsaigarten, dessen Türen Inhaber und Privatmann Tilo Gragert seit 1999 fast täglich im Spätfrühling, Sommer und Herbst für die Besucher öffnet. Seine Leidenschaft für die Züchtung der japanischen Zierbäume entdeckte Tilo Gragert, als er das Bonsai-Buch seiner Mutter 1979 in die Hände bekam. Von da an studierte er Fachliteratur, bereiste Japan um von den großen Bonsaimeistern zu lernen und kaufte schließlich ein Stück Land, um sich den großen Traum vom kleinen Paradies zu erfüllen. In langer harter Arbeit wurde der Boden ausgetauscht, Bäume geplanzt, ein Teich angelegt und der japanische Garten gestaltet. In diesem vereint Tilo Gragert gleich mehrere Formen der japanischen Gartenarchitektur, wie z.B. den Wandelgarten zum Durchschreiten und Erleben der Natur, den eingeschlossenen Garten (tsubo-niwa), den man wie ein dreidimensionales Gemälde von einem Punkt aus betrachtet oder den buddhistischen Zen-Garten, einem Ort der Meditation. Auf nur wenigen Quadratmetern können die Besucher verschiedene Eindrücke erfahren und natürlich die ausgestellten Bonsais in voller Pracht genießen.

Ein Rundgang durchs Gelände

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Teegarten ☆ teagarden

Hinter dem Haupttor geht es einen geschwungenen Weg durch den Kirsch- und Hortensien-Garten. Der sich anschließende Teegarten mit seinem Moosteppich lässt sich gut von der Veranda des Teehauses aus beobachten. In dieser, von Katja Gragert geführten, Einrichtung können die Gäste aus einer großen Auswahl japanischer Grüntees, aber auch Kräuter- und Schwarztees aus China, Nepal, Südkorea und Afrika sowie typisch japanischem Teegebäck wählen. Ein kleiner Shop bietet zudem japanische Tee-Keramik, Teegebäck und Mochis als Souvenirs sowie Postkarten des Bonsaigartens an. Auf der Rückseite des Teehauses befindet sich der Zen-Garten, ein dem Buddhismus entsprungener Steingarten, der mit seinem geharkten Kiesbeet zur Meditation einlädt. Auf der hinteren Sonnenterrasse des Teehauses kann man an niedrigen japanischen Tischen Platz nehmen und entspannt eine Schale Tee probieren, um die Landschaft auf sich wirken zu lassen.

Wie immer: Zum Vergrößern der Bilder bitte anklicken!As usual: Please click onto the images to enlarge!

Im Anschluss an den Teegarten befindet sich eine kleine offene aber überdachte Bonsai-Ausstellung sowie der Eingang zum Wandelgarten. Hier kann man sich auf einem Rundweg um den Koi-Teich bewegen, in die Busch- und Hügellandschaft eintauchen, Steinlaternen zwischen japanischem Ahorn und Bambus entdecken, weitere Bonsais zählen und den Pavillon passieren. Pünktlich zur Saisoneröffnung in diesem Jahr wurde dieser aufwendig restauriert, um nun in altbewährter japanischer Schlichtheit aber neuem Glanz zu erstrahlen.

Obwohl der Japanische Bonsaigarten wirklich sehr klein und in wenigen Minuten durchwandert ist, lohnt sich ein Abstecher, wenn man in der Nähe ist. Je nach Saison können Kamelien, Kirschblüten, Azaleen, Satsuki-Azaleen, Hortensien und Chrysanthemen bestaunt werden sowie die atemberaubende Herbstfärbung. Im Moment (16.09.2017 – 15.10.2017) findet das Kiku Matsuri – Chrysanthemen-Festival statt. Leider waren die Blüten der meisten Chrysanthemen noch geschlossen, als ich Anfang letzter Woche den Garten besuchte, sodass es nicht sehr viel Buntes zu sehen gab. 😦 Vielleicht habt ihr etwas später mehr Glück.
Empfehlenswert ist auf jeden Fall die bunte Herbstfärbung im Oktober. Vom 21.10.2017 bis 31.10.2017 findet das Toro Matsuri, das japanische Laternenfest, statt, bevor der Garten dann im November in seinen fünfmonatigen Winterschlaf fällt. ^^° Die Bilder, die ihr hier in diesem Post seht, sind aus dem Jahr 2015 sowie aus diesem Jahr.

Bonsai-Liebhaber können übrigens auch ein gutes Stück für ihre Sammlung erwerben, Zubehör kaufen oder an gelegentlichen Workshops teilnehmen.

Japanischer Bonsaigarten
Fercher Str. 61 (Mittelbusch)
14548 Schwielowsee (Ortschaft Ferch)

Internetseite (deutsch)
www.bonsai-haus.de

Öffnungszeiten:
25.03. bis 01.11. Dienstag bis Sonntag
10:00 – 18:00 Uhr (letzter Einlass: 17:30 Ihr)
(feiertags geöffnet, einen Tag danach geschlossen)
(abweichende Öffnungszeiten zum Laternenfest s. Internetseite)

Eintritt:
4,00 € pro Person (Kinder: 2,00 €)
(abweichende Preise bei Festen/Veranstaltungen)


The Japanese Bonsai Garden in Ferch, near Potsdam

Sometimes you can find a hidden “little piece of Japan” at a place, you wouldn’t guess. In this case the village Ferch in the municipality Schwielowsee, just some kilometers from Potsdam in the German federal state Brandenburg presents a little oasis of Japanese garden art and tea culture. I’m talking about the Japanese Bonsai Garden, whose doors are opened almost daily for visitors since 1999 in late spring, summer and autumn by owner and private man Tilo Gragert. His passion for bonsais raised when Tilo Gragert found his mother’s bonsai book in 1979. From then on he studied specialist literature, travelled to Japan to learn from the great bonsai masters and finally bought a piece of land to fulfill his big dream of a little paradise. In a long time of hard work the soil was changed, trees were planted, a lake arranged and the Japanese garden created. In this Tilo Gragert combines even different types of Japanese garden architecture like f.e. the roaming garden to pace across and experience nature, the enclosed garden (tsubo-niwa), which you can look at from a special point of view like a three-dimensional painting or the Buddhistic Zen garden, a place of meditation. On a few square metres you can get different impressions and of course enjoy the exhibited bonsai collection in all its glory.

A round tour across the grounds

Behind the main gate you are leaded a way through the cherry and hydrangea garden. The following tea garden with its moss carpet is viewed best from the porch of the teahouse. In this teahouse, conducted by Katja Gragert, guests can choose from a wide range of Japanese green teas, but also herb teas and black teas from China, Nepal, South Korea and Africa as well as typical Japanese tea sweets. A little shop offers Japanese tea ceramics, tea cakes and mochis as souvenirs as well as postcards of the bonsai garden. On the backside of the teahouse there is the Zen garden, a stone garden of Buddhistic origin with a raked gravel bed inviting for meditation. On the teahouse’s backside sunporch you can take a rest at the low Japanese tables and taste a bowl of tea while enjoying the scenery.
Next to the tea garden there is a little open-air but roofed bonsai exhibition and the entrance to the roaming garden. Here you can walk a circular track around the koi pond, delve into the landscape of bushes and hills, discover stone lanterns between Japanese maple and bamboo, count another bonsais and pass the pavilion. On schedule for the seasonal opening this year the pavilion was elaborately restored, still in its classical Japanese simplicity, but to shine in new splendour.

Although the Japanese Bonsai Garden is indeed very small and can be completely wandered through in a few minutes, a slight detour is worth it when you’re in the area. According to the season you can marvel at camellias, cherry blossoms, azaleas, satsuki azaleas, hydrangeas, chrysanthemums and the stunning autumn colouring. Right now (Sep 16th 2017 – Oct 15th 2017) there is the Kiku Matsuri – Chrysanthemum Festival. Unfortunately the blossoms of most of the chrysanthemums were still closed, when I visited the garden beginning of last week, so that there weren’t much colours to see. 😦 Maybe you have better fortune.
Anyway the autumn colouring in October is definitely recommendable. From Oct 21st 2017 to Oct 31st 2017 the Toro Matsuri, the Japanese Lantern Festival, is taking place until the garden will drop off to hibernation.^^° The pictures here in this post are from the year 2015 as well as from this year.
By the way bonsai lovers can purchase a good piece for their collection, get themselves some accessories or attend one of the occasional workshops.

Japanischer Bonsaigarten (Japanese Bonsai Garden)
Fercher Str. 61 (Mittelbusch)
14548 Schwielowsee (village Ferch)

website (German only)
www.bonsai-haus.de

opening times:
March 25th to November 1st Tuesday to Sunday
10:00 – 18:00 (last entrance: 17:30)
(open on official holidays, closed one day after)
(divergent opening times during the lantern festival, see website – or ask me ;))

entrance fee:
4,00 € per person (children: 2,00 €)
(divergent prices during festivals/exhibitions)

Kaiseki – gehobene japanische Küche im Ryokan (Reisegasthaus) ☆ Kaiseki – Japanese fine dining in the ryokan (journey guest house)

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In meinem vorigen Beitrag habe ich über Ryokans, japanische Reisegasthäuser geschrieben. Jetzt möchte ich noch ein paar Worte über das Essen dort verlieren.

Üblicherweise bucht man in einem Ryokan eine Übernachtung mit Abendessen und Frühstück am nächsten Morgen. Man kann natürlich auch einfach nur übernachten, aber das wäre nur halb so schön. Bei Frühstück und Abendessen handelt es sich nämlich um typisch japanische Gerichte, meist aus der Region oder der Jahreszeit entsprechend, welche als viele Kleinigkeiten wunderschön und elegant dekoriert serviert werden. Diese Form der japanischen Küche, die eigentlich als leichte Kost zur japanischen Teezeremonie konzipiert wurde, aber auch oft in teuren japanischen Restaurants zu finden ist, wird Kaiseki (懐石) genannt.

Speisen im Yatsusankan Ryokan (Präfektur Hida)

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aperitive ☆ Aperitif

Das Abendessen im Yatsusankan Ryokan wurde in einem separaten Raum nur für uns zwei serviert, nachdem wir in einem anderen Raum einen Aperitif eingenommen hatten. Es gab eine Getränkekarte (Tacchan gönnte sich eine Auswahl an Sake-Kreationen) und ein bedrucktes Faltkärtchen, auf dem das mehrgängige Menü beschrieben war. Neben Schweinefleisch, Rindfleisch, Gemüse, Tofu, Suppe und Sashimi gab es auch ein paar spezielle Überraschungen für mich wie marinierte Sardelle, die man im Stück (mit Kopf, Schwanz und Gräten) isst oder Leuchtkalmar (japanisch 蛍烏賊 = Hotaru-Ika), ein Mini-Tintenfisch. – (Vor allem letztes) sehr abenteuerlich für Europäer! Probieren muss man natürlich alles, aber das war dann geschmacklich doch nicht so meins. ^^°
Immer wieder kamen Angestellte des Ryokans und servierten neue Gänge. Zum Schluss gab es noch etwas Reis und Miso-Suppe, um den Magen (vollends) zu füllen sowie Dessert.

Am nächsten Morgen erwartete uns ein ebenso üppiges Frühstück mit Reis, Gemüse, Eingelegtem und Miso-Suppe. Auf einem süßen kleinen Tischgrill konnten wir unseren Fisch braten und in einem Donabe-Pfännchen schmurgelten Schweinefleisch, Gemüse und ein Wachtelei. Außerdem gab es einen superleckeren Miso-Dip, von dem wir beide nicht genug bekommen konnten. Zum Nachtisch gab es einen, vielleicht nicht ganz so japanischen, Karamell-Pudding.

Was für ein kulinarisches Abenteuer und unglaubliches Übernachtungserlebnis! 🙂 ♥:) Wart ihr schon einmal in einem Ryokan? Ihr solltet es euch nicht entgehen lassen!
Was wir sonst noch in der Nähe gesehen und erlebt haben, erzähle ich euch ein anderes Mal. 🙂


 

Kaiseki – Japanese fine dining in the ryokan (journey guest house)

In my previous post I wrote about ryokans, Japanese journey guest houses. Now I would like to make a word or two about the food in there.

Usually you reserve an overnight stay in a ryokan with a dinner and a breakfast the next day. Of course you can also stay overnight without eating anything, but this would be only half the joy. Because breakfast and dinner are typical Japanese dishes, mostly from the area or according to the season, which are served as little bits and bobs, beautifully and elegantly decorated. This form of Japanese cuisine, which was actually designed as light food for the Japanese tea ceremony, but can be also often found at expensive Japanese restaurants, is called Kaiseki (懐石).

Dining in the Yatsusankan Ryokan (Hida prefecture)

The dinner in the Yatsusankan Ryokan was served in a separated room only for the two of us, after we had taken the aperitive in another room. There was a drink menu (Tacchan allowed himself a selection of sake creations) and a printed foldout describing the multi-course menu. Besides pork meat, beef, vegetables, tofu, soup and sashimi there were also some special surprises for me like the marinated anchovy, which you eat completely (including head, tail and bones) or the firefly squid (Japanese 蛍烏賊 = hotaru-ika), a mini squid. – (Especially the latter) very adventurous for Europeans! You have to try everything of course, but this was not so much my taste really. ^^°
Now and then ryokan staff members came and served new courses. In the end there was a bit rice and miso soup to fill the stomach (finally) and a dessert.

The next morning a similarly substantial breakfast with rice, vegetables, pickles and miso soup was awaiting us. We could use a cute little table grill to barbecue our fish and in a donabe pan pork meat, vegetables and a quail egg were sizzling. Furthermore there was a scrummy miso dip, which Tacchan and I couldn’t get enough of. For dessert they offered a maybe not so much Japanese, caramel pudding.

What a culinary adventure and unbelievable overnight experience! 🙂 ♥:) Have you ever been to a ryokan? You shouldn’t miss the chance!
What we have seen and experienced nearby, I will tell you another time. 🙂

Ryokan – Übernachten im japanischen Reisegasthaus ☆ Ryokan – staying overnight in a Japanese journey guest-house

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Heute möchte ich ein bisschen über Ryokans erzählen. Diese Reisegasthäuser sind Japans landestypischste Übernachtungsmöglichkeit. Die ältesten Ryokans sind ungefähr 1.300 Jahre alt. Laut Wikipedia gab es 1995 in Japan 72.600 Ryokans und 7.174 Hotels, wobei die Hotels durchschnittlich 75 Zimmer anboten und die Ryokans 14. Inzwischen sinkt jedoch die Zahl der Ryokans während die der Hotels steigt. Ryokans bieten sehr viel Service an, haben traditionellen Charme und sind oft an malerischen Orten wie in den Bergen oder an der Küste zu finden. Daher sind sie gewöhnlich sehr viel teurer als die meisten Hotels. Touristen und Japaner bevorzugen deshalb meist Hotels für ihren Urlaub.

Eigentlich bin ich auch der Meinung, dass ein Hotel im Urlaub nur das Dach über dem Kopf sein sollte: Dach, Bett, Toilette/Bad und sauber so gut wie es geht. Schließlich ist man doch nur zum Schlafen da, weil man morgens früh aufsteht, das Land erkundet und abends spät zurückkommt. Da muss die Übernachtungsmöglichkeit wirklich nicht komfortabel, groß oder schick sein. Für wenige Tage würde ich daher immer ein günstiges Hotel bevorzugen, für ein paar Tage mehr auch – oder eine günstige Ferienwohnung.
Aber einmal eine Nacht in einem Ryokan zu verbringen, sollte sich kein Japan-Tourist entgehen lassen – es ist einfach ein Erlebnis!

Das Yatsusankan Ryokan (Präfektur Hida)

Die Bilder, die ihr hier zu diesem Eintrag seht, stammen alle aus dem Frühjahr 2012, als Tacchan und ich das Yatsusankan Ryokan in der Präfektur Hida besuchten.
Ryokans sehen üblicherweise wie traditionelle japanische Häuser aus: Ein großer Eingangsbereich, in dem man sich erst einmal seiner Schuhe entledigt, viel Holz und Zimmer im japanischen Stil (和室, Washitsu) mit Tatami-Matten (Reisstrohmatten) als Bodenbelag, Fusuma (Schiebetüren) und Shōji (Schiebewänden aus Holzrahmen, die mit dünnem japanischen Papier bespannt sind).
Da unser Zimmer nicht ebenerdig lag, hatten wir keinen Engawa (Holzbalkon), aber dafür ein westliches Glasfenster mit Blick auf die schönen Nachbarhäuser.
Im Vorraum befand sich sogar ein Irori, eine traditionelle Feuerstelle in Form eines gerahmten rechteckigen Loches mit Sand im Inneren, wo man theoretisch einen Teekessel erhitzen könnte. Ich denke aber, dass es eher Dekorationszwecke erfüllen sollte – zumal es im eigentlichen Zimmer eine kleine Tee-Ecke gab.

Ryokan, 旅館, japanisches Reisegasthaus, Japanese guest house, matcha, 抹茶, green tea, grüner Tee, Japan, 日本, 823kan, Yatsusankan Ryokan, ハツ三館Mit grünem Tee in seiner edelsten Form wurden wir schon von den Angestellten des Ryokans begrüßt, bevor wir zu unserem Zimmer geführt wurden. Sie gaben uns eine Schale Matcha-Tee (gemahlener grüner Tee, der mit heißem Wasser aufgebrüht und mit einem Bambusbesen aufgeschäumt wird) zu trinken. Zu dem etwas bitteren Matcha wird traditionell eine japanische Süßigkeit gereicht.

Alles soll so angenehm wie möglich sein im Ryokan – viel Service, aber auch gleichzeitig ein „Zuhause-Feeling“. So fanden wir im Zimmer unsere Yukatas, leichte Sommer-Kimonos, die man während des Aufenthalts im Ryokan tragen darf. Für die Nacht gab es dann gemusterte Pyjama-Yukatas.^^

Ryokan, 旅館, japanisches Reisegasthaus, Japanese guest house, Japanese room, japanisches Zimmer, Washitsu, 和室, Japan, 日本, 823kan, Yatsusankan Ryokan, ハツ三館Als wir vom Abendessen in unser Zimmer zurückkamen, hatte das Ryokan-Team schon unsere Futons (mit Blumen-Überdecke^^) zum Schlafen ausgerollt und Tee bereitgestellt. ♥ Auf dem Tisch lag ein Zettel, in dem sie höflich um Entschuldigung baten, unser Zimmer ungefragt betreten zu haben.

Um den Abend gemütlich ausklingen zu lassen, hatten wir auch ein Onsen-Bad gebucht. Da in Japan geschlechtergetrennte Gemeinschaftsbäder üblich sind, finde ich es immer wieder schön, eine private Variante zu finden (s. auch meinen Beitrag zum Hyōtan Onsen in Beppu). Da wir uns im Zeitplan ein wenig verschätzt hatten, wurde es jedoch ein kurzes Bad für uns. ^^°

Ein weiteres Highlight dieser ganz besonderen Übernachtsmöglichkeit waren das Abendessen sowie das Frühstück. Genaueres erfahrt ihr in meinem nächsten Post. Bis bald!


Ryokan – staying overnight in a Japanese journey guest-house

Today I would like to tell you a bit about ryokans. These journey guest-houses are Japan’s most traditional overnight accommodation. The oldest ryokans are approximately 1.300 years old. According to Wikipedia there were 72.600 ryokans and 7.174 hotels in Japan 1995 though hotels had averagely 75 rooms and ryokans 14. By now the number of ryokans is decreasing while the number of hotels is increasing. Ryokans offer much service, have a traditional charm and are often located at picturesque places like the mountains or near to the coast. That’s why they are usually much more expensive than most hotels. Tourists and Japanese people therefore tend to prefer hotels for their holidays.

Actually I share the opinion, that a hotel in holiday should only be a roof over one’s head: Roof, bed, toilet/bathroom and as clean as possible. Well, you only spend the night there, because you leave early in the morning to explore the country and return late in the evening. Therefore an accommodation doesn’t need to be very comfortable, spacious or smart. For a few days I would always prefer a low-priced hotel, for some days more also – or a cheap holiday apartment.
But to stay one night in a ryokan is something, that no Japan tourist should miss – it is an experience!

The Yatsusankan Ryokan (Hida prefecture)

The photos, which you can see in this post here, are all originated from spring 2012, when Tacchan and me visited the Yatsusankan Ryokan in the Hida prefecture.
Ryokans usually look like traditional Japanese houses: a big entrance area where you get rid of your shoes, much wooden material and rooms in Japanese style (和室, Washitsu) with tatami mats (paddy straw mats) as flooring, fusuma (slide doors) and shōji (sliding panels made of wooden frames covered with thin Japanese paper).
Since our room was not on the ground-level, we had no engawa (wooden balcony), but therefore a western style window with view to the nice neighbour houses.
In the vestibule room there was even an irori, a traditional fire place in the form of a framed rectangular hole with sand inside, where you could theoretically heat up a teakettle. But I think, it was rather for decorative purposes – especially because there was a little tea corner in the main room.

With green tea in its noblest form we already had been welcomed by the ryokan’s staff before being led to our room. They gave us a bowl of matcha tea (ground green tea, which is brewed with hot water and foamed up with a bamboo whisk) to drink. To the slightly bitter matcha there is traditionally served a Japanese confectionery.

Everything should be as comfortable as possible in a ryokan – much service, but also a “home feeling”. So we found our yukatas in the room, light summer kimonos, which we were allowed to wear during our stay in the ryokan. For the night patterned pyjama yukatas were offered.^^

When we returned to our room after dinner, the ryokan team had already unrolled our futons (with floral patterned bedcover^^) for sleeping and provided tea. ♥ On the table there was a little letter in which they apologized politely to have entered the room without our permission.

To spend a pleasant evening, we had also booked an onsen bath. Since there are gender-segregated communal bathrooms common in Japan, I’m always happy to find a private alternative (see also my blog post about the Hyōtan Onsen in Beppu). Due to the fact that we misestimated the time schedule a bit, it was a short bath for us in the end. ^^°

Another highlight of this very special overnight accomodation was the dinner and breakfast. I will tell you more about it in my next post. See you!

Japanische Küche in Berlin: Hashi – Izakaya & Japanese Kitchen ☆ Japanese cuisine in Berlin: Hashi – Izakaya & Japanese Kitchen

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Japanische Tapas für einen besonderen Anlass

Vor einer Weile habe ich die neue Themenreihe „Deutsche Küche in Berlin“ eingeführt, zu der ich euch immer mal wieder ein deutsches Restaurant oder Café in Berlin vorstellen möchte.
Unter der Rubrik „Japanische Küche in Berlin“ soll es nun um japanische Köstlichkeiten gehen. Zwar hat Berlin kein japanisches Viertel zu bieten, aber japanische Restaurants lassen sich dann doch hier und da finden und selbstverständlich steht nicht nur Sushi auf der Speisekarte.

Hashi, Japanese Izakaya, 居酒屋, Berlin, ベルリン, Deutschland, ドイツ, Germany, japanisches Restaurant, Japanese restaurant, Japanese tapas, japanische TapasDen Anfang hierzu macht jetzt einfach mal, entgegen meiner Ursprungsidee, das Hashi – Izakaya & Japanese Kitchen, das sich rühmt, Berlins erste Izakaya zu sein. Was das überhaupt ist?
Eine Izakaya (deren Namen das „i“ für „sitzen“ und das „sakaya“ für Sake-Laden umfasst) ist im Grunde eine japanische Kneipe, also ein Laden, in dem man (im Sitzen) Alkohol trinken kann. Da man in Japan aber eigentlich immer etwas zum Alkohol isst, gibt es in der Izakaya eine große Speisekarte mit verschiedenen Kleinigkeiten (Fleisch, Fisch, Spieße, Vegetarisches usw.). Ich würde eine Izakaya daher eher mit einer Tapas-Bar als mit einer deutschen Kneipe vergleichen. Man sitzt gesellig zusammen, meist unter Freunden oder Arbeitskollegen, bestellt eine Reihe von Snacks und plaudert in den Abend hinein.

Hashi, Japanese Izakaya, 居酒屋, Berlin, ベルリン, Deutschland, ドイツ, Germany, japanisches Restaurant, Japanese restaurant, Japanese tapas, japanische TapasVielleicht aufgrund der vielen kleinen Köstlichkeiten, die es hier und da zu probieren gilt, oder einfach nur wegen der Symbolträchtigkeit für die japanische Esskultur, wurde das Hashi nach den japanischen Essstäbchen benannt. Kräftig in Szene gesetzt wird der Name durch die Installation von 17.000 Stäbchen, die die Decke des Restaurants zieren!
Alles ist „groß“ im Hashi: Das Restaurant selbst, das sogar Party-Buchungen für bis zu 70 Personen möglich macht, die Nähe zur japanischen Küche (es gibt eine offene Küche, um den Köchen live zusehen zu können) – und leider auch die Preise. ^^°
Aber wer einen schönen Abend in netter Runde, vielleicht zu besonderem Anlass, erleben möchte, kann sich durch vielfältige japanische Speisen schlemmen.

Da wäre z.B. gegrilltes Lachsfilet in Teriyaki-Sauce oder gegrilltes Atlantik-Makrelenfilet in Zitrus-Ponzu-Sauce mit geriebenem Rettich. Fleisch kommt meist in Form von Huhn daher, etwa als Chicken Katsu (mit panierter Kruste wie ein Schnitzel) oder als Karaage (frittiert und mariniert, mit japanischer Mayonnaise). Wer Schweinefleisch bevorzugt, Hashi, Japanese Izakaya, 居酒屋, Berlin, ベルリン, Deutschland, ドイツ, Germany, japanisches Restaurant, Japanese restaurant, Japanese tapas, japanische Tapasmuss sich an gegrillte Baby Pork-Rippchen halten, Rindfleisch-Fans können ein Stück mariniertes Barbeque-Rindfleisch auf einem Reis-Patty bestellen. Natürlich gibt es auch Spieße. Hier hat man die Wahl zwischen klassischen Yakitori-Spießen, Yakitori mit Yuzukosho (Paste aus der Zitrusfrucht Yuzu sowie schwarzem Pfeffer) und Tsukune (gegrillten japanischen Bouletten mit Yakitori-Sauce). Wer lieber Sea Food bevorzugt, kann z.B. Takoyaki bestellen (Teigbällchen mit Oktopus-Füllung), Yaki Ika (gegrillten Tintenfisch) oder Ebi Kushi (gegrillte und gewürzte Shrimps am Spieß).
Vegetarische Tapas dürfen natürlich nicht fehlen. Hier fand ich vor allem Nasu Dengaku (frittierte Aubergine mit würziger Miso-Paste) und das Süßkartoffel-Tempura empfehlenswert. Außerdem gibt es gedünstete Lotuswurzeln, Edamame (gekochte Sojabohnen mit Meersalz), Wakame-Algensalat und zwei Gerichte mit Seidentofu sowie einen Tofu-Salat. Nicht unerwähnt sollte die große Auswahl an Sashimi, Nigiri-Sushi und Uramaki-Sushi (inside-out) bleiben. Natürlich gibt es auch Miso-Suppe sowie eine vegane Alternative aus Kombu-Seetang und Gemüse anstelle Dashi (Fischfond). Außerdem können – als ganze Gerichte, also nicht in Tapas-Größe – verschiedene Udon-Nudelsuppen-Variationen sowie ein Rindfleisch-Curry-Gericht bestellt werden. Als Nachtisch kann man zwischen einem Warabi Mochi Set (klebriger japanischer Reiskuchen), einem Mochi Ice Cream Set (Eis ummantelt von Mochi) und einem Dorayaki Set (japanischer Pfannkuchen mit roter Bohnenpaste plus einer Kugel Eis) wählen.
Zur Lunch-Zeit gibt es eine abweichende Mittagskarte mit einer Auswahl an Bentos (japanischen Lunch-Boxen) und einigen weiteren Gerichten.
Na, schon hungrig?

Hashi – Izakaya & Japanese Kitchen
Rosenthaler Straße 63
10119 Berlin-Mitte
(nahe U-Bahnhof Rosenthaler Platz oder Weinmeisterstraße)

Internet-Seite: http://hashi-kitchen.de (deutsch, englisch, japanisch)

Standort-Link

Öffnungszeiten:
s. Internet-Seite


Japanese cuisine in Berlin: Hashi – Izakaya & Japanese Kitchen
Japanese tapas for a special occasion

Some time ago I introduced a new post series of mine that has “German cusine in Berlin” for a theme and focuses on tips for restaurants or cafés in Berlin.
Under the headline “Japanese cuisine in Berlin” it is about Japanese delicacies now. Well, Berlin has no Japanese district to offer, but you can occasionally find Japanese restaurants and there’s not only sushi on the menu.

As a starter here comes, against my original idea, the Hashi – Izakaya & Japanese Kitchen, which prides itself to be Berlin’s first izakaya. What this actually is?
An izakaya (including the “i” for “sitting” plus the “sakaya” for “Sake shop”) is basically a Japanese pub, that means a shop, where you can drink alcohol (while sitting). But since you almost ever eat something when consuming alcohol in Japan, there is an enlarged menu with various small dishes (meat, fish, skewers, vegetarian food and so on). So I would rather compare an izakaya with a tapas bar than with a German pub. You sit together, usually among friends or work colleagues, order a number of snacks and chitchat into the evening.

Maybe due to the many small delicacies, that have to be tasted, or simply beacause of the symbolic importance of the Japanese cuisine, Hashi was named after the Japanese chopsticks. The name is staged by an installation of 17.000 chopsticks decorating the restaurant’s ceiling!
Everything is “big” at Hashi: The restaurant itself which even offers party bookings for up to 70 guests, the closeness to the Japanese cuisine (there is an open cuisine where you can watch the chefs’ live cooking) – and well, unfortunately also the prices. ^^°
But who wants to experience a nice evening in good company, maybe for a special occasion, can gourmandise through various Japanese dishes.

There is f.e. grilled salmon fillet in teriyaki sauce or a grilled Atlantic mackerel fillet in citrus-ponzu-sauce with grated radish. Meat comes around in the form of chicken mostly, f.e. as a chicken katsu (with a breaded crust like a schnitzel (cutlet)) or as karaage (deep-fried and marinated, with Japanese mayonnaise). Who prefers pork, has to choose the grilled baby pork ribs, beef fans can order a piece of marinated barbeque beef on a rice patty. Of course there are also skewers. Here you can decide between the classical yakitori skewers, yakitori with yuzukosho (paste of the citrus fruit yuzu as well as black pepper) and tsukune (grilled Japanese meatballs with yakitori sasuce). Who prefers sea food, can f.e. try takoyaki (dough balls with octopus filling), yaki ika (grilled squid) or ebi kushi (grilled and spiced prawn skewers).
Vegetarian tapas can’t be missing of course. Here I found especially nasu dengaku (deep-fried eggplant with tangy miso paste) and the sweet potato temura recommendable. Furthermore there are steamed lotus roots, edamame (boiled soybeans with sea salt), wakame seaweed salad and two dishes with silken tofu as well as a tofu salad. Not unmentioned should go the wide range of sashimi, nigiri sushi and uramaki sushi (inside-out). Of course there is also miso soup as well as a vegan option made with kombu kelp and vegetables instead of dashi (fish stock). Furthermore you can order different udon noodle soup variations and a beef curry dish as whole dishes, that means not tapas-sized ones. For dessert you can choose between a warabi mochi set (sticky Japanese rice cake), a mochi ice cream set (ice cream coated in mochi) and a dorayaki set (Japanese pancakes with red-beans-paste plus a scoope of ice cream).
Around lunch time there is a different menu with a selection of bentos (Japanese lunch boxes) and some other dishes.
Well then, already hungry?

Hashi – Izakaya & Japanese Kitchen
Rosenthaler Straße 63
10119 Berlin-Mitte
(near subway station Rosenthaler Platz or Weinmeisterstraße)

website: http://hashi-kitchen.de/en/ (German, English, Japanese)

on the map-link

opening times:
s. website