Kaiseki – gehobene japanische Küche im Ryokan (Reisegasthaus) ☆ Kaiseki – Japanese fine dining in the ryokan (journey guest house)

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In meinem vorigen Beitrag habe ich über Ryokans, japanische Reisegasthäuser geschrieben. Jetzt möchte ich noch ein paar Worte über das Essen dort verlieren.

Üblicherweise bucht man in einem Ryokan eine Übernachtung mit Abendessen und Frühstück am nächsten Morgen. Man kann natürlich auch einfach nur übernachten, aber das wäre nur halb so schön. Bei Frühstück und Abendessen handelt es sich nämlich um typisch japanische Gerichte, meist aus der Region oder der Jahreszeit entsprechend, welche als viele Kleinigkeiten wunderschön und elegant dekoriert serviert werden. Diese Form der japanischen Küche, die eigentlich als leichte Kost zur japanischen Teezeremonie konzipiert wurde, aber auch oft in teuren japanischen Restaurants zu finden ist, wird Kaiseki (懐石) genannt.

Speisen im Yatsusankan Ryokan (Präfektur Hida)

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aperitive ☆ Aperitif

Das Abendessen im Yatsusankan Ryokan wurde in einem separaten Raum nur für uns zwei serviert, nachdem wir in einem anderen Raum einen Aperitif eingenommen hatten. Es gab eine Getränkekarte (Tacchan gönnte sich eine Auswahl an Sake-Kreationen) und ein bedrucktes Faltkärtchen, auf dem das mehrgängige Menü beschrieben war. Neben Schweinefleisch, Rindfleisch, Gemüse, Tofu, Suppe und Sashimi gab es auch ein paar spezielle Überraschungen für mich wie marinierte Sardelle, die man im Stück (mit Kopf, Schwanz und Gräten) isst oder Leuchtkalmar (japanisch 蛍烏賊 = Hotaru-Ika), ein Mini-Tintenfisch. – (Vor allem letztes) sehr abenteuerlich für Europäer! Probieren muss man natürlich alles, aber das war dann geschmacklich doch nicht so meins. ^^°
Immer wieder kamen Angestellte des Ryokans und servierten neue Gänge. Zum Schluss gab es noch etwas Reis und Miso-Suppe, um den Magen (vollends) zu füllen sowie Dessert.

Am nächsten Morgen erwartete uns ein ebenso üppiges Frühstück mit Reis, Gemüse, Eingelegtem und Miso-Suppe. Auf einem süßen kleinen Tischgrill konnten wir unseren Fisch braten und in einem Donabe-Pfännchen schmurgelten Schweinefleisch, Gemüse und ein Wachtelei. Außerdem gab es einen superleckeren Miso-Dip, von dem wir beide nicht genug bekommen konnten. Zum Nachtisch gab es einen, vielleicht nicht ganz so japanischen, Karamell-Pudding.

Was für ein kulinarisches Abenteuer und unglaubliches Übernachtungserlebnis! 🙂 ♥:) Wart ihr schon einmal in einem Ryokan? Ihr solltet es euch nicht entgehen lassen!
Was wir sonst noch in der Nähe gesehen und erlebt haben, erzähle ich euch ein anderes Mal. 🙂


 

Kaiseki – Japanese fine dining in the ryokan (journey guest house)

In my previous post I wrote about ryokans, Japanese journey guest houses. Now I would like to make a word or two about the food in there.

Usually you reserve an overnight stay in a ryokan with a dinner and a breakfast the next day. Of course you can also stay overnight without eating anything, but this would be only half the joy. Because breakfast and dinner are typical Japanese dishes, mostly from the area or according to the season, which are served as little bits and bobs, beautifully and elegantly decorated. This form of Japanese cuisine, which was actually designed as light food for the Japanese tea ceremony, but can be also often found at expensive Japanese restaurants, is called Kaiseki (懐石).

Dining in the Yatsusankan Ryokan (Hida prefecture)

The dinner in the Yatsusankan Ryokan was served in a separated room only for the two of us, after we had taken the aperitive in another room. There was a drink menu (Tacchan allowed himself a selection of sake creations) and a printed foldout describing the multi-course menu. Besides pork meat, beef, vegetables, tofu, soup and sashimi there were also some special surprises for me like the marinated anchovy, which you eat completely (including head, tail and bones) or the firefly squid (Japanese 蛍烏賊 = hotaru-ika), a mini squid. – (Especially the latter) very adventurous for Europeans! You have to try everything of course, but this was not so much my taste really. ^^°
Now and then ryokan staff members came and served new courses. In the end there was a bit rice and miso soup to fill the stomach (finally) and a dessert.

The next morning a similarly substantial breakfast with rice, vegetables, pickles and miso soup was awaiting us. We could use a cute little table grill to barbecue our fish and in a donabe pan pork meat, vegetables and a quail egg were sizzling. Furthermore there was a scrummy miso dip, which Tacchan and I couldn’t get enough of. For dessert they offered a maybe not so much Japanese, caramel pudding.

What a culinary adventure and unbelievable overnight experience! 🙂 ♥:) Have you ever been to a ryokan? You shouldn’t miss the chance!
What we have seen and experienced nearby, I will tell you another time. 🙂

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Ryokan – Übernachten im japanischen Reisegasthaus ☆ Ryokan – staying overnight in a Japanese journey guest-house

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Heute möchte ich ein bisschen über Ryokans erzählen. Diese Reisegasthäuser sind Japans landestypischste Übernachtungsmöglichkeit. Die ältesten Ryokans sind ungefähr 1.300 Jahre alt. Laut Wikipedia gab es 1995 in Japan 72.600 Ryokans und 7.174 Hotels, wobei die Hotels durchschnittlich 75 Zimmer anboten und die Ryokans 14. Inzwischen sinkt jedoch die Zahl der Ryokans während die der Hotels steigt. Ryokans bieten sehr viel Service an, haben traditionellen Charme und sind oft an malerischen Orten wie in den Bergen oder an der Küste zu finden. Daher sind sie gewöhnlich sehr viel teurer als die meisten Hotels. Touristen und Japaner bevorzugen deshalb meist Hotels für ihren Urlaub.

Eigentlich bin ich auch der Meinung, dass ein Hotel im Urlaub nur das Dach über dem Kopf sein sollte: Dach, Bett, Toilette/Bad und sauber so gut wie es geht. Schließlich ist man doch nur zum Schlafen da, weil man morgens früh aufsteht, das Land erkundet und abends spät zurückkommt. Da muss die Übernachtungsmöglichkeit wirklich nicht komfortabel, groß oder schick sein. Für wenige Tage würde ich daher immer ein günstiges Hotel bevorzugen, für ein paar Tage mehr auch – oder eine günstige Ferienwohnung.
Aber einmal eine Nacht in einem Ryokan zu verbringen, sollte sich kein Japan-Tourist entgehen lassen – es ist einfach ein Erlebnis!

Das Yatsusankan Ryokan (Präfektur Hida)

Die Bilder, die ihr hier zu diesem Eintrag seht, stammen alle aus dem Frühjahr 2012, als Tacchan und ich das Yatsusankan Ryokan in der Präfektur Hida besuchten.
Ryokans sehen üblicherweise wie traditionelle japanische Häuser aus: Ein großer Eingangsbereich, in dem man sich erst einmal seiner Schuhe entledigt, viel Holz und Zimmer im japanischen Stil (和室, Washitsu) mit Tatami-Matten (Reisstrohmatten) als Bodenbelag, Fusuma (Schiebetüren) und Shōji (Schiebewänden aus Holzrahmen, die mit dünnem japanischen Papier bespannt sind).
Da unser Zimmer nicht ebenerdig lag, hatten wir keinen Engawa (Holzbalkon), aber dafür ein westliches Glasfenster mit Blick auf die schönen Nachbarhäuser.
Im Vorraum befand sich sogar ein Irori, eine traditionelle Feuerstelle in Form eines gerahmten rechteckigen Loches mit Sand im Inneren, wo man theoretisch einen Teekessel erhitzen könnte. Ich denke aber, dass es eher Dekorationszwecke erfüllen sollte – zumal es im eigentlichen Zimmer eine kleine Tee-Ecke gab.

Ryokan, 旅館, japanisches Reisegasthaus, Japanese guest house, matcha, 抹茶, green tea, grüner Tee, Japan, 日本, 823kan, Yatsusankan Ryokan, ハツ三館Mit grünem Tee in seiner edelsten Form wurden wir schon von den Angestellten des Ryokans begrüßt, bevor wir zu unserem Zimmer geführt wurden. Sie gaben uns eine Schale Matcha-Tee (gemahlener grüner Tee, der mit heißem Wasser aufgebrüht und mit einem Bambusbesen aufgeschäumt wird) zu trinken. Zu dem etwas bitteren Matcha wird traditionell eine japanische Süßigkeit gereicht.

Alles soll so angenehm wie möglich sein im Ryokan – viel Service, aber auch gleichzeitig ein „Zuhause-Feeling“. So fanden wir im Zimmer unsere Yukatas, leichte Sommer-Kimonos, die man während des Aufenthalts im Ryokan tragen darf. Für die Nacht gab es dann gemusterte Pyjama-Yukatas.^^

Ryokan, 旅館, japanisches Reisegasthaus, Japanese guest house, Japanese room, japanisches Zimmer, Washitsu, 和室, Japan, 日本, 823kan, Yatsusankan Ryokan, ハツ三館Als wir vom Abendessen in unser Zimmer zurückkamen, hatte das Ryokan-Team schon unsere Futons (mit Blumen-Überdecke^^) zum Schlafen ausgerollt und Tee bereitgestellt. ♥ Auf dem Tisch lag ein Zettel, in dem sie höflich um Entschuldigung baten, unser Zimmer ungefragt betreten zu haben.

Um den Abend gemütlich ausklingen zu lassen, hatten wir auch ein Onsen-Bad gebucht. Da in Japan geschlechtergetrennte Gemeinschaftsbäder üblich sind, finde ich es immer wieder schön, eine private Variante zu finden (s. auch meinen Beitrag zum Hyōtan Onsen in Beppu). Da wir uns im Zeitplan ein wenig verschätzt hatten, wurde es jedoch ein kurzes Bad für uns. ^^°

Ein weiteres Highlight dieser ganz besonderen Übernachtsmöglichkeit waren das Abendessen sowie das Frühstück. Genaueres erfahrt ihr in meinem nächsten Post. Bis bald!


Ryokan – staying overnight in a Japanese journey guest-house

Today I would like to tell you a bit about ryokans. These journey guest-houses are Japan’s most traditional overnight accommodation. The oldest ryokans are approximately 1.300 years old. According to Wikipedia there were 72.600 ryokans and 7.174 hotels in Japan 1995 though hotels had averagely 75 rooms and ryokans 14. By now the number of ryokans is decreasing while the number of hotels is increasing. Ryokans offer much service, have a traditional charm and are often located at picturesque places like the mountains or near to the coast. That’s why they are usually much more expensive than most hotels. Tourists and Japanese people therefore tend to prefer hotels for their holidays.

Actually I share the opinion, that a hotel in holiday should only be a roof over one’s head: Roof, bed, toilet/bathroom and as clean as possible. Well, you only spend the night there, because you leave early in the morning to explore the country and return late in the evening. Therefore an accommodation doesn’t need to be very comfortable, spacious or smart. For a few days I would always prefer a low-priced hotel, for some days more also – or a cheap holiday apartment.
But to stay one night in a ryokan is something, that no Japan tourist should miss – it is an experience!

The Yatsusankan Ryokan (Hida prefecture)

The photos, which you can see in this post here, are all originated from spring 2012, when Tacchan and me visited the Yatsusankan Ryokan in the Hida prefecture.
Ryokans usually look like traditional Japanese houses: a big entrance area where you get rid of your shoes, much wooden material and rooms in Japanese style (和室, Washitsu) with tatami mats (paddy straw mats) as flooring, fusuma (slide doors) and shōji (sliding panels made of wooden frames covered with thin Japanese paper).
Since our room was not on the ground-level, we had no engawa (wooden balcony), but therefore a western style window with view to the nice neighbour houses.
In the vestibule room there was even an irori, a traditional fire place in the form of a framed rectangular hole with sand inside, where you could theoretically heat up a teakettle. But I think, it was rather for decorative purposes – especially because there was a little tea corner in the main room.

With green tea in its noblest form we already had been welcomed by the ryokan’s staff before being led to our room. They gave us a bowl of matcha tea (ground green tea, which is brewed with hot water and foamed up with a bamboo whisk) to drink. To the slightly bitter matcha there is traditionally served a Japanese confectionery.

Everything should be as comfortable as possible in a ryokan – much service, but also a “home feeling”. So we found our yukatas in the room, light summer kimonos, which we were allowed to wear during our stay in the ryokan. For the night patterned pyjama yukatas were offered.^^

When we returned to our room after dinner, the ryokan team had already unrolled our futons (with floral patterned bedcover^^) for sleeping and provided tea. ♥ On the table there was a little letter in which they apologized politely to have entered the room without our permission.

To spend a pleasant evening, we had also booked an onsen bath. Since there are gender-segregated communal bathrooms common in Japan, I’m always happy to find a private alternative (see also my blog post about the Hyōtan Onsen in Beppu). Due to the fact that we misestimated the time schedule a bit, it was a short bath for us in the end. ^^°

Another highlight of this very special overnight accomodation was the dinner and breakfast. I will tell you more about it in my next post. See you!

Markenwahn der Japaner – ein psychologischer Ansatz ☆ Japanese people’s brand mania – a psychological approach

Markenwahn, brand mania, Japan, 日本, Deutschland, Germany, ドイツ, crazy about brands, verrückt nach MarkenJapaner lieben Marken. Neue Sportschuhe müssen von Puma, Adidas oder Nike sein, die neue Handtasche von Louis Vitton, der Anzug am besten von Armani und Pflegeprodukte nur von Shiseido. Egal, ob Schulkind, Hausfrau oder Geschäftsmann – jeder bevorzugt grundsätzlich immer das Produkt, das Rang und Namen hat. Aber ist das nicht in Deutschland genauso?
Ja und nein. Natürlich kennt man den Begriff „Markenwahn“. Besonders bei Kindern und Jugendlichen, die immer dem neuesten Trend hinterherrennen, soll es sehr verbreitet sein – ein Grund, warum Länder wie Japan die Tradition der Schuluniformen weiterhin pflegt. Kinder, die No-Name-Produkte mit in die Schule bringen, sei es Kleidung, Schulmaterial, Elektronik oder sonst irgendetwas, werden von ihren Klassenkameraden gemobbt, so heißt es. Ist das wirklich so? Ich kann mich erinnern, dass es bei uns in der Oberschule einmal spöttische Kommentare gab, weil ein Junge vermehrt oder ausschließlich S. Oliver-Pullover trug. Es war also eher gegenteilig gelagert. Die Mitschüler fragten sich, warum der Junge immer mit den Marken-Pullis protzen wollte, ob er sich für etwas Besseres hielt oder einfach nur schlichten Geschmack besaß.
Tatsächlich muss ich zugeben, dass mir jeglicher Markenwahn total fremd ist. Ich habe ihn selbst in meiner Schulzeit nie erlebt und kann auch einfach nicht nachvollziehen, warum z.B. eine Tasche mehrere hundert oder tausend Euro kosten muss, um eine gute Handtasche zu sein und warum sie denn nicht wenigstens hübsch aussehen darf, wenn sie sich rühmt, von Louis Vitton zu sein. Warum sich so viele Frauen das Geld vom Mund absparen, um irgendwann so eine Tasche besitzen zu können, die einfach nur braun ist und ein paar Initialen trägt oder ein hässliches fantasieloses Muster oder noch nicht einmal das. Ich verstehe es einfach nicht. Jedenfalls nicht bei Produkten, die ihrem Namen oder ihrer nachgesagten Qualität nicht gerecht werden. Natürlich kann man Dinge erproben. Wenn man z.B. der Meinung ist, dass nur die Gummibären schmecken, die sich Haribo Goldbären nennen oder wenn man ausschließlich Hemden von Lacoste trägt, weil man nur in diesen nie schwitzt oder weil man z.B. diese hässliche braune Louis Vitton-Tasche einfach am absolut geilsten im Laden findet, also dann ist das für mich durchaus ein Argument. Eine Lewis-Jeans hält sicherlich auch wesentlich länger als eine von Primark und für eine Rolex benötigt man bestimmt nicht gefühlt alle paar Monate eine neue Batterie. Aber Produkte einfach nur zu mögen oder zu kaufen, weil sie teuer und bekannt sind, ist für mich vollkommen unverständlich.

Der deutsche Blick auf Markenwaren

Grundsätzlich werden mir vermutlich einige deutsche Leser an dieser Stelle zustimmen, denn obwohl es immer jene und solche Menschen gibt und am Ende jeder selbst entscheiden muss, zu welchem Kauftyp er oder sie gehört, ist der Begriff „Markenwahn“ in Deutschland doch geläufig und eher negativ besetzt. Wer zu teure Kleidung trägt, immer das neueste Smartphone haben muss oder schon wieder ein neues Auto fährt, erntet eher böse Blicke der Nachbarn, Kollegen und Bekannten. Es ist natürlich Neid im Spiel, weil viele Menschen gerne hätten, was andere sich leisten können. Da wird dann schnell mal ein Qualitätsprodukt verbal niedergemacht, weil der Frust über das fehlende Kleingeld siegt – kein so schöner Charakterzug, aber leider auch typisch deutsch: Der eine gönnt dem anderen nichts. Um es ein wenig positiver zu gestalten, könnte man anführen, dass es sicherlich auch etwas damit zu tun hat, dass Deutsche gerne ihren persönlichen Charakter zur Schau stellen, sich gerne von ihren Mitmenschen abheben wollen (z.B. durch Kleidung oder Prestige-Objekte), Individualität und eine eigene Meinung schätzen. Sie probieren neue Dinge aus, ändern ihren Geschmack, folgen Trends oder wenden sich von ihnen ab – dabei sind Nachmacher oder Nebenbuhler natürlich unerwünscht.

Die japanische Prägung

Japaner probieren auch sehr gerne aus. Das sieht man zum Beispiel an den ständig wechselnden Saison-Angeboten, die es im Jahr gibt, an Special-Editions, die nur an oder in bestimmten Orten oder Regionen erhältlich sind – doch auch hier geht es natürlich wieder um Exklusivität.
Ich denke, es hat vor allem etwas damit zu tun, wie es sich mit den Grundzügen der Gesellschaft in Japan im Gegensatz zu denen in Deutschland verhält. Während in Deutschland, wie oben erwähnt, der einzelne im Mittelpunkt steht, so ist es in Japan die Gemeinschaft. „Hast du schon gehört…? Es hat eine neue Restaurant-Kette aufgemacht.“ „Wenn du nach Deutschland gehst, musst du unbedingt Schokolade von Lindt mitbringen.“ „Panasonic ist am besten.“
Die Suche nach dem Perfekten eint sozusagen die Gemeinschaft. Alle haben das gleiche Ziel. Das ist schon in der Schule irgendwie anders. Von Anfang an wird den Kindern beigebracht, dass Leistung etwas Gutes ist. Wenn du dich anstrengst, kannst du etwas erreichen, also leg dich ins Zeug! Dabei entsteht seltsamerweise kein Konkurrenzkampf, sondern ein Miteinander, das Leistungen fördert. Die Älteren helfen den Jüngeren, die leistungsstärkeren den leistungsschwächeren Schülern. Im Gegenteil zu Deutschland, wo Schüler gehänselt werden, wenn sie gute Noten liefern oder sich artig an Regeln halten, ist in Japan das Mobbing aufgrund schlechter Noten unter Schülern ein Problem, das teils bizarre Größe annimmt, ja sogar Selbstmorde verursacht. Neben schlechten Schulnoten steht auch Andersartigkeit im Fokus von Mobbing-Attacken, die man in Japan als „Ijime“ (虐め) bezeichnet. Das ist natürlich auch kein schöner Aspekt, aber im Großen und Ganzen hält Japans Gesellschaft zusammen. Jeder versucht sein Bestes, um ein wertvolles Teil des Ganzen zu sein. Die Lernbereitschaft, sicherlich aber auch der Druck von außen durch Eltern, Lehrer, Kollegen, Vorgesetzte, Familie und Freunde, ist scheinbar größer. Die Kinder wollen später einmal so erfolgreich sein wie der Vater, der Frischling in der Firma so gut wie die älteren Kollegen. Wer es dann zu etwas gebracht hat, darf das gerne zeigen und erntet Anerkennung. Wenn ein schneller, teurer Sportwagen lautstark vorbeifährt, heißt es nicht „Was für ein Proll mit seiner Angeber-Karre!“ sondern „Oooh, was für ein tolles Auto – das würde ich auch gerne mal irgendwann fahren!“

Deutsche Geschäfte reagieren auf diesen Marken-Kauftrieb. Bei Japanern wie auch Chinesen und Russen wittern sie ein großes Geschäft, das gern mal teurer sein darf. Luxuskaufhäuser wie das Berliner KaDeWe („Kaufhaus des Westens“) fokussieren sich auch in ihrem Angebot speziell auf diese Zielgruppen. Deutsche betreten das Kaufhaus eher aus Sightseeing-Aspekten, sehen sich alles an und kaufen dann anderswo günstiger ein.
Ist das cleverer? Es ist vermutlich nur eine andere Sichtweise der Dinge. Am Ende muss jeder selber wissen, was er oder sie bevorzugt. Ich freue mich jedenfalls immer, wenn ich darlegen kann, dass auch No-Name-Schokolade sehr lecker sein kann oder die Billigmütze aus dem Internet schon jahrelang tadellos hält. Und auch Japaner lieben natürlich Schnäppchen. 😉



Japanese people’s brand mania – a psychological approach

Japanese people love brands. New sports shoes have to be by Puma, Adidas or Nike, the new handbag by Louis Vitton, the suit preferably by Armani and care products only by Shiseido. No matter if schoolchild, housewife or businessman – everyone basically prefers the product of distinction. But isn’t this the same in Germany? Yes and no. Of course people know the term “brand mania”. Especially among children and youths who run after the latest trend, it should be very common – a reason why countries like Japan still practise the tradition of school uniforms. Children who bring no-name products to school wether it is clothing, school materials, electronics or anything else, are bullied by their classmates, it is said.
Is that really true? I can remember some mocking comments about a boy in my grammar school who wore aggrandised or solely S. Oliver pullovers. So it was rather opposite. The classmates were wondering why the boy wanted to show off with the brand pullovers, if he was thinking to be a cut above the others or simply had a plain taste.
Indeed I have to admit that brand mania in any form is totally strange to me. I didn’t come across it in my school time and I really cannot understand why f.e. a handbag has to cost several hundreds or thousands of Euros to be a good handbag and why it cannot at least look nice when it’s praised to be one by Louis Vitton. Why so many women scrimp and save to own such a bag one day – a bag, which is simply brown or has only some initials on or an ugly unimaginative pattern or not even that. I cannot understand it. Well, at least not for products which cannot live up to their names or quality image. Of course you can try out things. F.e. if you believe that only gummy bears which are called “Haribo Goldbären” are tasty enough to be eaten or if you only wear shirts of Lacoste, because you never sweat in those or if f.e. you think that this ugly brown Louis Vitton bag is the absolute most awesome one in the shop, then this is absolutely an argument for me. Jeans by Lewis surely have a longer lifetime than those of Primark and for a Rolex watch you don’t need a new battery every few felt months. But to love or buy products only because they are expensive or famous, is totally absurd to me.

The German point of view regarding branded goods

Basically some German readers will join me at this point, I guess, because though there are all sorts of people and everybody has to decide on his own in the end, which buyer’s type he or she belongs to, the term “brand mania” is common and rather negative connoted. Who wears too expensive clothes, always has to possess the latest smartphone or again drives a new car, earns rather malignant glances of neighbours, colleagues and acquaintances. Of course envy is a factor since many people would like to have, what others can afford. So a quality product can soon be bashed verbally due to the frustration of the lacking necessary wherewithal – no nice character trait, but unfortunately also typical German: One person begrudges another person the air he or she breathes. To arrange it a bit more positive, you could quote the German people’s habit to self-display their personal character, the passion to mark themselves off from the fellows (f.e. through clothes or prestige items) and their appreciation of individuality and a personal opinion. They like to try new things, change their taste, follow trends or buck them – and for this reason copycats and rivals are unwanted.

The Japanese imprinting

Japanese people also like to try things. You can see this f.e. in the changing seasonal offers throughout the year, in special editions which are only avaiable in some places or areas – but also here it is again about exclusivity.
I think, it mainly has got to do with how the basic essentials of the Japanese society are constructed compared to those in Germany. While in Germany each person’s personality is the centre of attention like described above, it is the whole community in Japan. “Have you already heard…? A new restaurant chain has opened.” “If you are going to Europe, you should take chocolate of Lindt back to Japan.” “Panasonic is the best.”
The search for the perfect unifies the community in a way. Everybody has the same goal. This starts already different in schooldays somehow. Right from the start children are taught that accomplishment is something positive. If you really rack yourself, you can accomplish something, so try harder! Paradoxically this doesn’t lead to a competitive battle but to a cooperation that supports accomplishment. The older ones help the younger ones, the efficient pupils help the inefficienter ones. In opposite to Germany where pupils are bullied if they are getting good marks or behaving good according to rules, in Japan the bullying of pupils because of bad marks is a problem that grows in a bizarre way, even causing suicide in some cases. Besides bad marks also otherness is in the focus of bullying attacks, which are called “ijime” (虐め) in Japan. This is of course also no nice aspect, but overall Japan’s society sticks together. Everybody tries to do his or her best to be a valuable member of the whole. The willigness to learn, but surely also the pressure of parents, teachers, colleagues, superiors, friends and family, seems to be more entensive. Children want to be as successful as the father, the freshman in the company as good as the older colleagues. Who could achieve something finally, is welcome to show it and earns appreciation. If a fast expensive sports car is passing by loudy, there is not the comment “What a chav with his showboat / pimp mobile!” but “Oooh, what a nice car – I would also like to drive one someday!”

German shops respond to the mania for buying brand goods. Japanese as well as Chinese and Russian customers are longed for to make a big deal with, that can be a bit higher prized. Luxury department stores like the Berlin KaDeWe (“Kaufhaus des Westens”, “department store of the West”) are focused even in their product range on those target groups. Germans rather enter the building for sightseeing aspects, look around and then buy their things somewhere else for a cheaper prize.
Is this wiser? It is presumably just another point of view. In the end everybody should know himself, what he or she prefers. Anyhow I am happy if I can show that also no-name chocolate can be very tasty or that the cheapo cap from the internet keeps its impeccable condition for years. And also Japanese people love hot deals of course. 😉

Ishigaki: Japans Tropeninsel in Okinawa – ein Überblick ☆ Ishigaki: Japan’s tropical island in Okinawa – an overview

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Obwohl es schon eine Ewigkeit her zu sein scheint, muss ich noch einmal auf meine Japan-Reise im Oktober letzten Jahres zurückkommen. Wie ich bereits erwähnt hatte, haben mein Freund und ich zwei Reisen innerhalb Japans unternommen. Die erste führte uns nach Beppu, worüber ich bereits in mehreren Posts berichtet habe. (Den Anfang der Beppu-Reihe findet ihr hier.)
Nun geht es – passend zum herrlich warmen Wetter der letzten Tage 🙂 – zu unserem zweiten Ziel: Ishigaki, einer Insel der Yaeyama-Inselgruppe in der Präfektur Okinawa.

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die Okinawa- (Ryūkyū-)Tracht ☆ the Okinawa (Ryūkyū) traditional costume

Die Inseln der Präfektur Okinawa, ebenso wie die der Präfektur Kagoshima, werden auch als Ryūkyū-Inseln bezeichnet. Um das Jahr 1400 gehörten sie zum Königreich Ryūkyū, welches von Japan unabhängig war. Später wurden sie in den japanischen Staat integriert. Daher gibt es auf den Ryūkyū-Inseln sehr viel eigene Kultur zu entdecken, die auch von China und Taiwan beeinflusst wurde.
Ishigaki (im Japanischen Ishigaki-jima, also Ishigaki-Insel) liegt viel näher an Taiwan, als an Japans Hauptinsel. Zum Vergleich: Bis nach Tōkyō sind es ca. 1.946 Km Luftlinie, nach Taipeh in Taiwan nur etwa 275 Km!

Ishigaki, 石垣島, Okinawa, 沖縄県, Yaeyama, 八重山諸島, Ryukyu, 琉球諸島, Kuura South Beach, Strand, Japan, 日本, holidayWährend das Klima auf Japans Hauptinsel gemäßigt und im Norden in Hokkaidō sogar sehr kalt ist, liegen die Okinawa-Inseln in den Subtropen. Das bedeutet lange Sandstrände, Korallenriffe, tropische Pflanzen und Tiere! Es ist ein ganz anderes Japan als auf der Hauptinsel – und vermutlich gerade durch diese Exotik ein sehr geschätztes Reiseziel für die meisten Japaner. Leider ist es oft auch sehr teuer, aber wie ich bereits in Billig nach Okinawa? erläutert habe, können die Preise innerhalb eines Jahres schon sehr unterschiedlich sein. Es lohnt sich daher ein Preisvergleich und das Warten auf den richtigen Moment. 😉

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Ishigaki, 石垣島, Okinawa, 沖縄県, Yaeyama, 八重山諸島, Ryukyu, 琉球諸島, Yonehara Beach, snorkeling, Schnorcheln, Japan, 日本Ishigaki ist ein gutes Reiseziel für Naturliebhaber, die Flora und Fauna erkunden wollen. Es gibt wunderschöne Badestrände, Tauch- und Schnorchelgelegenheiten, Aussichtspunkte und leckeres Essen.

In den folgenden Beiträgen werde ich versuchen, unsere Urlaubserlebnisse thematisch gegliedert wiederzugeben. Eigentlich möchte ich mich kurz fassen, aber schon diese Einleitung, die ursprünglich nicht geplant war, zeigt mir, dass es mal wieder eine Herausforderung für mich sein wird…

Seid gespannt! 🙂

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Yōkō Gushiken (rechts ;)), ehem. Boxer aus Ishigaki ☆ Yōkō Gushiken (on the right ;)), an ex-boxer of Ishigaki

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Korallenkies ☆ coral sand

 

 

 

 

 

 

 

 

 


Und hier geht’s los mit Ishigakis Stränden.


Ishigaki: Japan’s tropical island in Okinawa – an overview

Although it seems to be ages ago, I would like to revert to my journey to Japan in last year October. As I mentioned before, my boyfriend and I undertook two journeys within Japan. The first one let us to Beppu – I wrote about it in several posts. (You can find the start of the Beppu series here.)
Now – fitting the awesome warm weather of the last days 🙂 – we’re heading on to our second destination: Ishigaki, an island of the Yaeyama island group in the Okinawa prefecture.

The islands of the Okinawa prefecture as well as of the Kagoshima prefecture are also named Ryūkyū islands. Around the year 1400 they were part of the Ryūkyū Kingdrom, which was independent from Japan. Later they were integrated into the Japanese state. That’s why there is a lot independent culture to explore on the Ryūkyū islands, that is also influenced by China and Taiwan.
Ishigaki (Ishigaki-jima in Japanese, that means Ishigaki-island) is located much closer to Taiwan than to Japan’s main island. For comparison: Until Tōkyō it is around 1.946 Km linear distance, until Taipei in Taiwan only around 275 Km!

While the climate on Japan’s main island is moderate and in Hokkaidō in the North even very cold, the Okinawa islands are located in the subtropics. That means long sand beaches, coral reefs, tropical plants and animals! It is a totally different Japan than on the main island – and probably due to this exotical atmosphere a very cherished destination for most Japanese. Unfortunately it is often also very expensive, but as I already outlined in Going to Okinawa for a cheap price?, the prices within a year can be quite different. Because of this, it is worth to compare prices and wait for the right moment. 😉

Ishigaki is a good destination for nature lovers who like to explore flora and fauna. There are wonderful bathing beaches, opportunities for diving and snorkeling, viewpoints and delicious food.

In the following posts I will try to reflect our journey experiences in a thematical structured way. Actually I try to make it short, but even this introduction, which was not planned in the first place, makes me realize, that this will be again a challenge for me…

Stay tuned! 🙂

And here I start with Ishigaki’s beaches.

Japan Day in Düsseldorf 2016 ☆ Japan-Tag in Düsseldorf 2016

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Japanese girls of the dancing group dressed in kimonos ☆ Japanische Mädchen aus der Tanzgruppe, in Kimonos gekleidet

Once in the year in spring or early summer season Düsseldorf in North Rhine-Westphalia invites people for the „Japan Day“. The Nihon Day (日本デー) is organized by the town Düsseldorf, different Japanese associations and other partners, including the prefecture Chiba in Japan (as part of a communal partnership) and was held for the 15th time on May 21st this year. The German Japanese congress festival is one of the most important culture events of the area and the biggest Japan-related event in Germany. Visited by more than half a million people annually, it should have been 750.000 visitors on the penultimate weekend in May according to media. Similar record numbers already occurred in some of the previous years.

Every year you’re offered a varied program of sports, music and dancing on three stages, which also includes performances of artists coming directly from Japan – sometimes regarding pop culture, sometimes classical acts. On one end of the festival there is a samurai army camp, that showcases armaments and weapons of Japan’s bygone times and different martial arts clubs display performances.

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Dōmo-kun, mascot of the TV-channel NHK ☆ Dōmo-kun, Maskottchen des Fernsehsenders NHK.

Also this year stalls with Japanese art and culture goods as well as manga merchandise and information material about different Japan-related topics were lined up along the Rhine River waterside promenade. The prefectures Chiba and Fukushima introduced themselves, the Japanese airline ANA All Nippon Airways had an information stall and the Japanese TV channel NHK let its mascot Dōmo-kun (a brown plushy monster with sharp teeth) pose for photos. You could learn playing go (Japanese board game), take part in the manga drawing competition or take on a kimono.

Japan-Tag, Japan Day, 日本デー, Düsseldorf, Duesseldorf, 2016, traditional goods, japanisches Kunsthandwerk, German, Deutschland, ドイツ, Japan, 日本While you could get (quite expensive) Japanese tableware, hair accessories, keychains or sweets at some stalls, the felt majority of the stallholder seemed to concentrate on a sufficient assortment of collection figures, plush toys and cosplay supplies – each for a horrendous price – but indeed demand-orientated. To cope with the immense onrush of fan groups, some traders not only settled with stalls unter the typical white tents along the Rhine River waterside promenade, but had also rent some shop premises in the near located historic city of Düsseldorf, where figures and plushies were stacked until reaching the ceiling.
Japan-Tag, Japan Day, 日本デー, Düsseldorf, 2016, plushy, Plüschtier, Stofftier, ねむねこ, Nemu Neko, German, Deutschland, ドイツStill bestsellers are my beloved Nemu Nekos (sleeping cats) in different colours and sorts (this year especially in the lemon and orange version ^^) and plushy llamas (commonly in different pastel colours). The newest trend this year seems to be the cuddly sheep with mini-legs and twisted ram hornies – the same colourful. Yeah, yeah, due to this range of plushies even adults can swoon over…° For a big plush toy you had to fork out 30,- Euro occasionally, more little versions were gettable for the half. Collection figures were available until the xxx,-Euro price range in fact. Japan-Tag, Japan Day, 日本デー, Düsseldorf, 2016, merchandise, manga, anime, figure, German, Deutschland, ドイツ, 日本The incredibly high prices for most of the goods seemed to be an abiding theme among the visitors as you could hear everywhere – but well, people paid it in the end. 😉

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Japanese sweets ☆ japanische Süßigkeiten

The food range in opposite was again less sensational. Far too less in quantity and choice and too concentrated (just next to two of the three stages, not along the long promenade) it can be seen as one of the Japan Day’s negative aspects and does not reflect at all the various culinary culicacies that are offered in Japan or in the many restaurants in the Japanese district of Düsseldorf. Snacks like pan-fried noodles, Pan-Asian spring rolls or a simple ramen soup-to-go surely don’t attrack people to stand for hours in the queue just to notice that the food is sold out when they’re next in the line. Therefore you should take snacks with you, adjust yourself to headaches or eat something in one of the many cafés and restaurants nearby.
Also the sustenance concerning beverages could be better. In the afternoon you couldn’t get a glass of water (!) near the main stage anymore – only juices, lemonades and alcoholic drinks.

Japan-Tag, Japan Day, 日本デー, Düsseldorf, Duesseldorf, 2016, Rheinuferpromenade, Rhine River waterside promenade, German, Deutschland, ドイツ, Japan, 日本Another minus aspect – also in combination with the lack of beverages – is of course the crowding on this mass event. Many goods of the stalls you can only have a look at, if you’re waiting half an hour or so in front of it, trying to get closer to the first line – so many people are gathering around the tents. Also the trains on the way to the festival and especially back are overcrowded, though guests coming from areas nearby will find it much more difficult to travel back home than vacationers and daily visitors who are staying in the hotels in the city center.

Nevertheless I think the atmosphere on the Japan Day is very nice. People are all kind and open-minded and there are far less drunk persons and scattered garbage than for example on the Blossoming of Trees Festival in Werder, that is unfortunately attracting a more and more improper conducting audience.
The many cosplayers (that means visitors who are costumed related to manga or anime figures), who like to pose, are fashioning the Japan Day into a veritable photo event. Every second visitor brings along a camera or takes photos with his smartphone – among them also professional photographers – and the range of the most diverse, sometimes very elaborate, costumes of manga, anime, games, Japanese Street Fashion and freestyle is huge.

Have a look at the following photos:  🙂

Often mentioned as another point of criticism is the Japan Day’s development from a cultural exchange festival into a manga convention. Cosplayers are increasingly constituting the image of the festival visitors and also the amount of stalls for the topics manga, anime, cosplay seems to exceed the ones for traditional Japanese goods and art soon.
Japan-Tag, Japan Day, 日本デー, Nihon Day, Düsseldorf, Duesseldorf, 2016, Japanese image, German, Deutschland, ドイツ, Japan, 日本Cosplayers and manga devotees on the other side contend, that their passion would constitute a not insignificant part of the Japanese culture and therfore fit the Japan Day very well.
Basically I can understand both sides. Although I would consider it reasonable to limit the stalls with figures and plush toys, I didn’t like to miss the Japanese pop culture and especially the cosplayers on this event. 🙂

But to get back to the positive aspects of the festival, I have to say, that joining the Japan Day (no matter if interested into the traditional or pop culture) is definitely worth it!

In the end of the Japan Day a large 25-minutes themed fireworks show is closing the festival every year. This year the motto was “Trees, flowes, animals – the world of nature”. With a bit imagination the audience should spot fish in the blue ocean, butterflies, pigs, flowers, golden palms and rainbows in the night sky during the 5-part presentation. A luminous golden shower is traditionally finishing the show. Indeed I could discover palms and butterflies. Too bad, that the fireworks are not accompanied with music, but it was gorgeous anyway. 🙂

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Following posts related to Düsseldorf:
The Japanese district in Düsseldorf: supermarkets & bakeries
The Japanese district in Düsseldorf: Okonomiyaki, Ramen & More


Japan-Tag in Düsseldorf 2016

Einmal im Jahr zur Frühlings- oder Frühsommerzeit lädt Düsseldorf in Nordrhein-Westfalen zum „Japan-Tag“ ein. Der Nihon Day (日本デー) wird durch die Stadt Düsseldorf, verschiedene japanische Vereine und weitere Partner, darunter auch die Präfektur Chiba in Japan (im Rahmen einer Gemeindepartnerschaft) veranstaltet und fand dieses Jahr, am 21.05.2016, zum 15. Mal statt. Das deutsch-japanische Begegnungsfest ist eines der wichtigsten Kultur-Events der Gegend und die größte Japan-bezogene Veranstaltung Deutschlands. Jährlich von mehr als einer halben Million Menschen besucht, sollen es den Medien zufolge 750.000 Besucher am vorletzten Maiwochenende gewesen sein. Ähnliche Rekordzahlen gab es bereits in einigen anderen Jahren zuvor.

Jedes Jahr wird ein vielfältiges Programm aus Sport, Musik und Tanz auf drei Bühnen geboten, welches auch Auftritte von aus Japan eingereisten Künstlern – mal Popkultur, mal klassische Darbietung – beinhaltet. An einem Ende des Festes befindet sich ein Samurai-Heerlager, das japanische Rüstungen und Waffen vergangener Zeiten zur Schau stellt und verschiedene Kampfsportvereine bieten Vorführungen.

Entlang der Rheinuferpromenade säumten sich auch dieses Mal Stände mit japanischen Kunst- und Kulturgegenständen sowie Anime-Merchandise und Infomaterial zu verschiedenen Japan-Themen. Die Präfekturen Chiba und Fukushima stellten sich vor, die japanische Airline ANA All Nippon Airways hatte einen Infostand und der japanische Fernsehsender NHK lies sein Maskottchen Dōmo-kun (ein braunes Plüschmonster mit spitzen Zähnen) für Fotos posieren. Man konnte Go spielen lernen (japanisches Brettspiel), am Manga-Zeichenwettbewerb teilnehmen oder einen Kimono anprobieren.

Während es an einigen Ständen (recht teures) japanisches Geschirr, Haarschmuck, Schlüsselanhänger oder Süßigkeiten gab, konzentrierte sich die gefühlte Mehrheit der Standinhaber auf ein ausreichendes Angebot an Sammelfiguren, Plüschtieren und Cosplay-Zubehör – jeweils zu horrenden Preisen – jedoch durchaus bedarfsorientiert. Um dem Ansturm der Fangruppen gerecht werden zu können, begnügten sich einige Händler offenbar nicht nur mit Ständen unter den typisch weißen Zelten der Rheinpromenade, sondern hatten auch Ladenraum in der nahegelegenen Düsseldorfer Altstadt angemietet, wo sich Figuren und Plüschis bis unter die Decke stapelten.
Immer noch große Verkaufsschlager sind meine Lieblinge, die Nemu Nekos (schlafende Katzen) in den unterschiedlichsten Farben und Formen (dieses Jahr vor allem in der Zitronen- und der Orangen-Variante ^^) und plüschige Lamas (meist in bunten Pastellfarben). Den neuesten Trend aus diesem Jahr bilden wohl die knuddeligen Schafe mit den Stummelbeinen und gedrehten Hörnchen – ebenso bunt gehalten. Jaja, bei soviel plüschiger Auswahl können auch Erwachsene schnell mal schwach werden…° Für ein großes Stofftier musste man mitunter 30,- Euro hinblättern, kleinere Varianten waren für die Hälfte zu erwerben. Sammelfiguren gab es sogar bis in den dreistelligen Bereich. Die unglaublich hohen Preise für die meisten Waren blieben Dauerthema unter den Besuchern, wie man überall hören konnte – gekauft wurde dann trotzdem. 😉

Die Essensauswahl blieb hingegen gewohnt wenig spektakulär. Viel zu wenig an Menge und Auswahl und zu konzentriert (nur an zwei der drei Bühnen, nicht entlang der langen Promenade) ist es wohl einer der Negativpunkte des Japan-Tags und spiegelt nicht im Entferntesten wider, was im kulinarisch reichhaltigen Japan sowie in den zahlreichen Restaurants des Düsseldorfer Japan-Viertels geboten wird. Gebratene Nudeln, panasiatische Frühlingsrollen oder eine simple Ramensuppe-to-go locken jedenfalls nicht, sich stundenlang in eine lange Schlange einzureihen, nur um zu erfahren, dass es ausverkauft ist, wenn man an der Reihe ist. Man sollte sich daher kleine Snacks mitnehmen, auf Kopfschmerzen an diesem Tag einstellen oder in einem der vielen Cafés und Restaurants in der Umgebung speisen.
Auch die Getränkeversorgung könnte besser sein. Die lange Promenade entlang gibt es nicht eine Möglichkeit, etwas zu Trinken zu erwerben. Am Nachmittag gab es an der großen Bühne kein Glas Wasser mehr (!) – nur noch Säfte, Limonaden und alkoholische Getränke.

Ein anderer Minuspunkt – auch in Kombination mit der Flüssigkeitsknappheit – ist natürlich die Fülle bei dieser Massenveranstaltung. Viele der Stände bekommt man nur zu sehen, wenn man mindestens eine gefühlte halbe Stunde davor wartet und sich weiter nach vorne durcharbeitet – so sehr sind die Zelte von Menschenmassen umringt. Auch die Bahnen auf der Hin- und vor allem Rückfahrt sind überfüllt, wobei es wohl die Gäste aus den umliegenden Regionen deutlich schwerer haben, den Heimweg anzutreten, als die Urlauber und Tagesgäste, die aus den Hotels der Innenstadt kommen.

Trotzdem ist die Atmosphäre beim Japan-Tag meiner Meinung nach sehr schön. Die Leute sind alle sehr freundlich und aufgeschlossen und es gibt deutlich weniger Betrunkene sowie herumliegenden Müll als beispielsweise beim Baumblütenfest in Werder, das leider immer mehr unpassendes Publikum anzieht.
Die vielen Cosplayer (also in Anlehnung an Manga- und Anime-Figuren kostümierte Besucher), die sich gerne in Pose stellen, machen den Japan-Tag zu einem regelrechten Foto-Event. Jeder zweite Besucher hat eine Kamera dabei oder nimmt Fotos mit seinem Smartphone auf – darunter auch viele professionelle Fotografen – und die Auswahl an den unterschiedlichsten, zum Teil sehr aufwendigen, Kostümen aus Manga, Anime, Games, Japanese Street Fashion und Freestyle ist groß.

Häufig als Kritikpunkt erwähnt ist auch die zunehmende Verlagerung des Japan-Tages von einem Kulturaustausch-Fest zu einer Manga-Convention. Cosplayer bestimmen zunehmend das Bild der Gäste und auch die Anzahl der Stände im Bereich Manga, Anime, Cosplay dürfte die der traditionellen Güter und Künste bald übersteigen.
Cosplayer und Manga-Fans argumentieren dagegen, dass ihre Leidenschaft einen nicht unbeachtlichen Teil der japanischen Kultur darstellt und somit sehr wohl zum Japan-Tag passe.
Im Grunde kann ich beide Ansichten nachvollziehen. Obwohl ich eine Einschränkung der Figuren- und Plüschtier-Stände für sinnvoll halten würde, möchte ich die japanische Popkultur und insbesondere Cosplayer jedoch nicht missen bei diesem Event. 🙂

Um aber mal wieder zu den positiven Punkten des Festes zu kommen, muss ich sagen, dass sich ein Besuch für Japan-Fans (egal ob an der traditionellen oder Popkultur interessiert) auf jeden Fall lohnt!

Den Abschluss des Japan-Tages bildet jedes Jahr ein großes 25-minütiges Themen-Feuerwerk. Dieses Jahr stand es unter dem Motto „Bäume, Blumen, Tiere – die Welt der Natur“. Mit etwas Fantasie sollten die Zuschauer in der 5-teiligen Vorführung Fische im blauen Ozean, Schmetterlinge, Schweine, Blumen, goldene Palmen und Regenbögen am Nachthimmel erkennen können. Das Finale bildet traditionell ein leuchtender Goldregen. Palmen und Schmetterlinge konnte ich sogar wirklich entdecken. Schade, dass das Feuerwerk nicht mit Musik untermalt wurde, aber es war trotzdem wunderschön. 🙂


Folgende Beiträge zum Thema Düsseldorf:
Das japanische Viertel in Düsseldorf: Supermärkte & Bäckereien
Das japanische Viertel in Düsseldorf: Okonomiyaki, Ramen & Co

Fukuoka: Shopping im Tenjin-Viertel ☆ Fukuoka: Shopping in the Tenjin district

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Fukuoka Teil III
Zuerst waren Tacchan und ich in Sasaguri, um uns den Reclining Buddha im Nanzō-in Tempel anzusehen (das ist ganz in der Nähe von Fukuoka). Dann zog uns der Hunger zu den Yatai (Imbissständen) in die Fukuoka-Innenstadt. Hier kommt der letzte Fukuoka-Artikel.

Fukuoka, 福岡市, Tenjin, 天神, PARCO, department store, shopping center, shopping district, Japan, 日本, 2015Unser Hotel bei unserem zweiten Fukuoka-Aufenthalt lag im Tenjin-Viertel bzw. in der näheren Umgebung und damit sehr zentral zu Fukuokas Shopping-Paradies wo sich große Kaufhäuser und Shoppingcenter wie Fukuoka Parco, Mina Tenjin, TENJIN CORE und FUKUOKA MITSUKOSHI aneinander reihen. Jedes Shoppingcenter hat wiederum sieben bis elf Etagen, 15-130 Läden und mehrere Restaurants (das Fukuoka Parco sogar um die 30 Stück!). Von Kleidung für Männer, Frauen, Kinder über Haushaltswaren, Drogerieartikel und Kosmetik, Krimskrams, Elektro-Artikel, Spielzeug, Schmuck, Wohnaccessoires und Geschenkartikel ist alles vertreten. Es gibt Luxusartikel von Chanel, Louis Vuitton, Tiffany & Co und Lacoste (z.B. im Tenjin Fukuoka Mitsukoshi, das preislicher eher teurer ist) aber auch mehrere Shops der bekannten 100-Yen-Laden-Kette DAISO, wo man die meisten Artikel (Überraschung!) für 100 Yen bzw. inzwischen 108 Yen (also etwa 0,80 Euro, aktuell 0,88 Euro) erwerben kann. Neben gängigen großen Namen wie Loft (Kaufhauskette für Alltagsprodukte) und TSUTAYA (mehrgeschossiger Buchladen mit Videothek) oder den mittlerweile auch in Deutschland bekannten Ketten MUJI (Haushaltsartikel) und UNIQLO (Alltagskleidung und weitere Produkte) findet sich auch einiges für Fans japanischer Popkultur. So gibt es z.B. Läden mit Manga-Actionfiguren, Miniaturautos und Einzelteilen für BJDs (ball jointed dolls – hochwertigen Sammlerpuppen zum Selbstgestalten), ein riesiges Angebot an Bastelartikeln oder trendige shops wie einen Ableger der französischen Geschenkartikelladenkette Pylones. Auch Character Shops zu Hello Kitty & Co und jede Menge kleine Läden oder Ladenecken mit niedlichen Accessoires sind überall zu finden.
Fukuoka, 福岡市, Tenjin, 天神, kigumi, Japanese wooden art, shopping center, shopping district, Japan, 日本, 2015, Japanese goodsBei Loft gefällt mir besonders gut die Abteilung mit den vielen Gashapons (Sammelfiguren aus Automaten) und Blind-boxes (Sammlerfiguren, die in Kartonpackungen verkauft werden). Beide kauft man blind – also ohne zu wissen, welche der Figuren aus dem Set man erhält. Da die Figuren wirklich gut gemacht sind und es unzählige Sorten und Serien (Manga- u. Animeserien, Tiere, Menschen, Gegenstände) gibt, ist es eine richtige Sucht. 😉 (Vermutlich werde ich darüber noch einmal einen gesonderten Artikel schreiben.)
Fukuoka, 福岡市, Tenjin, 天神, Lolita, Japanese Street Fashion, kawaii fashion, Angelic Pretty, shopping center, shopping district, Japan, 日本Viele Läden sind bunt, quirlig und trendy im Tenjin-Viertel und speziell auf jüngere Leute zugeschnitten. Manche Abteilungen oder Kaufhäuser haben ihre Zielgruppe vor allem auf junge Frauen und Mädchen gerichtet, wie man an vielen Deko-, Haar- und Kleidungs-Accessoires erkennen kann. Aber auch für Männer ist mit Elektronik, Anzügen und Uhren gesorgt und Kinder freuen sich über die Auswahl an Spielzeug und den oben genannten Automaten. (Ja, Kinder und ich eben… 😉 )
Da viele der Shoppingcenter einen eigenartigen Grundriss haben und/oder miteinander verbunden sind, ist ein systematisches Abgehen relativ aussichtslos. Daher kann ich euch auch nicht mehr sagen, in welchem der vielen Gebäude ich in der obersten Etage eine Abeilung für Lolita-Mode bekannter Marken entdeckt habe. Leider waren Fotos untersagt. In einem anderen Gebäude oder Stockwerk befanden sich noch weitere Läden mit „kawaii fashion“ (niedlicher Mode), darunter einer des Lolita Labels „Angelic Pretty“.

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Bentō boxes

Auch traditionellere japanische Artikel wie hochqualitative Kimonos, einfachere Yukatas (leichte Sommerkimonos), Tee-Produkte und Bentō-Boxen gab es zu bestaunen.
Falls ihr mal eine Shopping-Tour ins Tenjin-Viertel nach Fukuoka plant, dann nehmt euch viel Zeit mit! In jedem der Einkaufszentren kann man mühelos mehrere Stunden verbringen!

Kurz vor der Abreise gab es dann noch eine andere bleibende Erinnerung an Fukuoka: Wir erspielten an einem UFO-Catcher-Automaten eines Game Centers im Tenjin-Viertel ein Airou-Kissen!!! Airou (seltsamerweise [airu] ausgesprochen) ist eine Katzenfigur aus dem Computerspiel „Monster Hunter“, die so populär wurde, dass sie mittlerweile als Maskottchen vermarktet wird.

Airou, アイルー, Monster Hunter, モンスターハンター, game center, Fukuoka, 福岡市, Tenjin, 天神, Japan, 日本Ich fasse meine drei letzten Posts mal kurz zusammen:
Fukuoka, du bist wirklich eine Reise wert! 🙂


Fukuoka: Shopping in the Tenjin district

Fukuoka part III
At first Tacchan and me went to Sasaguri to visit the Reclining Buddha in the Nanzō-in temple (that’s quite near Fukuoka). Then the feeling of our hungry stomaches lead us to the yatai (food stalls) in the Fukuoka city center. Here comes the last post about Fukuoka.

Our hotel for the second stay in Fukuoka was located in the Tenjin district or better in the very near surroundings of that and therefore very central to Fukuoka’s shopping paradise where big department stores and shopping centers like Fukuoka Parco, Mina Tenjin, TENJIN CORE und FUKUOKA MITSUKOSHI are lined up. Each shopping center itself has again seven to eleven floors, 15-130 shops and several restaurants (the Fukuoka Parco even 30 ones!). From clothes for men, women, children to homewares, drugstore articles and cosmetics, knick-knack, electrical goods, toys, jewelry, home accessories and gift items you can get everything. There are luxury goods by Chanel, Louis Vuitton, Tiffany & Co and Lacoste (f.e. in Tenjin Fukuoka Mitsukoshi, that has a bit more expensive price range), but also several shops of the well-known 100-yen-shop chain DAISO, where you can get most items for (surprise!) 100 yen or respectively 108 yen by now (that means approx. 0,80 euro or actual 0,88 euro). Besides common big names like Loft (department store chain for everyday products) and TSUTAYA (multistory book store with video library) or MUJI (household articles) and UNIQLO (everyday wear and other products) – two chains that are meanwhile also known in Germany – there is also something nice for fans of Japanese pop culture: Shops with manga action figures, miniature cars and parts for BJDs (ball jointed dolls – high quality collector’s dolls for create-your-own), a huge range of crafting items or trendy shops like a branch of the French gift shop chain Pylones. You can also find character shops for Hello Kitty & Co and a lot of little shops or shop corners with cute accessories all over the place.
At Loft I especially like the section with the many gashapons (collectable figures in vending machines) and blind-boxes (collectable figures, which are sold in cardboard boxes). Both are bought blind – that means, without knowing, which figure you will get from the set. Since the figures are made really well and there exist countless sorts and series (manga and anime series, animals, people, things), it is a real obsession. 😉 (Perhaps I will write an own article about that another time.)
Many shops are colourful, bubbly and trendy in the Tenjin district and especially made for younger people. Some sections or department stores have targeted for young women or girls as customers as you can guess by the many decoration-, hair- and clothes-accessories. But also men will be pleased by electronical goods, suits and watches and children will love the range of toys and the said vending machines. (Yeah, children and me… 😉 )
Since many of the shopping centers have an odd groundplan and/or are connected with each other, a systematic walk around is relatively hopeless. Due to that I also cannot tell you, in which of the many buildings I found a section of well-known Lolita Fashion brands on the highest floor. Unfortunately photos were strongly prohibited. In another building or floor I could find some other shops with “kawaii fashion” (cute fashion), including the Lolita label “Angelic Pretty”.
Also more traditional Japanese items like high-quality kimonos, simpler yukatas (thin summer kimonos), tea products and bentō boxes could be purchased.
If you are going to plan a shopping tour to the Tenjin district of Fukuoka, then make sure to take a lot of time for it! In each of the shopping centers you can easily spend several hours!

Shortly before our departure we got another lasting memory of Fukuoka: At a game center’s UFO catcher vending machine in the Tenjin district we won an Airou pillow!!! Airou (surprisingly pronounced as [airu] ) is a cat figure appearing in the PC game “Monster Hunter”, that became so popular, that it is meanwhile sold as a mascot.

Let me briefly summarize the last three posts:
Fukuoka, you’re really worth a journey! 🙂

Fukuoka Umgebung: Der Reclining Buddha des Nanzō-in Tempels in Sasaguri ☆ Fukuoka surroundings: The Reclining Buddha of the Nanzō-in temple in Sasaguri

Nanzo-in, 南蔵院, Reclining Buddha, Nehanzo, Sasaguri, 篠栗町, Fukuoka, 福岡県, statue, Japan, 日本, templeRead this post in English? Please scroll.

Fukuoka Teil I
Eigentlich sollte dieser Beitrag als letzter Teil der Beppu-Reise aus meinem Japan-Aufenthalt letzten Oktober hier erscheinen, aber da mein Freund und ich letztendlich zweimal in Fukuoka waren (einmal für einen Tagesausflug von Beppu aus und einmal für eine, na ja sagen wir mal semi-private 3-Tagesreise), habe ich Fukuoka jetzt eine eigene Überschrift gegönnt – genauergesagt sogar drei, denn der Post ist so lang geworden, dass ich ihn nun in drei Abschnitte splitte. ^^° Los geht’s also mit dem ersten Fukuoka-Beitrag!

Wer die Beppu-Beiträge gerne chronologisch lesen möchte, der folge dieser Link-Liste:
Beppu: Die acht Jigoku (Höllen)
Beppu – Ort der Schwefeldämpfe und des Bambus
Beppu: Jigokumushi Kōbō (Dampfgaren), Hyōtan Onsen und African Safari Park
Beppu Halbtagesausflug: Kimono tragen in Kitsuki

Nanzo-in, 南蔵院, Reclining Buddha, Nehanzo, Sasaguri, 篠栗町, Fukuoka, 福岡県, statue, Japan, 日本, templeUnser Tagesausflug von Beppu aus führte uns im Mietwagen ca. zwei Stunden über Autobahn und Landstraße zum Nanzō-in Tempel (南蔵院) in Sasaguri, welcher ca. eine halbe Stunde (mit Auto oder Bahn) vom Zentrum der Stadt Fukuoka entfernt liegt.
Noch nie davon gehört? So ging es uns auch, bis ich im Internet mehr oder weniger zufällig darauf gestoßen bin. Auf dem Gelände des Tempels befindet sich die Bronze-Statue eines liegenden Buddhas, eine der größten Bronze-Statuen der Welt. Der “Reclining Buddha” (“gestützt liegender Buddha”) oder Nehanzo – wie er auch genannt wird – misst 41 m Länge, 11 m Höhe und wiegt um die 300 Tonnen. (Zum Vergleich: Die Freiheitsstatue ist ca. 46 m hoch und wiegt ca. 204 Tonnen.) Er gibt den Moment des Todes bzw. Eintritt ins Nirwana wieder und ist in dieser liegenden Form eine eher seltene Darstellung des Buddhas im japanischen Raum. Die häufigste Variante ist die der Meditation in Form eines sitzenden Buddhas.
Nanzo-in, 南蔵院, Reclining Buddha, Nehanzo, Sasaguri, 篠栗町, Fukuoka, 福岡県, statue, Japan, 日本, templeIm Gegensatz zu vielen seiner älteren „Kollegen“ wurde der Nanzō-in-Buddha erst 1995 fertig gestellt (ist also eine der jüngeren Statuen Japans) und scheint den meisten ausländischen Japan-Reisenden erstaunlicherweise eher unbekannt zu sein.
Dabei liegt der Nanzō-in als Nr. 1 von insgesamt 88 Tempeln auf dem Sasaguri-Pilgerweg, einem der drei berühmtesten Pilgerwege Japans.
Nanzō-in beherbergt nicht nur die große Buddha-Statue, sondern ist ein riesiges Gelände mit unzähligen Schreinen und Gebetshäusern. Einige von ihnen befinden sich im märchenhaften Wald unterhalb der Buddha-Statue, viele auf der anderen Seite des Hügels, die man durch einen kleinen Tunnel erreichen kann. Dort ist auch der Haupteingang des Tempelgeländes und die Mehrzahl der Besucher, die hier den verschiedenen Gottheiten, die in der Anlage verehrt werden, ihre Bitten, Wünsche und Gebete vortragen. Laut Wikipedia (und dieser interessanten Internetseite hier) kommen jährlich etwa 1 Million Besucher zum Nanzō-in.

Nanzo-in, 南蔵院, Reclining Buddha, view, hill, Sasaguri, 篠栗町, Fukuoka, 福岡県, Japan, 日本, templeVor so einer großen Buddha-Statue zu stehen ist schon ein gewaltiger Anblick! Eine echte Herausforderung, ihn komplett auf ein Foto zu bekommen! 😉
Auch der Blick vom Hügel hinunter auf die gebirgige und dicht bewaldete Landschaft ist wunderschön!

 

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Shichi Fukujin (七福神) – die sieben Glücksgötter ☆ Shichi Fukujin (七福神) – the Seven Lucky Gods

Nachdem wir uns den Nehanzo als erstes angesehen hatten (ein Seiteneingang mit je einer Kannon-Statue links und rechts führt einen die vielen Stufen direkt den Hügel hinauf), ging es dann auf einem kleinen Pfad durch den Wald um den Hügel herum. Unterwegs kamen wir an zwei kleinen Schreinen vorbei, einem minimalistischen und einem mit einer rot gestrichenen Mini-Brücke in einem süßen verwunschenen Teil des Waldes. Dieser Ort hat mir besonders gut gefallen. 🙂

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Origami-Kraniche ☆ Origami cranes

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Die Kannon-Statuen am Seiteneingang zum Nanzō-in ☆ The Kannon statues at the side entrance to Nanzō-in.

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Nanzo-in, 南蔵院, shrine, Schrein, stairs, Japanese lanterns, Sasaguri, 篠栗町, Fukuoka, 福岡県, Japan, 日本Dann führte eine Steintreppe, gesäumt von rot lackierten Laternen hinunter bis zu einem kleinen Teich mit Koi-Karpfen. Ich glaube, es war sogar ein Rundweg, aber vielleicht bringe ich das auch durcheinander, denn auf dem Nanzō-in-Gelände gibt es wirklich sehr viel zu sehen und wir waren auch nicht überall.

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Die größte Fudō Myō-ō Statue des Nanzō-in Tempels ☆ The largest Fudō Myō-ō statue of Nanzō-in.

Vom Koi-Teich aus führte der besagte Tunnel auf die andere Seite des Hügels, wo noch einmal eine Tempelanlage – oder vielmehr der Hauptbereich der Anlage – mit vielen kleinen Gebetsbereichen zu erkunden war.
Dort befindet sich übrigens die größte Fudō Myō-ō (不動明王) Statue des Nanzō-in Tempels. Bei der etwas grimmig dreinschauenden blauen Figur vor den roten Flammen handelt es sich ebenfalls um eine buddhistische Gottheit und einen Beschützer der Gäste und Pilger des Nanzō-in’s.
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Hungrig geworden? Im zweiten Beitrag geht es zum Abendessen in die Fukuoka-Innenstadt. 😉


 

Fukuoka surroundings: The Reclining Buddha of the Nanzō-in temple in Sasaguri

Fukuoka part I
Actually this post should have been the last part of the journey to Beppu, being itself a part of my stay in Japan last October, but since my boyfriend and I were eventually two times in Fukuoka (one time as a day trip from Beppu and another time for a, well, let’s say semi-private 3-days-journey), I granted Fukuoka an own title here – or better even three, because the post got so long that I have to split it into three parts. ^^° Let’s start with the first Fukuoka post!

Who would like to read the posts about Beppu chronological, please follow the link list:
Beppu: The eight Jigoku (hells)
Beppu – town of sulphur fumes and bamboo
Beppu: Jigokumushi Kōbō (Hot Steam Cooking), Hyōtan Onsen and African Safari Park
Beppu half day trip: Wearing a kimono in Kitsuki

Our day trip from Beppu lead us approx. two hours by rent car over highway and country road to the Nanzō-in temple (南蔵院) in Sasaguri, which is approx. half an hour (by car or train) from the center of Fukuoka city.
Never heard of that? We too had no idea of it, before I more or less accidently came across it in internet. On the temple’s premises there is the bronze statue of a Reclining Buddha, one of the largest bronze statues in the world. The Nehanzo – how the Buddha is also called – measures 41 m length, 11 m height and ways around 300 tons. (For comparison: The Statue of Liberty is approx. 41 m tall and ways around 204 tons.) He displays the moment of death or respectively the entering to nirvana and is in the reclining form a rather seldom depiction of Buddha in Japan. The most common version is the one of meditation in the sitting position.
Unlike many of his older “mates” the Nanzō-in Buddha was completed in 1995 (so he is one of the younger statues in Japan) and seems to be rather unknown by most Japan travelers from abroad surprisingly.
Though Nanzō-in is the #01 of altogether 88 temples on the Sasaguri pilgrim route, one of the three most famous pilgrim routes in Japan.
Nanzō-in not only houses the huge Buddha statue, but also is a large temple complex with countless shrines and beadhouses. Some of them are located in the fabulous forest underneath the Buddha statue, many others are on the other side of the hill, reachable through a little tunnel. There is also the main entrance to the temple grounds and the majority of visitors, that send their supplications, wishes and prayers to the different gods, that are worshipped here. According to Wikipedia (and this interesting website here) there are yearly 1 million visitors coming to Nanzō-in.

To stand in front of such a large Buddha statue really gives you an amazing view! A real challenge to get this on a photo completely! 😉
Also the view down the hill on the mountainous and wooded landscape is gorgeous!
After sightseeing the Nehanzo at first (a side entrance with a Kannon statue on the left and on the right lead you the many steps directly onto the hill), we followed a little path through the forest around the hill. On the way we passed two little shrines, a minimalist one and one with a red painted mini bridge in a cute enchanted part of the forest. This place especially pleased me. 🙂
Stone stairs, lined with red-lacquered lanterns, then lead down until a little pond with koi carps. I think, it was a circular route in fact, but maybe I jumble everything in my head, because there really is a lot to see on the Nanzō-in premises and we also haven’t been everywhere.
The said tunnel lead us from the koi pond to the other side of the hill, where another temple side – or rather the mainpart of the premises – with many little prayer places could be discovered.
By the way the largest Fudō Myō-ō (不動明王) statue of the Nanzō-in temple is also located on this side. The blue figure in front of the red flames, that has a bit angry look on its face is another Buddhist deity and guardian of the visitors and pilgrims of Nanzō-in.

Did you get hungry? In the second part we’re going to the Fukuoka city center for dinner. 😉