Die MMC (Mega Manga Convention) 2017 in Berlin ☆ The MMC (Mega Manga Convention) 2017 in Berlin

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Vom 27.10. bis 29.10. fand dieses Jahr die MMC (Mega Manga Convention) 2017 statt, ein Manga-/Anime-Festival, das jedes zweite Jahr in Berlin veranstaltet wird. Da ich schon lange nicht mehr auf so einem Event war, dachte ich mir, ich sehe mir das mal an. Eine gute Idee, wie sich herausstellte, und eine, die viele andere wohl auch hatten, denn die Karten waren unversehens ausverkauft.MMC, Mega Manga Convention, Berlin, ベルリン, Deutschland, Germany, ドイツ, festival, Fontanehaus, アニメコンベンション, cosplay, Japanese culture

Für die Manga-/Anime-Fans

Dem Namen nach gab es natürlich für Manga- und Anime-Fans am meisten zu entdecken. Viele Stände mit Merchandise von Schlüsselanhängern über T-Shirts, Taschen, Tassen bis hin zu teuren Sammlerfiguren boten ihre Waren an, Vorführräume zeigten MMC, Mega Manga Convention, Berlin, ベルリン, Deutschland, Germany, ドイツ, festival, anime, アニメコンベンション, cosplay, Japanese cultureAnimes, die deutsche Synchronsprecherin Angela Wiederhut gab sich die Ehre und in der „MMC-Wohnstube“, der kleinen Eventbühne, wurden Vorträge aus den Bereichen Charakterdesign und Spieledesign gehalten. Vereine und Projektgruppen stellten sich vor, es gab Signierstunden mit den deutschen und japanischen Ehrengästen und in der Artist Alley präsentierten sich viele deutsche Manga-Zeichner.

Für die Japan-Fans

Doch auch Japan-Fans im Allgemeinen, zu denen ich mich zählen würde, kamen auf Ihre Kosten. So gab es auch zahlreiche Stände von Kleinhändlern, die vor allem selbstgemachten Schmuck, aber auch Bento-(jap. Snack-)Box-Zubehör und Amigurumi-Tiere verkauften. Bei letzterem handelt es sich um Ergebnisse des neuen Häkeltrends aus Japan. Leider habe ich kein Foto von der MMC, aber hier seht ihr meine blaue Eule „Uri“ (kurz für „Uriella“), die mir meine Freundin Cherry gehäkelt hat. ♥ Ist sie nicht süß?Uri, Uriella, Amigurumi, Eule, owl, Häkelkunst, Japanese crochet trend, japanischer Häkeltrend
Und weil man so viel süßen Sachen einfach nicht widerstehen kann, musste ich dann eine Sweets-Dose und einen Sweets-Notizzettelhalter mitnehmen. ^^’
Mit einem japanischen Tellerchen aus dem Kleinen-Japan-Laden landete dann wenigstens noch etwas Vernünftiges in meinem Einkaufsbeutel. ^^° Der Stand ist stolz darauf, neben MMC, Mega Manga Convention, Berlin, ベルリン, Deutschland, Germany, ドイツ, festival, anime, アニメコンベンション, Japanese culture, Japanese tablewaredem überwiegenden Manga-/Anime-Merchandise-Angebot als einziger traditioneller Vertreter der japanischen Kultur auf der MMC daherzukommen. Das Sortiment umfasste u.a. japanische Keramik-Schalen und Urushi-(japanische Lackwaren-)Artikel, verschiedenste Essstäbchen sowie Hashioki (Stäbchenhalter).
Außerdem gab es Workshops zu Themen wie Bento, Maskottchen-Nähen, Amigurumi (s.o.), Kanzashi (traditioneller japanischer Haarschmuck aus Stoff), Kimono, Teekunde und Origami.

Für Cosplay-Fans

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Luka

Auch für Cosplayer und Cosplay-Begeisterte gab es einiges zu sehen. 🙂 Nicht nur, die vielen verkleideten Gäste, die auf dem Gelände des Fontane-Hauses in Berlin-Reinickendorf herumliefen oder die Teilnehmer der Cosplaywettbewerbe (Freitag: Einzel-, Samstag: Duo-, Sonntag: Gruppen-Cosplays).
Die Ehrengäste ArweniaCosplay (bekannt für Game- und Fantasy-Kostüme) und Luka (oft als Faun mit Gazellen- oder Widderhörnern anzutreffen) sind extra aus dem Ruhrgebiet (Arwenia) und Sachsen-Anhalt (Luka) angereist, um ihre Fans am Stand zu begrüßen.
Außerdem fanden verschiedene Workshops zum Thema Cosplay statt. Man konnte lernen, aus welchen Materialien Kostüme gestaltet werden können, wie man Perücken richtig stylt, wie man 3D-Modelle für Cosplay-Accessoires erstellt, wie man fit für eine Bühnenpräsentation wird, Hörner und Geweihe fertigt, Rüstungen aus Schaumstoff fabriziert, schauspielern lernt, Make-up mit Special Effects kreiert oder mit Bodypainting beginnt.

Für die Fans japanischer Köstlichkeiten

Kulinarisch bot die MMC dieses Jahr einen Food-Garden im Außenbereich – eine MMC, Mega Manga Convention, Berlin, ベルリン, Deutschland, Germany, ドイツ, festival, アニメコンベンション, Japanese culture, japanisches Essen, Japanese foodgrundsätzlich tolle Idee, die leider durch das schlechte Wetter zu geringerem Erfolg geführt haben dürfte. Zu verkosten gab es japanische Streetfood-Gerichte wie Takoyaki (Teigbällchen mit Oktopusfüllung), Okonomiyaki (herzhafte japanische Pfannkuchen), Gyōza (gefüllte Teigtaschen) und Teriyaki-Spieße (Hähnchenfleisch mariniert in süßlicher Sauce), gerollte und süß gefüllte japanische Crêpes, Onigiris (dreieckige Reisbällchen in Nori-Algenblättern mit variabler Füllung), Onigirazu (Reis-Sandwiches) und Matcha-Käsekuchen.
Die japanischen Hausfrauen um Frau Suetsugu boten Karēpan (krokettenähnliche Brötchen mit Curry-Füllung), Nikuman (gedämpfte Teigklöße mit herzhafter Füllung), Karaage-Spieße (frittiertes Fleisch), Onigiri und Mochi (Reiskuchen) mit süßer heller Bohnenmuspastenfüllung an. Außerdem gab es einen Stand mit koreanischen Gerichten. Jeder zweite Convention-Besucher hatte zudem einen Bubble-Tea der „Sphere Bay“-Teestube aus Düsseldorf in der Hand und wer ein bisschen mehr Zeit im Gepäck hatte, reihte sich in die Schlange zum Maid-Café „Sweet Heaven“ ein. MMC, Mega Manga Convention, Berlin, ベルリン, Deutschland, Germany, ドイツ, festival, アニメコンベンション, Japanese culture, cosplay, Maid CaféMädchen in Maid-Kostümen servierten hier nach japanischem Vorbild Kuchen, Muffins, Pancakes aus einem wirklich großen Repertoire an Süßspeisen. Als neues männliches Pendant dazu gab es dieses Jahr die „スポツのおちゃや“ (Supotsu no Ochaya, „Teestube des Sports“), in der männliche Sportanime-Hosts in Butlerkleidung bedienten – übrigens zumeist (oder ausschließlich?) von weiblichen Cosplayern verkörpert. Leider mangelte es noch etwas an guter Präsentation des Angebots und auch die Auswahl an sich hätte größer sein können.

Und auf der Bühne?

MMC, Mega Manga Convention, Berlin, ベルリン, Deutschland, Germany, ドイツ, festival, アニメコンベンション, Japanese culture, Bühnenprogramm, stage programNeben den schon erwähnten Cosplay-Wettbewerben gab es ein reiches Programm an verschiedenen Darbietungen aus den Bereichen Gesang, Tanz, Schauspiel und Comedy auf der Hauptbühne im großen Saal. Mit dabei waren „Tsuki no Senshi“, Europas ältestes Anime-Showprojekt, „Sailor Moon German“ mit einem Musical zum 25-jährigen Bestehen des Fanprojektes, Shiroku, eine deutsche J-Pop-Sängerin japanischen Aussehens, die auf Conventions in Deutschland und Europa bekannt ist, eine Collaboration aus verschiedenen Berliner K-Pop Coverdance-Gruppen sowie weitere Fans und Entertainer aus Berlin, Brandenburg, Dresden, Hannover, Hamburg, dem Ruhrgebiet und ganz Deutschland.
MMC, Mega Manga Convention, Berlin, ベルリン, Deutschland, Germany, ドイツ, festival, アニメコンベンション, Japanese culture, Bühnenprogramm, stage programIn der „MMC-Wohnstube“, der kleinen Eventbühne, gab es vor allem Fachvorträge, Verlosungen und Wettbewerbe wie das „Nudelschlürfen“ oder „Scharf, schärfer, am schärfsten“.

Fazit: Ob als Reise in die Vergangenheit oder Ausflug in eine Glitzerwelt – eine Convention zu besuchen, war doch mal wieder eine schöne Idee! ^^


The MMC (Mega Manga Convention) 2017 in Berlin

From October 27th to 29th the MMC (Mega Manga Convention), a manga-/anime-based festival that is hold every second year, took place in Berlin. Since it has been a while when I visited such an event, I went for it. A good idea as it turned out and one that also came up to some other people because the tickets were sold out immediately.

For the manga-/anime-fans

According to the name most of the things to explore were manga- or anime-related of course. Many stalls with merchandise from keychains to t-shirts, bags, cups to expensive collection figures advertised their goods, screening rooms showed animes, the German voice actor Angela Wiederhut was invited and in the “MMC sitting room”, the little event stage, speeches about character design and game design were hold. Associations and project groups introduced themselves, there were signing sessons with the German and Japanese honorary guests and in the “Artist Alley” many German manga illustrators presented themselves.

For the Japan fans

But also Japan fans in general to whom I would rank me among, got their money’s worth. So there were also many stalls of small traders who sold most notably selfmade jewelry but also bento (Japanese snack)box supplies and amigurumi animals. The latter is indeed the result of a new crochet trend from Japan. Unfortunately I don’t have a photo from the MMC, but here you can see my blue owl “Uri” (short for “Uriella”), that my friend Cherry has crocheted for me. ♥ Isn’t she cute?   (see picture above in the German text)
And since you cannot resist so many cute stuff, I had to take home a “sweets” box and a “sweets” notepad holder. ^^’
With a Japanese mini plate from the Kleiner-Japan-Laden (“Little Japan Shop”) at least one useful thing went into my shopping bag. ^^° The stall is proud on being the only traditional representative of Japanese culture on the MMC among the mainly manga-/anime-based product range. The assortment included Japanese ceramic bowls and urushi (Japanese lacquerware)items, different sorts of chopsticks as well as hashioki (chopstick holders).
Furthermore there were workshops to topics like bento, mascot sewing, amigurumi (s.a.), kanzashi (traditional Japanese hair accessories made of cloth material), kimono, study of tea and origami.

For cosplay fans

Also for cosplayers and cosplay fans there was much to see. 🙂 Not only the many guests clothed in costumes, who wandered around the premises of the Fontane-Haus in Berlin-Reinickendorf or the participants of the cosplay competitions (Friday: single, Saturday: duo, Sunday: group cosplay).
The honorary guests ArweniaCosplay (known for game and fantasy costumes) and Luka (often encountered as faun with gazelle or ram horns) have come all the way from the Ruhrgebiet (Arwenia) and Sachsen-Anhalt (Luka) to greet their fans at the stall. Furthermore there took place several workshops on the subject of cosplay. You could learn, from which materials costumes can be made of, how to style wigs properly, how to build 3D-models for cosplay accessories, how to become fit for a stage performance, how to create horns and antlers, how to fabricate armours with foam, learn how to play-act, to create make-up with special effects or start with body painting.

For the fans of Japanese delicacies

For culinary aspects the MMC offered a Food Garden outside on the court this year – a basically fantastic idea which might have lead to only little success in the end due to the bad weather. There were street food dishes to savor like takoyaki (dough balls with octopus filling), okonomiyaki (non-sweet Japanese pancakes), gyōza (filled dumplings) and teriyaki skewers (chicken marinated in sweetish sauce), rolled and sweet filled Japanese crêpes, onigiris (triangle-shaped rice balls wrapped in nori algal sheets with variable fillings), onigirazu (rice sandwiches) and matcha cheesecake.
The Japanese housewifes around Mrs. Suetsugu offered karēpan (croquette-like buns with curry filling), nikuman (steamed yeast dumplings with savory filling), karaage skewers (deep-fried meat), onigiri and mochi (ricecake) with sweet light-coloured bean paste. In addition there was a stall with Korean dishes. Moreover every second convention visitor had a bubble tea of the “Sphere Bay” tea shop in Düsseldorf in his hand and who could spend a little more time, queued for the Maid Café “Sweet Heaven”. Here girls in maid costumes, following the Japanese example, served cakes, muffins, pancakes from an really extensive repertoire of sweet dishes. As a new male counterpart there was the „スポツのおちゃや“ (Supotsu no Ochaya, „Tea room of sports“) this year, where male sports anime hosts wearing butler clothes served the dishes – by the way embodied by mainly (or solely?) female cosplayers. Unfortunately it lacked a bit of a good food presentation and also the range of dishes itself could be enlarged.

And on stage?

Besides the already mentioned cosplay competitions there was a rich program of different performances including the sections singing, dance, theatrical performance and comedy on the main stage in the big hall. There were “Tsuki no Senshi”, Europes oldest anime show project, “Sailor Moon German” presenting a musical to the 25th anniversary of the fan project, Shiroku, a female German J-Pop singer with Japanese appearance, who is famous on conventions in Germany and Europe, a collaboration of different K-Pop Coverdance groups from Berlin as well as other fans and entertainers from Berlin, Brandenburg, Dresden, Hannover, Hamburg, the Ruhrgebiet and other parts of Germany.
In the “MMC-Wohnstube” (“MMC sitting room”), the little event stage, there were mainly technical lectures, lotteries and competitions like the “noodle slurping” or “spicy, spicier, spiciest”.

Conclusion: Whether as journey into past or a trip into a dreamworld – visiting a convention was again a nice idea! ^^

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Visiting the Volkswagen Theme Park “Autostadt” (car city) in Wolfsburg ☆ Besichtigung des Volkswagen-Themenparks „Autostadt“ in Wolfsburg

VW Autostadt, Wolfsburg, Volkswagen, フォルクスワーゲン, theme park, Themenpark, automotive delivery center, automobiles Auslieferungszentrum, Ausflug, trip, Deutschland, ドイツ, GermanyDiesen Beitrag auf Deutsch lesen? Bitte scrollen.

Last time I told you about the Volkswagen factory in Wolfsburg, where you can participate VW Autostadt, Wolfsburg, Volkswagen, フォルクスワーゲン, theme park, Themenpark, automotive delivery center, automobiles Auslieferungszentrum, Ausflug, trip, Deutschland, ドイツ, Germanyin the FactoryTour and look around the factory halls. Today it is about the Volkswagen theme park which is located just next door. The so-called “Autostadt” (“car city”) primarily functions as pick-up center for new cars of the VW major production center Wolfsburg. So customers can collect their new cars directly at Autostadt which is indeed the biggest automotive delivery center in the world. Since most of the collectors are automobile fans, the delivery center was extended to a theme park which also attracts daily visitors which are no newly minted car owners.

On the terrain, which has a size over 28 hectare, they created not only a park and lagoon landscape but also memorialized the different brands of the Volkswagen group. There are eight pavilions, based on the themes Audi, Seat, Lamborghini, Porsche, Premium Clubhouse, Skoda, Volkswagen and Volkswagen commercial vehicles, which represent their own brand philosophy visually and contentually, by creative installations and the latest vehicle models.

VW Autostadt, Wolfsburg, Volkswagen, フォルクスワーゲン, theme park, Themenpark, Ausflug, trip, Turmfahrt, tower tour, Deutschland, ドイツ, GermanyA characteristical crowd puller are the two car towers, which rise up to the sky in a 48 meters cylinder shape. They provide space for storing up to 800 new cars, until they’re picked up by their new owners in one or two days. Delivered by a conveyor from the Volkswagen factory next door, the vehicles are then lifted up by a car elevator with two meters per second and maneuvered to their parking place. The time for raising a car to the highest parking level and storing it takes only 1,44 minutes. Therewith the transport system is the “most rapid automatical parking system of the world” according to GUINESS WORLD RECORDS 2014.
While the cars are stored, they’re watched by visitors who had reserved a tower tour, sitting in a panorama cabin, that is lifted up with at least half of the speed a car is raised. A tower tour takes approx. 20 min. and should absolutely be reserved via e-mail beforehand since there is a large crowd and places are limited. The tours are three times horal and provide space for six persons.

The Autostadt also offers driving experience tours with the VW models like f.e. the all-terrain ride on the off-road course with a Volkswagen Touareg, Amarok and Tiguan as well as a Skoda Kodiaq or a driver or safety training (also with the own car). But be aware, that an off-road adventure can cost between 25-35 Euro. A one hour-long “maritime panorama tour” by boat across the Mittellandkanal (Midland Canal) is therefore costless, if you own a valid day ticket for the Autostadt.
The Zeithaus (time house) is a museum on the premises, that exhibits milestones of the automobile history – manufacturer-overarching. More than 260 vehicles from 60 different brands are showed on several floors. At the entrance there is by the way a shop, that indeed offers VW-themed souvenir items. In the shopping area of the customer center you can purchase accessories for your VW car, the shop in the group forum near the welcome desk only offers design and lifestyle products like Indian-style sofa pillows or wooden decoration flamingos, which are as much related to the topic “car” as “chocolate” has in common with “French fries”. ^^°

And while we’re on the subject of “food”, it should be mentioned that there are 10 restaurants on the premises, including a steak and fish restaurant, several Italian restaurants, a café and a bakery shop. – Though the visitors are all desperate for only one VW Autostadt, Wolfsburg, Volkswagen, フォルクスワーゲン, theme park, Themenpark, Ausflug, trip, VW currywurst, VW sausage, Deutschland, ドイツ, Germanything: Once trying the original VW currywurst! Since the beginning of the Volkswagen production in Wolfsburg the employees of the company have been always provided meat, sausage products and other groceries of the company-owned farms of the surroundings. What was sold in the works canteens first, on trade fairs and in the football stadium then, is the cultic object VW currywurst today, which the visitors of the Autostadt can try in the restaurant “Tachometer”. The supermarket version of the currywurst, that is also avaiable now, should be only half the joy after all.
By the way: Let a genuine Berliner tell you, that it is only possible to eat currywurst in Berlin. Even here the style how sausage, ketchup/sauce and other extras are made and served, is different from stand to stand, but a good currywurst that is worth to be called like this, can only be originated in Berlin. 🙂 (More about this in my currywurst post.) Accordingly harsh was my criticism about the VW sausage in the Tachometer… If you apprehend it as a normal bratwurst (fried sausage), then it OK in taste.
VW Autostadt, Wolfsburg, Volkswagen, フォルクスワーゲン, theme park, Themenpark, Ausflug, trip, VW nutria, coypu, Deutschland, ドイツ, GermanyBy the way my favourite attraction of the VW Autostadt had no wheels, but four legs, fuzzy-plushy fur and big round eyes: Cute nutrias (coypus, similar to muskrats), which scurried around the park grounds, seemed to feel completely contented in the grassy water landscape and were even hand-tame. ❤


Summarising I have to say, that the Autostadt reminds me a bit of one of those Japanese amusement or theme parks, where much is promoted, but less can be really “experienced” in the end. Of course it is a spacious terrain, of course the park and lagoon landscape is nicely arranged and the VW brand staged well – but you cannot do so many things in the Autostadt, which is as said before mainly a pick-up center for new cars. That is a fact, also the German, French and Italian fine dining, the alternating events and stage shows or the Ritz-Carlton (five-stars-hotel on the premises) cannot compensate.

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scent tunnel ☆ Dufttunnel

Therefore it is indeed a bit surprising to see so many families with children on the way. Though the themepark is also offering playing opportunities for children and even children holiday cooking courses (whatever this should have in common with VW…), but I imagine a day trip to an amusement park far more enjoyable and diversified – especially because the entrance price plus tower tour (which you should definitely reserve) is far not cheap.
Probably it is because of the neighbouring VW factory, whose factory tour should absolutely delight every automobile fan: Well, if you’re already in Wolfsburg and have half a day (or a bit more) time for something else after the factory tour, you might pay a visit to the Autostadt as well. 😉

To return to the souvenir shops: Who is really looking for something VW-themed (like a model car, a keychain, tableware, a mousepad, a cap, whatever), should take one’s pick in the shop on the factory premises and not in the theme park Autostadt. The little shop in the factory has a better assortment of really VW-based items and partially more favourable prices.


Autostadt Wolfsburg website (English)

information about the tower tour here (English)

(Currently there seem to be some troubles with the language settings and linked pages.)


Besichtigung des Volkswagen-Themenparks „Autostadt“ in Wolfsburg

Letztes Mal hatte ich über das Volkswagen Werk in Wolfsburg berichtet, bei dem man mit der WerkTour Intensiv die Produktionshallen besichtigen kann. Heute geht es um den Volkswagen-Themenpark, der gleich nebenan liegt. Hauptsächlich dient die sogenannte „Autostadt“ der VW-Hauptproduktionsstätte Wolfsburg als Abholstation für Neuwagen, die dort direkt von ihren Kunden in Empfang genommen werden können. Die Autostadt ist damit das größte automobile Auslieferungszentrum der Welt. Da es sich bei den Abholern meist um Autobegeisterte handelt, ist die Abholstation zu einem Themenpark erweitert worden, der auch Tagesbesucher anlockt, die keine frisch gebackenen Autobesitzer sind.

Auf dem über 28 Hektar großen Gelände mit Park- und Lagunenlandschaft wurde den verschiedenen Marken des Volkswagen-Konzerns ein Denkmal gesetzt. So gibt es die acht Pavillons zum Thema Audi, Seat, Lamborghini, Porsche, Premium Clubhouse, Skoda, Volkswagen und Volkswagen Nutzfahrzeuge, die ihre eigene Markenphilosophie optisch und inhaltlich zum Ausdruck bringen, mit künstlerischen Installationen glänzen sowie aktuelle Fahrzeugmodelle ausstellen.
Besonderer Besuchermagnet sind die beiden Autotürme, die als verglaste Zylinder 48 Meter in den Himmel ragen. Sie bieten Platz für die Lagerung von bis zu 800 Neuwagen, bis diese von ihren neuen Besitzern in ein bis zwei Tagen abgeholt werden. Auf einem Rollbandsystem direkt vom benachbarten Volkswagenwerk geliefert, werden die Fahrzeuge per Auto-Aufzug mit zwei Metern pro Sekunde in die Höhe gehoben und auf ihren Parkplatz manövriert. Die Einlagerungszeit eines Autos bis zur höchstgelegensten Parkkabine beträgt nur 1,44 Minuten. Damit ist die Transporttechnologie der Autotürme laut GUINESS WOLRD RECORDS 2014 das „schnellste automatische Parksystem der Welt“.
Während die Fahrzeuge einlagern, werden sie von den Besuchern bestaunt, die eine Turmfahrt gebucht haben und sich in der Panoramakabine wenigistens mit der Hälfte der Geschwindigkeit wie eines der Autos emporheben lassen. Eine Turmfahrt dauert ca. 20 min. und sollte unbedingt im Voraus per E-Mail reserviert werden, da der Andrang groß und die Plätze knapp sind. Die Fahrten finden bis zu dreimal stündlich statt und bieten Platz für sechs Personen.
Die Autostadt bietet auch Erlebnisfahrten mit den VW-Modellen selbst an wie z.B. die Offroad-Tour auf dem Geländeparcour mit einem Volkswagen Touareg, Amarok und Tiguan sowie einem Skoda Kodiaq oder ein Fahr- und Sicherheitstraining (auch mit eigenem Auto). Ein Offroad-Abenteuer kann jedoch zwischen 25-35 € kosten. Eine einstündige „Maritime Panoramatour“ mit dem Schiff auf dem Mittellandkanal ist hingegen kostenlos, wenn man im Besitz einer gültigen Autostadt-Tageskarte ist.
Das Zeithaus ist ein auf dem Gelände gelegenes Museum, das Meilensteine der Automobilgeschichte herstellerübergreifend ausstellt. Mehr als 260 Fahrzeuge von 60 verschiedenen Marken werden auf den verschiedenen Etagen präsentiert. Am Eingang befindet sich übrigens auch ein Shop, der tatsächlich einmal themenbezogene VW-Souvenirartikel anbietet. Im Shopbereich des Kundencenters kann man Zubehör für sein VW-Auto erwerben, der Shop im Konzernforum am Willkommenstresen bietet lediglich Design- und Lifestyle-Produkte wie indisch anmutende Sofakissen oder Deko-Holzflamingos, die mit dem Thema „Auto“ so viel gemein haben wie „Schokolade“ mit „Pommes frites“. ^^°
Beim Thema „Essen“ angelangt, sollte noch erwähnt werden, dass es auf dem Gelände 10 Restaurants gibt, darunter ein Steak- und Fischrestaurant, mehrere italienische Restaurants, ein Café und ein Backshop. – Dabei wollen alle Besucher nur das eine: Endlich einmal die Original-VW-Currywurst probieren! Seit Beginn der Volkswagenproduktion in Wolfsburg wurden die Mitarbeiter des Konzerns schon immer mit Fleisch, Wurstwaren und anderen Lebensmitteln der betriebseigenen Bauernhöfe aus der Umgebung versorgt. Was erst nur in den Werkskantinen, dann auf Messen und im Fußballstation verkauft wurde, ist heute das Kultprodukt VW-Currywurst, das die Besucher der Autostadt im Restaurant „Tachometer“ verkosten können. Die inzwischen sogar erhältliche Supermarkt-Variante soll übrigens nur das halbe Vergnügen sein.
So ganz nebenbei: Lasst euch von einer echten Berlinerin sagen, dass man eine Currywurst einfach nur in Berlin essen kann. Selbst hier sind die Art und Weise, wie Wurst, Ketchup/Würzsauce und weitere Extras zubereitet und serviert werden, an jedem Stand anders, aber eine gute Currywurst, die ihren Namen verdient, kann eben nur aus Berlin stammen. 🙂 (Mehr dazu in meinem Currywurst-Beitrag.) Dementsprechend fiel meine Kritik über die VW-Wurst im Tachometer aus… Nimmt man sie als normale Bratwurst wahr, ist sie jedoch geschmacklich in Ordnung.
Meine ganz persönliche Hauptattraktion der VW Autostadt hatte übrigens keine Räder, sondern vier Beine, struppig-plüschiges Fell und Knopfaugen: Süße Nutrias (den Bisamratten ähnlich), die auf dem Parkgelände herumwuselten, sich in der Gras- und Wasserlandschaft offenbar pudelwohl fühlten und sogar handzahm waren. ❤

Zusammenfassend muss ich sagen, dass die Autostadt ein wenig an einen dieser japanischen Freizeit- oder Themenparks erinnert, in denen viel beworben wird, aber wenig tatsächlich „erlebt“ werden kann. Sicherlich ist es ein großes Gelände, sicherlich ist die Park- und Lagunenlandschaft schön gestaltet und die VW-Marke gut in Szene gesetzt – wirklich viel unternehmen kann man in der Autostadt, die eben vor allem Abholstation für Neuwagen ist, jedoch nicht. Das können auch gehobene deutsche, französische und italienische Küche, die wechselnden Veranstaltungen und Bühnenshows oder das Ritz-Carlton (Fünf-Sterne-Hotel auf dem Gelände) nicht ausgleichen. Daher ist es schon ein wenig verwunderlich, so viele Familien mit Kindern unterwegs zu sehen. Zwar bietet der Themenpark auch Spielmöglichkeiten für Kinder und sogar Kinder-Ferienkochkurse (was auch immer das mit VW zu tun haben soll…), aber einen Tagesausflug in einem Freizeitpark stelle ich mir sehr viel spaßiger und abwechslungsreicher vor – zumal der Eintrittspreis plus Turmfahrt (die man in jedem Fall buchen sollte) durchaus nicht billig ist.
Wahrscheinlich ist es dem benachbarten VW-Werk geschuldet, dessen Werkstour wirklich jeden Autofan begeistern sollte: Denn, wenn man schon mal in Wolfsburg ist und nach der Werkstour noch einen halben Tag (oder etwas mehr) Zeit hat, wird man wohl auch der Autostadt einen Besuch abstatten. 😉

Um noch einmal auf die Souvenirläden zurückzukommen: Wer wirklich etwas zum Thema VW sucht (Modellauto, Schlüsselanhänger, Geschirr, Mousepad, Mütze, was auch immer), sollte sich im Shop des Werksgeländes umsehen und nicht im Themenpark Autostadt. Der kleine Laden im Werk hat mehr Auswahl an wirklich VW-bezogenen Artikeln und zum Teil auch günstigere Preise.


Autostadt Wolfsburg Website (deutsch)

Informationen zur Turmfahrt hier (deutsch)

(Zurzeit gibt es wohl ein paar technische Probleme mit den Spracheinstellungen und Links.)

Visiting the Volkswagen factory in Wolfsburg ☆ Besichtigung des Volkswagen Werks in Wolfsburg

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Weather on that day was a bit… ☆ Das Wetter an diesem Tag war etwas…

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Actually Tacchan would have liked to visit the ADAC Rally in August. The FIA World Rally Championship, WRC for short, is the mega event for all rally fans and takes place in thirteen countries worldwide from 19th Jan to 19th Nov this year. In August it was four days in Germany.
Since journey, organisation, prices and time for the planning then became insurmountable hurdles for us, we couldn’t handle this plan in the end. An alternative was a must. But wherewith can you gladden a car lover?
Good thing, that Wolfsburg is not far from Berlin and in fact famous as automobile city!

Volkswagen Wolfsburg

Wolfsburg in Niedersachsen (an area/state of Germany, similar to a prefecture in Japan) is a major city, which was establisched in 1938 as place of business for the Volkswagen factory – that means a city solely created for the employees of the Volkswagen group. Volkswagen Werk Wolfsburg, Volkswagen factory Wolfsburg, VW, フォルクスワーゲン, Werktour, factory tour, Werksbesichtigung, facility visit, hinter den Kulissen, behind the scenes, Deutschland, ドイツ, GermanyEven today approximately every second inhabitant is working for the Volkswagen corporation. Famous for the brands Volkswagen Pkw, Audi, Skoda and Seat as well as the luxury brands Porsche, Bentley, Bugatti, Ducati and Lamborghini Volkswagen is the biggest automobile manufacturer in Europe and worldwide leading together with Toyota in Japan and General Motors in the United States.
“Volkswagen”, “VW” for short, directly translated means “car for the folk”, a car for the general public, that meets everyday requirements and is generally affordable – the basic version of the brand Volkswagen. “Wagen” is a simpler idiom for “car”, similar to the Japanese word “kuruma” (車), actually only something with wheels that is able to drive.
According to its website Volkswagen Pkw delivered 5,99 Mio. vehicles, mostly to customers in China and Germany, in 2016. Reasons enough to have a look behind the scenes – if you can!

FactoryTour Intensive in the Volkswagen factory Wolfsburg

At the headquarters in Wolfsburg, Europe’s largest automobile factory, the VW types Golf, Sportsvan, Touran and Tiguan are produced. The Volkswagen factory offers different tours in which you can dip into the car production. For visitors who are no collectors (that means people who haven’t purchased a car that they are going to pick up directly on the factory premises), the “FactoryTour Intensive” is suggested. This tour, that takes approx. 90 minutes, offers a look into the fabrication processes “pressing plant”, “body construction” and “final assembly”. Since the tour takes place directly in the production halls, where work is in process, the exact route is decided daily according to the production. After a 20-Volkswagen Werk Wolfsburg, Volkswagen factory Wolfsburg, VW, フォルクスワーゲン, Werktour, factory tour, Werksbesichtigung, facility visit, hinter den Kulissen, behind the scenes, Deutschland, ドイツ, Germanyminutes movie about the factory all tour attendees get into an open vehicle created in the Volkswagen Golf style with two additional open “wagons” offering space for another 30 people in three-seat-lines – and the actual tour gets started! Via micro-loudspeaker-system the tour guide can easily prime the visitors with information about the different manufacturing steps while touring them through the halls. The visitors can watch everything from inside the car. Photographing and filming is of course not allowed. Since the premises are incredibly spacious, our guide occasionally set a brisk pace! For safety reasons children under 10 years old cannot attend the tour.
Who is interested into the trip, needs to reserve the tour via e-mail beforehand. I recommend to keep several date and time alternatives in readiness and you shouldn’t wait too long. Besides a German and an English tour the languages French, Spanish, Italian, Chinese and Arabian can be arranged. The tour costs 10,- € per person or reduced 5,- €. Following some more information.

VW Souvenir shop

Who is looking for some souvenirs in the VW design (whether model car, keychain, tableware, mousepad, cap or whatever), should have a look on it in the little shop at the entrance of the factory premises. Unfortunately the shop can be reached from the company premises only, but who reserved a tour, enters the shop for paying his or her ticket at the beginning and can see around or return there after the tour. The shop has really not many items, but a nice selection.Volkswagen Werk Wolfsburg, Volkswagen factory Wolfsburg, VW, フォルクスワーゲン, Werktour, factory tour, Werksbesichtigung, facility visit, hinter den Kulissen, behind the scenes, Deutschland, ドイツ, Germany

Website: Volkswagen Werk Wolfsburg (English)
Website: Volkswagen Werk Wolfsburg (German)

Visitors’ Services
Wolfsburg Plant
Gate 17, Südstraße
38440 Wolfsburg

e-mail address for reservation inquiries:
factorytour@volkswagen.de
(with details like date, time, amount of people, language, arrival aso. see website)

FactoryTour Intensive
Monday to Friday
08:15
10:15
12:15
14:15

meeting point: gate 17 (in front is a big parking area)

In the next post I will report about the nearby Volkswagen theme park, which you can visit afterwards. See you!


Besichtigung des Volkswagen Werks in Wolfsburg

Eigentlich hatte Tacchan im August die ADAC Rallye besuchen wollen. Die FIA World Rally Championship, kurz WRC, ist das Großereignis für alle Rallye-Fans und findet dieses Jahr vom 19.01. bis 19.11. in dreizehn Ländern weltweit statt. Im August war sie vier Tage lang in Deutschland.
Da Anreise, Organisation, Preise und Zeit für die Planung jedoch unüberwindbare Hürden für uns darstellten, kam es leider nicht zu diesem Vorhaben. Eine Alternative musste her. Doch womit kann man einen Autofan erfreuen?
Gut, dass Wolfsburg nicht weit von Berlin entfernt liegt und schließlich als Autostadt bekannt ist!

Volkswagen Wolfsburg

Wolfsburg in Niedersachsen ist eine Großstadt, die 1938 als Sitz des Volkswagenwerks gegründet wurde – also eine Stadt einzig geschaffen für die Mitarbeiter des Volkswagen-Konzerns. Noch heute ist etwa jeder zweite Einwohner bei der Volkswagen AG angestellt. Bekannt für die Marken Volkswagen Pkw, Audi, Skoda und Seat sowie die Luxusmarken Porsche, Bentley, Bugatti, Ducati und Lamborghini ist Volkswagen der größte Automobilhersteller Europas und weltweit führend zusammen mit Toyota aus Japan und General Motors aus den USA.
„Volkswagen“, kurz „VW“, bedeutet wörtlich übersetzt „Auto für das Volk“, also ein Auto für die breite Masse der Bevölkerung, das alltägliche Anforderungen erfüllt und bezahlbar ist – die Grundvariante der Marke Volkswagen. „Wagen“ ist eine einfachere Ausdrucksweise für „Auto“, also ähnlich dem japanischen „Kuruma“ (車) im Grunde nur etwas mit Rädern, das fährt.
Laut seiner Internetseite lieferte Volkswagen Pkw im Jahr 2016 5,99 Mio. Fahrzeuge, meist an Kunden in China und Deutschland, aus. Grund genug, einmal hinter die Kulissen zu schauen – wenn man darf!

WerkTour Intensiv im Volkswagen Werk Wolfsburg

Am Hauptstandort Wolfsburg, dem größten Automobilwerk Europas, werden die VW-Typen Golf, Sportsvan, Touran und Tiguan produziert. Das Volkswagen Werk bietet verschiedene Touren an, bei denen man in die Produktion der Autos hineinschnuppern kann. Für Besucher, die keine Abholer sind (also kein Auto erworben haben, das sie sich vor Ort abholen), bietet sich die „WerkTour Intensiv“ an. Diese ca. 90-minütige Tour bietet Einblicke in die Fertigungsbereiche Presswerk, Karosseriebau und Endmontage. Da die Führung direkt in den Werkshallen stattfindet, wo gerade gearbeitet wird, ist die genaue Streckenführung jedoch immer produktionsabhängig. Nach einem 20-minütigen Film über das Werk steigen alle Tourteilnehmer in ein offenes Fahrzeug im Volkswagen Golf-Stil mit zwei zusätzlichen offenen „Waggons“, die noch einmal Platz für bis zu 30 Personen in Dreierreihen bieten – und die eigentliche Tour beginnt! Per Mikro-Lautsprecher-System kann der Tourguide so bequem seine Infos zu den einzelnen Fertigungsstationen an die Besucher bringen, die sich vom Fahrzeug aus die Hallen ansehen können. Fotografieren und Filmen ist natürlich leider nicht erlaubt. Da das Gelände unglaublich weitläufig ist, legte unser Guide zuweilen ein beachtliches Tempo ein! Aus Sicherheitsgründen dürfen Kinder daher erst ab 10 Jahren teilnehmen.
Wer sich für eine Tour interessiert, muss diese zuvor per E-Mail reservieren. Ich empfehle mehrere Tage und Uhrzeiten als Termin-Alternativen parat zu halten und sich nicht zu viel Zeit zu lassen. Neben einer deutschen und englischen Tour sind die Sprachen Französisch, Spanisch, Italienisch, Chinesisch und Arabisch auf Absprache möglich. Die Tour kostet 10,- € pro Person, 5,- € ermäßigt. Nachfolgend ein paar weitere gesammelte Infos.

VW-Souvenir-Shop

Wer ein paar Souvenirs im VW-Design sucht (egal ob Modellauto, Schlüsselanhänger, Geschirr, Mousepad, Mütze, was auch immer), der sollte im kleinen Shop am Eingang des Werksgeländes zuschlagen. Der Shop ist leider nur vom Firmengelände aus zu erreichen, aber wer eine Tour gebucht hat, bezahlt sein Ticket bei Beginn in diesem Laden und kann sich ein wenig umsehen oder nach der Tour dort in Ruhe vorbeischauen. Der Shop hat nicht wirklich viele Artikel, aber eine gute Auswahl.

Internetseite: Volkswagen Werk Wolfsburg (deutsch)
Internetseite: Volkswagen Werk Wolfsburg (englisch)

Besucherdienste
Volkswagen Werk Wolfsburg
Tor 17, Südstraße
38440 Wolfsburg

E-Mail-Adresse für Reservierungsanfragen:
werktour@volkswagen.de
(mit Angaben wie Datum, Uhrzeit, Personenzahl, Sprache, Anreise etc. s. Internetseite)

WerkTour Intensiv
Montag bis Freitag
08:15 Uhr
10:15 Uhr
12:15 Uhr
14:15 Uhr

Treffpunkt: Tor 17 (davor ist ein großer Parkplatz)

Im nächsten Post berichte ich über einen benachbarten Volkswagen-Themenpark, den man sich im Anschluss ansehen kann. Seid gespannt!

Der Japanische Bonsaigarten in Ferch, nahe Potsdam ☆ The Japanese Bonsai Garden in Ferch, near Potsdam

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Manchmal gibt es irgendwo versteckt, wo man es nicht vermutet, ein kleines Stückchen Japan zu finden. So präsentiert das Dorf Ferch in der Gemeinde Schwielowsee, wenige Kilometer nahe Potsdam im Bundesland Brandenburg ein kleine Oase japanischer Gartenkunst und Teekultur. Gemeint ist der Japanische Bonsaigarten, dessen Türen Inhaber und Privatmann Tilo Gragert seit 1999 fast täglich im Spätfrühling, Sommer und Herbst für die Besucher öffnet. Seine Leidenschaft für die Züchtung der japanischen Zierbäume entdeckte Tilo Gragert, als er das Bonsai-Buch seiner Mutter 1979 in die Hände bekam. Von da an studierte er Fachliteratur, bereiste Japan um von den großen Bonsaimeistern zu lernen und kaufte schließlich ein Stück Land, um sich den großen Traum vom kleinen Paradies zu erfüllen. In langer harter Arbeit wurde der Boden ausgetauscht, Bäume geplanzt, ein Teich angelegt und der japanische Garten gestaltet. In diesem vereint Tilo Gragert gleich mehrere Formen der japanischen Gartenarchitektur, wie z.B. den Wandelgarten zum Durchschreiten und Erleben der Natur, den eingeschlossenen Garten (tsubo-niwa), den man wie ein dreidimensionales Gemälde von einem Punkt aus betrachtet oder den buddhistischen Zen-Garten, einem Ort der Meditation. Auf nur wenigen Quadratmetern können die Besucher verschiedene Eindrücke erfahren und natürlich die ausgestellten Bonsais in voller Pracht genießen.

Ein Rundgang durchs Gelände

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Teegarten ☆ teagarden

Hinter dem Haupttor geht es einen geschwungenen Weg durch den Kirsch- und Hortensien-Garten. Der sich anschließende Teegarten mit seinem Moosteppich lässt sich gut von der Veranda des Teehauses aus beobachten. In dieser, von Katja Gragert geführten, Einrichtung können die Gäste aus einer großen Auswahl japanischer Grüntees, aber auch Kräuter- und Schwarztees aus China, Nepal, Südkorea und Afrika sowie typisch japanischem Teegebäck wählen. Ein kleiner Shop bietet zudem japanische Tee-Keramik, Teegebäck und Mochis als Souvenirs sowie Postkarten des Bonsaigartens an. Auf der Rückseite des Teehauses befindet sich der Zen-Garten, ein dem Buddhismus entsprungener Steingarten, der mit seinem geharkten Kiesbeet zur Meditation einlädt. Auf der hinteren Sonnenterrasse des Teehauses kann man an niedrigen japanischen Tischen Platz nehmen und entspannt eine Schale Tee probieren, um die Landschaft auf sich wirken zu lassen.

Wie immer: Zum Vergrößern der Bilder bitte anklicken!As usual: Please click onto the images to enlarge!

Im Anschluss an den Teegarten befindet sich eine kleine offene aber überdachte Bonsai-Ausstellung sowie der Eingang zum Wandelgarten. Hier kann man sich auf einem Rundweg um den Koi-Teich bewegen, in die Busch- und Hügellandschaft eintauchen, Steinlaternen zwischen japanischem Ahorn und Bambus entdecken, weitere Bonsais zählen und den Pavillon passieren. Pünktlich zur Saisoneröffnung in diesem Jahr wurde dieser aufwendig restauriert, um nun in altbewährter japanischer Schlichtheit aber neuem Glanz zu erstrahlen.

Obwohl der Japanische Bonsaigarten wirklich sehr klein und in wenigen Minuten durchwandert ist, lohnt sich ein Abstecher, wenn man in der Nähe ist. Je nach Saison können Kamelien, Kirschblüten, Azaleen, Satsuki-Azaleen, Hortensien und Chrysanthemen bestaunt werden sowie die atemberaubende Herbstfärbung. Im Moment (16.09.2017 – 15.10.2017) findet das Kiku Matsuri – Chrysanthemen-Festival statt. Leider waren die Blüten der meisten Chrysanthemen noch geschlossen, als ich Anfang letzter Woche den Garten besuchte, sodass es nicht sehr viel Buntes zu sehen gab. 😦 Vielleicht habt ihr etwas später mehr Glück.
Empfehlenswert ist auf jeden Fall die bunte Herbstfärbung im Oktober. Vom 21.10.2017 bis 31.10.2017 findet das Toro Matsuri, das japanische Laternenfest, statt, bevor der Garten dann im November in seinen fünfmonatigen Winterschlaf fällt. ^^° Die Bilder, die ihr hier in diesem Post seht, sind aus dem Jahr 2015 sowie aus diesem Jahr.

Bonsai-Liebhaber können übrigens auch ein gutes Stück für ihre Sammlung erwerben, Zubehör kaufen oder an gelegentlichen Workshops teilnehmen.

Japanischer Bonsaigarten
Fercher Str. 61 (Mittelbusch)
14548 Schwielowsee (Ortschaft Ferch)

Internetseite (deutsch)
www.bonsai-haus.de

Öffnungszeiten:
25.03. bis 01.11. Dienstag bis Sonntag
10:00 – 18:00 Uhr (letzter Einlass: 17:30 Ihr)
(feiertags geöffnet, einen Tag danach geschlossen)
(abweichende Öffnungszeiten zum Laternenfest s. Internetseite)

Eintritt:
4,00 € pro Person (Kinder: 2,00 €)
(abweichende Preise bei Festen/Veranstaltungen)


The Japanese Bonsai Garden in Ferch, near Potsdam

Sometimes you can find a hidden “little piece of Japan” at a place, you wouldn’t guess. In this case the village Ferch in the municipality Schwielowsee, just some kilometers from Potsdam in the German federal state Brandenburg presents a little oasis of Japanese garden art and tea culture. I’m talking about the Japanese Bonsai Garden, whose doors are opened almost daily for visitors since 1999 in late spring, summer and autumn by owner and private man Tilo Gragert. His passion for bonsais raised when Tilo Gragert found his mother’s bonsai book in 1979. From then on he studied specialist literature, travelled to Japan to learn from the great bonsai masters and finally bought a piece of land to fulfill his big dream of a little paradise. In a long time of hard work the soil was changed, trees were planted, a lake arranged and the Japanese garden created. In this Tilo Gragert combines even different types of Japanese garden architecture like f.e. the roaming garden to pace across and experience nature, the enclosed garden (tsubo-niwa), which you can look at from a special point of view like a three-dimensional painting or the Buddhistic Zen garden, a place of meditation. On a few square metres you can get different impressions and of course enjoy the exhibited bonsai collection in all its glory.

A round tour across the grounds

Behind the main gate you are leaded a way through the cherry and hydrangea garden. The following tea garden with its moss carpet is viewed best from the porch of the teahouse. In this teahouse, conducted by Katja Gragert, guests can choose from a wide range of Japanese green teas, but also herb teas and black teas from China, Nepal, South Korea and Africa as well as typical Japanese tea sweets. A little shop offers Japanese tea ceramics, tea cakes and mochis as souvenirs as well as postcards of the bonsai garden. On the backside of the teahouse there is the Zen garden, a stone garden of Buddhistic origin with a raked gravel bed inviting for meditation. On the teahouse’s backside sunporch you can take a rest at the low Japanese tables and taste a bowl of tea while enjoying the scenery.
Next to the tea garden there is a little open-air but roofed bonsai exhibition and the entrance to the roaming garden. Here you can walk a circular track around the koi pond, delve into the landscape of bushes and hills, discover stone lanterns between Japanese maple and bamboo, count another bonsais and pass the pavilion. On schedule for the seasonal opening this year the pavilion was elaborately restored, still in its classical Japanese simplicity, but to shine in new splendour.

Although the Japanese Bonsai Garden is indeed very small and can be completely wandered through in a few minutes, a slight detour is worth it when you’re in the area. According to the season you can marvel at camellias, cherry blossoms, azaleas, satsuki azaleas, hydrangeas, chrysanthemums and the stunning autumn colouring. Right now (Sep 16th 2017 – Oct 15th 2017) there is the Kiku Matsuri – Chrysanthemum Festival. Unfortunately the blossoms of most of the chrysanthemums were still closed, when I visited the garden beginning of last week, so that there weren’t much colours to see. 😦 Maybe you have better fortune.
Anyway the autumn colouring in October is definitely recommendable. From Oct 21st 2017 to Oct 31st 2017 the Toro Matsuri, the Japanese Lantern Festival, is taking place until the garden will drop off to hibernation.^^° The pictures here in this post are from the year 2015 as well as from this year.
By the way bonsai lovers can purchase a good piece for their collection, get themselves some accessories or attend one of the occasional workshops.

Japanischer Bonsaigarten (Japanese Bonsai Garden)
Fercher Str. 61 (Mittelbusch)
14548 Schwielowsee (village Ferch)

website (German only)
www.bonsai-haus.de

opening times:
March 25th to November 1st Tuesday to Sunday
10:00 – 18:00 (last entrance: 17:30)
(open on official holidays, closed one day after)
(divergent opening times during the lantern festival, see website – or ask me ;))

entrance fee:
4,00 € per person (children: 2,00 €)
(divergent prices during festivals/exhibitions)

Japanische Küche in Berlin: Hashi – Izakaya & Japanese Kitchen ☆ Japanese cuisine in Berlin: Hashi – Izakaya & Japanese Kitchen

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Japanische Tapas für einen besonderen Anlass

Vor einer Weile habe ich die neue Themenreihe „Deutsche Küche in Berlin“ eingeführt, zu der ich euch immer mal wieder ein deutsches Restaurant oder Café in Berlin vorstellen möchte.
Unter der Rubrik „Japanische Küche in Berlin“ soll es nun um japanische Köstlichkeiten gehen. Zwar hat Berlin kein japanisches Viertel zu bieten, aber japanische Restaurants lassen sich dann doch hier und da finden und selbstverständlich steht nicht nur Sushi auf der Speisekarte.

Hashi, Japanese Izakaya, 居酒屋, Berlin, ベルリン, Deutschland, ドイツ, Germany, japanisches Restaurant, Japanese restaurant, Japanese tapas, japanische TapasDen Anfang hierzu macht jetzt einfach mal, entgegen meiner Ursprungsidee, das Hashi – Izakaya & Japanese Kitchen, das sich rühmt, Berlins erste Izakaya zu sein. Was das überhaupt ist?
Eine Izakaya (deren Namen das „i“ für „sitzen“ und das „sakaya“ für Sake-Laden umfasst) ist im Grunde eine japanische Kneipe, also ein Laden, in dem man (im Sitzen) Alkohol trinken kann. Da man in Japan aber eigentlich immer etwas zum Alkohol isst, gibt es in der Izakaya eine große Speisekarte mit verschiedenen Kleinigkeiten (Fleisch, Fisch, Spieße, Vegetarisches usw.). Ich würde eine Izakaya daher eher mit einer Tapas-Bar als mit einer deutschen Kneipe vergleichen. Man sitzt gesellig zusammen, meist unter Freunden oder Arbeitskollegen, bestellt eine Reihe von Snacks und plaudert in den Abend hinein.

Hashi, Japanese Izakaya, 居酒屋, Berlin, ベルリン, Deutschland, ドイツ, Germany, japanisches Restaurant, Japanese restaurant, Japanese tapas, japanische TapasVielleicht aufgrund der vielen kleinen Köstlichkeiten, die es hier und da zu probieren gilt, oder einfach nur wegen der Symbolträchtigkeit für die japanische Esskultur, wurde das Hashi nach den japanischen Essstäbchen benannt. Kräftig in Szene gesetzt wird der Name durch die Installation von 17.000 Stäbchen, die die Decke des Restaurants zieren!
Alles ist „groß“ im Hashi: Das Restaurant selbst, das sogar Party-Buchungen für bis zu 70 Personen möglich macht, die Nähe zur japanischen Küche (es gibt eine offene Küche, um den Köchen live zusehen zu können) – und leider auch die Preise. ^^°
Aber wer einen schönen Abend in netter Runde, vielleicht zu besonderem Anlass, erleben möchte, kann sich durch vielfältige japanische Speisen schlemmen.

Da wäre z.B. gegrilltes Lachsfilet in Teriyaki-Sauce oder gegrilltes Atlantik-Makrelenfilet in Zitrus-Ponzu-Sauce mit geriebenem Rettich. Fleisch kommt meist in Form von Huhn daher, etwa als Chicken Katsu (mit panierter Kruste wie ein Schnitzel) oder als Karaage (frittiert und mariniert, mit japanischer Mayonnaise). Wer Schweinefleisch bevorzugt, Hashi, Japanese Izakaya, 居酒屋, Berlin, ベルリン, Deutschland, ドイツ, Germany, japanisches Restaurant, Japanese restaurant, Japanese tapas, japanische Tapasmuss sich an gegrillte Baby Pork-Rippchen halten, Rindfleisch-Fans können ein Stück mariniertes Barbeque-Rindfleisch auf einem Reis-Patty bestellen. Natürlich gibt es auch Spieße. Hier hat man die Wahl zwischen klassischen Yakitori-Spießen, Yakitori mit Yuzukosho (Paste aus der Zitrusfrucht Yuzu sowie schwarzem Pfeffer) und Tsukune (gegrillten japanischen Bouletten mit Yakitori-Sauce). Wer lieber Sea Food bevorzugt, kann z.B. Takoyaki bestellen (Teigbällchen mit Oktopus-Füllung), Yaki Ika (gegrillten Tintenfisch) oder Ebi Kushi (gegrillte und gewürzte Shrimps am Spieß).
Vegetarische Tapas dürfen natürlich nicht fehlen. Hier fand ich vor allem Nasu Dengaku (frittierte Aubergine mit würziger Miso-Paste) und das Süßkartoffel-Tempura empfehlenswert. Außerdem gibt es gedünstete Lotuswurzeln, Edamame (gekochte Sojabohnen mit Meersalz), Wakame-Algensalat und zwei Gerichte mit Seidentofu sowie einen Tofu-Salat. Nicht unerwähnt sollte die große Auswahl an Sashimi, Nigiri-Sushi und Uramaki-Sushi (inside-out) bleiben. Natürlich gibt es auch Miso-Suppe sowie eine vegane Alternative aus Kombu-Seetang und Gemüse anstelle Dashi (Fischfond). Außerdem können – als ganze Gerichte, also nicht in Tapas-Größe – verschiedene Udon-Nudelsuppen-Variationen sowie ein Rindfleisch-Curry-Gericht bestellt werden. Als Nachtisch kann man zwischen einem Warabi Mochi Set (klebriger japanischer Reiskuchen), einem Mochi Ice Cream Set (Eis ummantelt von Mochi) und einem Dorayaki Set (japanischer Pfannkuchen mit roter Bohnenpaste plus einer Kugel Eis) wählen.
Zur Lunch-Zeit gibt es eine abweichende Mittagskarte mit einer Auswahl an Bentos (japanischen Lunch-Boxen) und einigen weiteren Gerichten.
Na, schon hungrig?

Hashi – Izakaya & Japanese Kitchen
Rosenthaler Straße 63
10119 Berlin-Mitte
(nahe U-Bahnhof Rosenthaler Platz oder Weinmeisterstraße)

Internet-Seite: http://hashi-kitchen.de (deutsch, englisch, japanisch)

Standort-Link

Öffnungszeiten:
s. Internet-Seite


Japanese cuisine in Berlin: Hashi – Izakaya & Japanese Kitchen
Japanese tapas for a special occasion

Some time ago I introduced a new post series of mine that has “German cusine in Berlin” for a theme and focuses on tips for restaurants or cafés in Berlin.
Under the headline “Japanese cuisine in Berlin” it is about Japanese delicacies now. Well, Berlin has no Japanese district to offer, but you can occasionally find Japanese restaurants and there’s not only sushi on the menu.

As a starter here comes, against my original idea, the Hashi – Izakaya & Japanese Kitchen, which prides itself to be Berlin’s first izakaya. What this actually is?
An izakaya (including the “i” for “sitting” plus the “sakaya” for “Sake shop”) is basically a Japanese pub, that means a shop, where you can drink alcohol (while sitting). But since you almost ever eat something when consuming alcohol in Japan, there is an enlarged menu with various small dishes (meat, fish, skewers, vegetarian food and so on). So I would rather compare an izakaya with a tapas bar than with a German pub. You sit together, usually among friends or work colleagues, order a number of snacks and chitchat into the evening.

Maybe due to the many small delicacies, that have to be tasted, or simply beacause of the symbolic importance of the Japanese cuisine, Hashi was named after the Japanese chopsticks. The name is staged by an installation of 17.000 chopsticks decorating the restaurant’s ceiling!
Everything is “big” at Hashi: The restaurant itself which even offers party bookings for up to 70 guests, the closeness to the Japanese cuisine (there is an open cuisine where you can watch the chefs’ live cooking) – and well, unfortunately also the prices. ^^°
But who wants to experience a nice evening in good company, maybe for a special occasion, can gourmandise through various Japanese dishes.

There is f.e. grilled salmon fillet in teriyaki sauce or a grilled Atlantic mackerel fillet in citrus-ponzu-sauce with grated radish. Meat comes around in the form of chicken mostly, f.e. as a chicken katsu (with a breaded crust like a schnitzel (cutlet)) or as karaage (deep-fried and marinated, with Japanese mayonnaise). Who prefers pork, has to choose the grilled baby pork ribs, beef fans can order a piece of marinated barbeque beef on a rice patty. Of course there are also skewers. Here you can decide between the classical yakitori skewers, yakitori with yuzukosho (paste of the citrus fruit yuzu as well as black pepper) and tsukune (grilled Japanese meatballs with yakitori sasuce). Who prefers sea food, can f.e. try takoyaki (dough balls with octopus filling), yaki ika (grilled squid) or ebi kushi (grilled and spiced prawn skewers).
Vegetarian tapas can’t be missing of course. Here I found especially nasu dengaku (deep-fried eggplant with tangy miso paste) and the sweet potato temura recommendable. Furthermore there are steamed lotus roots, edamame (boiled soybeans with sea salt), wakame seaweed salad and two dishes with silken tofu as well as a tofu salad. Not unmentioned should go the wide range of sashimi, nigiri sushi and uramaki sushi (inside-out). Of course there is also miso soup as well as a vegan option made with kombu kelp and vegetables instead of dashi (fish stock). Furthermore you can order different udon noodle soup variations and a beef curry dish as whole dishes, that means not tapas-sized ones. For dessert you can choose between a warabi mochi set (sticky Japanese rice cake), a mochi ice cream set (ice cream coated in mochi) and a dorayaki set (Japanese pancakes with red-beans-paste plus a scoope of ice cream).
Around lunch time there is a different menu with a selection of bentos (Japanese lunch boxes) and some other dishes.
Well then, already hungry?

Hashi – Izakaya & Japanese Kitchen
Rosenthaler Straße 63
10119 Berlin-Mitte
(near subway station Rosenthaler Platz or Weinmeisterstraße)

website: http://hashi-kitchen.de/en/ (German, English, Japanese)

on the map-link

opening times:
s. website

The Carnival of Cultures in Berlin 2017 ☆ Der Karneval der Kulturen in Berlin 2017

Karneval der Kulturen, Carnival of Cultures, Straßenfest, street festival, Germany, Berlin, ベルリン, Deutschland, ドイツ, cultures, Kulturen, nationsDiesen Beitrag auf Deutsch lesen? Bitte scrollen.

The Whitsun weekend is over and with it the Carnival of Cultures 2017 in Berlin. Again I joined it and cannot wait to tell you about the new and familiar things this year.
In 2015 I already wrote about this event. Who cannot be discouraged by the bad writing style at least in the German version (in this time I started to write it in English first and then translated it into German), can find the post here.

Karneval der Kulturen, Carnival of Cultures, Straßenfest, street festival, Germany, Berlin, ベルリン, Deutschland, ドイツ, cultures, Kulturen, nationsThe Carnival of Cultures is a street festival, that has been taking place in Berlin-Kreuzberg yearly since 1996. On four days the visitors are offered stands of different countries and cultures with tasty food, handicraft and everyday objects as well as performances on different big stages. The highlight of the event is the carnival parade, similar to his big brother in Rio, which takes place on Sunday and is impressing visitors from around the world with music, dance, art and performance in colourful costumes. Who refrains from the parade (f.e. who has has already seen it before), is recommended to decide for Friday or Saturday due to the mass of visitors. This year there were totally 900.000 people.Karneval der Kulturen, Carnival of Cultures, Straßenfest, street festival, Germany, Berlin, ベルリン, Deutschland, ドイツ, cultures, Kulturen, nations

Handicraft on the Carnival of Cultures

As usual stands with products from Africa and South America were highest in number. You could find animal skulptures carved into wood, drums, scarfs, jewelry and much more. Besides many clothes from stylish leather skirts and decorative crocket lace chemises over elegant beach dresses and unique felt hats until eco linen clothes and self-sewed decoration gaiters there were especially handicrafts to look at. Dried real pansy blossoms in dazzling colours (presumably ingrained in artificial resin) as necklace pendants, brooches, rings and earrings or real leaf skeletons refined with metals – to name only two of them.
Berc Apeligan as a small entrepreneur creates retro designer handbags in record, guitar or telephone shape, with The Beatles or Audrey Hepburn attached as a photo print – every bag a unicum. Two years ago he started to sell his masterpieces under the brand name Coolberc on the creative online market platform DaWanda – or on the Carnival of Cultures in Berlin.

You can see: Like every year the Carnival of Cultures is a meeting place for creative originators and art interested customers – unfortunately often not inexpensive, but one cannot have everything. 😉 The only thing that might be even more pricy than handicraft is probably the food…

Culinary things on the Carnival of Cultures

Since Africa stands were high in number as mentioned before, I tested culinary specialities of Togo this time: Asindessi (a peanut sauce- or stew dish, in this case with okra and African eggplants), Ablo (steamed rice wheat semolina) as well as couscous and mixed vegetables (carrots, paprika,…). It was excellent, so that I regretted a bit to have taken only a sample amount of it.
Furthermore I tried Spanish and Argentinian chorizo sausage. In opposite to the reddish Spanish chorizo, that you can find in tapas restaurants or already in supermarkets, I know the Argentinian version only from the Carnvial of Cultures, I think. The two sorts of sausages tastes quite different, but both well or respectively different from stand to stand. While sometimes gross fat pieces hamper the good taste, it is a delectation at other stands.
Karneval der Kulturen, Carnival of Cultures, Straßenfest, street festival, Germany, Berlin, ベルリン, Deutschland, ドイツ, cultures, Kulturen, African marinated chickenAfter a detour to oriental street food (chicken kebab in flatbread) the evening ended up African again with tasty marinated maxi-size chicken skewers.
For drinks, which had as usual a wide range in the alcoholic section (in the first line the new “in” beverage “craft beer”), I could at least try “Mors” (a wild berry juice), woodruff lemonade and birch tree juice at a Russian stand. The latter was especially interesting for me. It tasted delightfully fruity, but not too sweet and was a real insider tip.
I also purchased Moroccan mint tea (green tea with nana mint). ^^

Japanisches auf dem Karneval der Kulturen

Karneval der Kulturen, Carnival of Cultures, Straßenfest, street festival, Germany, Berlin, ベルリン, Deutschland, ドイツ, Japanese street food, Korokke, Kitchen MINEIn fact Asian cultures slowely started to represent themselves on the street festival! Besides a Korean burger stand, which offered galbi variations (Korean dish of marinated beef ribs, thinly cutted like “pulled pork”), there was also a Japanese stand selling takoyaki (dough balls with octopus filling) and one with korokke this year. I fell for the latter of them. Here Ayumi, the boss, sold her selfmade korokke, in a way the Japanese version of the French croquettes. Korokke that are not only made from mashed potatoes, but also from minced meat, vegetables and sea food according to the respective recipe, are a common snack (or side dish) in Japan, that didn’t attract my attention so much before. Who doesn’t know korokke or who has been ignoring it shamefully like me, should definitely try a sample! With her stand “Kitchen MINE” Ayumi is occasionally on various street food markets and street festivals in Berlin.
Besides “Grandma’s Korokke” made of potatoes and pork belly, you could try “Popeye” with potatoes and spinach as well as the cheese version with potatoes and gouda on the Carnival of Cultures. – All selfmade of course, because already the korokke of Ayumi’s grandmother had been always the best and were the inspiration for her business concept. “Selfmade” says it all at Ayumi’s. Also the headpiece for her stand mascot in the shape of a korokke treat is self-created of papermache by her, as well as the little plate for the change in lettuce leaf look.
Dear Ayumi, I think, we will meet up again soon! 🙂


Der Karneval der Kulturen in Berlin 2017

Das Pfingstwochenende ist vorbei und mit ihm der diesjährige Karneval der Kulturen in Berlin. Auch dieses Jahr war ich dabei und berichte euch nun, was es Neues und Bekanntes gab.
2015 habe ich bereits über das Event geschrieben. Wen der schlechte Schreibstil zumindest der deutschen Version nicht abschreckt (damals habe ich den Text erst auf Englisch geschrieben und dann ins Deutsche übersetzt), findet den Post hier.

Der Karneval der Kulturen ist ein Straßenfest, das seit 1996 jährlich in Berlin-Kreuzberg veranstaltet wird. Geboten werden den Besuchern an vier Tagen Stände verschiedenster Länder und Kulturen mit leckerem Essen, Kunsthandwerk und Gebrauchsgegenständen sowie Darbietungen auf verschiedenen großen Bühnen. Höhepunkt der Veranstaltung ist der Karnevalsumzug, ähnlich seinem großen Bruder in Rio, der am Sonntag stattfindet und mit Musik, Tanz, Kunst und Performance in farbenprächtigen Kostümen Besucher aus aller Welt anlockt. Wer auf den Umzug verzichten kann (ihn z.B. schon einmal gesehen hat), sollte sich aufgrund der Menschenmassen für den Freitag oder Samstag entscheiden. Dieses Jahr waren es ingesamt 900.000 Menschen.

Kunsthandwerk auf dem Karneval der Kulturen

Wie üblich am meisten vertreten waren Stände mit Produkten aus Afrika und Südamerika. Es gab aus Holz geschnitzte Tierfiguren, Trommeln, Tücher, Schmuck und einiges mehr. Neben vierlerlei Kleidung von stylishen Lederröcken und dekorativen Häkelspitzenhemden über edle Strandkleider und ausgefallene Filzhüte bis hin zu Öko-Leinenwäsche und selbstgenähte Deko-Gamaschen gab es vor allem Kunsthandwerk zu bestaunen. Getrocknete echte Stiefmütterchen-Blüten in leuchtenden Farben (vermutlich in Kunstharz eingegossen) als Kettenanhänger, Broschen, Ringe und Ohrringe oder echte Blattskelette mit Metallen veredelt – um nur zwei Beispiele zu nennen.
Berc Apeligan designt als Kleinunternehmer Retro-Designer-Handtaschen in Schallplatten-, Gitarren- oder Telefon-Form, mit den Beatles oder Audrey Hepburn als Fotoaufdruck – jedes Stück ein Unikat. Seit zwei Jahren verkauft er seine Meisterstücke unter der Marke Coolberc auf der kreativen Online-Markt-Plattform DaWanda – oder auf dem Karneval der Kulturen in Berlin.

Man sieht: Wie jedes Jahr ist der Karneval der Kulturen ein Treffpunkt für kreative Schöpfer und kunstbegeisterte Kunden – leider oft nicht preiswert, aber wer kann schon alles haben? 😉
Das einzige, was auf dem Karneval noch teurer ist als das Kunsthandwerk, ist wohl das Essen…

Kulinarisches auf dem Karneval der Kulturen

Da Afrika wie erwähnt und gewohnt, deutlich am meisten vertreten war, testete ich dieses Mal kulinarische Spezialtäten aus Togo: Asindessi (ein Erdnusssauce- oder Eintopfgericht, in diesem Fall mit Okraschoten und afrikanischen Auberginen), Ablo (gedämpfter Reis-Weizengrießteig) sowie Couscous und gemischtes Gemüse (Mohrrüben, Paprika,…). Es schmeckte ausgezeichnet, sodass ich es ein wenig bereute, nur eine Kostprobe genommen zu haben.
Des Weiteren probierte ich spanische und argentinische Chorizo-Wurst. Im Gegensatz zur rötlichen spanischen Chorizo, die es auch in Tapas-Restaurants oder inzwischen im Supermarkt gibt, kenne ich die argentinische Variante eigentlich nur vom Karneval der Kulturen. Die beiden Wurstsorten schmecken recht unterschiedlich, aber beide gut bzw. unterschiedlich von Stand zu Stand. Während manchmal grobe Fettstücke stören, ist es an anderen Ständen ein Hochgenuss.
Nach einem Abstecher zum orientalischen Street Food (Hühnchen-Kebap im Fladenbrot) endete der Abend dann wieder afrikanisch bei unglaublich lecker mariniertem Hühnchen am Spieß.
An Getränken, die wie immer vor allem im alkoholischen Bereich stark vertreten waren (ganze vorne das neue In-Getränk „Craft Beer“), konnte ich immerhin an einem russischen Stand „Mors“ (einen Waldbeerensaft), Waldmeisterlimonade und Birkensaft probieren. Auf letzteren war ich besonders gespannt. Angenehm fruchtig und doch nicht zu süß war es ein echter Geheimtipp. Außerdem konnte ich marokkanischen Minztee (Grüntee mit Nana-Minze) erwerben. ^^

Japanisches auf dem Karneval der Kulturen

Tatsächlich wagen es langsam endlich auch asiatische Kulturen, sich auf dem Straßenfest zu präsentieren. So gab es dieses Jahr neben einem koreanischen Burger-Stand, der Galbi-Variationen (koreanisches Gericht aus marinierten Rinderrippchen, gezupft wie Pulled Pork) anbot, auch einen japanischen Stand mit Takoyaki (Teigbällchen mit Oktopusfüllung) und einen mit Korokke. Letzterer hatte es mir besonders angetan. Ayumi, die Chefin, verkaufte hier ihre selbstgemachten Korokke, sozusagen die japanische Version der französischen Kroketten. Korokke, die nicht nur aus Kartoffelpüree, sondern je nach Rezept auch aus Hackfleisch, Gemüse und Sea Food hergestellt werden, sind ein verbreiteter Snack (oder auch Beilage) in Japan, die von mir nie besonders beachtet wurde. Wer Korokke nicht kennt oder es bisher ebenso schmählich ignoriert hat, sollte unbedingt einmal eine Kostprobe nachholen! Mit ihrem Stand „Kitchen MINE“ ist Ayumi hin und wieder auf diversen Street Food-Märkten und Straßenfesten in Berlin vertreten.
Neben „Oma’s Korokke“ aus Kartoffeln und Schweinebauch konnte man auf dem Karneval der Kulturen auch „Popeye“ mit Kartoffeln und Spinat sowie die Käse-Variante mit Kartoffeln und Gouda probieren. – Alles selbstgemacht natürlich, denn schon die Korokke von Ayumis Großmutter waren immer die besten und dienten ihr als Inspiration für die Geschäftsidee. „Selbstgemacht“ ist bei Ayumi sowieso Programm. Auch die Kopfbedeckung ihres Standmaskottchens in Form eines Korokke-Leckerbissens hat sie selbst aus Papermache kreiert, ebenso das Wechselgeld-Tellerchen in Salatblatt-Optik.
Liebe Ayumi, ich glaube, wir sehen uns bald wieder! 🙂

Markenwahn der Japaner – ein psychologischer Ansatz ☆ Japanese people’s brand mania – a psychological approach

Markenwahn, brand mania, Japan, 日本, Deutschland, Germany, ドイツ, crazy about brands, verrückt nach MarkenJapaner lieben Marken. Neue Sportschuhe müssen von Puma, Adidas oder Nike sein, die neue Handtasche von Louis Vitton, der Anzug am besten von Armani und Pflegeprodukte nur von Shiseido. Egal, ob Schulkind, Hausfrau oder Geschäftsmann – jeder bevorzugt grundsätzlich immer das Produkt, das Rang und Namen hat. Aber ist das nicht in Deutschland genauso?
Ja und nein. Natürlich kennt man den Begriff „Markenwahn“. Besonders bei Kindern und Jugendlichen, die immer dem neuesten Trend hinterherrennen, soll es sehr verbreitet sein – ein Grund, warum Länder wie Japan die Tradition der Schuluniformen weiterhin pflegt. Kinder, die No-Name-Produkte mit in die Schule bringen, sei es Kleidung, Schulmaterial, Elektronik oder sonst irgendetwas, werden von ihren Klassenkameraden gemobbt, so heißt es. Ist das wirklich so? Ich kann mich erinnern, dass es bei uns in der Oberschule einmal spöttische Kommentare gab, weil ein Junge vermehrt oder ausschließlich S. Oliver-Pullover trug. Es war also eher gegenteilig gelagert. Die Mitschüler fragten sich, warum der Junge immer mit den Marken-Pullis protzen wollte, ob er sich für etwas Besseres hielt oder einfach nur schlichten Geschmack besaß.
Tatsächlich muss ich zugeben, dass mir jeglicher Markenwahn total fremd ist. Ich habe ihn selbst in meiner Schulzeit nie erlebt und kann auch einfach nicht nachvollziehen, warum z.B. eine Tasche mehrere hundert oder tausend Euro kosten muss, um eine gute Handtasche zu sein und warum sie denn nicht wenigstens hübsch aussehen darf, wenn sie sich rühmt, von Louis Vitton zu sein. Warum sich so viele Frauen das Geld vom Mund absparen, um irgendwann so eine Tasche besitzen zu können, die einfach nur braun ist und ein paar Initialen trägt oder ein hässliches fantasieloses Muster oder noch nicht einmal das. Ich verstehe es einfach nicht. Jedenfalls nicht bei Produkten, die ihrem Namen oder ihrer nachgesagten Qualität nicht gerecht werden. Natürlich kann man Dinge erproben. Wenn man z.B. der Meinung ist, dass nur die Gummibären schmecken, die sich Haribo Goldbären nennen oder wenn man ausschließlich Hemden von Lacoste trägt, weil man nur in diesen nie schwitzt oder weil man z.B. diese hässliche braune Louis Vitton-Tasche einfach am absolut geilsten im Laden findet, also dann ist das für mich durchaus ein Argument. Eine Lewis-Jeans hält sicherlich auch wesentlich länger als eine von Primark und für eine Rolex benötigt man bestimmt nicht gefühlt alle paar Monate eine neue Batterie. Aber Produkte einfach nur zu mögen oder zu kaufen, weil sie teuer und bekannt sind, ist für mich vollkommen unverständlich.

Der deutsche Blick auf Markenwaren

Grundsätzlich werden mir vermutlich einige deutsche Leser an dieser Stelle zustimmen, denn obwohl es immer jene und solche Menschen gibt und am Ende jeder selbst entscheiden muss, zu welchem Kauftyp er oder sie gehört, ist der Begriff „Markenwahn“ in Deutschland doch geläufig und eher negativ besetzt. Wer zu teure Kleidung trägt, immer das neueste Smartphone haben muss oder schon wieder ein neues Auto fährt, erntet eher böse Blicke der Nachbarn, Kollegen und Bekannten. Es ist natürlich Neid im Spiel, weil viele Menschen gerne hätten, was andere sich leisten können. Da wird dann schnell mal ein Qualitätsprodukt verbal niedergemacht, weil der Frust über das fehlende Kleingeld siegt – kein so schöner Charakterzug, aber leider auch typisch deutsch: Der eine gönnt dem anderen nichts. Um es ein wenig positiver zu gestalten, könnte man anführen, dass es sicherlich auch etwas damit zu tun hat, dass Deutsche gerne ihren persönlichen Charakter zur Schau stellen, sich gerne von ihren Mitmenschen abheben wollen (z.B. durch Kleidung oder Prestige-Objekte), Individualität und eine eigene Meinung schätzen. Sie probieren neue Dinge aus, ändern ihren Geschmack, folgen Trends oder wenden sich von ihnen ab – dabei sind Nachmacher oder Nebenbuhler natürlich unerwünscht.

Die japanische Prägung

Japaner probieren auch sehr gerne aus. Das sieht man zum Beispiel an den ständig wechselnden Saison-Angeboten, die es im Jahr gibt, an Special-Editions, die nur an oder in bestimmten Orten oder Regionen erhältlich sind – doch auch hier geht es natürlich wieder um Exklusivität.
Ich denke, es hat vor allem etwas damit zu tun, wie es sich mit den Grundzügen der Gesellschaft in Japan im Gegensatz zu denen in Deutschland verhält. Während in Deutschland, wie oben erwähnt, der einzelne im Mittelpunkt steht, so ist es in Japan die Gemeinschaft. „Hast du schon gehört…? Es hat eine neue Restaurant-Kette aufgemacht.“ „Wenn du nach Deutschland gehst, musst du unbedingt Schokolade von Lindt mitbringen.“ „Panasonic ist am besten.“
Die Suche nach dem Perfekten eint sozusagen die Gemeinschaft. Alle haben das gleiche Ziel. Das ist schon in der Schule irgendwie anders. Von Anfang an wird den Kindern beigebracht, dass Leistung etwas Gutes ist. Wenn du dich anstrengst, kannst du etwas erreichen, also leg dich ins Zeug! Dabei entsteht seltsamerweise kein Konkurrenzkampf, sondern ein Miteinander, das Leistungen fördert. Die Älteren helfen den Jüngeren, die leistungsstärkeren den leistungsschwächeren Schülern. Im Gegenteil zu Deutschland, wo Schüler gehänselt werden, wenn sie gute Noten liefern oder sich artig an Regeln halten, ist in Japan das Mobbing aufgrund schlechter Noten unter Schülern ein Problem, das teils bizarre Größe annimmt, ja sogar Selbstmorde verursacht. Neben schlechten Schulnoten steht auch Andersartigkeit im Fokus von Mobbing-Attacken, die man in Japan als „Ijime“ (虐め) bezeichnet. Das ist natürlich auch kein schöner Aspekt, aber im Großen und Ganzen hält Japans Gesellschaft zusammen. Jeder versucht sein Bestes, um ein wertvolles Teil des Ganzen zu sein. Die Lernbereitschaft, sicherlich aber auch der Druck von außen durch Eltern, Lehrer, Kollegen, Vorgesetzte, Familie und Freunde, ist scheinbar größer. Die Kinder wollen später einmal so erfolgreich sein wie der Vater, der Frischling in der Firma so gut wie die älteren Kollegen. Wer es dann zu etwas gebracht hat, darf das gerne zeigen und erntet Anerkennung. Wenn ein schneller, teurer Sportwagen lautstark vorbeifährt, heißt es nicht „Was für ein Proll mit seiner Angeber-Karre!“ sondern „Oooh, was für ein tolles Auto – das würde ich auch gerne mal irgendwann fahren!“

Deutsche Geschäfte reagieren auf diesen Marken-Kauftrieb. Bei Japanern wie auch Chinesen und Russen wittern sie ein großes Geschäft, das gern mal teurer sein darf. Luxuskaufhäuser wie das Berliner KaDeWe („Kaufhaus des Westens“) fokussieren sich auch in ihrem Angebot speziell auf diese Zielgruppen. Deutsche betreten das Kaufhaus eher aus Sightseeing-Aspekten, sehen sich alles an und kaufen dann anderswo günstiger ein.
Ist das cleverer? Es ist vermutlich nur eine andere Sichtweise der Dinge. Am Ende muss jeder selber wissen, was er oder sie bevorzugt. Ich freue mich jedenfalls immer, wenn ich darlegen kann, dass auch No-Name-Schokolade sehr lecker sein kann oder die Billigmütze aus dem Internet schon jahrelang tadellos hält. Und auch Japaner lieben natürlich Schnäppchen. 😉



Japanese people’s brand mania – a psychological approach

Japanese people love brands. New sports shoes have to be by Puma, Adidas or Nike, the new handbag by Louis Vitton, the suit preferably by Armani and care products only by Shiseido. No matter if schoolchild, housewife or businessman – everyone basically prefers the product of distinction. But isn’t this the same in Germany? Yes and no. Of course people know the term “brand mania”. Especially among children and youths who run after the latest trend, it should be very common – a reason why countries like Japan still practise the tradition of school uniforms. Children who bring no-name products to school wether it is clothing, school materials, electronics or anything else, are bullied by their classmates, it is said.
Is that really true? I can remember some mocking comments about a boy in my grammar school who wore aggrandised or solely S. Oliver pullovers. So it was rather opposite. The classmates were wondering why the boy wanted to show off with the brand pullovers, if he was thinking to be a cut above the others or simply had a plain taste.
Indeed I have to admit that brand mania in any form is totally strange to me. I didn’t come across it in my school time and I really cannot understand why f.e. a handbag has to cost several hundreds or thousands of Euros to be a good handbag and why it cannot at least look nice when it’s praised to be one by Louis Vitton. Why so many women scrimp and save to own such a bag one day – a bag, which is simply brown or has only some initials on or an ugly unimaginative pattern or not even that. I cannot understand it. Well, at least not for products which cannot live up to their names or quality image. Of course you can try out things. F.e. if you believe that only gummy bears which are called “Haribo Goldbären” are tasty enough to be eaten or if you only wear shirts of Lacoste, because you never sweat in those or if f.e. you think that this ugly brown Louis Vitton bag is the absolute most awesome one in the shop, then this is absolutely an argument for me. Jeans by Lewis surely have a longer lifetime than those of Primark and for a Rolex watch you don’t need a new battery every few felt months. But to love or buy products only because they are expensive or famous, is totally absurd to me.

The German point of view regarding branded goods

Basically some German readers will join me at this point, I guess, because though there are all sorts of people and everybody has to decide on his own in the end, which buyer’s type he or she belongs to, the term “brand mania” is common and rather negative connoted. Who wears too expensive clothes, always has to possess the latest smartphone or again drives a new car, earns rather malignant glances of neighbours, colleagues and acquaintances. Of course envy is a factor since many people would like to have, what others can afford. So a quality product can soon be bashed verbally due to the frustration of the lacking necessary wherewithal – no nice character trait, but unfortunately also typical German: One person begrudges another person the air he or she breathes. To arrange it a bit more positive, you could quote the German people’s habit to self-display their personal character, the passion to mark themselves off from the fellows (f.e. through clothes or prestige items) and their appreciation of individuality and a personal opinion. They like to try new things, change their taste, follow trends or buck them – and for this reason copycats and rivals are unwanted.

The Japanese imprinting

Japanese people also like to try things. You can see this f.e. in the changing seasonal offers throughout the year, in special editions which are only avaiable in some places or areas – but also here it is again about exclusivity.
I think, it mainly has got to do with how the basic essentials of the Japanese society are constructed compared to those in Germany. While in Germany each person’s personality is the centre of attention like described above, it is the whole community in Japan. “Have you already heard…? A new restaurant chain has opened.” “If you are going to Europe, you should take chocolate of Lindt back to Japan.” “Panasonic is the best.”
The search for the perfect unifies the community in a way. Everybody has the same goal. This starts already different in schooldays somehow. Right from the start children are taught that accomplishment is something positive. If you really rack yourself, you can accomplish something, so try harder! Paradoxically this doesn’t lead to a competitive battle but to a cooperation that supports accomplishment. The older ones help the younger ones, the efficient pupils help the inefficienter ones. In opposite to Germany where pupils are bullied if they are getting good marks or behaving good according to rules, in Japan the bullying of pupils because of bad marks is a problem that grows in a bizarre way, even causing suicide in some cases. Besides bad marks also otherness is in the focus of bullying attacks, which are called “ijime” (虐め) in Japan. This is of course also no nice aspect, but overall Japan’s society sticks together. Everybody tries to do his or her best to be a valuable member of the whole. The willigness to learn, but surely also the pressure of parents, teachers, colleagues, superiors, friends and family, seems to be more entensive. Children want to be as successful as the father, the freshman in the company as good as the older colleagues. Who could achieve something finally, is welcome to show it and earns appreciation. If a fast expensive sports car is passing by loudy, there is not the comment “What a chav with his showboat / pimp mobile!” but “Oooh, what a nice car – I would also like to drive one someday!”

German shops respond to the mania for buying brand goods. Japanese as well as Chinese and Russian customers are longed for to make a big deal with, that can be a bit higher prized. Luxury department stores like the Berlin KaDeWe (“Kaufhaus des Westens”, “department store of the West”) are focused even in their product range on those target groups. Germans rather enter the building for sightseeing aspects, look around and then buy their things somewhere else for a cheaper prize.
Is this wiser? It is presumably just another point of view. In the end everybody should know himself, what he or she prefers. Anyhow I am happy if I can show that also no-name chocolate can be very tasty or that the cheapo cap from the internet keeps its impeccable condition for years. And also Japanese people love hot deals of course. 😉