Markenwahn der Japaner – ein psychologischer Ansatz ☆ Japanese people’s brand mania – a psychological approach

Markenwahn, brand mania, Japan, 日本, Deutschland, Germany, ドイツ, crazy about brands, verrückt nach MarkenJapaner lieben Marken. Neue Sportschuhe müssen von Puma, Adidas oder Nike sein, die neue Handtasche von Louis Vitton, der Anzug am besten von Armani und Pflegeprodukte nur von Shiseido. Egal, ob Schulkind, Hausfrau oder Geschäftsmann – jeder bevorzugt grundsätzlich immer das Produkt, das Rang und Namen hat. Aber ist das nicht in Deutschland genauso?
Ja und nein. Natürlich kennt man den Begriff „Markenwahn“. Besonders bei Kindern und Jugendlichen, die immer dem neuesten Trend hinterherrennen, soll es sehr verbreitet sein – ein Grund, warum Länder wie Japan die Tradition der Schuluniformen weiterhin pflegt. Kinder, die No-Name-Produkte mit in die Schule bringen, sei es Kleidung, Schulmaterial, Elektronik oder sonst irgendetwas, werden von ihren Klassenkameraden gemobbt, so heißt es. Ist das wirklich so? Ich kann mich erinnern, dass es bei uns in der Oberschule einmal spöttische Kommentare gab, weil ein Junge vermehrt oder ausschließlich S. Oliver-Pullover trug. Es war also eher gegenteilig gelagert. Die Mitschüler fragten sich, warum der Junge immer mit den Marken-Pullis protzen wollte, ob er sich für etwas Besseres hielt oder einfach nur schlichten Geschmack besaß.
Tatsächlich muss ich zugeben, dass mir jeglicher Markenwahn total fremd ist. Ich habe ihn selbst in meiner Schulzeit nie erlebt und kann auch einfach nicht nachvollziehen, warum z.B. eine Tasche mehrere hundert oder tausend Euro kosten muss, um eine gute Handtasche zu sein und warum sie denn nicht wenigstens hübsch aussehen darf, wenn sie sich rühmt, von Louis Vitton zu sein. Warum sich so viele Frauen das Geld vom Mund absparen, um irgendwann so eine Tasche besitzen zu können, die einfach nur braun ist und ein paar Initialen trägt oder ein hässliches fantasieloses Muster oder noch nicht einmal das. Ich verstehe es einfach nicht. Jedenfalls nicht bei Produkten, die ihrem Namen oder ihrer nachgesagten Qualität nicht gerecht werden. Natürlich kann man Dinge erproben. Wenn man z.B. der Meinung ist, dass nur die Gummibären schmecken, die sich Haribo Goldbären nennen oder wenn man ausschließlich Hemden von Lacoste trägt, weil man nur in diesen nie schwitzt oder weil man z.B. diese hässliche braune Louis Vitton-Tasche einfach am absolut geilsten im Laden findet, also dann ist das für mich durchaus ein Argument. Eine Lewis-Jeans hält sicherlich auch wesentlich länger als eine von Primark und für eine Rolex benötigt man bestimmt nicht gefühlt alle paar Monate eine neue Batterie. Aber Produkte einfach nur zu mögen oder zu kaufen, weil sie teuer und bekannt sind, ist für mich vollkommen unverständlich.

Der deutsche Blick auf Markenwaren

Grundsätzlich werden mir vermutlich einige deutsche Leser an dieser Stelle zustimmen, denn obwohl es immer jene und solche Menschen gibt und am Ende jeder selbst entscheiden muss, zu welchem Kauftyp er oder sie gehört, ist der Begriff „Markenwahn“ in Deutschland doch geläufig und eher negativ besetzt. Wer zu teure Kleidung trägt, immer das neueste Smartphone haben muss oder schon wieder ein neues Auto fährt, erntet eher böse Blicke der Nachbarn, Kollegen und Bekannten. Es ist natürlich Neid im Spiel, weil viele Menschen gerne hätten, was andere sich leisten können. Da wird dann schnell mal ein Qualitätsprodukt verbal niedergemacht, weil der Frust über das fehlende Kleingeld siegt – kein so schöner Charakterzug, aber leider auch typisch deutsch: Der eine gönnt dem anderen nichts. Um es ein wenig positiver zu gestalten, könnte man anführen, dass es sicherlich auch etwas damit zu tun hat, dass Deutsche gerne ihren persönlichen Charakter zur Schau stellen, sich gerne von ihren Mitmenschen abheben wollen (z.B. durch Kleidung oder Prestige-Objekte), Individualität und eine eigene Meinung schätzen. Sie probieren neue Dinge aus, ändern ihren Geschmack, folgen Trends oder wenden sich von ihnen ab – dabei sind Nachmacher oder Nebenbuhler natürlich unerwünscht.

Die japanische Prägung

Japaner probieren auch sehr gerne aus. Das sieht man zum Beispiel an den ständig wechselnden Saison-Angeboten, die es im Jahr gibt, an Special-Editions, die nur an oder in bestimmten Orten oder Regionen erhältlich sind – doch auch hier geht es natürlich wieder um Exklusivität.
Ich denke, es hat vor allem etwas damit zu tun, wie es sich mit den Grundzügen der Gesellschaft in Japan im Gegensatz zu denen in Deutschland verhält. Während in Deutschland, wie oben erwähnt, der einzelne im Mittelpunkt steht, so ist es in Japan die Gemeinschaft. „Hast du schon gehört…? Es hat eine neue Restaurant-Kette aufgemacht.“ „Wenn du nach Deutschland gehst, musst du unbedingt Schokolade von Lindt mitbringen.“ „Panasonic ist am besten.“
Die Suche nach dem Perfekten eint sozusagen die Gemeinschaft. Alle haben das gleiche Ziel. Das ist schon in der Schule irgendwie anders. Von Anfang an wird den Kindern beigebracht, dass Leistung etwas Gutes ist. Wenn du dich anstrengst, kannst du etwas erreichen, also leg dich ins Zeug! Dabei entsteht seltsamerweise kein Konkurrenzkampf, sondern ein Miteinander, das Leistungen fördert. Die Älteren helfen den Jüngeren, die leistungsstärkeren den leistungsschwächeren Schülern. Im Gegenteil zu Deutschland, wo Schüler gehänselt werden, wenn sie gute Noten liefern oder sich artig an Regeln halten, ist in Japan das Mobbing aufgrund schlechter Noten unter Schülern ein Problem, das teils bizarre Größe annimmt, ja sogar Selbstmorde verursacht. Neben schlechten Schulnoten steht auch Andersartigkeit im Fokus von Mobbing-Attacken, die man in Japan als „Ijime“ (虐め) bezeichnet. Das ist natürlich auch kein schöner Aspekt, aber im Großen und Ganzen hält Japans Gesellschaft zusammen. Jeder versucht sein Bestes, um ein wertvolles Teil des Ganzen zu sein. Die Lernbereitschaft, sicherlich aber auch der Druck von außen durch Eltern, Lehrer, Kollegen, Vorgesetzte, Familie und Freunde, ist scheinbar größer. Die Kinder wollen später einmal so erfolgreich sein wie der Vater, der Frischling in der Firma so gut wie die älteren Kollegen. Wer es dann zu etwas gebracht hat, darf das gerne zeigen und erntet Anerkennung. Wenn ein schneller, teurer Sportwagen lautstark vorbeifährt, heißt es nicht „Was für ein Proll mit seiner Angeber-Karre!“ sondern „Oooh, was für ein tolles Auto – das würde ich auch gerne mal irgendwann fahren!“

Deutsche Geschäfte reagieren auf diesen Marken-Kauftrieb. Bei Japanern wie auch Chinesen und Russen wittern sie ein großes Geschäft, das gern mal teurer sein darf. Luxuskaufhäuser wie das Berliner KaDeWe („Kaufhaus des Westens“) fokussieren sich auch in ihrem Angebot speziell auf diese Zielgruppen. Deutsche betreten das Kaufhaus eher aus Sightseeing-Aspekten, sehen sich alles an und kaufen dann anderswo günstiger ein.
Ist das cleverer? Es ist vermutlich nur eine andere Sichtweise der Dinge. Am Ende muss jeder selber wissen, was er oder sie bevorzugt. Ich freue mich jedenfalls immer, wenn ich darlegen kann, dass auch No-Name-Schokolade sehr lecker sein kann oder die Billigmütze aus dem Internet schon jahrelang tadellos hält. Und auch Japaner lieben natürlich Schnäppchen. 😉



Japanese people’s brand mania – a psychological approach

Japanese people love brands. New sports shoes have to be by Puma, Adidas or Nike, the new handbag by Louis Vitton, the suit preferably by Armani and care products only by Shiseido. No matter if schoolchild, housewife or businessman – everyone basically prefers the product of distinction. But isn’t this the same in Germany? Yes and no. Of course people know the term “brand mania”. Especially among children and youths who run after the latest trend, it should be very common – a reason why countries like Japan still practise the tradition of school uniforms. Children who bring no-name products to school wether it is clothing, school materials, electronics or anything else, are bullied by their classmates, it is said.
Is that really true? I can remember some mocking comments about a boy in my grammar school who wore aggrandised or solely S. Oliver pullovers. So it was rather opposite. The classmates were wondering why the boy wanted to show off with the brand pullovers, if he was thinking to be a cut above the others or simply had a plain taste.
Indeed I have to admit that brand mania in any form is totally strange to me. I didn’t come across it in my school time and I really cannot understand why f.e. a handbag has to cost several hundreds or thousands of Euros to be a good handbag and why it cannot at least look nice when it’s praised to be one by Louis Vitton. Why so many women scrimp and save to own such a bag one day – a bag, which is simply brown or has only some initials on or an ugly unimaginative pattern or not even that. I cannot understand it. Well, at least not for products which cannot live up to their names or quality image. Of course you can try out things. F.e. if you believe that only gummy bears which are called “Haribo Goldbären” are tasty enough to be eaten or if you only wear shirts of Lacoste, because you never sweat in those or if f.e. you think that this ugly brown Louis Vitton bag is the absolute most awesome one in the shop, then this is absolutely an argument for me. Jeans by Lewis surely have a longer lifetime than those of Primark and for a Rolex watch you don’t need a new battery every few felt months. But to love or buy products only because they are expensive or famous, is totally absurd to me.

The German point of view regarding branded goods

Basically some German readers will join me at this point, I guess, because though there are all sorts of people and everybody has to decide on his own in the end, which buyer’s type he or she belongs to, the term “brand mania” is common and rather negative connoted. Who wears too expensive clothes, always has to possess the latest smartphone or again drives a new car, earns rather malignant glances of neighbours, colleagues and acquaintances. Of course envy is a factor since many people would like to have, what others can afford. So a quality product can soon be bashed verbally due to the frustration of the lacking necessary wherewithal – no nice character trait, but unfortunately also typical German: One person begrudges another person the air he or she breathes. To arrange it a bit more positive, you could quote the German people’s habit to self-display their personal character, the passion to mark themselves off from the fellows (f.e. through clothes or prestige items) and their appreciation of individuality and a personal opinion. They like to try new things, change their taste, follow trends or buck them – and for this reason copycats and rivals are unwanted.

The Japanese imprinting

Japanese people also like to try things. You can see this f.e. in the changing seasonal offers throughout the year, in special editions which are only avaiable in some places or areas – but also here it is again about exclusivity.
I think, it mainly has got to do with how the basic essentials of the Japanese society are constructed compared to those in Germany. While in Germany each person’s personality is the centre of attention like described above, it is the whole community in Japan. “Have you already heard…? A new restaurant chain has opened.” “If you are going to Europe, you should take chocolate of Lindt back to Japan.” “Panasonic is the best.”
The search for the perfect unifies the community in a way. Everybody has the same goal. This starts already different in schooldays somehow. Right from the start children are taught that accomplishment is something positive. If you really rack yourself, you can accomplish something, so try harder! Paradoxically this doesn’t lead to a competitive battle but to a cooperation that supports accomplishment. The older ones help the younger ones, the efficient pupils help the inefficienter ones. In opposite to Germany where pupils are bullied if they are getting good marks or behaving good according to rules, in Japan the bullying of pupils because of bad marks is a problem that grows in a bizarre way, even causing suicide in some cases. Besides bad marks also otherness is in the focus of bullying attacks, which are called “ijime” (虐め) in Japan. This is of course also no nice aspect, but overall Japan’s society sticks together. Everybody tries to do his or her best to be a valuable member of the whole. The willigness to learn, but surely also the pressure of parents, teachers, colleagues, superiors, friends and family, seems to be more entensive. Children want to be as successful as the father, the freshman in the company as good as the older colleagues. Who could achieve something finally, is welcome to show it and earns appreciation. If a fast expensive sports car is passing by loudy, there is not the comment “What a chav with his showboat / pimp mobile!” but “Oooh, what a nice car – I would also like to drive one someday!”

German shops respond to the mania for buying brand goods. Japanese as well as Chinese and Russian customers are longed for to make a big deal with, that can be a bit higher prized. Luxury department stores like the Berlin KaDeWe (“Kaufhaus des Westens”, “department store of the West”) are focused even in their product range on those target groups. Germans rather enter the building for sightseeing aspects, look around and then buy their things somewhere else for a cheaper prize.
Is this wiser? It is presumably just another point of view. In the end everybody should know himself, what he or she prefers. Anyhow I am happy if I can show that also no-name chocolate can be very tasty or that the cheapo cap from the internet keeps its impeccable condition for years. And also Japanese people love hot deals of course. 😉

Okinawas Küche: Japanisch, tropisch, gesund ☆ Okinawa’s cuisine: Japanese, tropical, healthy

Okinawan cuisine, 沖縄料理, Okinawas Küche, Okinawa food, Ishigaki, 石垣島, Ryūkyū, 琉球, Okinawa, 沖縄県, Japan, 日本Read this post in English? Please scroll.

Nachdem die Ishigaki-Beitragsreihe mit dem letzten Post (Ishigaki Tagesausflug: Taketomi und sein Sternensand) seinen Abschluss gefunden hat, kommt heute das versprochene „P.S.“ zur Küche Okinawas. 🙂

(Wer die Beiträge über die japanische Tropeninsel Ishigaki noch nicht gelesen hat, sollte hier beginnen und dem Link-System folgen.)

Okinawan cuisine, 沖縄料理, Okinawas Küche, Speisekarte, menu, Ishigaki, 石垣島, Ryūkyū, 琉球, Okinawa, 沖縄県, JapanDie japanische Küche ist gesund und weitaus vielfältiger als das Angebot einer Sushi-Restaurant-Speisekarte, denn jede Region hat ihre kulinarischen Ausprägungen und Besonderheiten. Die Okinawa-Präfektur setzt dem ganzen noch die Krone auf, denn hier gibt es die wohl gesündeste Küche Japans. Nicht umsonst sind die Inseln für die Langlebigkeit ihrer Bewohner bekannt. Vor ein paar Jahren erreichte Okinawa laut Wikipedia noch die Position 1 in der Altersstatistik, musste den Platz jedoch 2013 an die Präfektur Nagano abgeben. Dennoch gibt es in Okinawa außergewöhnlich viele Leute, die 100 Jahre alt sind.
Das Geheimnis der Okinawa-Bevölkerung? Warmes Inselklima, eine ruhige ausgeglichene Lebensart, körperlich und geistig aktiv bleiben und – gesunde Ernährung!
Viel frisches Obst und Gemüse machen einen großen Teil davon aus, aber auch Schweinefleisch wird viel verzehrt. Nachfolgend findet ihr einige Dinge, die auf den Okinawa-Inseln, wie z.B. Ishigaki :), typischerweise gegessen werden.

Obst und Gemüse

Wie bereits erwähnt, hat Obst und Gemüse einen hohen Stellenwert in der okinawanischen Küche. Dank des subtropischen Klimas mit viel Sonnenlicht und frischer Meeresbrise gedeihen viele tropische Obstsorten wie z.B. Mangos, Passionsfrüchte, Papayas, Guaven, Drachenfrüchte oder die Vitamin-C-reichen Acerola-Kirschen. Auch verschiedene Blattpflanzen wie der Okinawa-Spinat (Handama genannt), gelbe Okinawa-Karotten, Okraschoten oder Okinawa-Schalotten (Shima Rakkyo) werden in der Küche verwendet.
Ein besonders beliebtes Obst ist auch die Bogor-Ananas. Es handelt sich um eine Ananassorte, die wesentlich kleiner als die in Deutschland bekannten Früchte ist. Sie ist dafür süßer und hat eine weichere Schale, sodass man einzelne Stücken mit den Fingern „abpflücken“ kann, wenn man die Unterseite abgetrennt hat. Weil die Ananas so leicht zu verzehren ist und man sogar den Strunk mitessen kann, wird sie auch „Snack-Ananas“ genannt.
shikwasa, シークヮーサー, Okinawan lemon, Zitrone Okinawa, Ishigaki, 石垣島, Ryūkyū, 琉球, Okinawa, 沖縄県, JapanEine weitere typische Okinawa-Frucht ist die Shīkwāsā (auch Hirami-Zitrone). Diese Zitrusfrucht ist klein, außen grün in den Monaten Juli bis Oktober sowie gelb von November bis Januar, innen gelb und hat eine besondere Säure. „Shī“ bedeutet „sauer“ im Okinawa-Dialekt, „kwāsā“ „Essen/Speise“. Auf Ishigaki habe ich verschiedene Süßigkeiten wie Kaugummis oder Kaubonbons, aber auch Getränke gesehen, die mit Shīkwāsā-Geschmack verkauft wurden.
Der wohl bekannteste Vertreter Okinawas aus der Kategorie Obst und Gemüse ist jedoch die Gōyā. Sie wird auch Bittermelone oder Bittergurke genannt und gehört zur Familie der Kürbisgewächse. Äußerlich ist sie länglich wie eine Gurke, kräftig grün und besitzt eine goya, ゴーヤー, bitter melon, bitter cucumber, Bittermelone, Ishigaki, 石垣島, Ryūkyū, 琉球, Okinawa, 沖縄県, Japanstarke Runzelstruktur der Schale. Gōyā enthält vier mal so viel Vitamin C wie eine Zitrone und ist relativ hitzeresistent, sodass man die Bittermelone oft in okinawanischen Pfannengerichten wiederfindet. Das Erhitzen mildert meiner Meinung nach auch den etwas bitteren Geschmack des Gemüses. Das wohl berühmteste Gericht Okinawas ist Gōyā Champuru. Hierbei handelt es sich um ein Pfannengericht (stir-fry) aus Gōyā, Tofu, Ei und Schweinefleisch bzw. Spam/Dosenfleisch (s.u.). „Champuru“ bedeutet „mischen“ oder „vermischen“ im Okinawa-Dialekt. Ich habe mich gefreut, Gōyā Champuru probieren zu können. 🙂goya champuru, ゴーヤーチャンプルー, bitter melon dish, bitter cucumber stir-fry, Bittermelone, Ishigaki, 石垣島, Ryūkyū, 琉球, Okinawa, 沖縄県, Japan

Beniimo (violette Süßkartoffel)

beniimo, 紅いも, Okinawan sweet potato, purple sweet potato, okinawanische Süßkartoffel, violette Süßkartoffel, Ishigaki, 石垣島, 琉球, Okinawa, 沖縄県, JapanObwohl ich die Beniimo auch unter der Überschrift „Obst und Gemüse“ hätte aufführen können, wollte ich ihr wegen der verschiedenen Verwendungsmöglichkeiten doch eine eigene Überschrift gönnen. Der Anbau von Beniimo auf den Okinawa-Inseln hat eine lange Tradition. Sie sollen sogar das wichtigste Grundnahrungsmittel noch vor dem Reisanbau gewesen sein. Auf Ishigaki haben wir sie z.B. als Scheiben zum Frühstück gegessen oder als Pürree zu Kroketten verarbeitet im Restaurant. Neben dem Kartoffelgeschmack kommt auch die Süße der Beniimo zum Tragen. Daher wird sie auch für süße Speisen verwendet wie beispielsweise Milcheis, Softeis oder als Geschmack in Sata andagi (einem Teigprodukt s.u.). Alle Speisen, die aus Beniimo hergestellt werden, haben eine charakteristische knallviolette Farbe. 🙂

Fleisch

Das meist verzehrte Fleisch auf den Okinawa-Inseln ist tatsächlich das vom Schwein. Während es auf Japans Hauptinsel lange Zeit verboten war, Fleisch (mit Ausnahme von Wild) und Fisch zu essen und sich der Fleischverzehr langsam durch westliche Einflüsse ausgehend vom Rindfleischverzehr entwickelte, ist die Viehzucht (vor allem von Schweinen) in Okinawa seit der Edo-Zeit, die jedoch eine Zeitspanne von 1603 bis 1868 umfasst, belegt.

Schweinefleisch wird fast täglich in vielfältiger Form gegessen. Das Fleisch des auf Okinawa heimischen Aguu-Schweins soll durch seine proteinhaltige, cholesterinarme, da wenig fetthaltige Zusammensetzung gesundheitsfördernd sein. Das enthaltene Vitamin B1 gilt als Faltenkiller und Abwehr gegen das Fatigue-(also Ermüdungs-)Syndrom, das sich bei dem warmen Inselklima schnell einmal entwickeln kann.
Laut einem okinawanischen Sprichwort beginnt die Insel-Küche mit dem Schwein und endet mit ihm. Außerdem wird jedes Stück des Schweins kulinarisch verwertet außer der Hufe und des Grunzens. XD
So werden z.B. auch Schweineohren (ミミガー, Mimigā), Schweinefüße (ちびて, Chibite) und die Gesichtshaut des Schweins (チラガー, Chiragā) gegessen.chibite, ちびて, pig’s trotters, Schweinefüße, Okinawan delicacy, okinawanische Spezialität, Ishigaki, 石垣島, 琉球, Okinawa, 沖縄県, Japan
Ein sehr schmackhaftes Gericht ist auch Rafute, Scheinebauchscheiben (bestehend aus Fleisch und Speckschwarte), mariniert in Sojasauce, braunem Zucker und Awamori, dem okinawanischen Pendant zu Sake.rafute, ラフテー, Okinawan pork dish, okinawanisches Schweinefleischgericht, Ishigaki, 石垣島, Ryūkyū, 琉球, Okinawa, 沖縄県, JapanSeit der Zeit der amerikanischen Militärbesetzung während und nach des Zweiten Weltkrieges hat sich zudem eine weitere Fleischzubereitungsart auf Okinawa verbreitet, die man im Deutschen wohl als Frühstücksfleisch (Dosenfleisch) bezeichnet. Es SPAM, canned meat, luncheon meat, Frühstücksfleisch, Dosenfleisch, Ishigaki, 石垣島, Ryūkyū, 琉球, Okinawa, 沖縄県, Japanhandelt sich um gepökeltes, gegartes und gewürztes Schweinefleisch, welches in Dosen erhältlich ist. Eine bekannte Marke nennt sich SPAM. Das Fleisch wird in Scheiben ähnlich der Aufschnittwurst, nur wesentlich dicker, kurz gebraten, z.B. zu Rührei und Salat, serviert. Für mich ist das „Pressfleisch“ eine unappetitliche Variante, die ich ungern noch einmal probieren würde… -.-°

Doch auch Rindfleisch kommt auf den Tisch – und zwar von sehr guter Qualität. Auf den Okinawa-Inseln gibt es Black Wagyū-Rinder, auch Japanese Cattle genannt. Obwohl der Name „Wagyu“ eigentlich nur „japanisches Rind“ bedeutet („wa“ = Japan, japanisch und „gyū“ = Kuh, Rind), dürfte es den meisten Fleischliebhabern ein Begriff sein. Das bekannteste japanische Rindfleisch kommt bekanntlich aus Kobe. Ähnlich dem Champagner-Siegel dürfen ausschließlich Rinder, die in der Präfektur Kobe Ishigaki cow, Ishigaki gyu, 石垣牛, Black Wagyu cattle, 黒毛和牛, Japanese cattle, Ishigaki Rind, Ishigaki, 石垣島, Okinawa, 沖縄県, Japangeboren und aufgewachsen sind, als Kobe-Rinder angepriesen werden. Besondere Techniken wie z.B. die zielgerichtete Ernährung oder auch Massage der Tiere ergibt am Ende ein Fleisch, das besonders zart ist, sodass es auf der Zunge geradezu zerschmilzt. Außerdem hat das Fleisch auch noch sehr viel mehr ungesättigte Fettsäuren als anderes Rindfleisch und ist damit wesentlich gesünder. Doch die, schon an der feinen Marmorierung erkennbare, gute Qualität hat ihren Preis: Kobe-Wagyu ist mit weit über 100 € pro Kilogramm (je nach Herkunftsort, Abstammung und Teilstück des Tieres) das teuerste Rindfleisch der Welt.
Was außerhalb Japans jedoch noch nicht so bekannt ist: Viele Wagyu-Rinder, die in anderen Präfekturen Japans aufgezogen werden, stammen ursprünglich von den Okinawa-Inseln. Dort gibt es die Rassen Ishigaki-gyu, Motobu-gyu und Okinawa Wagyu, von denen die meisten in andere Regionen Japans exportiert werden und nur ein kleiner Teil vor Ort aufgezogen wird. Das Ishigaki-Rind ist am begehrtesten.

Ishigaki beef, Ishigaki gyu, 石垣牛, Black Wagyu cattle, 黒毛和牛, Japanese beef, Ishigaki Rindfleisch, Ishigaki, 石垣島, Okinawa, 沖縄県, JapanNatürlich mussten Tacchan und ich das am eigenen Leib ertesten, weshalb es uns zum, auf der Insel recht bekannten, Beef-Restaurant MARU zog. Die Fleischstücke, die wir in Form eines koreanischen Barbecues verzehrten, waren allesamt köstlich. Im Vergleich zum „normalen“ japanischen Rindfleisch, welches wir aus rein wissenschaftlichen Gründen ebenfalls bestellten ;), konnten wir als Laien jedoch keinen Unterschied feststellen. ^^° Wir haben allerdings nicht die allerteuersten Stücke bestellt und es sollte auch erwähnt werden, dass japanisches Rindfleisch im Allgemeinen schon außerordentlich köstlich und nicht mit z.B. deutschem vergleichbar ist. Allein die Marmorierung – im Japanischen „霜降り= shimufuri“ genannt – macht gleich einen viel ästhetischeren Eindruck. Der Geschmack des von feinen Fettfasern durchzogenen Fleisches ist sehr viel zarter und saftiger. Obwohl der Fleischverzehr in Deutschland einen relativ hohen Stellenwert hat, landet doch oft hartes und zähes Fleisch auf den Tellern, da sich immer noch die weit verbreitete Meinung hält, gutes Fleisch müsste möglichst mager, also fettarm, sein. 😦
Wer auf Ishigaki ist, sollte das Ishigaki-Rindfleisch unbedingt einmal probieren.Ishigaki beef, 石垣牛, Black Wagyu cattle, 黒毛和牛, Japanese beef, Ishigaki Rindfleisch, japanisches Rindfleisch, Ishigaki, 石垣島, Okinawa, 沖縄県, JapanFisch wird übrigens trotz der Insellage überraschend wenig verzehrt, was wohl nur damit begründet werden kann, dass gerade Fisch bei subtropischem Klima nicht lange haltbar ist. Außerdem soll es in den Meeren um Okinawa herum relativ wenige Fischarten geben… Hm, das sah beim Schnorcheln aber noch ganz anders aus… XD Aber gut, man kann und soll ja auch nicht alles essen, was man zu sehen bekommt. >_<°
Dafür werden jede Menge Algen in der okinawanischen Küche verwendet.

Algen

mozuku, モズク, seaweed, algae, Algen, Ishigaki, 石垣島, Ryūkyū, 琉球, Okinawa, 沖縄県, JapanWie auch anderorts in Japan sind Algen in Okinawa sehr verbreitet. Eine Algenart, für die Okinawa besonders bekannt ist und die zu 99% in Okinawa kultiviert wird, heißt Mozuku. Die bräunlichen Pflanzen erinnern von ihrer schleimig-gummiartigen Konsistenz her ein wenig an Glasnudeln. Oft werden sie als Vorspeise oder wie in unserem Hotel als Frühstücksbestandteil mit einem Essigdressing serviert. Weil die Algen sehr glitschig, ineinander verknotet und durch die aufgesogene Flüssigkeit erstaunlich schwer sind, ist es eine echte Herausforderung, sie mit den Stäbchen in den Mund zu bekommen. ^^° Wenn man sich auf das ungewohnte Geschmackserlebnis einlässt, wird man sehen: Mozuku ist tatsächlich köstlich! 🙂 Und die Braunalgen sind auch sehr gesund: Immunsystem stärkend, gut für die Verdauung, vorbeugend gegen Arteriosklerose, Osteoporose und sogar Krebs, wie man sagt.
umi budou, 海ぶどう, sea grapes, Meerestrauben, seaweed, algae, Algen, Ishigaki, 石垣島, Okinawa, 沖縄県, JapanEine weitere Algenspezialität sind Umi Budō (wörtlich Meerestrauben), die ihrem Namen entsprechend in kleinen grünen Kugeln zu Trauben gebündelt wachsen. Im Mund zerplatzen sie beim Kauen oder Zerdrücken wie Kaviar. Abgesehen von einem leicht salzigen Meeresaroma haben sie ebenso wie Mozuku keinen fischigen Beigeschmack, sondern sind sehr angenehm. ^^

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Hijiki als Teil des Frühstücks (in der Mitte) ☆ hijiki as part of the breakfast (in the middle)

Außerdem wird wie in anderen Gebieten Japans Hijiki serviert. Die Braunalgenart, die den deutschen Namen Beerentang trägt, ist im natürlichen Zustand von grüner bis brauner Farbe und wird beim Trocknen charakteristisch pechschwarz. Der Geschmack ist für Algen sehr hervorstechend, wie ich finde, erinnert ein wenig an Wurzelgemüse („dumpf“, „muffig“, „schwer“) und ist meiner Meinung nach etwas gewöhnungsbedürftig. In unserem Hotel wurde Hijiki an manchen Tagen als Beilage zum Frühstück angeboten – manchmal mit etwas gebratenem Gemüse.

Weitere Lebensmittel, Gewürze und alkoholische Getränke

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frittierter Tofu ☆ fried tofu

Außerdem wird auf den Okinawa-Inseln sehr viel Tofu gegessen, der etwas anders zubereitet wird und eine festere Konsistenz hat. Nennenswerte Gewürze sind Meersalz und brauner Zucker, der aus den vielen Zuckerrohrplantagen der Inseln stammt.tofu, 豆腐, Ishigaki, 石垣島, Ryūkyū, 琉球, Okinawa, 沖縄県, Japan
sata andagi, サーターアンダーギー, beniimo, 紅いも, Okinawa donut, purple sweet potato, okinawanische Süßkartoffel, violette Süßkartoffel, 石垣島, Okinawa, 沖縄県, JapanZucker ist neben Mehl und Eiern auch ein wesentlicher Bestandteil, aus dem Sata andagi (japanisch: „satō abura-age“, deutsch vielleicht: „Zucker frittiert“) hergestellt wird. Das Donut-ähnliche rundliche Produkt ist innen weich wie Kuchen, außen eher etwas knusprig und manchmal auch in verschiedenen Geschmacksrichtungen wie z.B. Beniimo (richtig, die erwähnte violette Süßkartoffel) oder Kürbis erhältlich.

Die Biermarke Nr. 1 in Okinawa ist Orion. Sicherlich gibt es in jedem Restaurant der Okinawa-Inseln, das Alkohol ausschenkt, Orion Bier.
Ebenso typisch ist, wie bereits oben erwähnt, Awamori, ein alkoholisches Getränk, welches aus Reis in Form von Destillation hergestellt wird. Ähnlich wie Sake wird es auch zum Würzen von Speisen verwendet.

Seid ihr hungrig geworden? Das war ein ziemlich langer Artikel. ^^’ Ich hoffe, euch hat die Ishigaki-Beitragsreihe gefallen. Die nächsten Themen werden vermutlich wieder Deutschland-bezogen sein.

Quellen:
Okinawa Bridging Asia
Wikipedia
Wikipedia – Wagyū
Okinawa Stripes
Japan Update


Okinawa’s cuisine: Japanese, tropical, healthy

After the Ishigaki post series has ended with the previous post (Ishigaki daytrip: Taketomi and its star sand), here comes the promised “P.S.” about Okinawa’s cuisine. 🙂

(Who hasn’t read the posts about the Japanese tropical island Ishigaki yet, should start here and follow the link system.)

The Japanese cuisine is healthy and also offers much more variety than a sushi restaurant’s menu, since every area has its culinary characteristics and features. The Okinawa prefecture tops it all off because here you can find the probably most healthy cuisine of Japan. It is not for nothing that the islands’ residents are well-known for their longevity. Only some years ago Okinawa still reached position 1 in the longevity ranking, but lost it in 2013 to the prefecture Nagano. Anyway there are remarkably many people who reach 100 years in Okinawa.
The secret of the Okinawan population? Warm island climate, a relaxing, belanced lifestyle, staying active physically and mentally and – a healthy diet!
Many fresh fruits and vegetables are forming a great part of it, but also pork meat is consumed often. Listed below you can find some things, that are typically eaten on the Okinawa islands, like f.e. on Ishigaki :).

Fruits and vegetables

As mentioned before fruits and vegetables take on an important role in the Okinawan cuisine. Thanks to the subtropical climate with much sunshine and a fresh sea breeze, many tropical types of fruits likes f.e. mangos, passionfruits, papayas, guavas, dragonfruits or the vitamin C-rich acerolas are flourishing there. Also different foliate plants like the Okinawan spinach (called handama), yellow Okinawan carrots, okras or Okinawan shallots (shima rakkyo) are used in the cuisine.
A particularly popular fruit is the bogor pineapple. This is a sort of pineapple, that is essentially smaller than the fruits you can get f.e. in German supermarkets. Therefore it is sweeter and has a softer skin so that you can peel off parts of it with fingers, when cut off the the bottom side. Since the pineapple is so easy to eat and you can also eat the core, it is also called “snack pineapple”.
Another typical Okinawa-fruit is shīkwāsā (also hirami lemon). This citrus fruit is small, green from the outside in the months July to October as well as yellow in November to January, yellow inside and has a special sourness. “Shī“ means “sour“ in Okinawan dialect, “kwāsā“ “food”. On Ishigaki I found several sweets like chewing gums or fruit chews, but also drinks which were sold with Shīkwāsā taste.
The probably most popular representative among the category fruits and vegetables is however gōyā. It is also called bitter melon or bitter cucumber and belongs to the family of cucurbits. Externally it appears in the longish shape of a cucumber, dark green and has a distinct pucker structure covering the skin. Gōyā contains four times as much vitamin C as a lemon and it is heat resistent so that the bitter lemon is often used for Okinawan stir-fry dishes. The heating mitigates the slightly bitter taste of the vegetable in my opinion. The probably most famous Okinawan dish is gōyā champuru. It is a stir-fry of gōyā, tofu, eggs and pork meat or spam/canned meat (see below). “champuru” means “to mix” in Okinawan dialect. I was pleased to try gōyā champuru. 🙂

Beniimo (purple sweetpotato)

Although I could have added beniimo under the title “fruits and vegetables“, I wanted to give it an own title due to the many different ways for using it. The cultivation of beniimo has a long tradition on the Okinawa islands. They are even said to be the most important staple food before the rice growing. On Ishigaki we ate it f.e. in slices as part of the breakfast or mashed for croquettes in a restaurant. Besides the potato taste the beniimo’s sweetness comes into effect. Therefore it is also used for sweet dishes like f.e. ice cream, soft ice cream or as taste in sata andagi (a dough product, see below). All dishes, that are made of beniimo have a characteristic blazing purple colour. 🙂

Meat

The most consumed meat on the Okinawa islands is indeed pork. While it was prohibited to eat meat (except wild animals) and fish for a long time on the Japanese main island and the meat consumption developed slowly by Western influences starting with beef consumption, the livestock breeding (especially of pigs) in Okinawa is proved since the Edo time, which covers however the timespan of 1603 to 1868.

Pork meat is eaten almost daily in many varieties. The meat of Okinawa’s local aguu pig is said to be wholesome due to its protein containing, low-cholesterol, because less fat containing constitution. The contained vitamin B1 should be a “wrinkles killer” and defence against the fatigue syndrome, that can emerge easily caused by the warm island climate.
According to an Okinawan saying the island cuisine begins with the pig and ends with the pig. So every part of the pig is culinarily used besides the hooves and the oink. XD
You can f.e. eat pig’s ears (ミミガー, mimigā), pig’s trotters (ちびて, chibite) and the pig’s facial skin (チラガー, chiragā).
A very delicious dish is also rafute, pork belly slices (containing of meat and bacon rind), marinated in soy sauce, brown sugar and awamori, the Okinawan counterpart to sake.
Since the time of the American military occupation during and after World War II, another way of pork meat preparation grew in popularity. I think you would call it luncheon meat (canned meat). It is about cured, boiled and seasoned pork meat which is avaiable in cans. A famous brand is called SPAM. The meat is served sautéed in slices, similar to cold cuts for breakfast, but essentially thicker to f.e. scrambled eggs and salad. For me the pressed meat is a very unappetizing variation, that I wouldn’t like to try again… -.-°

But also beef is served – and in very good quality in fact. On the Okinawa islands you can find Black Wagyū cattles, also called Japanese cattle. Although the name “wagyu” simply means “Japanese cattle” (“wa” = Japan, Japanese and “gyū” = cow, cattle), it should be a household name to the most meat lovers. The most famous Japanese beef comes from Kobe as you know. Similar to the Champagne seal only the cattles which were born and raised in the prefecture Kobe can be named Kobe cattles. Special techniques like f.e. a targeted diet or even massages of the animals results a meat that is especially tender, so that it melts in your mouth. Furthermore the meat contains far more unsaturated fatty acids than other beef and therefore is much more healthy. But the good quality that you can easily guess from the fine marbling comes at a price: Kobe Wagyu is with far more than 100 € per Kg (according to the place of origin, geniture and part of the animal) the most expensive beef in the world.
What is barely known outside of Japan: Many Wagyu cattles, that are raised in other prefectures of Japan, are originally from the Okinawa islands. There you can find the breeds Ishigaki-gyu, Motobu-gyu and Okinawa Wagyu though most of the cattles are exported to other areas of Japan and only a little amount stays on the islands. The Ishigaki beef is most coveted.
Of course Tacchan and I had to try it ourselves, so that we went to the quiet well-known beef restaurant MARU. The meat pieces that we ate in the form of a Korean style barbecue were all delicious. In comparison to the “normal” Japanese beef, which we ordered as well out of scientific interest of course ;), we (being laymen) couldn’t make a difference though. ^^° But it should be mentioned that we didn’t order the very most expensive parts and that Japanese beef in general is also unbelievable tasty and not comparable with f.e. German one. Merely the marbling – called “霜降り= shimufuri“ in Japanese – creates a much more aesthetic impression. The taste of the meat which is interveined with fine fat fibres, is far more tender and juicier. Although the pork meat consumption plays an important role in Germany, the meat served on the plates is often hard and stringy since the common opinion is still that good meat should be as lean, that means fatless, as possible. 😦
Who stays on Ishigaki, should definitely try Ishigaki beef.

By the way fish is eaten surprisingly less in spite of the island position, what I guess is caused by the fact that you cannot keep fish that long in a subtropical climate. Additional there should exist quiet less fish species in the seas around Okinawa… Hm, but this looked totally different during the snorkeling experience… XD Well, you can’t and shouldn’t eat everything you get to see of course. >_<°
Therefore a lot of different algae are used in the Okinawan cuisine.

Algae

Like in the other parts of Japan algae are very widespread in Okinawa. An alga species that is especially famous for Okinawa is called mozuku and is cultivated for up to 99% on the islands. The brownish plants with their slimy gummy-like consistency remind a bit of cellophane noodles. Often they are served as a starter or like in our hotel as part of the breakfast, topped with a vinegar dressing. Because the algae are very squidgy, entangled and amazingly heavy due to the absorbed liquid, it is a real challenge to get them into the mouth with chopsticks. ^^° If you get yourself into the unfamiliar taste adventure, you will see: Mozuku is in deed delicious! 🙂 And the brown alga species is also very healthy: Bracing the immune system, promoting digestion and being preventive against arteriosclerosis, osteoporosis and even cancer as it is said.
Another alga delicacy are umi budō (directly: sea grapes), which grow in small green bubbles bunched to grapes according to their name. In the mouth they burst like caviar while chewing or squashing. Except a faint salty sea flavour they don’t have a fishy aftertaste (the same like Mozuku) but are very pleasant in taste. ^^
Like in other parts of Japan there is served hijiki as well. The brown alga species (the same name in English, “Beerentang” in German), is naturally green or brown and gets the distinctively pitch-black colour when dried. The taste is very characteristic for algae, I think, reminds a bit of root vegetables (“musty”, “stale”, “heavy”) and you need a bit to get used to in my opinion. In our hotel hijiki was offered as part of the breakfast on some days – sometimes served with some fried vegetables.

Other food, spices and alcoholic beverages

Furthermore tofu, which is prepared a bit different and has a harder consistency, is eaten a lot on the Okinawa islands. Namable spices are sea salt and brown sugar, which comes from the many sugarcane plantations of the islands.
Along with flour and eggs sugar is an essential ingredient to produce sata andagi (Japanese: “satō abura-age”, English maybe: “fried sugar”). The donut-like ball-shaped product is soft like a cake inside, rather crispy from the outside and sometimes available in different tastes like f.e. beniimo (right, it was the mentioned purple sweetpotato) or pumpkin.

The beer brand number one in Okinawa is Orion. In surely every Okinawan restaurant that serves alcohol, you can have Orion Beer.
The same popularity comes to awamori, that I mentioned before, an alcoholic beverage that is made of rice in form of destillation. Similar to sake it is also used as a spice for dishes.

Did you get hungry? This was a quite long post. ^^’ I hope, you enjoyed the Ishigaki post series. The next topics will be again Germany-related, I think.

Sources:
Okinawa Bridging Asia
Wikipedia
Wikipedia – Wagyū
Okinawa Stripes
Japan Update

Ishigaki Tagesausflug: Taketomi und sein Sternensand ☆ Ishigaki day trip: Taketomi and its star sand

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Nach den Sehenswürdigkeiten von Menschenhand im letzten Beitrag geht es heute zur nahegelegenen Insel Taketomi (und damit allmählich zum Ende der Ishigaki-Reihe).

(Wenn ihr gerade über diesen Artikel hier gestolpert seit, ohne die vorigen Beiträge über die japanische Tropeninsel Ishigaki gelesen zu haben, findet ihr hier den Anfang zu dieser Reihe.)

Taketomi, 竹富島, village, Dorf, traditional houses, traditionelle Häuser, Yaeyama-Inseln, 八重山諸島, Ryūkyū, 琉球, Okinawa, 沖縄県, JapanTaketomi (im Japanischen Taketomi-jima = bambusreiche Insel) ist mit 5,43 km² deutlich kleiner als Ishigaki (222,25 km²) und kann Richtung Südwesten mit einer Fähre in 10-15 Minuten von Ishigaki aus erreicht werden.
Taketomis Dorf mit seinen Häusern im traditionellen Ryūkyū-Stil zieht viele Touristen zu Tagesausflügen auf die Insel. Hier kann man sich am besten vorstellen, wie sich das Leben auf den Ryūkyū-Inseln in der Vergangenheit abgespielt hat; die Zeit scheint stehen geblieben zu sein. Shīsā-Figuren sitzen auf den rotbraunen Ziegeldächern der Häuser (s. Yonekoyaki Craft Center für Shīsā-Figuren im vorherigen Post), die von Mauern aus Korallenstein umzäunt sind und Wasserbüffel ziehen die Touristen in Planwagen über helle Sandwege, während die Fahrer traditionelle Lieder auf der Shamisen spielen.


Taketomi, 竹富島, Nagomi Tower, なごみの塔, viewpoint, Aussichtspunkt, Yaeyama-Inseln, 八重山諸島, Ryūkyū, 琉球, Okinawa, 沖縄県, JapanDen besten Blick auf das Dorf hat man vom Nagomi Tower aus. Dieser Aussichtsturm ist nur ein paar Stufen hoch, steht jedoch wiederum auf einem kleinen Hügel und bietet so eine gute Rundumsicht auf die Dächer Taketomis. Das Spannende am Nagomi Tower ist jedoch eigentlich die Bauweise. Der Aufstieg zum Turm ist sehr steil, jede Stufe ist doppelt so hoch wie gewöhnlich, dafür jedoch nur so breit, dass ein halber Fuß Platz findet. Zum Glück kann man sich am Geländer festhalten. Vielleicht sollte ich noch dazu sagen, dass der Turm aus Stein gebaut ist und damit ausreichend stabil sein sollte. Trotzdem habe ich zwei Anläufe gebraucht und meine Flipflops gegen Sandalen ausgetauscht. ^^°
Oben angekommen ist eine Plattform, passend für maximal ein bis zwei Personen.



Kondoi Beach und Sternensand suchen am Kaiji Beach

Taketomi bietet auch wunderschöne Strände. Der einzige offizielle Badestrand ist Kondoi-hama (Kondoi Beach) an der Westküste. Es gibt einen Ringbus auf der Insel, der acht Haltestellen anfährt; eine davon ist Kondoi Beach. Vom Hafen aus sind es 10-15 Minuten, alternativ kann man auch eine halbe Stunde laufen.
Leider begann es wieder einmal zu regnen, als Tacchan und ich am Kondoi-hama gerade unsere Decke ausgebreitet hatten. 😦


Das Tollste an Taketomi ist für mich sowieso der Sternensand (星の砂 = hoshi no suna, auch hoshisuna oder hoshizuna). Er bekam seinen Namen durch die Sternen-Form der einzelnen „Sandkörner“, dabei handelt es sich eigentlich nicht um Sand, sondern um kalkhaltige Gehäuse von Kleinstmeerestieren, genannt Foraminiferen. Wenn die mikroskopischen Lebewesen sterben, bleiben ihre Gehäuse übrig, die an den Strand gespült werden und sich zwischen die „echten Sandkörner“ mischen. Es gibt etwa 10.000 Arten dieser Einzeller mit unterschiedlichen Gehäuseformen. Für den Sternensand sind Vertreter der Gattung Baculogypsina verantwortlich.
Taketomi, 竹富島, Kaiji Beach, Sternensand, star sand, 星の砂, Yaeyama-Inseln, 八重山諸島, Ryūkyū, 琉球, Okinawa, 沖縄県, JapanSternensand gibt es nur sehr selten. Als Fundorte werden meist nur Taketomi und Iriomote (große Insel westlich von Ishigaki und Taketomi) angegeben, manchmal auch Hatoma.
Auf Taketomi gibt es zwei Strände, an denen man Sternensand finden kann: Kaiji-hama an der Westküste und Aiyaru-hama an der (Süd-)Ostküste, wobei letzterer schlechter zu erreichen ist, da dort kein Bus hält.
Tacchan und ich machten uns daher auf zum Kaiji-hama (Kaiji Beach). Dort angekommen, stellten wir fest, dass auch andere Touristen nicht zum Baden hergekommen waren. Überall hockten Leute auf dem Boden und grasten den Strand nach Sternensandpartikeln ab – ein wirklich lustiger Anblick! XD Fast alle der Touristen waren Japaner, aber wir trafen sogar eine deutsche Familie.
Sternensand zu suchen ist wirklich anstrengend! Da die sternenförmigen Gehäuse nur sandkorngroß sind, war es besonders am Anfang schwierig, überhaupt welche zu finden. (Man konnte auch überall enttäuschte Gesichter sehen.) Als wir dann aber langsam die richtige Technik entwickelten, kamen immer mehr Sternensandpartikel zusammen. ❤
Es werden übrigens auch kleine Fläschchen mit Sternensand in den Souvenirläden auf Taketomi und Ishigaki verkauft. Das konnte ich mir natürlich nicht entgehen lassen! 🙂
Ich glaube, ich habe schon eine besondere Beziehung zum Sternensand… XD

Als wir am Ende unserer Taketomi-Tour durch das Dorf schlenderten, wurden die Regenschauer, die uns von Zeit zu Zeit begleitet hatten, immer kontinuierlicher, bis es schließlich gar nicht mehr aufhören wollte zu regnen. Zusammen mit anderen Touristen stellten wir uns unter, trafen schon wieder eine Deutsche (in japanischer Begleitung), die sich noch viel mehr über das fürchterliche Wetter aufregte als wir und warteten auf einen Bus zurück zum Hafen.
Das Wetter war uns auch während des weiteren Aufenthaltes auf Ishigaki (die Taketomi-Tour hatten wir an unserem ersten Urlaubstag unternommen), nicht allzu wohlgesonnen, aber davon abgesehen, war es wirklich ein wunderschöner Urlaub. Wir hatten viel Spaß und haben viel gesehen und erlebt, das wir wohl niemals im Leben vergessen werden. ❤

Wenn euch die Ishigaki-Artikel gefallen haben, dann freut euch auf ein „P.S.“ im nächsten Beitrag: Es geht um die Küche auf Ishigaki bzw. den Okinawa-Inseln. Bis dann!


Ishigaki day trip: Taketomi and its star sand

After talking about the manmade sights in the previous post, we’re going to the nearby island Taketomi today (and gradually come to an end for the Ishigaki series).

(If you have just stumbled upon this article here without reading the previous entries about the Japanese tropical island Ishigaki, you can find the start of the series here.)

Taketomi (Taketomi-jima in Japanese = island rich of bambus), measuring 5,43 km², is far smaller than Ishigaki (222,25 km²) and can be reached in 10-15 minutes by fairyboat from Ishigaki in southwest direction.
Taketomi’s village with its houses in traditional Ryūkyū style attracts many tourists to visit the island for a day trip. Here you can guess best, how life might have been in acient time on the Ryūkyū islands; time seems to hang suspended. Shīsā figures are sitting on the redbrown tile roofs of houses (see Yonekoyaki Craft Center for Shīsā figures in the previous post) which are enclosed by walls of coralstone and water buffalos carry tourists in covered carts along light coloured sand paths while the drivers are playing traditional songs on the shamisen.
The best view onto the village you got from Nagomi Tower. The obsersation tower is only some steps high, but stands itself on a little hill so that you have a nice panoramic view on the roofs of Taketomi. The thrilling thing about the Nagomi Tower is actually the way it is constructed. The climb-out is very steep, each step is twice as high as usual, but therefore only wide enough to provide space for half a foot. Forunately you can hold on the handrail. Maybe I should also mention, that the tower is built of stone and therefore should be firm enough. Anyway I needed two attempts and changed my flipflops to sandals. ^^°
Reaching the top, there is a platform suitable for a maximum of one to two persons.

Kondoi Beach and searching star sand at Kaiji Beach

Taketomi also offers wonderful beaches. The only official bathing beach is Kondoi-hama (Kondoi Beach) at the west coast. There is a circle bus on the island that services eight bus stops; one of them is Kondoi Beach. From the port it is about 10-15 minutes, alternatively you can also walk for half an hour.
Unfortunately it started to rain again, when Tacchan and I had just placed our blanket into the sand of Kondoi-hama. 😦
The greatest thing about Taketomi for me is anyway the star sand (星の砂 = hoshi no suna, also hoshisuna or hoshizuna). It got the name due to the star-shape of each “grain of sand”, though it is actually no sand, but chalky shell covers of miniature marine animals called foraminifera. When the microscopic creatures die, their remaining shell covers are washed up on the beach and mixed with the real grains of sand. There are approximately 10.000 of these unicellular organism with different shapes of shell covers. Individuals that form the star sand belong to the genus Baculogypsina.
Star sand is very rare. The stated habitats are merely Taketomi and Iriomote (large island in the west of Ishigaki and Taketomi), sometimes additionally Hatoma.
On Taketomi there are two beaches, where you can find star sand: Kaiji-hama on the West coast and Aiyaru-hama on the (South-)East coast, though the latter is bad to reach since there is no bus stop in the area.
So Tacchan and I went to Kaiji-hama (Kaiji Beach). Arriving there we realized that neither the other guests were there for swimming. Everywhere people were squatting and searching the beach for star sand particles – a really funny spectacle! XD Almost all of the tourists were Japanese, but we also met a German family.
Searching star sand is really exhausting! Since the star-shaped shell covers have only the size of sand grains, it was difficult to find them at all – especially at the beginning. (You could see disappointed faces all over the place.) But when we finally developed the right technique, we gathered more and more star sand particles. ❤
By the way mini-bottles filled with star sand are sold in various souvenir shops of Taketomi and Ishigaki. I couldn’t miss that chance! 🙂
I think, I indeed have a special relationship to star sand… XD

When we strolled around the village at the end of our Taketomi trip, the rain showers that did accompany us occasionally, became more and more intensive, until the rain didn’t stop any more. Together with other tourists we got under shelter, met another German woman (in Japanese company), who was even more upset about the dreadful weather than us, and waited for the bus back to the port.
During the next days on Ishigaki (we did the Taketomi trip on the first day), weather was all the time not favourably disposed towards us, but besides that it was a really wonderful holiday. We had much fun and saw and experienced a lot of things, that we will never forget a whole lifetime. ❤

If you liked the Ishigaki articles, then you can look forward to a “P.S.” in the next entry: It is about the cuisine of Ishigaki or respectively the Okinawa islands. See you!

Ishigaki: Sehenswürdigkeiten von Menschenhand (Teil II) ☆ Ishigaki: Manmade Sights (part II)

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Dies ist der zweite Teil über Ishigakis Sehenswürdigkeiten von Menschenhand. Ihr habt den ersten Beitrag noch gar nicht gelesen? Dann bitte einfach hier klicken.

(Den Anfang zur Beitragsreihe über die japanische Tropeninsel Ishigaki findet ihr hier.)

Yonekoyaki Craft Center für Shīsā-Figuren

Yonekoyaki Craft Center, 米子焼工房, Shisa-Werkstatt, clay figure, Tonfigur, shisa, シーサー, Ishigaki, 石垣島, tropical island, Okinawa, 沖縄県, JapanIm Post über das Ishigaki Yaima Village habe ich bereits Ishigakis Shīsā-Figuren erwähnt, die Zwischenwesen aus Löwe und Hund, die das Böse vertreiben sollen. Man findet sie überall auf den Ryūkyū-Inseln: an Eingängen zu Häusern oder Geschäften (paarweise zu beiden Seiten) oder auf den typischen Ziegeldächern. Sicherlich sind sie mit den chinesischen Wächterlöwen verwandt, die man auch in Deutschland am Eingang von chinesischen Restaurants sehen kann.

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ein traditionelles Shīsā-Pärchen ☆ a traditional pair of shīsā

Shīsā haben auf Ishigaki eine lange Tradition und so sind sie in unterschiedlichen Varianten zu finden. Das Yonekoyaki Craft Center in der Nähe des Yonehara-Strandes (und auch der Yaeyama-Palmen-Kolonie) hat dabei einen ganz eigenen Stil kreiert. Yonekoyaki Craft Center, 米子焼工房, Shisa-Werkstatt, clay figure, Tonfigur, shisa, シーサー, Ishigaki, 石垣島, tropical island, Okinawa, 沖縄県, JapanDie Tonfiguren in moderner Comic-Optik und kräftig bunten Farben werden auf der ganzen Insel verkauft und sogar exportiert. Für Tacchan und mich war klar: Zwei Pärchen werden uns auf dem Rückflug von Ishigaki begleiten. 🙂 Und die wollten wir natürlich nicht irgendwo, sondern direkt beim Yonekoyaki Craft Center erwerben. Kein schlechter Plan, denn nicht nur der Verkaufsraum des Centers bietet einiges zum Bestaunen. Bereits draußen tummeln sich auf beiden Straßenseiten große Shīsā-Figuren, die zum Fotografieren einladen. Nicht alle der ulkigen Kreaturen erinnern dabei noch an die eigentlichen Shīsā-Wesen. Vielmehr scheint es eine ganze Familie von ungewöhnlichen Monsterchen zu sein. Hinter dem Haus ist sogar ein großer Garten mit aufgestellten Figuren, den wir leider nicht mehr besichtigen konnten, da wir schlecht im Zeitplan waren. 😦

Im Craft Center selbst gab es neben den Shīsā-Figuren auch Türschilder und Handyanhänger aus Ton sowie wenige Geschirrartikel und Postkarten mit Shīsā-Motiven.
Wen es nach Ishigaki zieht, der sollte sich unbedingt ein Shīsā-Souvenir mit nach Hause nehmen – ob nun die moderne Interpretation des Yonekoyaki Craft Centers oder die traditionelle Variante – oder eben beides so wie ich, hihi. ^^’

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unsere Shīsā-Figuren: links Tacchans, rechts meine ☆ our shīsā figures: on the left Tacchans ones, on the right mine

 

Tōjin Baka (Tōjin-Grab) und das US-Soldaten-Ehrendenkmal

Tojin Baka, Toujin-Grab, Tojin Grave, 唐人墓, monument, Denkmal, Chinese style, Ishigaki, 石垣島, tropical island, Okinawa, 沖縄県, JapanDie letzte Sehenswürdigkeit von Menschenhand, die ich hier vorstellen möchte, Tōjin Baka, ist eigentlich keine Sehenswürdigkeit, sondern ein Denkmal. Der Name Tōjin Baka (Tōjin Grab) ist eigentlich irreführend, denn es handelt sich nicht um ein Grab, sondern um ein eine Gedenkstätte. Das Monument erinnert an ein Ereignis, welches sich im Jahr 1852 zugetragen hat. Leider lassen sich nirgendwo einheitliche Informationen darüber finden, sodass ich nur die groben Zusammenhänge schildern kann. Es handelt sich um ein Schiffsunglück, welches sich entweder vor Ishigaki oder Tojin Baka, Toujin-Grab, Tojin Grave, 唐人墓, monument, Denkmal, Chinese style, Ishigaki, 石垣島, tropical island, Okinawa, 沖縄県, Japanvor Miyako (ebenfalls eine Insel der Okinawapräfektur, jedoch nördlicher als Ishigaki und näher der Okinawa-Hauptinsel) ereignet hat. Das Schiff kam aus China, war vermutlich unter amerikanischer Führung und hatte etwa 400 chinesische Vertrags-arbeiter an Bord, die dort wie Sklaven behandelt wurden. Nähe der Insel Ishigaki oder auch Miyako kam es dann zu einer der ersten Rebellionen dieser sogenannten „Coolies“ (chinesischer Hilfsarbeiter) in der Geschichte, infolgedessen unzählige erschossen wurden sowie Selbstmord begingen. Die übrigen retteten sich an Land, wo sie von den Inselbewohnern aufgenommen und versorgt wurden; viele flüchteten jedoch auch angsterfüllt in die Hügel der Umgebung. Später kamen amerikanische und britische Schiffe zurück, um sich an den Coolies zu rächen bzw. diese wieder zu unterwerfen und nach China zurückzuholen. Abermals gab es viele Tote, viele wurden auch zurückgebracht. Auf den Ryūkyū-Inseln sollen je nach Quellenangabe 60 bis 128 Chinesen gestorben sein. In Erinnerung an diese Menschen wurde 1971 von der Stadtverwaltung Ishigaki Tōjin Baka errichtet. Das Denkmal wurde im chinesischen Stil gestaltet – Drachen, Figuren und Blumen zieren ein opulentes Ziegeldach in bunten Farben, das immer noch brandneu aussieht. Auf der Vorder- und Rückseite befinden sich Gedenktafeln.



Ein paar Meter neben dem Tōjin Baka befindet sich eine weitere Gedenkstätte, das US-Soldaten-Ehrendenkmal. Dieses ist drei amerikanischen Soldaten gewidmet, die 1945 kurz vor Ende des Zweiten Weltkrieges, auf Ishigaki zu Tode kamen. Nach dem Abschuss Ihres Flugzeuges über dem Meer vor Ishigaki, wurden die drei Insassen Warren H. Loyd (24), Robert Tuggle Jr. (20) und der Pilot Vernon L. Tebo (28), die auf Erkundungstour waren und Luftaufnahmen eines japanischen Marinestützpunktes machen sollten, von japanischen Soldaten aufgegriffen, verhört und gefoltert. Tebo und Tuggle wurden geköpft, Loyd durch Schläge und Bajonettenstiche von verschiedenen japanischen Soldaten und Matrosen öffentlich getötet, nachdem er durch den Ort geschleift und von einer wütenden Meute Inselbewohner gepeinigt wurde, die nun endlich einen Schuldigen für die schrecklichen Konsequenzen der Luftangriffe gefunden hatten.
Nach dem Krieg wurden 41 japanische Soldaten und Matrosen des Kriegsverbrechens für schuldig befunden; sieben von ihnen wurden zum Tode verurteilt.
Takeo Shinohara, Professor einer örtlichen Universität erreichte zusammen mit der kollektiven Beteiligung der Bevölkerung Ishigakis die Aufarbeitung dieses dunklen Kapitels der Geschichte und so wurde 2001 das Denkmal in der Nähe der Tōjin-Genkstätte errichtet. Die schlichte Konstruktion symbolisiert die Seelen der drei US-Soldaten, die in den Himmel fahren.US-Soldaten-Ehrendenkmal, US soldiers monument, monument, Denkmal, World War II memorial site, Gedenkstätte des Zweiten Weltkrieges, Ishigaki, 石垣島, tropical island, Okinawa, 沖縄県, Japan, 日本

Tōjin Baka und das US-Soldaten-Ehrendenkmal, die im Hinblick auf die Inselbevölkerung kaum widersprüchlicher sein könnten, sind doch beide ein Symbol des Friedens zwischen den Völkern, des Mitgefühls und der Wiedergutmachung, die man bei einem Ishigaki-Aufenthalt gesehen haben sollte.

Quellen für Tōjin Baka und das US-Soldaten-Ehrendenkmal:
http://www.takaoclub.com/bowne/
http://www.stripes.com/news/islanders-to-honor-three-world-war-ii-aviators-1.31938
https://fareastfling.me/2014/07/11/beauty-honor-entombed-ishigakis-toujin-grave-site/
http://wiki.samurai-archives.com/index.php?title=Robert_Browne_Incident
http://www.shipleybay.com/archives/Memorials/Ishigaki/Stars_and_Stripes…

Noch mehr Insel-Feeling? Im nächsten Post unternehmen wir einen Tagesausflug von Ishigaki zur nahe gelegenen Insel Taketomi.


 

Ishigaki: Manmade Sights (part II)

This is the second part of Ishigaki’s manmade sights. You haven’t read the first one yet? Then simply click here please.

(The start of the entry series about the Japanese tropical island Ishigaki you can find here.)

Yonekoyaki Craft Center for shīsā figures

In the post about the Ishigaki Yaima Village I already mentioned Ishigaki’s shīsā figures, the intermediate beings between lion and dog, that should ward off evil. You can find them everywhere on the Ryūkyū islands: at entrances to houses or shops (paired to both sides) or on the typical tile roofs. Surely they are cousin to the Chinese guardian lions, that you can also see at the entrance of Chinese restaurants in Germany. Shīsā have a long tradition on Ishigaki and so you can find them in different versions.
The Yonekoyaki Craft Center near the Yonehara Beach (and also near the Yaeyama palm colony) has created its own style for it. The clay figures in its modern comic look and gaudy colours are sold all over the island and are even exported. For Tacchan and me it was clear: Two pairs of them would join us on the way back from Ishigaki. 🙂 And we didn’t want to buy them anywhere but directly at the Yonekoyaki Craft Center. No indifferent plan since not only the center’s showroom offers all manner of interesting things to marvel at. Even outside you can find shīsā figures to both sides of the road, ready to be photographed. Not all of the peculiar creatures are still reminiscent of the original shīsā characters. Instead it seems to be a whole family of odd little monsters. Behind the building there is even a spacious garden with posed figures, that we couldn’t visit unortunately due to lack of time. 😦

The craft center itself offered besides shīsā figures also door plates and mobile phone straps made of clay as well as a few crockery pieces and postcards with shīsā scenes.
Who is drawn to Ishigaki, should definitely take home a shīsā souvenir – wether the modern interpretation of the Yonekoyaki Craft Center or a traditional version – or well, both as I did, hihi. ^^’

Tōjin Baka (Tōjin Tomb) and the US soldiers monument

The last manmade sight, that I would like to introduce here, Tōjin Baka, is actually no sight but a memorial. The name Tōjin Baka (Tojin Tomb) is actually misleading since the place is no tomb but a memorial site. The monument reminds of an incidence that happened in the year 1852. Unfortunately there is no compliant information about it so that I can only depict the gross coherences. It is about a ship accident which took place either offshore Ishigaki Island or offshore Miyako Island (this is also an island of the Okinawa prefecture, but farther north than Ishigaki and nearer to the Okinawa main island). The ship came from China, probably under American flag, and had a crew of 400 Chinese contract labourers on board, who were treated like slaves. Near Ishigaki or well, Miyako it came to one of the first rebellions of the so-called “coolies” (Chinese unskilled labourers) in history. As a result of this a vast number of them were shot or committed suicide. The remainder escaped ashore where they were welcomed and accommodated by the islanders, though many fearfully flew into the hills of the area. Some time later American and British ships came back to take revenge of the coolies or respectively to subdue them again and bring them back to China. Again many people died and many were taken back. Depending on the source 60 to 128 Chinese might have died on the Ryūkyū islands. In memory to these people the Ishigaki City Council established Tōjin Baka in 1971. The memorial is arranged in Chinese style – dragons, figurines and flowers decorate an opulent tile roof in bright colours, that still looks brand-new. On the front and back side there are memorial plaques.

Some meters next to the Tōjin Baka there is another memorial site, the US soldiers monument. This one is devoted to three American soldiers, who found their death on Ishigaki in 1945, shortly before the end of World War II. After the downing of their plane over the sea near Ishigaki, the three occupants Warren H. Loyd (24), Robert Tuggle Jr. (20) and the pilot Vernon L. Tebo (28), who had been on a reconnaissance mission to take aerial photographs of a Japanese naval base, were captured, interrogated and tortured by Japanese soldiers. Tebo and Tuggle were beheaded, Loyd was publicly killed through strokes and bayonet stabbings of different Japanese soldiers and sailors after have been paraded through the city center and anguished by an angry mob of islanders, who had been desperate to find an offender for the terrible consequences caused by airstrikes.
After the war 41 Japanese soldiers and sailors were adjudged guilty of war crime, seven of them were sentenced to death.
Takeo Shinohara, professor of a local university succeeded in accounting with the dark chapter of history together with the collective help of Ishigaki’s people and so the memorial was established near Tōjin Baka in 2001. The plain structure symbolizes the souls of the three US soldiers rising to heaven.

Tōjin Baka and the US soldiers monument which couldn’t be more contradictory according to the islanders, are however both symbols of freedom between the people, of compassion and redemption, that you should visit when going to Ishigaki.

Sources for Tōjin Baka and the US soldiers monument:
http://www.takaoclub.com/bowne/
http://www.stripes.com/news/islanders-to-honor-three-world-war-ii-aviators-1.31938
https://fareastfling.me/2014/07/11/beauty-honor-entombed-ishigakis-toujin-grave-site/
http://wiki.samurai-archives.com/index.php?title=Robert_Browne_Incident
http://www.shipleybay.com/archives/Memorials/Ishigaki/Stars_and_Stripes…

More island feeling? In the next post we undertake a day trip from Ishigaki to the nearby island Taketomi.

Ishigaki: Sehenswürdigkeiten von Menschenhand (Teil I) ☆ Ishigaki: Manmade Sights (part I)

Ibaruma Sato no Eki, 伊原間郷の駅, shell restaurant, shell, snack bar, Muschel-Restaurant, Muschel, Imbiss, Ishigaki, 石垣島, Okinawa, 沖縄県, JapanRead this post in English? Please scroll.

Nach der kleinen Deutschland-Exkursion im letzten Post geht es heute weiter mit den Ishigaki-Beiträgen! Wenn ihr die natürlichen Sehenswürdigkeiten der Insel mochtet oder auch das Ishigaki Yaima Village aus dem letzten Ishigaki-Beitrag, wird euch zumindest auch die erste Sehenswürdigkeit dieses (zweigeteilten) Beitrages hier gefallen.

(Den Anfang zur Beitragsreihe über die japanische Tropeninsel Ishigaki findet ihr hier.)

Ibaruma Sato no Eki – das Mini-Muschel-Restaurant

Ibaruma Sato no Eki, 伊原間郷の駅, shell restaurant, shell, snack bar, Muschel-Restaurant, Muschel, Imbiss, Ishigaki, 石垣島, Okinawa, 沖縄県, JapanDort wo Ishigakis massiger südlicher Inselkörper in den schmalen Norden übergeht, gibt es nahe des Fischereihafens in der Ibaruma-Bucht das kleine Restaurant Ibaruma Sato no Eki. Von außen wird man es kaum als solches wahrnehmen, dabei ist es eine Sehenswürdigkeit von denen, die man vermutlich sein ganzes Leben lang nicht mehr vergisst. Es ist eine dieser Besonderheiten, die einen richtig tollen Urlaub ausmachen, eine, wegen der man Reisen und andere Länder und Orte kennen lernen möchte oder kurzum: etwas ganz Besonderes!
Was das Restaurant so sehenswert macht, ist die Tatsache, dass es fast ausschließlich aus Muscheln und Strandgut zusammengebaut ist. 😮 🙂

Auf der Landstraße 206 Richtung Norden, Ausschau haltend nach einem eigenartigen Gebilde aus Muschelbergen, kann man es eigentlich gar nicht verpassen. Schon von außen sieht es niedlich, gemütlich und außergewöhnlich aus mit den vielen übereinander getürmten Muscheln und Bojen. Ibaruma Sato no Eki, 伊原間郷の駅, shell restaurant, shell, snack bar, Muschel-Restaurant, Muschel, Imbiss, Ishigaki, 石垣島, Okinawa, 沖縄県, JapanWenn man den kleinen Weg durch den „Deko-Garten“ geht, die mit einer Retro-Klingel versehene Tür öffnet und hineintritt, könnte man meinen, in einer Parallelwelt gelandet zu sein. ^^♥ Der Boden und sämtliche Wände des Mini-Restaurants sind mit Muscheln bedeckt, von der Decke hängen Muscheln und Strandgut an unzähligen Strippen, sodass es klimpert und klirrt, sobald man sich mit gesenktem Kopf ein paar Zentimeter bewegt. ❤

Sogar Ibaruma Sato no Eki, 伊原間郷の駅, shell restaurant, shell, snack bar, Muschel-Restaurant, Muschel, Imbiss, Ishigaki, 石垣島, Okinawa, 沖縄県, Japandie Toilette ist ein unglaublicher Hingucker: Vor Muschel-Deko kann man kaum die Toilettenschüssel erreichen, doch der Anblick ist gigantisch! Das oberirdische Unterwasserparadies lässt jedes Sammlerherz höher schlagen, denn gleich gegenüber des Eingangs häufen sich Muscheln in allen Formen und Farben, in natürlich belassener Form oder als Ketten zum Verkauf. Essen – das steht außer Frage – ist in diesem Restaurant, welches drei Tische zu bieten hat, nur Nebensache. XD Zu Unrecht, wie sich herausstellt! Denn das Gyūdon, das Tacchan und ich bestellen, ist außerordentlich köstlich und weist eine spezielle Note auf! Ibaruma Sato no Eki, 伊原間郷の駅, shell restaurant, shell, snack bar, Muschel-Restaurant, Muschel, Imbiss, Ishigaki, 石垣島, Okinawa, 沖縄県, JapanOb dies nun der typische Geschmack der Ishigaki-Insel ist oder ein gehütetes Familienrezept des liebenswerten Ehepaares, welches uns bedient, muss wohl ein Geheimnis bleiben. Auf jeden Fall werden wir verpflegt und umsorgt, als wenn wir zu Gast bei Freunden sind. ishigaki-ibaruma-sato-no-eki-12Der Inhaber weiß über fast jedes Stück seiner Sammlung eine Geschichte zu erzählen und kommt von einem ins andere. Ich möchte natürlich unbedingt ein paar Muscheln und Korallenskelette als Souvenirs kaufen und als Tacchan verrät, dass ich eine große Liebhaberin von Naturgegenständen wie Mineralien, Fossilien, Muscheln usw. bin, präsentiert uns die Frau des Inhabers eine Kuriosität nach der anderen. Am Ende verlassen wir das Restaurant mit Tüten voller Geschenke, das Ehepaar begleitet uns bis nach draußen zu unserem Auto und winkt uns zum Abschied hinterher als wir weiterfahren.

ishigaki-ibaruma-sato-no-eki-11Leider sind wir in Zeitnot gewesen, da wir noch vor dem Sonnenuntergang ein zweites Mal am Yonehara-Strand schnorcheln wollten. Der Zwischenstopp bei Ibaruma Sato no Eki war zwar geplant, musste aber aus Zeitknappheit beinahe gestrichen werden. Was für ein Glück, dass wir doch noch einen Abstecher dorthin gemacht haben – uns wäre eine unglaubliche Sensation durch die Lappen gegangen!
Falls ihr plant, euren nächsten Urlaub auf Ishigaki zu verbringen, schaut unbedingt im Muschel-Restaurant vorbei, lernt das nette Ehepaar kennen, probiert die hausgemachten Köstlichkeiten, die die Speisekarte zu bieten hat und plant bitte viel Zeit für den Aufenthalt ein, denn er wird definitiv länger dauern, als ihr denkt! 😉
Ibaruma Sato no Eki ist meiner Meinung nach der beste Geheimtipp, den ihr finden könnt! ❤

Hier noch einmal eine Auswahl an Bildern (die obigen Bilder könnt ihr natürlich auch in voller Größe sehen, wenn ihr sie anklickt – es lohnt sich! 🙂 ):

Im nächsten Beitrag geht es noch einmal um Ishigakis Sehenswürdigkeiten von Menschenhand. Bis dann!


Ishigaki: Manmade Sights (part I)

After the little excusion to Germany in the last article, I will go on with the Ishigaki posts today. If you liked the island’s natural sights or also the Ishigaki Yaima Village in the previous Ishigaki post, then you will at least like the first sight of this (2-parts-)article here.

(The start of the post series about the Japanese tropical island Ishigaki you can find here.)

Ibaruma Sato no Eki – the mini shell restaurant

At the point where Ishigaki’s massive southern island part is merging into the narrower North, there is in the Ibaruma bay near the fishing port, the little restaurant Ibaruma Sato no Eki. From outside you wouldn’t probably recognized it to be one, though it is indeed one of the sights that you will presumably never forget in your entire life. It is one of theese special things, that create a really great holiday, one that cause the reason to do journeys and to get to know other countries and places or in a word: Something really special!
What makes this restaurant so worth visiting is the fact that it is almost exclusively made of shells and stranded goods. 😮 🙂

Being on the road 206 in the North direction and watching out for a strange construct of shell clusters, you actually cannot miss it. Even from outside you can guess that it is cute, cosy and unique with its many shells and buoys piled up. If you’re going the little path through the “deco garden”, open the door with the retro-bell and enter, you could think of having reached a parallel world. ^^♥ The floor and all walls of the mini restaurant are covered with shells, from the ceiling shells and stranded goods hang on countless strings so that it is tinkling and chinking whenever you move only a few centimeters with your head lowered. ❤

Even the toilet is an incredible eyecatcher: Due to shell decoration you can hardly reach the toilet bowl, but the sight is staggering! The aboveground underwater paradise stirs every collector’s blood because right opposite to the entrance, shells in all shapes and colours, still natural or as necklaces are piled up for sale. Dining – this is beyond all question – is only minor matter here XD in this restaurant, that offers three tables. Unjustly as it turns out! Because the gyūdon, that Tacchan and I order, is extraordinarily delicious and has a distinctive character! If this is the typical taste of Ishigaki island or a well-protected family recipe of the lovably married couple who is serving us, will probably always be a secret. Anyway we are catered and supplied as if we were guests at a friend’s house. The owner knows a story about almost every piece of his collection and is getting from one topic to the next. Of course I want to purchase some shells and coral skeletons as souvenirs and when Tacchan reveals, that I’m a big lover of natural things like minerals, fossils, shells and so on, the owner’s wife is showing us one curiosity after the other. In the end we leave the restaurant with bags of presents, the married couple accompanies us to our car outside and waves us goodbye when we drive away.

Unfortunately we had run short of time since we wanted to snorkel at Yonehara Beach a second time before sunset. The stopover at Ibaruma Sato no Eki was indeed planned, but due to lack of time it almost had to be cancelled. What a luck, that we yet still did a quick side-trip to it – an incredible sensation would have slipped through our fingers!
If you’re planning to spend your next holiday on Ishigaki, then you should absolutely call in on the shell restaurant, get to know the kind married couple, try the homemade delicacies, that the menu offers and please arrange much time for the stay because it will definitely take longer than expected! 😉
In my opinion Ibaruma Sato no Eki is the best insiders’ tip that you could find! ❤

Here is another selection of pictures (of course you can also see the above pictures in full size, if you click on the images – it is worth it! 🙂 ):

—please see above in the German version of the text—

The next post is also about the manmade sights of Ishigaki. See you!

Ishigaki Yaima Village (Museumsdorf, Affen und Mangroven) ☆ Ishigaki Yaima Village (open air museum, monkeys and mangroves)

Read this post in English? Please scroll.

Im letzten Beitrag haben wir Ishigakis Palmen-Dschungel und die Mangrovenvegetation erkundet, heute wagen wir den Übergang in die Zivilisation – aber die Pflanzen- und Tierwelt wird trotzdem nicht zu kurz kommen.

(Wenn ihr den Start der Beitragsreihe über die japanische Tropeninsel Ishigaki in Okinawa verpasst habt, solltet ihr das hier zuerst lesen.)

Ishigaki Yaima Village, 石垣やいま村, Museumsdorf, theme park, outdoor museum, Themenpark, Ryūkyū-Kultur, 琉球文化, traditional house, tropical island, Okinawa, 沖縄県, JapanAn der im südlichen Teil der Insel gelegenen Westküste Ishigakis befindet sich das Ishigaki Yaima Village (eigentlich “Ishigaki Yaima Mura”), ein Themenpark in Form eines kleinen nachgebauten Dorfes im typischen Inselstil. Das Museumsdorf ist mit seinen fünf bis sechs Häusern nicht wirklich groß und so gesehen ziemlich teuer mit einem Eintrittspreis von 1.000 Yen (aktuell knapp 8,80 €), bietet jedoch ein paar Nebensächlichkeiten, die die wahren Highlights ausmachen. In erster Linie geht es natürlich um die okinawanische Inselkultur. Man kann sich die Häuser von innen und außen ansehen und von den Mitarbeitern Kunsthandwerk zeigen lassen. Kinder können Shīsā-Figuren bemalen und mit nach Hause nehmen. Shīsā sind Zwischenwesen aus Löwe und Hund, ähnlich den chinesischen Wächterlöwen, die nach dem Ryūkyū-Glauben das Böse vertreiben. Man findet sie in Okinawa überall paarweise an Eingängen zu Häusern oder Geschäften und traditionell auf den Dächern. Da das Bemalen im Ishigaki Yaima Village jedoch teurer als der Eintrittspreis ist (!), würde ich empfehlen sie lieber anderswo zu erwerben. (Dazu mehr im übernächsten Beitrag über Ishigaki. ^^)

Außerdem kann man Erinnerungsfotos in der Ryūkyū-Tracht machen lassen, was ich unbedingt ausprobieren musste. 🙂 Die typisch okinawanische Tracht hat mit ihren grell bunten Farben und der riesigen Kopfbedeckung (für die Frauen) sehr wenig mit der Ishigaki Yaima Village, 石垣やいま村, Museumsdorf, theme park, outdoor museum, 琉球文化, traditional Ryūkyū costume, traditionelle Ryūkyū-Tracht, tropical island, Inselkultur, Japan, Okinawa, 沖縄県Kleidungskultur der japanischen Hauptinsel zu tun. Vielmehr erinnert es meiner Meinung nach an koreanische Tracht – zumindest farblich. Auch hierbei sollen Touristen möglichst viel Geld dalassen. Nachdem ich einen Grundpreis für das Überziehen und in Pose stellen bezahlt hatte (ich glaube, es waren 500 Yen), fotografierte mich die Dame vom Yaima Village mit ihrer Kamera sowie mit meinem eigenen Fotoapparat. Für die Fotos auf ihrer Kamera hätte ich pro Foto noch einmal bezahlen müssen, was ich dann ablehnte. Die Fotos auf meinem Apparat reichen mir vollkommen aus.

Die schönste Erinnerung an das Museumsdorf stellten jedoch nicht die Häuser da, sondern die Flora und Fauna der Anlage. Ich wette, die meisten Besucher des Mini-Parks kommen fast ausschließlich wegen des Freigeheges zum Ishigaki Yaima Village, wo kleine Totenkopfäffchen durch die Gegend springen und sich von den Gästen füttern lassen. ^__^ Die Affen sind übrigens nicht auf Ishigaki heimisch, aber wer stört sich schon daran. 😉 An einer Art Kaugummiautomat kann man Affenfutter in Plastikkugeln kaufen und darauf warten, gejagt zu werden!!! Wenn die kleinen Gauner das Futter erspäht haben (und das haben sie schnell 😉 ), kleben sie einem sofort auf der Pelle. XD Sie klettern an einem hoch, lassen sich herumtragen und warten darauf, dass die Plastikkugel geöffnet wird, um an die begehrten Leckerli zu kommen. – Dabei sind sie außerordentlich ausdauernd, sodass man schon mit einer Futterration eine ganze Weile Spaß haben kann. Mitunter kann das auch ganz schön stressig werden. Wie gut, wenn man sich abwechseln kann mit dem Futter halten!
ishigaki-yaima-village-squirrel-monkeys-02Und Achtung: Taschenkontrolle! Die Affen öffnen munter Taschen, greifen hinein und schnappen sich alles, was nicht gut genug verstaut ist. Manchmal sogar Dinge, auf die man gar nicht kommt: Ohrringe!
Hier ein Teil des Gesprächs, nachdem ich meinen linken Ohrring gerade noch auf dem Boden finden konnte, als ihn ein Affe fallen gelassen hatte:
Tacchan: „Maddy-chan, dein Ohrring!“
Ich: „Ich weiß. Aber ich habe ihn noch, schau.“
Tacchan: „Nein-nein, der andere…“
Ich: „Nein, den habe ich noch.“
Tacchan: „??“
Ich: „Hier. Ist noch im Ohr… aah!“
Da war auch der Zweite weg… 😥
Zum Glück habe ich aber auch diesen wiedergefunden. – In meiner Kleidung, als wir später am Strand waren. Er ist mir nach der Affenattacke ins T-Shirt gerutscht und hat sich dort (weil das T-Shirt einen Bund im Hüftbereich hat) bis zum Umziehen gehalten!!! Na, wenn das kein Glück war! ^__^°Ishigaki Yaima Village, 石垣やいま村, Museumsdorf, theme park, outdoor museum, 琉球文化, squirrel monkeys, Totenkopfäffchen, tropical island, Japan, 日本, Okinawa, 沖縄県

Nach der Fauna kam dann die Flora. Dem Museumsdorf angeschlossen ist ein kleiner Mangrovenwald. Auf einem Weg aus Holzplanken kann man ein Stück an den Mangroven entlanggehen, die knorrigen Wurzeln und das saftige Blätterwerk bestaunen, dem ohrenbetäubenden Zirpen lauschen und kleine Tiere im Schlamm Ishigaki Yaima Village, 石垣やいま村, Museumsdorf, theme park, outdoor museum, mangrove forest, マングローブ, Mangrovenwald, tropical island, Japan, 日本, Okinawa, 沖縄県erahnen. Verglichen mit dem Fukido River ist es ein kleines Vergnügen, aber da man ein Stück erhöht läuft und am Ende des Weges durch die Mangrovenbäume hinaus auf den Fluss sehen kann (also genau umgekehrt zur sonstigen Annäherung an die Mangroven von der Flussseite her), finde ich es unbedingt empfehlenswert – auch wenn man nicht halb so viele Tiere zu Gesicht bekommt wie am Fukido Flussbett.


Sehr schön fand ich auch den Weg bis zu den Holzplanken, an dem sich wieder links und rechts Dschungelpflanzen an Dschungelpflanzen reihten. Der hohe Maschendrahtzaun in der Ferne, der ab und zu durch die Bäume im Hintergrund zu sehen ist, lässt das Ganze wie eine Szene aus Jurassic Park erscheinen – muss ich Tacchan erzählen, als wir zurückgehen.
Dann geht es noch einmal zu den wilden Kreaturen…
… den Totenkopfäffchen – Fütterung Teil II! 😀ishigaki-yaima-village-squirrel-monkeys-03

Im nächsten Post erfahrt ihr etwas über die weiteren Sehenswürdigkeiten von Menschenhand auf Ishigaki.


Ishigaki Yaima Village (open air museum, monkeys and mangroves)

In the last post we discovered Ishigaki’s palm jungle and the mangrove vegetation, today we venture the transition to civilization – but the flora and fauna won’t go short.

(If you missed the start of the post series about the Japanese tropical island Ishigaki in Okinawa, then you should read this here at first.)

At the West coast of Ishigaki’s Southern island region there is the Ishigaki Yaima Village (actually „Ishigaki Yaima Mura“), a theme park in the form of a little recreated village in the typical island style. The museum village with its five to six houses is not really large and therefore quite expensive with an entrance price of 1.000 Yen (almost 8,80 € at the moment), but it offers some minor matters, that create the real highlights indeed. Primarily it is about the Okinawan island culture of course. You can have a look at the houses from in- and outside and watch the staff fabricating handicrafts. Children can paint shīsā figures and take them home. Shīsā are intermediate beings between lion and dog, similar to the Chinese guardian lions, that ward off evil in Ryūkyū belief. You can find them everywhere as a couple at entrances to houses or shops and traditional on roofs. Since painting them at Ishigaki Yaima Village is however more expensive than the entrance price (!), I suggest to purchase them elsewhere. (More about that in another Ishigaki post. ^^)

Furthermore you can make souvenir photos, dressed in a traditional Ryūkyū costume, that I definitely had to try. 🙂 The typical Okinawan costume with its gaudy colours and the gigantic headpiece (for the women) has less in common with the clothing culture of Japan’s main island. It rather reminds of Korean traditional costumes in my opinion – at least referring to the colours. Also here tourists should leave a lot of money. After I paid the basic price for taking on the clothes and getting placed in position (I think, it was 500 Yen), the lady from the Yaima Village did some photos with her camera and my own photo cam. For the photos on her camera I would have had to pay an extra charge for each photo, but I rejected it. The photos on my own cam are totally acceptable.

But the best memory of the museum village were not the houses, but the flora and fauna of the premises. I bet, most of the guests visit the mini park almost entirely due to the outdoor enclosure, where little squirrel monkeys jump around and let the guests feed them. ^__^ By the way the monkeys are not indigenous on Ishigaki, but who cares. 😉 At kind of a gumball machine you can buy plastic balls filled with monkey food and wait to be hunted!!! When the little crooks have spied the food (and they will have pretty fast 😉 ), they keep on pestering you. XD They climb on you, let you carry them and wait for you to open the plastic ball to get the desired goodies. – In this they are amazingly persistent, so that you will have fun for quite a while with only one portion of food. But it also can get kind of stressy. Glad, if you can often alternate with holding the food!
And attention: Bag search! The monkeys cheerily open pockets, grab in and snatch everything that is not stored well. Sometimes even things, that you wouldn’t guess: Earrings!
Here is part of a talk, after I could find my left earring on the ground not a moment to soon, when a monkey just had dropped it there:
Tacchan: “Maddy-chan, your earring!”
Me: “I know. But I still have it, see.”
Tacchan: “No-no, the other one…”
Me: “No, I still have it.”
Tacchan: “??”
Me: “Here. It’s still inside my ear… aah!”
Well, also the second one was lost… 😥
Fortunately I also found this one again. – Among my clothes, when we were on the beach later. It slid into my t-shirt after the monkey attack and (because the t-shirt had a waistband) it remained there until I changed clothes!!! What luck, wow! ^__^°

After the fauna we came to the flora. Affiliated to the museum village there is a little mangrove forest. You can walk along a trail of wooden planks next to the mangroves, enjoy watching their gnarled roots and the verdurous leafage, listening to the ear-shattering chirping and surmise little animals in the mud. Compared to the Fukido River it is (only) a little amusement, but since you are walking at bit heightened and can see the river through the mangrove trees at the end of the way (that means conversely to the common way of approaching the mangrove trees from the river direction), I think, it is highly recommendable – even though you don’t get to see half of the many animals here that you could spot at the Fukido riverbed.
I was also very pleased of the path leading to the wooden plank trail, which was lined with jungle plants to the left and to the right. The high cyclone fence in the distance, that you could see through the the trees in the background sometimes, creates a scenery like in Jurassic Park – I have to tell Tacchan, when we are going back.
Then we return to the wild creatures…
… the squirrel monkeys – feeding time part II! 😀

In the next post you will be introduced to other Ishigaki’s manmade sights.

Ishigaki: Natürliche Sehenswürdigkeiten (Palmen, Dschungel und Mangroven) ☆ Ishigaki: Natural sights (palms, jungle and mangroves)

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Nach den schönen Stränden, die Ishigaki zu bieten hat (s. Post Ishigaki – Strände und Schnorcheln Teil I + II), geht die Erkundungstour heute gleich in der Natur weiter.

(Wer die anderen Beiträge über Japans Tropeninsel in der Okinawa-Präfektur noch nicht gelesen hatte, sollte hier beginnen.)


Yaeyama-Palmen-Kolonie mit Dschungel-Pfad

Yaeyama Palm Colony, 米原のヤエヤマヤシ群落, Yonehara, Palmenwald, palm tree, tropical island, Tropeninsel, jungle, Ishigaki, 石垣島, Okinawa, 沖縄県, JapanIn der Nähe des Yonehara-Strandes befindet sich eine kleine Kolonie von Yaeyama-yashi. Diese Palmenart (Satakentia liukiuensis) kommt einzig auf den Inseln Ishigaki und Iriomote vor. Die 1972 als nationales Naturdenkmal angelegte Kolonie, wurde 2007 Teil des Iriomote-Ishigaki National Parks. Die Palmen können eine Höhe von 20 Metern erreichen.
ryukyu tree lizard, リュウキュウキノボリトカゲ, Yaeyama Palm Colony, 米原のヤエヤマヤシ群落, Palmenwald, palm tree, tropical island, Tropeninsel, Ishigaki, 石垣島, Okinawa, 沖縄県, JapanSchöner, interessanter und vielfältiger finde ich jedoch den Weg zu den Palmen durch die dschungelgleiche Landschaft. Ein kleiner Pfad führt vom Parkplatz hinein in die Tropenwelt aus Urwaldbäumen, Farnen und anderen Blattpflanzen. Alles ist saftig grün, frisch, nass und von unglaublich lautem Zirpen erfüllt.
Am Ende des kleines Pfades erreicht man einen mit Holzplanken gebauten Bereich, von dem aus man einen Rundumblick in den Dschungel und auf sein Herzstück, die Yaeyama-Palmen, werfen kann. Ich möchte noch erwähnen, dass man für den Hin- und Rückweg durch die Tropenwelt, der gerne mit insgesamt etwa 20 Minuten angegeben wird, doch sehr viel mehr Zeit einplanen kann, wenn man die Umgebung auf sich wirken lassen möchte oder ein Foto-Fan ist. ^^°

Wer nach dem Naturpfad durstig ist, sollte unbedingt einen frischgepressten Zuckerrohrsaft am Eingang trinken! Den gibt es gemischt mit Mangosaft, Ananassaft, Shikwasa-Saft (eine Zitrusfrucht der Okinawa-Inseln) oder Drachenfruchtsaft. Wer sich traut, kann auch die Mischung mit Goya-Saft (Bittermelone) probieren. Wir haben uns für die Drachenfrucht entschieden. ^^vdragonfruit sugarcane juice, Drachenfrucht-Zuckerrohr-Saft, ドラゴンフルーツとさとうきびのジュース, Yaeyama Palm Colony, 米原のヤエヤマヤシ群落, Yonehara, tropical island, Tropeninsel, Ishigaki, 石垣島, Okinawa, 沖縄県, Japan


Fukido River mit Mangrovenlandschaft

Fukido River, 吹通川, マングローブ, mangrove, ヒルギ, Rhizophora, tropical island, Tropeninsel, Ishigaki, 石垣島, Okinawa, 沖縄県, JapanAuf Ishigaki gibt es Mangrovenbäume. Die Salzpflanzen mit den dekorativen Stelzwurzeln kann man am besten von der Brücke, die über den Fukido River führt, im Nordwesten von Ishigakis nördlichem Inselgebiet, aus betrachten. Der Blick auf das halb freiliegende Flussbett bei Ebbe ist einfach malerisch und bietet eine perfekte Tropenatmosphäre. An der Brücke gibt es eine Parkmöglichkeit; daher sollte man sich unbedingt die Füße schmutzig machen, um das Flussbett zu erkunden und nicht etwa auf der Brücke stehen bleiben. Der Anblick aus der Nähe lohnt sich wirklich! Die Rhizophoragewächse sind nämlich nicht die einzige Sensation hier unten! Fukido River, 吹通川, マングローブ, mangrove, mudskipper, Schlammspringer, tropical island, Tropeninsel, Ishigaki, 石垣島, Okinawa, 沖縄県, JapanAuf dem morastigen Schlammboden hat sich so einiges an Flora und Fauna gebildet, was die meisten Urlauber eine kleine Weile beschäftigen sollte. Besonders putzig ist die Tierwelt: Man sieht kleine Schlammspringer herumhüpfen (ihr solltet euch den rechts in voller Größe ansehen! 😉 ) und Winkerkrabben durch die Gegend krabbeln. Erstere sind amphibisch lebende Fische, die ein wenig an halb entwickelte Frösche erinnern. Winkerkrabben und weitere Krabbenarten gibt es in verschiedenen Braun-, Gelb- und Orangetönen. Am besten haben mir die mit den hellblauen Flecken auf den Panzern gefallen, aber seht selbst:

Fukido River, 吹通川, マングローブ, mangrove, crab, Krabbe, tropical island, Tropeninsel, Ishigaki, 石垣島, Okinawa, 沖縄県, JapanEs ist übrigens verblüffend, wie schnell die Krabbeltiere auf Erschütterungen reagieren. Kaum tritt man näher an ein paar Krabben heran, verschwinden alle mit einem Schlag in ihren Löchern! Bleibt man aber eine Weile an einem Ort stehen ohne sich zu bewegen, kommen sie wieder hervor und sind zumindest nah genug für Fotos. 😉
Und obwohl ich keine einzige Zikade zu sehen bekommen habe, ist ihr atmosphärisches Zirpen hier übrigens ohrenbetäubend laut!

Wer von den Mangroven und seinen Bewohnern nicht genug bekommen kann, sollte sich nach einem Kajak-Verleih in der Nähe des Fukido Rivers umsehen. Wir sind zufrieden mit unvergesslichen Augenblicken, tollen Fotos und… schlammigen Sandalen. XD


Und wenn man Glück hat…

Manchmal präsentiert sich Ishigakis Tierwelt aber auch ganz überraschend. Eines Abends sahen wir auf dem Weg zurück zum Hotel vom Auto aus einen Flughund im Baum hängen. ❤ Jaaa, wie goldig!!! So ein Glück! Ich habe mir sehr gewünscht, einen zu sehen – genau wie eine Seeschildkröte. Letzteres haben wir nicht gesehen, aber der Flughund war wirklich genial!! Leider hat er sich dann so plötzlich und unerwartet aus dem Staub gemacht, dass ich nicht einmal ein Video von seinem Aufbruch machen konnte. Als er die Flügel ausgebreitet hat, gab es ein Geräusch, als wenn man ein Wäschestück mit einem kräftigen Schlag ausschüttelt. ^^°
Könnt ihr etwas auf den Fotos erkennen? Ich gebe zu, es ist nicht einfach. ^^°

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Auch im nächsten Beitrag geht es wieder in die Tier- und Pflanzenwelt Ishigakis. Aber diesmal begegnen wir auch der Kultur der menschlichen Inselbewohner. Seid ihr dabei?


Ishigaki: Natural sights (palms, jungle and mangroves)

After the beautiful beaches, that Ishigaki offers (see post Ishigaki – Beaches and snorkeling part I + II), the scouting expedition continues in nature today.

(Who hasn’t read the other posts about Japan’s tropical island in the Okinawa prefecture yet, should start here.)


Yaeyama palm colony with jungle path

Near the Yonehara Beach there is a little colony of Yaeyama-yashi. This palm species (Satakentia liukiuensis) is distributed only on the islands Ishigaki and Iriomote. Built in 1972 as a natural monument, the colony got part of the Iriomote Ishigaki National Park in 2007. The palm trees can reach a height of 20 meters.
But I think, more beautiful, interesting and multifaceted is the way through the jungle-like scenery to reach the palms. A little path is leading from the parking site into a tropical world of primeval forest trees, ferns and other foliate plants. Everything is verdurous, fresh, wet and imbued with loud chirping of cicadas.
At the end of the little path you reach an area built of wooden planks where you have a 360 degree view of the jungle and its centerpiece, the yaeyama palms. I would also like to mention, that for the way to and back through the tropical world, which is often said to take around 20 minutes altogether, you should however arrange much more time, if you want to take in the environment or if you are a photo addict. ^^°

Who is thirsty after the nature trail, should definitely try a freshly squeezed sugarcane juice at the entrance! It is mixed with mango juice, pineapple juice, shikwasa juice (a citrus fruit of the Okinawa islands) or dragonfruit juice. Who dares, can try the mixture with goya juice (bitter melon). We decided for dragonfruit. ^^v


Fukido River with mangrove landscape

Ishigaki has mangrove trees. On the salt plants with the decorative stilt roots you can look best from the bridge crossing the Fukido River in the Northwest of Ishigaki’s Northern island region. The view to the half dried-out riverbed at low tide is simply picturesque and offers a perfect tropical atmosphere. Next to the bridge is a parking and you should definitely soil your feet to explore the riverbed instead of staying at the bridge. The view from close to is really worthwhile! But the rhizophora plants are not the only sensation down here! The boggy mud ground is home to many forms of flora and fauna and should keep the most vacationers busy for quite a while. Eminently the fauna is peculiar: You can see little mudskippers hopping around (you should watch the one on the right side of the German text in full size! 😉 ) and fiddler crabs crawling all over the place. The former are amphibian living fish, that remind a bit of half developed frogs. Fiddler crabs and other crab species exist in different brown, yellow and orange shades. I liked the ones with the light blue spots on the carapaces best, but see yourself:          see the pictures in the German version above

By the way it is amazing, how fast the creepy-crawlies react to tremor. As soon as you approach closer to some crabs, they hide away in their holes all of a sudden! But if you keep standing at a place for some while without moving, they return and are at least close enough for taking photos. 😉
And well, though I didn’t spot one single cicada, their atmospheric chirping was by the way ear-shattering here!

Who cannot get enough of the mangroves and its residents should investigate for a kayak rental near the Fukido River. We are satisfied with unforgettable moments, gorgeous photos and… muddy sandals. XD


And if you are lucky…

Sometimes Ishigaki’s fauna appears all in a sudden. One evening on the way back to the hotel we saw a fruit bat hanging in a tree through the car window. ❤ Yees, how cute!!! We were so lucky! It was a wish of mine to see one – the same like a sea turtle. The latter we couldn’t see, but the fruit bat was brilliant!! Unfortunately it made away so suddenly and unexpected, that I wasn’t even able to do a video of its leaving. When it spread its wings, there was a sound as if you shake out a piece of laundry with a powerful stroke. ^^°
Can you recognize it in the picture? I admit, it is not easy. ^^°



Also in the next post we will discover Ishigaki’s flora and fauna. But this time we will also get in touch with the culture of the human island inhabitants. Will you join us?