Über den Film „Kirschblüten und rote Bohnen“ (あん, „An“) ☆ About the movie „Cherry blossoms and red beans” (あん, „An“), English title: „Sweet Beans“

An, あん, Kirschblüten und rote Bohnen, Sweet Bean, Japanese movie, japanischer Film, 映画, Arte, Kirin Kiki, Naomi Kawase, Durian Sukegawa, dorayaki

Read this post in English? Please scroll.

Heute möchte ich den Film „Kirschblüten und rote Bohnen“ der japanischen Regisseurin Naomi Kawase vorstellen, der am 31.12.2015 unter diesem Namen in die deutschen Kinos kam. Ich habe ihn eine Weile später kostenlos in einem Open-Air-Kino gesehen und An, あん, Kirschblüten und rote Bohnen, Sweet Bean, Japanese movie, japanischer Film, 映画, Arte, Kirin Kiki, Naomi Kawase, Durian Sukegawa, dorayakidiese kleine Filmkritik geschrieben, weil ich mir dachte, dass dieser japanisch-deutsch-französische Film mit der berühmten japanischen Schauspielerin Kirin Kiki einmal im Fernsehen ausgestrahlt werden würde. Nun ist es soweit und der Film kommt morgen schon (am 14.05.2018) um 20:15 Uhr auf Arte (entschuldigt bitte die Kurzfristigkeit – ich bin gerade erst aus dem Urlaub zurückgekehrt).
Im Original trägt der Film den Titel „あん“ (sprich: [an] ), was zu deutsch „Rote Bohnenpaste“ bedeutet, also eingekochte Adzukibohnen, die mit Zucker gesüßt eine Paste als Grundlage für verschiedene japanische Süßigkeiten wie z.B. Gebäckfüllung bildet. Der Film basiert auf dem Roman „あん/ An“ von Durian Sukegawa (auch Dorian Sukegawa).

Eigentlich möchte ich nicht viel von der Geschichte vorneweg erzählen, denn den wenigen Inhalt, den der Film bietet, sollte meiner Meinung nach jeder selbst entdecken und erleben. Ich finde, dass die meisten Inhaltsangaben dieses Films schon viel zu viel verraten und damit einen Großteil der Spannung nehmen. Wenn ihr euch „Kirschblüten und rote Bohnen“ ansehen möchtet, solltet ihr am besten gar keine Inhaltsangaben lesen, aber vermutlich ist es dafür schon zu spät, nicht wahr?

Eine unverfängliche Inhaltsangabe wäre vielleicht die folgende:
Sentaro führt einen kleinen Dorayaki-Laden in Tokio. Der Verkauf der kleinen mit süßem roten Bohnenmus gefüllten Pfannkuchen (Dorayaki) ist eher ermüdende Pflichterfüllung für ihn als gewählter Traumberuf. Das hat seine Gründe, wie der Zuschauer später erfahren wird. Eines Tages macht er die Bekanntschaft mit der alten Dame Tokue, die sich bei ihm auf eine Aushilfsstelle bewirbt. Sentaro traut der liebenswerten, aber auch etwas eigenartigen Frau diese Arbeit nicht zu und lehnt ihre Anfrage ab. Als er aber von ihrem selbstgemachten Bohnenmus probiert, muss er sich eingestehen, dass Tokue mehr als qualifiziert für die Abeit im Dorayaki-Laden wäre.An, あん, Kirschblüten und rote Bohnen, Sweet Bean, Japanese movie, japanischer Film, 映画, Arte, Kirin Kiki, Naomi Kawase, Durian Sukegawa, dorayaki
So arbeiten beide als Team zusammen: Tokue kocht die Bohnenmuspaste, Sentaro backt Pfannkuchen und kümmert sich um die übrige Arbeit im Laden. Die beiden entwickeln eine ganz besondere Freundschaft zueinander in den Stunden, in denen sie zusammen in der Küche werkeln.An, あん, Kirschblüten und rote Bohnen, Sweet Bean, Japanese movie, japanischer Film, 映画, Arte, Kirin Kiki, Naomi Kawase, Durian Sukegawa, dorayaki
Auch die stille, nachdenkliche Wakana schließt die alte Dame sofort ins Herz. Als Schülerin kommt sie fast jeden Tag bei Sentaro vorbei, um bei ihm zu essen. Sie bekommt die misslungenen Dorayaki gratis.An, あん, Kirschblüten und rote Bohnen, Sweet Bean, Japanese movie, japanischer Film, 映画, Arte, Kirin Kiki, Naomi Kawase, Durian Sukegawa, dorayaki
Dass die Pfannkuchen eine völlig neue und viel bessere Füllung haben, spricht sich schnell herum und bald können sich Sentaro und Tokue nicht mehr retten vor Kunden. Wäre da nur nicht dieses üble Gerücht um Tokue und ihre kränkelnde Gesundheit, aus der die alte Dame ein Geheimnis zu machen versucht…

„Kirschblüten und rote Bohnen“ ist ein Film, der meinem selbsternannten „Arte-Genre“ voll und ganz entspricht. ^^° Hierzu zähle ich (siehe „Unsere kleine Schwester“ (海街diary, „Umimachi Diary“) Kunstfilme, wie sie auf dem deutsch-französischen Fernsehsender Arte laufen, die keinen ausgefeilten Handlungsstrang haben, dafür aber Charaktere, zwischenmenschliche Beziehungen und ganz banale Alltagsgeschichten besonders stimmungsvoll in Szene setzen. Ein langsamer Erzählstil, wenig Dialoge, dafür ausdrucksstarke Bilder und lange Kameraeinstellungen sind unverkennbare Merkmale, die viele japanischen Filme dieser Art aufweisen.
An, あん, Kirschblüten und rote Bohnen, Sweet Bean, Japanese movie, japanischer Film, 映画, Arte, Kirin Kiki, Naomi Kawase, Durian Sukegawa, dorayakiBei „Kirschblüten und rote Bohnen“ verhält es sich genau so. Man muss schon ein Liebhaber Japans oder derartiger Kunstfilme sein, um Tokue und Sentaro beim Einkochen der Adzukibohnen in gefühlter Echtzeit zusehen zu wollen. Doch so wie Tokue viel mehr im Kochen der Bohnenpaste sieht, als mit dem bloßen Auge zu erkennen ist, so gibt es auch für den Zuschauer so viel mehr in diesem Film zu entdecken, als den beiden beim Kochen zuzusehen. Ein wenig Magie, ein wenig Naturverbundenheit, ein wenig Glück des Augenblicks und formende Vergangenheit gilt es zu erspüren.
Den deutschen Titel finde ich gut gewählt: Die Kirschblüten, die Tokue so viel Freude bereiten, ein typisch japanisches Symbol der Vergänglichkeit und die roten Bohnen, die der Flüchtigkeit der Dinge entgegenwirken, überdauern und bestehen. Tradition und Wandel – eine tiefsinnige Zusammenfassung der Stimmungselemente in „あん/ An“.

An, あん, Kirschblüten und rote Bohnen, Sweet Bean, Japanese movie, japanischer Film, 映画, Arte, Kirin Kiki, Naomi Kawase, Durian Sukegawa, dorayakiDer gleichförmige Handlungsverlauf ohne große Überraschungen oder Spannungselemente ist einer der negativen Aspekte des Films. Trotz meiner Einteilung für das „Arte-Filmgenre“ aufgrund seiner Eigenschaften, war ich doch ein wenig enttäuscht, dass der Film wirklich nicht mehr beinhaltete, als das, was ich bereits den Inhaltsangaben entnommen hatte. Einfach gesagt: Es wird im Grunde lediglich Bohnenmuspaste hergestellt, Punkt. ^^°
Meiner Meinung nach hätte man auch die interessanten Charaktere mehr ausbauen können. Gerne hätte ich mehr über die Lebensgeschichten aller drei Hauptpersonen erfahren, die leider nur angerissen wurden. Liebhaber japanischer Kultur kommen auch nicht voll auf ihre Kosten. Wer Kimonos, japanischen Familienalltag, Schreinszenen oder Kirschblütenfeste erwartet, wird bei „あん/ An“ eine Enttäuschung erleben – bildet doch die Küche von Sentaros Dorayaki-Laden den fast einzigen Schauplatz des ganzen Films.
Wer sich all dessen bewusst ist und immer noch eine gewisse Neugier hegt, sollte sich „Kirschblüten und rote Bohnen“ hingegen ansehen. Es ist ein Film, bei dem die Atmosphäre am Wichtigsten ist – die mystische Stimmung, die Tokue umgibt, wenn sie mit den Bohnen spricht oder wenn der Wind durch die Kirschbaumzweige der Straße weht.An, あん, Kirschblüten und rote Bohnen, Sweet Bean, Japanese movie, japanischer Film, 映画, Arte, Kirin Kiki, Naomi Kawase, Durian Sukegawa, dorayaki
Trotz all seiner Melancholie, die immer stärker hervortritt, ist „Kirschblüten und rote Bohnen“ auch ein Film, der Wärme und Hoffnung ausstrahlt. Die Charaktere aus drei Generationen, die aus ihrer Einsamkeit heraus zueinander finden und in dieser Zusammenkunft für einen Augenblick freundschaftlichen, fast familiären Zusammenhalt erfahren, muss man einfach lieb gewinnen: Den grummeligen Sentaro, die nachdenklich sanfte Wakana und natürlich die herzlich verrückte Tokue. Es ist ein Film, der tief bewegen kann und der auch kritisch hinterfragt: Was erwarten wir vom Leben? Was bedeutet Freiheit? Gibt es so etwas wie Schicksal? Gleichzeitig appelliert er an die (japanische) Gesellschaft, mit Vorurteilen aufzuräumen und offen auf die Menschen mit ihren individuellen Persönlichkeiten zuzugehen.
Die Art, diese Fragen zu stellen und die Antworten zu vermitteln, ist mit Verwendung der Themen „Ehrung der Lebensmittel“ und „die Mystik, die in deren Zubereitung liegt“, dabei wieder ganz japanisch. 😉
Ich empehle allen Atomsphäre-Film-Fans dazu, sich den Film anzusehen, allen Skeptikern, es gar nicht erst zu versuchen. 😉 Itadakimasu! (Guten Appetit!)An, あん, Kirschblüten und rote Bohnen, Sweet Bean, Japanese movie, japanischer Film, 映画, Arte, Kirin Kiki, Naomi Kawase, Durian Sukegawa, dorayaki

Anmerkung: Alle Bilder dieses Beitrags sind der offiziellen Filmseite oder der Facebook-Seite des Films entnommen:

http://an-movie.com
https://www.facebook.com/anmovie2015

 

An, あん, Kirschblüten und rote Bohnen, Sweet Bean, Japanese movie, japanischer Film, 映画, Arte, Kirin Kiki, Naomi Kawase, Durian Sukegawa, dorayaki

Bitte anklicken für ein klares Schriftbild


About the movie „Cherry blossoms and red beans” (あん, „An“), English title: „Sweet Beans“

Today I would like to introduce the movie “Cherry blossoms and red beans” (translation of the German title, the English one is “Sweet Bean”) of the Japanese director Naomi Kawase, which was shown from December 31st 2015 in German cinemas. I saw the movie some time later in an open-air cinema for free and wrote this little film review because I assumed that this Japanese German French movie with the famous Japanese actress Kirin Kiki would be broadcasted on TV some day. Now the time has come and the movie will be shown tomorrow (on May 14th 2018) 08:15 p.m. on the channel Arte (I’m sorry for the short-term – I just returned from holiday).
The title of the original movie is „あん“ (spoken: [an] ) and means „red beans paste“, so boiled down adzuki beans which mixed with sugar form a sweet paste that is used as a basic ingredients for many Japanese sweets like f.e. pastry fillings. The movie is based on the novel „あん/ An“ by Durian Sukegawa (also Dorian Sukegawa).

Actually I don’t like to tell you so much about the story ahead because the less content that the movie offers, everyone should explore and experience himself. In my opinion most summaries of the movie disclose already to much and take away a large portion of suspense. If you would like to watch “Cherry blossoms and red beans”, you should preferably not read any summaries at all, but presumably it is already too late for that, isn’t it?

A harmless summary would maybe like this:
Sentaro owns a little dorayaki shop in Tokyo. Selling the little pancakes with sweet red beans paste (dorayaki) is a rather tedious performance of his duty than his chosen dream job. There are reasons for it as the viewer will get to know later. One day he makes the acquaintance of the old lady Tokue, who applies for a temporary job at his job. Sentaro doesn’t think that the endearing yet a bit peculiar woman is capable of doing the work and rejects her application. But when he tried her selfmade beans paste, he has to admit to himself that Tokue is more than qualified for working in the dorayaki shop.
So they start to act as a team: Tokue is cooking beans paste while Sentaro bakes pancakes and does the other work in the shop. The two build a very unique friendship with each other in the hours they spend working together in the kitchen.
Also the quiet thoughtful Wakana takes her into her heart immediately. As a school girl she comes around almost every day at Sentaro’s to eat something. She is presented the failed dorayaki pancakes for free.
That the pancakes have a completely new and better filling, gets around fast and soon Sentaro and Tokue cannot save themselves from customers. If there wasn’t this bad rumour about Tokue’s ailing health, that the old lady tries to keep secret about…

“Cherry blossoms and red beans” is a movie, that fits my self-styled “Arte genre” perfectly. ^^° Under this genre (see my post „Our Little Sister“ (海街diary, „Umimachi Diary“) I class art movies like they are shown on the German French TV channel Arte, which have no elaborated storyline, but therefore draw characters, interpersonal relations and banal daily life stories to attention to create an atmospheric mood. A slowly narrative style, less dialogues, therefore expressive pictures and long-lasting camera settings are signature attributes that many Japanese movies of this type display.
“Cherry blossoms and red beans” is quite much like that. You really should be addicted to Japan or to art movies of that type to like watching Tokue and Sentaro cooking down adzuki beans in felt real-time. But as well as Tokue sees more in the process of cooking beans paste than it is visible to the naked eye, also the viewer is invited to discover much more than only watching the two cooking. A little touch of magic, a little relationship with nature, a little luck of the moment and forming past can be felt out.
The German title is chosen quite well in my opinion: The cherry blossoms, that bring so much joy to Tokue, are a typical Japanese symbol of evanescence and the red beans which counteract the volatility of things, outlast and subsist. Tradition and alteration – a profound summary of the mood elements in in „あん/ An“.

The equable plot without great surprises or suspense elements is one of the negative aspects of the movie. Despite my classification to the “Arte movie genre” according to its characteristics, I was a little disappointed however that the movie really didn’t contain more than I already read in the summaries before. To put it simply: Basically there is merely produced beans paste. Period. ^^°
In my opinion the interesting characters could have been developed to more detail. I would have liked to get to know more about the biographies of the three main characters which were unfortunately only touched. Devotees of Japanese culture also cannot be satisfied. Who expects kimonos, Japanese family everyday life, shrine scenes or cherry blossom festivals will reach disappointment with „あん/ An“: The kitchen of Sentaro’s dorayaki shop is the main (and almost only) setting of the whole movie.
Who is aware of all that and still harbours a certain curiosity, should watch “Cherry blossoms and red beans”. It is a movie in which atmosphere is the most important thing – a mystical vibe that surrounds Tokue, when she is talking to the beans or when the wind blows through the cherry tree blossoms along the street. Despite the melancholy which emerges more and more, “Cherry blossoms and red beans” is also a movie, which radiates warmth and hope. The characters of three generations, who get together from loneliness and for a moment experience a friendly, almost familial, relationship, are just lovable: The grumpy Sentaro, the thoughtful gentle Wakana and of course the warmly crazy Tokue. It is a movie, that can move you deeply and that critically scrutinize: What do we expect of life? What does liberty mean? Is there something like destiny? Simultaneously it calls on the (Japanese) society to do away with prejudices and to be outgoing with people and their individual personalities. The way of asking these questions and giving the answers by using the topics “Honour foods” and “The mystic of how food is prepared” therefore is again typically Japanese. 😉
I suggest all fans of atmospheric movies to watch this movie and all sceptics or doubters to not even try it. 😉 Itadakimasu! (Enjoy you meal!)

Note: All images for this post are taken from the official movie page or its Facebook page:

http://an-movie.com
https://www.facebook.com/anmovie2015

An, あん, Kirschblüten und rote Bohnen, Sweet Bean, Japanese movie, japanischer Film, 映画, Arte, Kirin Kiki, Naomi Kawase, Durian Sukegawa, dorayaki

Please click on the image for a clear type face

Advertisements

Easter brunch at Golden Brown (Berlin-Steglitz) ☆ Osterbrunch im Golden Brown (Berlin-Steglitz)

Golden Brown, Restaurant, cafe, warme und kalte Speisen, brunch buffet, Easter, Ostern, Berlin, ベルリーン, ドイツ, Germany, Easter message

☆ Dear guests, we wish you a happy Easter festival! Your Golden Brown Team

Diesen Beitrag auf Deutsch lesen? Bitte scrollen.

~As usual you can click on the images to enlarge them Wie immer könnt ihr die Bilder durch Anklicken vergrößern~

Last year I told you about the Easter brunch custom. Actually it was my intension to finally disclose my favourite brunch address to you which exists only in a receding memory to be exact because the last years always something interfered with the plan. One time it was illness, another time a missed reservation, so that we couldn’t get a table anymore, last year the restaurant was closed due to renovation. Now this year it is certain: The “Fabulous Route 66 Diner” at Pariser Straße in Berlin does not exist any more in its old style. The Sunday brunch was scrubbed, the menu shrinked and there should be also a new owner. Always again sad, that tasty food often cannot come to stay long in Berlin… 😦

Finding a good brunch buffet in Berlin

Golden Brown, Restaurant, cafe, warme und kalte Speisen, brunch buffet, Easter, Ostern, Berlin, ベルリーン, ドイツ, Germany, Oster-BrunchTo find good brunch buffet in Berlin is difficult – especially if you demand high standards. Though actually only two things are important:
1. It should be prized reasonable. Well, Easter is a special occasion, but it should not cost an arm and a leg to eat something, that you could also prepare at home.
2. Variety is requested! For a buffet there should be a nice assortment of different food. For me it means different sorts of bread and rolls, cold cuts (to put on bread/rolls), cheese, spreads/marmelade, uncooked vegetables, fruits, muesli/cornflakes, smoked fish (f.e. salmon), eggs, bacon, sausages, different sorts of desserts AND some warm dishes. The latter is something that is unfortunately often lacking for most of the simple brunch buffets. Although it is called “brunch buffet” and not “breakfast buffet”! In my opinion you can absolutely expect warm lunch dishes for a brunch – otherwise you could stay at home, doing your own breakfast with whatever you like.

All this you could find this year at “Golden Brown” in Berlin-Steglitz – a tip by friends, which turned out to be brilliant!

The Golden Brown

Golden Brown, Restaurant, cafe, Sonntagsbraten, warme und kalte Speisen, brunch buffet, Easter, Ostern, Berlin, ベルリーン, ドイツ, GermanyIf you google different brunch possibilities in Berlin, you probably wouldn’t find the Golden Brown. Why the restaurant, which calls itself “café, lounge, foodbar and event location”, doesn’t do much promotion, I don’t know. Maybe they haven’t invested in this direction so far. According to the sign outside and the Facebook page, the café exists only since March 2016. Many of the guests also went to the Easter brunch there for the first time – as I overheared from conversations. And surely they won’t have been at Golden Brown for the last time!

The Easter brunch buffet 2018

The price for the Easter brunch (Easter Sunday and Easter Monday 09:00 a.m. – 03:00 p.m.) was 14,50 € per person, not including drinks besides a welcome sparkling wine – which is no bargain but definitely more than adequate for the supply and service!
There were rolls, bread, croissants, differents sorts of cold cuts and cheese (salami, boiled ham, turkey sausage, Spanish chorizo sausage, sliced cheese, cheddar, camembert, blue mold cheese), smoked salmon, marmelade, nutella chocolate spread, two sorts of muesli with yoghurt, boiled eggs (also coloured Easter eggs^^) and fried eggs. As juicy side dishes you could decide between vegetable sticks (cucumbers, carrots, paprika, turnip cabbage) with quark dip, tomato sheep’s cheese salad, noodle salad with olives, rucola leaves and dried tomatoes or tomatoes with mozzarella and balsamic vinegar. Furthermore there were grilled eggplants and zucchini as well as crêpes. Who prefered English breakfast, could serve oneself with scrambled eggs, bacon and grilled mushrooms.

On the other side of the buffet the warm dishes were waiting for the guests. With my beloved lasagne (with much minced meat and thick cheese) leading the way – absolutely gorgeous! – mini rostbratwurst sausages, chicken wings, croquettes, chicken in champignon cream sauce and potato vegetables should be mentioned. – Additionally there was a sign announcing the spit-roasted Easter lamb starting at 12:00 which then was solemnly carried to the buffet, passing the guests.

For dessert a chocolate fountain with fruit skewers (very delicious chocolate – I love choco fountains!♥), a big étagère with fruits, cheesecake, crumble cake, vanilla pudding with stewed cherries and chocolate pudding were luring the guests.

Food and tableware was stocked up permanently, staff was friendly and helpful.
Any improvement suggestions? They could have offered toast and pestos / savory spreads or juices in carafes for self-service. The latter is presumably a question of cost, but as you can see: The improvement suggestions are limited; there is not really something to criticize.
At Golden Brown you can get an Easter brunch buffet that is really worth it!

And apart from that?

Most worthwhile are perhaps the brunch and all-you-can-eat offers at Golden Brown. Besides the themed events “Easter brunch”, “Pentecost brunch”, “Mother’s Day brunch”, “Father’s Day BBQ” which are currently on the event schedule, there is a brunch buffet with either spit-roasted lamb or spit-roasted pork every Sunday or official holiday anyway. Furthermore you can have breakfast at Golden Brown, drink cocktails, enjoy pizza, pasta, burgers or simple home cooking dishes as well as – who likes it – watching Bundesliga (soccer) games on the screen. In summer season there is also an outdoor area.
Yeah, getting hungry?
Well, I could already eat again something… 😀

Golden Brown, Restaurant, cafe, warme und kalte Speisen, brunch buffet, Easter, Ostern, Berlin-Steglitz, ベルリーン, ドイツ, Germany, FruchtspießeGolden Brown
Schönhauser Str. 1
12157 Berlin

Pages:
Website (unfortunately German only)
Facebook-page (with many brunch photos)

brunch buffets should definitely be reservated
(via website or on the phone:
0049-30 983 63 740 )


Osterbrunch im Golden Brown (Berlin-Steglitz)

~Wie immer könnt ihr die (obigen) Bilder durch Anklicken vergrößern~

Letztes Jahr habe ich euch vom Brauch des Osterbrunches erzählt. Eigentlich hatte ich vorgehabt, dieses Jahr endlich meine Lieblings-Brunch-Adresse preiszugeben, die es genauer gesagt nur noch in einer wagen Erinnerung gibt, da die letzten Jahre immer etwas dazwischenkam. Mal war es Krankheit, mal eine versäumte Reservierung, sodass kein Platz mehr frei war, letztes Jahr war das Restaurant wegen Renovierung geschlossen. Dieses Jahr steht nun fest: Das „Fabulous Route 66 Diner“ in der Pariser Straße in Berlin gibt es so wie gewohnt nicht mehr. Der Sonntagsbrunch wurde gestrichen, die Karte ist geschrumpft und einen neuen Inhaber soll es auch geben. Immer wieder schade, dass sich leckeres Essen in Berlin oft nicht lange behaupten kann… 😦

Ein gutes Brunch-Buffet in Berlin finden

Ein gutes Brunch-Buffet in Berlin zu finden ist schwierig – vor allem, wenn man hohe Ansprüche hat. Dabei sind eigentlich nur zwei Dinge entscheidend:
1. Günstig soll es sein. Gut, Ostern ist ein besonderer Anlass, aber Unsummen müssen es auch nicht sein, um etwas zu essen, das man zuhause auch zubereiten könnte.
2. Vielfältigkeit ist gewünscht! Bei einem Buffet sollte es schon eine gute Auswahl an unterschiedlichen Speisen geben. Dazu gehören bei mir verschiedene Brot- oder Brötchenarten, Wurst, Käse, Aufstriche/Marmeladen, Rohkost, Obst, Müsli, Räucherfisch (z.B. Lachs), Eier, Speck, Würstchen, verschiedene Desserts UND ein paar warme Gerichte. Leider mangelt es den meisten einfachen Brunch-Buffets genau daran. Dabei heißt es doch Brunch-Buffet und nicht Frühstücksbuffet! Da kann man meiner Meinung nach schon warme Mittagsspeisen erwarten – sonst kann man gleich zuhause frühstücken mit dem, was man mag.

All dies ließ sich dieses Jahr im „Golden Brown“ in Berlin-Steglitz finden – einem Tipp von Freunden, der sich als hervorragend herausstellte!

Das Golden Brown

Googelt man verschiedene Brunch-Möglichkeiten in Berlin, wird man das Golden Brown vermutlich nicht finden. Warum das Restaurant, das sich „Café, Lounge, Foodbar und Eventlocation“ nennt, nicht groß Werbung dafür macht, kann ich nicht sagen. Vielleicht wurde dahingehend bisher noch nicht investiert. Laut außen angebrachtem Schild und Facebook-Seite gibt es das Café erst seit März 2016. Viele der Gäste waren – wie ich durch aufgeschnappte Gespräche mitbekam – auch das erste Mal zum Osterbrunch dort. Und sicherlich werden sie nicht das letzte Mal im Golden Brown gewesen sein!

Das Osterbrunch-Buffet 2018

Der Osterbrunch (Ostersonntag und Ostermontag 09:00 – 15:00 Uhr) kostete 14,50 € pro Person, Getränke außer eines Begrüßungssektes nicht inbegriffen – zwar kein Schnäppchen, aber durchaus mehr als angemessen für Angebot und Service!
Es gab Brötchen, Brot, Croissants, mehrere Sorten Wurst und Käse (Salami, Kochschinken, Putenwurst, spanische Chorizo-Wurst, Scheibenkäse, Cheddar, Camembert, Blauschimmelkäse), Räucherlachs, Marmelade, Nutella, zwei Sorten Müsli mit Joghurt, gekochte Eier (auch bunte Ostereier^^) und Spiegeleier. Als saftige Beilagen konnte man zwischen Gemüsesticks (Gurken, Mohrrüben, Paprika, Kohlrabi) mit Quarkdip, Tomaten-Schafskäse-Salat, Nudelsalat mit Oliven, Rucola und getrockneten Tomaten oder Tomaten mit Mozzarella und Balsamico-Essig wählen. Außerdem gab es Auberginen-Zucchini-Grillgemüse und Crêpes. Wer englisches Frühstück genießen wollte, konnte sich bei Rührei, Speck und gebratenen Pilzen bedienen.
Auf der anderen Seite des Buffets warteten warme Gerichte auf die Gäste. Allen voran sei meine geliebte Lasagne (mit viel Hackfleisch und dickem Käse) erwähnt – ein absoluter Traum! Außerdem gab es Mini-Rostbratwürstchen, Chicken Wings, Kroketten, Hähnchen in Champignon-Sahne-Sauce und Kartoffel-Gemüse – außerdem schon einmal ein Schild mit der Ankündigung für das Oster-Lamm vom Spieß ab 12:00 Uhr, welches dann feierlich an den Gästen vorbei zum Buffet getragen wurde.
Als Nachtisch lockte ein Schokoladenbrunnen mit Obstspießen (sehr leckere Schokolade – ich liebe Schoko-Brunnen!♥), eine große Obst-Etagere, Käsekuchen, Streuselkuchen, Vanillepudding mit Kirschkompott sowie Schokoladenpudding.
Gerichte und Geschirr wurden permanent nachgereicht, das Personal war freundlich und hilfsbereit.
Verbesserungsvorschläge? Man hätte noch Toast und Pestos / herzhafte Aufstriche anbieten können oder Säfte aus Karaffen zum Selbstbedienen. Letzteres ist vermutlich eine Kostenfrage, aber man sieht schon: Die Verbesserungsvorschläge halten sich in Grenzen; es gibt nicht wirklich etwas zu bemängeln.
Im Golden Brown gibt es ein Osterbrunch-Buffet, das sich wirklich lohnt!

Und sonst so?

Am Lohneswertesten sind vermutlich wirklich die Brunch- oder All-you-can-eat-Angebote des Golden Brown. So gibt es neben den Themen-Events „Osterbrunch“, „Pfingstbrunch“, „Muttertagsbrunch“, „Vatertags-BBQ“ die aktuell auf dem Event-Kalender stehen, sowieso jeden Sonn- und Feiertag ein Brunchbuffet mit abwechselnd Lamm oder Spanferkel am Spieß. Außerdem kann man im Golden Brown frühstücken, Cocktails trinken, Pizza, Pasta, Burger oder einfache Hausmannskost-Gerichte genießen oder – wer es mag – Bundesliga-Spiele per Leinwand verfolgen. Im Sommer gibt es auch Plätze im Außenbereich.
Na, schon hungrig geworden?
Also ich könnte schon wieder etwas essen… 😀

Golden Brown
Schönhauser Str. 1
12157 Berlin

im Netz:
Webseite (nur deutsch)
Facebook-Seite (mit vielen Brunch-Fotos)

Brunch-Buffets unbedingt reservieren
(auf der Internetseite oder per Telefon:
030 983 63 740 )

Das Japan Festival 2018 in der Urania, Berlin ☆ The Japan Festival 2018 at Urania, Berlin

japan festival, Urania, Berlin, ベルリン, Deutschland, Germany, ドイツ, 日本, japanfest, Japanese home decor, japanische Wohnaccessoires, JapanweltRead this post in English? Please scroll.

(Spät, aber doch noch…: )
Am 27. und 28. Januar 2018 fand im Berliner Veranstaltungshaus Urania das 9. Japan Festival statt. Über 80 Aussteller präsentierten japanisches Kunsthandwerk, Möbel und Wohn-Accessoires, Manga- und Anime-Merchandise, Cosplay-Artikel, Touristik-Informationen und anderes aus Japans traditioneller sowie moderner Kultur. In den zwei Sälen gaben über 400 Künster aus den Bereichen Musik, Gesang, Tanz, Mode und Kampfkunst ein reichhaltiges 36-Stunden-Bühnenprogramm.

Der Charme des Events

Das jährliche Japan Festival in der Urania überzeugt mit seiner Vielseitigkeit. Bei keinem anderen Event in Berlin und Umgebung japan festival, Urania, Berlin, ベルリン, Deutschland, Germany, ドイツ, 日本, japanfest, japanische Kultur, Japanese culture, kimono ladiesbekommt man so viel Verschiedenes aus Japans Kultur zu sehen. Dementsprechend gemischt ist erfrischenderweise auch das Publikum: Von Jung bis Alt, Groß und Klein ist alles vertreten. Man sieht Familien, die einmal in Japans Vielfalt eintauchen wollen, ältere Leute, die sich für japanische Bonsais, Tee oder Sake interessieren und Kinder, die sich über ein Mitmach-Programm mit Origami-Falten und Go-Spielen freuen, Jugendliche, die ihrer Cosplay-Leidenschaft nachgehen, Studenten, die ihre erste Japan-Reise planen und Hausfrauen, die sich bei einer Shiatsu-Massage entspannen. Fotografen, die ihre Japan-Impressionen festhalten wollen, Kampfkunst-, Kimono-, Design- und Musikbegeisterte, Zen-Philosphen und echte Sammler sind ebenfalls vertreten. – Es ist ein buntes Gemisch an Japan-Liebhabern und Entdeckern.

Dennoch trat in den letzten Jahren eine Verschiebung ein. Obwohl es immer noch deutlich weniger Cosplayer und Fans japanischer Modestile unter den Besuchern gibt als beispielsweise beim Kirschblütenfest in den Gärten der Welt oder der Mega Manga Convention, wurde das Angebot an japanischer Popkultur deutlich ausgebaut. Viele der Aussteller bieten Waren im Manga-, Anime-, Cosplay-Bereich an, es gibt japanische Cover-Dance-Gruppen und Anime-Songs im Bühnenprogramm – also vieles, was Besucher von Manga-/Anime-Conventions freut und Anhänger der traditionellen japanischen Kultur stutzen, die Stirn runzeln oder den Kopf schütteln lässt.

Wünschenswert wäre, dass sich Popkultur-Angebot auch zukünftig in Grenzen hielte, damit das „Japan Festival“ immer noch mit einem ausgewogenen Verhältnis zwischen Tradition und Moderne, Kultur und Jugendkultur aufwarten könnte. Letztendlich formt jedoch genau dieses Gesamtbild Japan zu dem Land, das es nach außen wiederspiegelt: Ein Land der Gegensätze und Vielseitigkeit, ein Mix von alt und neu.

Die Stände – eine Vielfalt an Ausstellern

Neben den üblichen Merchandise-Artikeln von Nemu Nekos (schlafenden Plüschkatzen), Lolita- und Maid-Kostümen, selbstgemachtem Schmuck, Bento-(Lunchbox-)Zubehör, Actionfiguren, aufsetzbaren Katzenohren, Mundschutz-Masken in verschiedenem Design, Tassen, T-Shirts und CD’s gab es auch yukata-ähnliche Oberteile, Schuluniform-Röcke und andere Stoff-Utensilien des Atelier Nuno, Wohn- und Lifestyle-Accessoires der Japanwelt sowie antike japanische Sammlerpuppen von Knut Netz.

Aussteller und Besucher kamen dabei sogar extra aus anderen deutschen Städten oder aus dem Ausland angereist. So sprach ich mit Besuchern aus Hannover, einem Aussteller aus München, hörte einige Male Englisch, begegnete Händlern aus Polen und sah einen Stand aus den Niederlanden.
Sehr beeindruckt war ich auch von den Spitze- und Steampunk-Kleidern, -Röcken und Korsagen von Carmen Martinez. Laut Auskunft des Ausstellers werden die schönen Stücke ausschließlich auf Messen angeboten, ein Ladengeschäft oder einen Online-Shop gibt es leider nicht. Einer der Gründe seien die extrem unterschiedlich ausfallenden Kleidergrößen. Dafür gab es auf dem Japan-Festival eine eigens eingerichtete Umkleidekabine!

Das Bühnenprogramm – eine bunte Mischung

Bei der Darbietung der unterschiedlichsten Künste dürfte für jeden Geschmack etwas dabei gewesen sein. Es gab japanischen Chor-Gesang, Klaviermusik, Taiko-Trommeln, klassische japanische Tänze, Anime-Cover-Songs, eine Ikebana-Darbietung, Kendo-, Aikido- und Sumi-e-Performances, eine traditionelle Kimono-Modenschau am Sonntag und Reisevorträge zum Thema Japan.

japan festival, Urania, Berlin, ベルリン, Deutschland, Germany, ドイツ, 日本, japanfest, Pastel Girls, youtube, Japanese dance

Pastel Girls

Die Ehrengäste des Events waren der Lichtkünstler Riuchi mit seiner „Master-of-Light-Show“ und Yoshitaka Suzuki, ein aus Akita stammender Tänzer, der bereits in Tokio, New York und London als Theater- und Musical-Tänzer arbeitete und heute in Amsterdam lebt.

Nach einem kleinen Einblick in die „Ju Tai Jutsu“-Performance, japanischer Kampfkunst begleitet von japanischem Trommelspiel, sah ich mir die Modenschau von Innocent Sigh x Mary Luck an. Das Jungdesigner-Duo präsentierte eine an den Anime „Digimon“ angelehnte, jedoch sehr modern und alltäglich gestaltete Kollektion auf der Bühne, von deren Schlichtheit viele Besucher (mich eingeschlossen) eher enttäuscht waren.

japan festival, Urania, Berlin, ベルリン, Deutschland, Germany, ドイツ, 日本, japanfest, Otome no Timing, youtube, Japanese dance

Otome no Timing

Wesentlich stimmungshebender war hingegen der Auftritt der „Pastel Girls“ im kleinen Saal. Die vier Mädchen sind eine seit 2013 existierende deutsche Youtube-Gruppe, die japanische und koreanische Popmusik in Gesang und Tanz covert. Es war eine talentierte und gelungene Darbietung! Die hübschen matt-goldenen Minikleider wurden besonders beim „Popo-Wackeln“ zu K-Pop perfekt in Szene gesetzt. ^^
Auch sehr schön anzusehen: „Otome no Timing“, ein Trio ganz ähnlicher Art, welches nur ein Jahr später gegründet wurde. Die Gesangs- und vor allem Tanz-Einlagen sorgten für einen engergiegeladenenen, heiteren Festival-Abend.

Das kulinarische Angebot – mal wieder eine Katastrophe

Zu guter Letzt muss leider erwähnt werden, dass es auf dem Japan Festival – wie in jedem Jahr – wieder so gut wie nichts zu essen gab. 😦 Wer sich japanisches Streetfood, wie es in Berlin durch etablierte Läden und Restaurants sowie auf anderen Festen zum Thema Japan sonst vertreten ist, erhoffte, wurde wieder einmal enttäuscht.
Es gab grünen Tee, es gab Sake, wieder Matcha Latte von Mamecha und edle japan festival, Urania, Berlin, ベルリン, Deutschland, Germany, ドイツ, 日本, japan event, japanfest, Kinako-Kuchen, kinako cakeGrünteeschokolade von der Patisserie nazuna – leider nichts, was den Magen füllt. Immerhin überteuerte „Edel-Onigiri“ (Reisbällchen) mit schick absonderlichen Feinschmecker-Sorten (die ortsnahen Leser wissen vielleicht, welchen Aussteller ich meine) und Sushi, welches als Food-to-go immer ein wenig matschig-unappetitlich daherkommt. Also musste mich Kame mit einem Lachs-Onigirazu (handgroßes Reisbällchen umwickelt von einem Norialgenblatt ähnlich wie ein Onigiri, hier mit Lachs und Salat gefüllt) vor dem Hungertod bewahren. Ein kleines Stück Krümelkuchen mit Kinako-Geschmack (Sojabohnenmehl) nahm ich mit nach Hause.
Wer einfach irgendetwas Essbares zu sich nehmen wollte, konnte wenigstens auf die üblichen, wahrscheinlich auf Kuchen und Sandwiches beschränkten, Speisen der hauseigenen Caféteria zurückgreifen oder eine heiße „Asia“-Nudelsuppe schlürfen, die nicht wirklich etwas mit Japan zu tun hatte. Hier ist eindeutig Überarbeitungsbedarf!

Fazit

japan festival, Urania, Berlin, ベルリン, Deutschland, Germany, ドイツ, 日本, japan event, japanfest, kawaii stuff, cute stuffAlles in allem handelt es sich bei dem Japan Festival in der Urania um ein Event, das Japan-Fans durchaus gefallen müsste. In dem etwas unübersichtlichen Veranstaltungshaus mit seinen vielen Etagen und Räumen wird den Besuchern auf vier Ebenen Einiges an Konsumgütern und Unterhaltung geboten. Die Abwechslung ist einzigartig im Bereich der umgebungsnahen Japan-Veranstaltungen, die 12-15 € Eintritt (je nach Tag, Wochenendtickets gab es auch) sind zwar ein stolzer Preis, jedoch im Vergleich zu gewöhnlich doppelt so teuren Manga-/Anime-Conventions durchaus angemessen, wenn nicht günstig. Lediglich das kulinarische Angebot sollte dringend ausgebaut werden.


 
The Japan Festival 2018 at Urania, Berlin

(Late, but finally…: )
On January 27th and 28th the 9th Japan Festival took place in the Berlin event location Urania. Over 80 exhibitors presented Japanese crafts, furniture and home accessories, manga and anime merchandise, cosplay products, tourist information and other things regarding Japan’s traditional and modern culture. In the two halls over 400 artists from the sections music, chant, dance, fashion and martial arts offered a rich 36-hours-stage programm.

The event’s charme

The yearly Japan Festival at Urania impresses with its diversity. At no other event in Berlin or surroundings you can get to see such a large spectrum of Japan’s culture. According to this the audience is briskly mixed: From young to old, big to small, everything is given. You can see families, who wants to dive into Japan’s diversity once, old people, who are interested in Japanese bonsais, tea or sake and children, who rejoice over hands-on courses for folding origami or playing Go, youngsters following their cosplay passion, students, planning their first Japan journey and housewifes enjoying a shiatsu massage. Fotographers who want to capture their Japan impressions, material arts-, kimono-, design- and music lovers, Zen philosphers and real collectors can also be found – It is a mixed bag of Japan devotees and discoverer.
But yet a shift happened in the last years. Though there are still a lot less cosplayer and fans of Japanese fashion styles among the visitors than for example at the cherry blossom festival in the Gardens of the World or the Mega Manga Convention, the range of Japanese pop culture was widely enlarged. Many of the exhibitors are offering items from the manga, anime, cosplay section, there are Japanese cover dance groups and anime songs in the stage programm – that means, a lot of things, that please visitors of manga/anime conventions and let fans of the traditional Japanese culture raise their eyebrows or shake their heads in disbelief.
Also in future it would be preferable to keep the pop culture offer within a limit so that the “Japan Festival” can still provide a balanced mix of tradition and modernity, culture and youth culture. Eventually this specific total picture puts Japan into the shape of the country that is reflected to the world: A country of contrasts and diversity, a mix of old and new.

The stalls – a variety of exhibitors

Besides the usual merchandise items like nemu nekos (sleeping plushie cats), lolita and maid costumes, selfmade accessories, bento (lunch box) supplies, action figures, attachable cat ears, face masks in different designs, cups, T-shirts and CD’s there were also yukata-like clothes, school uniform skirts and other cloth material utensils by Atelier Nuno, home and lifestyle products by Japanwelt as well as ancient collector’s dolls by Knut Netz.
Some exhibitors and visitors had even travelled there from other German cities or foreign countries. So I talked to visitors from Hannover, an exhibitor from Munic, heard English several times, met retailers from Poland and saw a stall from the Netherlands.
I was also very impressed with the lace and steampunk dresses, skirts and corsages by Carmen Martinez. According to the exhibitor the beautiful pieces are solely sold on exhibitions, a retail shop or an online store unfortunately doesn’t exist. One of the reasons should be the extremely different sizes of the unique clothes. Therefore a changing both was provided on the Japan Festival.

The stage programm – a mixed bag

The programm of highly diverse arts should have been something for everyone. There was Japanese choral chant, piano music, Taiko drumming, classical Japanese dances, anime cover songs, an ikebana presentation, kendo, aikido and sumi-e performances, a traditional kimono fashion show on Sunday and travel lectures on the subject of Japan. The event’s honorary guests were the light artist Riuchi with his “Master of Light Show” and Yoshitaka Suzuki, a dancer from Akita, who has worked as theatre and musical dancer in Tokyo, New York and London and is living in Amsterdam now.
After a short insight into the “Ju Tai Jutsu” performance, Japanese martial art accompanied by Japanese drumming, I saw the fashion show of Innocent Sigh x Mary Luck. The young designer duo displayed a collection based on the anime “Digimon” but implemented very modern and casual, those simplicity should have rather disappointed many visitors (including me).
Much more mood-lifting however was the performance of the “Pastel Girls” in the small hall. The four girls are a German youtube group that exists since 2013 and covers Japanese and Korean pop music. It was a talented and successful performance! The lovely flat gold mini dresses were staged perfectly, especially during the botty-shaking to K-Pop music. ^^
Also nice to watch: “Otome no Timing”, a trio quite similar kind that was founded only one year later. The vocal and first of all dancing performance provided an energetic, cheerful festival evening.

The culinary range – again a catastrophe

Finally I sadly have to mention, that the Japan Festival – as every year – had almost no food to offer. 😦 Who was hoping for Japanese street food, like it is usually provided in Berlin through entrenched shops and restaurants as well as on festivals related to Japan, met again with disappointment.
There was green tea, there was sake, again matcha latte by mamecha and noble green tea chocolate of the patisserie nazuna – unfortunately nothing that fills the stomage. At least overpriced “premium onigiri” (rice balls) with fancy peculiar gourmet sorts (the local readers maybe know which exhibitor I mean) and sushi which as food to go always looks a bit slushy unappetizing. So Kame had to save me from starvation death with a salmon onigirazu (hand-sized rice ball wrapped into a nori algae sheet similar to an onigiri, here filled with salmon and salad). I also took home a small piece of crumb cake with kinako flavour (roasted soybean flour).
Who simply wanted to consume anything edible could at least fall back on the usual food of the on-site cafeteria which was presumably limited to cakes and sandwiches or slurp a hot “asian” noodle soup which really had nothing in common with Japan at all. A working-over is definitely needed here!

Summary and conclusion

All in all the Japan Festival at Urania is an event that should indeed please Japan fans. In the event location that is a bit confusing due to the many floors and rooms, the visitors are provided much of entertainment and consumer goods on four storeys. The alternation is unique among the local Japan events, the entrance price of 12-15 € (according to the day, weekend tickets were also available) is of course a stiff price, but in comparison to manga/anime conventions which are usually twice as expensive, it is quite appropriate, if not cheap. Solely the culinary range should desperately be elaborated.

Kame – die erste japanische Bäckerei in Berlin ☆ Kame – the first Japanese bakery in Berlin

Kame, japanische Bäckerei, Japanese bakery, Berlin, ベルリン, Deutschland, Germany, ドイツ, japanische Backwaren, Japanese baked goods, Japanese pastries, japanisches BrotRead this post in English? Please scroll.

~Bitte unbedingt das Update lesen, wenn ihr den Artikel nur überfliegt^^~

Kame, japanische Bäckerei, Japanese bakery, Berlin, ベルリン, Deutschland, Germany, ドイツ, japanische Backwaren, Japanese baked goods, Japanese pastries, japanisches BrotEnde 2015 war es endlich soweit: Berlin bekam das, was es verdiente und was schon lange gefehlt hatte: die erste japanische Bäckerei!
Was in Düsseldorf gleich zweimal im japanischen Viertel vertreten ist, hat nun auch seinen Weg in die Hauptstadt geschafft. Hier öffnete Kame seine Türen und lockt nun die Besucher mit japanischen Backwaren, Kaffee und Tee.

2014 bereits hatten Kaoru Kameyama, Machiko Yamashita und Daniel Roters die Idee, eine japanische Bäckerei zu eröffnen, weil sie sich wunderten, dass es noch keine in Berlin gab. Sie begannen mit einem Stand auf dem Wochenmarkt am Winterfeldplatz und ernteten Erfolg. In Kame, japanische Bäckerei, Japanese bakery, Berlin, ベルリン, Deutschland, Germany, ドイツ, japanische Backwaren, Japanese baked goods, Japanese pastries, logo2015 mieteten sie eine Küche für die Produktion. Es war der Beginn des Namens „Kame“. Gegen Ende des Jahres eröffnete das Team, das inzwischen noch um ein paar Mitglieder angewachsen ist, dann das Bäckereigeschäft in der Leibnizstraße in Berlin-Charlottenburg. Der Name „Kame“, zu deutsch „Schildkröte“, der schon im Logo der stilisierten grünen Schildkröte zu sehen ist, leitet sich vermutlich von Kaoru Kameyamas Nachnamen ab. Sie ist die Bäckerin des anfänglichen Trios, Machiko Yamashita die Geschäftsinhaberin.

Was bei Kame über den Tresen geht, sind im Großen und Ganzen japanische Klassiker. Das Melon Pan (ein Brötchen in Melonen-Optik) und das Anpan (ein Brötchen mit Füllung aus süßem rote-Bohnen-Mus) gibt es in Japan in fast jedem Supermarkt oder Convenience Shop – und hierzulande jetzt eben auch bei Kame. Des weiteren gibt es die Variante mit weißem Bohnenmus (Shiro Anpan), das mit Vanille-Pudding gefüllte Creme Pan und das toastähnliche Shoku Pan, welches ähnlich wie das Melon Pan relativ geschmacksneutral ist. Herzhafte Alternativen sind z.B. das Tuna Majo Pan mit Thunfisch und Majonnaise oder das Ham Tamago Pan mit Schinken und Ei. Das Curry Pan gibt es sogar in den Varianten „Beef“ und „vegetarisch“. Auch ein Matcha-(Grüntee-)Produkt darf natürlich nicht fehlen und findet sich im Matcha Korone wieder. Das gedrehte Hörnchen, welches wenigstens der Form nach mit dem französischen Croissant verwandt ist, wird übrigens auch mit Schokoladencremefüllung angeboten. Zu den eher ausgefallenen Kame-Kreationen gehören hingegen das Kurumi Pan (ein Walnussbrot) und das Ichijiku Pan (ein Brötchen mit Feigen-Frischkäse-Füllung).

Außerdem gibt es Butterkekse und solche mit Matcha- oder schwarzem Sesam-Geschmack.
Wer lieber Kuchen mag, muss sich zwischen dem Matcha Roll Cake (einer Art Zitronenrolle in der Grüntee-Variante) und dem Matcha Cheesecake entscheiden.

Meine Meinung zu den getesteten Backwaren gestaltet sich ähnlich trocken wie das moderne Design des Backgeschäftes, welches sich als eine Mischung aus Tradition und Moderne beschreibt: Bisher ist kein Lieblingsleckerbissen für mich dabei, aber ich freue mich sehr, dass Berlin nun um eine japanische Bäckerei reicher ist, dass wir überhaupt in den Genuss dieser für Japan alltäglichen Kleinigkeiten kommen können und ich freue mich bereits auf ein erweitertes Sortiment. Vielleicht etwas mit Marmeladenfüllung? Ein fluffig weicher Mehlteig mit Schokoladenfüllung oder Dorayaki (zwei dünne japanische Pancakes) mit Vanille-Creme-Füllung?
Wir dürfen gespannt sein, was Kame uns noch kreieren wird!

Kame, japanische Bäckerei, Japanese bakery, Berlin, ベルリン, Deutschland, Germany, ドイツ, onigiri, Japanese rice sandwich, おにぎらず, onigirazuÜbrigens: Mein persönlicher Liebling des Bäckereigeschäftes ist etwas, das gar nicht gebacken wurde – Onigirazu, ein Reis-Sandwich oder einfach ein etwa handgroßes deformiertes Onigiri mit variabler Füllung. Bei Kame wird es mit Rindfleisch, einem Sojabohnen-Steak („Tenpei“) oder japanischem Omelett („Tamago“) angeboten. Mein Favorit ist jedoch die Lachs-Variante! Mit einem Preis um die 5,- € ist es nicht gerade ein Schnäppchen, dafür aber sehr lecker und wegen der nicht rohen Zutaten auch etwas für Leute, die nicht so unbedingt auf Sushi stehen. Probiert es doch mal!

UPDATE:
Diesen Artikel habe ich tatsächlich schon vor langer Zeit vorgeschrieben. Ich weiß gar nicht, ob es den Blog schon gab… ^^° Inzwischen bin ich sehr zufrieden mit Kame. Auch wenn ich das Sortiment immer noch ausbaufähig finde, gibt es doch zu jeder Tageszeit etwas Leckeres, wenn man vorbeischaut. Wer die Düsseldorfer Läden kennt weiß, dass das keine Selbstverständlichkeit ist. 😉
Die Frage, ob sich eine kleine japanische Bäckerei in Berlin durchsetzt, hat Kame auch längst beantwortet: Neben der Hauptfiliale in der Leipnizstraße hat nun auch ein Ableger in der Linienstraße eröffnet. Außerdem ist das Bäcker- und Onigirazu-Team oft auf japanischen Festen sowie regelmäßig in der Markthalle Neun, Berlins überdachtem Street Food Markt, anzutreffen.Kame, japanische Bäckerei, Japanese bakery, Berlin, ベルリン, Deutschland, Germany, ドイツ, Japanese teatime, Matcha Latte, 抹茶ラテ, matcha in Berlin

Kame Japanese Bakery
Hauptfiliale
Leibnizstraße 45
10629 Berlin-Charlottenburg

Nebenfiliale
Linienstraße113
10115 Berlin-Mitte

Website:
http://www.kame.berlin/

in der Markthalle Neun:
https://markthalleneun.de/anbieter/kame-japanese-bakery

 

Kame – the first Japanese bakery in Berlin

~Please absolutely read the update if you only skim over the article^^~

End of 2015 the time had come: Berlin received, what it deserved and what had lacked a long time before: the first Japanese bakery!
Already existing twice in the Japanese district in Düsseldorf, it finally also made its way to the capital. Here Kame opened its doors and allures guests with Japanese baked goods, coffee and tea.

Already in 2014 Kaoru Kameyama, Machiko Yamashita and Daniel Roters had the idea to start a Japanese bakery, wondering that there was none in Berlin so far. They began with a stall on the weekly market at Winterfeldplatz (Winterfeld Square) and were successful. In 2015 they rent a kitchen for their production. It was the beginning of the name “Kame”. At the end of the year the team, which has increased to some more members now, then opened the bakery shop in the Leibnizstraße (Leipniz Street) in Berlin-Charlottenburg. The name “Kame”, English “turtle”, that you can also find in the logo with the stylized green turtle, presumably comes from Kaoru Kameyamas family name. She is the baker of the initial trio, Machiko Yamashita is the chief executive.

What is sold over the counter at Kame, are most widely Japanese classics. The melon pan (a bun in melon appearance) and the anpan (a bun with sweet red bean paste filling) you can buy in almost every supermarket or convenience shop in Japan – and here at Kame now. Furthermore there is the version with white bean paste (shiro anpan), the creme pan with vanilla puffing filling and the toast-like shoku pan, which is relatively neutral in taste like the melon pan. Savoury alternatives are f.e. the tuna mayo pan or the ham tamago pan with ham and eggs. The curry pan is even available in the versions “beef” and “vegetarian”. Of course also a matcha (green tea) product mustn’t be missing and can be found in the matcha korone. The twisted crescent roll, which is related to the French croissant at least regarding the shape, is also offered with chocolate creme filling by the way. To the more unusual Kame creations belongs the kurumi pan (a walnut bread) and ichijiku pan (a pan with figs cream cheese filling).
Additional there are butter cookies and those with matcha or black sesame flavour. Who prefers cake, can decide between the matcha roll cake and a matcha cheesecake.

My opinion about the tested baked goods is as arid as the modern design of the bakery shop, which is described as a mixture of tradition and modernity: Until now there is no favourite titbit in for me, but I’m highly pleased to welcome a Japanese bakery in Berlin or the fact that we finally can enjoy the little sweet baked goods that are daily in Japan and I’m already looking forward to an enlarged product range. How about marmelade filling? A fluffy soft flour dough with chocolate filling or dorayaki (two thin Japanese pancakes) with vanilla mousse filling?
We can be anxious to hear more about Kame’s creations!

By the way: My personal favourite of the bakery shop is something that is not baked – onigirazu, a rice sandwich or simply an about hand-sized deformed onigiri with variable filling. At Kame it is available with beef, a soybean steak (“tenpei”) or Japanese omelette (“tamago”). The best for me is however the salmon version! With a price of about 5,- Euro it is not really a hot deal, but very tasty and due to its non-raw ingredients it might be also interesting for people who are not so much into sushi. Give it a try!

UPDATE:
In fact I wrote this post a long time ago. I don’t even know if the blog was already existing… ^^° Meanwhile I’m very satisfied with Kame. Although I still think, that the product range could be enlarged, there is always something tasty at every daytime when you come around. Who is familiar with the shops in Düsseldorf, knows that this is no implicitness. 😉
The question if a little Japanese bakery can assert itself in Berlin, is already answered: In addition to the main branch at Leipnizstraße, another store was opened at Linienstraße. Furthermore the baking- and onigirazu-team can often be found on Japanese festivals as well as regularly at Markhalle Neun, Berlin’s inside street food market.

Kame Japanese Bakery
main branch:
Leibnizstraße 45
10629 Berlin-Charlottenburg

other branch:
Linienstraße113
10115 Berlin-Mitte

Website:
http://www.kame.berlin/

at inside Street Food Market “Markthalle Neun“:
https://markthalleneun.de/anbieter/kame-japanese-bakery

Japanische Backwaren ☆ Japanese baked goods

japanische Backwaren, Japanese baked goods, Japanese pastries, Japanese bread, japanisches Brot, japanischer Supermarkt Brot, Japanese supermarket bread, パン えぷろん, bread Epron, Brot Epron, 日本のパンRead this post in English? Please scroll.

„Japan und Brot – passt das zusammen?“ wird sich vielleicht der ein oder andere denken, der diese Überschrift liest, denn Asien ist ja eigentlich nicht unbedingt für Brotprodukte bekannt. Tatsächlich aber geht die japanische Brotkultur bis ins 19. Jahrhundert zurück und hat sich dem japanischen Geschmack ausgezeichnet angepasst, sodass man sie gewissermaßen als eigenständig, also „typisch japanisch“ bezeichnen kann.

japanische Backwaren, Japanese baked goods, Japanese pastries, Japanese bread, japanisches Brot, soft bread filled with jam, Weißbrot gefüllt mit Marmelade, Brot Kombini, bread combini, japanisches Weißbrot, Japanese light bread, 日本のパンJapanisches Brot ist meistens, wenn nicht sogar ausschließlich, Weißbrot. Mit typisch deutschem Schwarzbrot, das hart ist und herb, manchmal fast schon ein wenig säuerlich schmeckt, kann der Japaner wenig anfangen. Weiches, süßliches Brot kommt bei der japanischen Bevölkerung viel besser an. Neben Toast in dicken Scheiben gibt es vor allem Brötchen, Brotstangen, Sandwiches und Hörnchen (alles aus Weißbrot) mit süßen oder herzhaften Füllungen, die in Supermärkten und Convenience Shops in Folie abgepackt für den Sofortverzehr angeboten werden.

Die Füllung mit süßem Bohnenmus (mal grob zerstoßene Bohnen, mal fein püriert, meistens rot, aber selten auch weiß) ist wohl eine der häufigsten. Neben anderen japanischen Geschmacksrichtungen wie Grüntee, Marone oder Kinako (blassgelbes Sojabohnenmehl) haben sich auch Vanillepudding, Schokoladencreme, Erdbeermarmelade oder Erdnussbutter etabliert. An herzhaften Füllungen gibt es z.B. Schinken und Mayo, Thunfisch und Mais oder Ei. Manchmal werden sogar eigenständige Gerichte im Teigmantel angeboten, wie etwa Karē (jap. Curry), gebratene Soba-Nudeln oder japanische Hotdogs.

Inzwischen scheint es sich im Ausland herumgesprochen zu haben, dass Japan Backwaren produziert, die so anderswo nicht verkauft werden und die Nachfrage, gerade unter den Japan-Fans, steigt. Überall dort, wo ein kleines Stück Japan zu finden ist, gibt es inzwischen auch eine japanische Bäckerei. Im japanischen Viertel der Immermannstraße in Düsseldorf gibt es gleich zwei, in Paris die Bäckerei Aki, über die ich ebenfalls berichtet habe und auch in Dubai werden japanische Backwaren bereits verkauft. Auch Berlin hat seit 2015 eine japanische Bäckerei zu bieten.
Seltsamerweise habe ich bei meinen Japan-Aufenthalten noch nicht einmal eine japanische Bäckerei auch nur von außen gesehen. ^x^° Ich denke, dass die Leute in Japan lieber auf Backwaren aus dem Supermarkt oder Convenience Shop zurückgreifen. Diese sind nicht immer preiswert, aber schon fertig gefüllt 😉 , denn sich Brote zum Frühstück, Abendbrot oder als Pausensnack zu schmieren, ist in Japan dann doch nicht so gebräuchlich. Außerdem gibt es immer mal wieder Sonderangebote oder vergünstigte Brotartikel vom Vortag. 🙂


Japanese baked goods

„Japan and bread – does this fit together well?“ one or two might think reading this headline since Asia is actually not so much welknown for bread products. In fact the Japanese bread culture goes back to the 19th century and has been adjusted to the Japanese taste very well, so that you could call it “typically Japanese” in a way.

Japanese bread is mostly, if not even solely, light bread / white bread. Japanese people have less use for the typically German black bread which is hard and rough, sometimes almost a bit sourly in taste. Soft sweetish bread appeals much better to the Japanese population. Besides toast in thick slices there are especially buns, bread sticks, sandwiches and croissants (all made of light bread) with sweet or savory fillings that are sold in supermarkets and convenience shops – wrapped in foil for prompt consumption.

The filling with sweet beans paste (sometimes kibbled, sometimes mashed extra fine, mostly red, but rarely also white) is maybe one of the most common ones. Besides other Japanese flavours like green tea, chestnut or kinako (pale yellow soybean flour) also custard, chocolate cream, strawberry jam and peanut butter became entrenched.
Bacon and mayo, tuna and corn or eggs are some examples for savory fillings.
Sometimes even stand-alone dishes are served in a pastry crust such as karē (Japanese curry), fried soba noodles or Japanese hot dogs.

It somehow seems to have get around that Japan produces baked goods which are not sold elsewhere in this way and the demand, especially among the Japan devotees, increases. In every place where you can find “a little piece of Japan”, there exists already a Japanese bakery. In the Japanese district of Immermannstraße in Düsseldorf there are even two, in Paris there is the bakery Aki – I also wrote about that – and also in Dubai there are already sold Japanese baked goods. Since 2015 also Berlin offers a Japanese bakery.
Strangely I never saw a Japanese bakery even from outside during my Japan stays. ^x^° I think, that people in Japan rather resort to baked goods from the supermarket or convenience shop. These are not always inexpensive but already filled 😉 and preparing breads for breakfast, dinner or as a lunch snack is not common in Japan after all. Furthermore there are special offers from time to time or price reduced bread products from the previous day. 🙂

„Eierpunsch“ (eggnog) – a hot slurped winter dream ☆ Eierpunsch – ein heiß geschlürfter Wintertraum

Diesen Beitrag auf Deutsch lesen? Bitte scrollen.

Eierpunsch, eggnog, winter seasonToday comes a wintry post, which is actually quite untypical for me, but matches perfectly with Christmas, New Year’s Eve and the winter season: Eierpunsch (eggnog)!
Eggnog is a viscous mixed drink made of eggs, milk or cream and alcohol. Drunk hot it is popular almost everywhere in the world during winter & Christmas season. Since it doesn’t seem to be popular in Japan, I investigated a bit, where eggnog actually came from.

The history of eggnog

Eggnog probably has its origin in England. There it was made with Ale, the English beer, or maybe wine and the punch was drunken solely by the aristocrats elite under the name “posset” at first. Possibly the english and worldwide most famous name “eggnog” comes from the words “egg” and “noggin” (“strong beer” as it was called in East Anglia) forming the word “egg-and-noggin” and later “eggnog”.
Eierpunsch, eggnog, winter seasonAnother theory says the name could be originated in America. The recipe which was brought from England to America was changed here. Instead of Ale the American eggnog was made with rum like it is common today in many countries. Since rum was also called “grog” in America’s colonial era (though this would actually be rum mixed with water and sugar), the name “eggnog” also could have been the derivation of “egg-and-grog”.

Today there exist many different recipes to make eggnog. Sometimes rum, brandy, whisky or white wine is used for alcohol, sometimes milk, sometimes cream – or both. You can add spices like piment, cinnamon, nutmeg, cloves or vanilla to taste, use eggs in the traditionally way or advocaat as a fast version. The colour can be bright yellow, slightly yellowish or almost white, the consistence creamy viscous or rather inviscid. An eggnog which is very welknown in the USA since the 19th century is called “Tom and Jerry”.

Where advocaat came from

Eierlikör, advocaat, Eierpunsch-Zutaten, eggnog ingredientsUsing advocaat (or egg liqueur) to make eggnog comes along with some advantages. Not only that it is faster and easier than separating eggs and whisks them until stiff – this version is also more durable and less dangerous in respect of salmonellae risk if the advocaat is factory-made. It already contains alcohol, egg yolk and sugar and drunken pure it is especially popular among women. You can drink it around Easter season or find it as ingredient in cakes, chocolates or different kind of desserts.
However advocaat has its origin in the Brazil of today. There the native inhabitants prepared a drink named “Abacate” with avocados, which was brought home by European conquerors, maybe from the Netherlands, in the 17th century. Since avocados were rarely available in Europe, they were substituted by egg yolk. Mixed with rum and cane sugar today’s advocaat was born and made its way Eierlikör, advocaat, Eierpunsch-Zutaten, eggnog ingredientsthrough the European countries. Funnily a version made of eggs, milk, vanilla and rum, also in the 17th century, was exported back from Spain to South America and is now welknown under the name “Rompope” in Mexiko.
“Verpoorten” is one of the most well-known manufacturers of eggnog in Germany. The company with the Dutch sounding name was established 1876 by the Belgian distiller Eugen Verpoorten in the small German town Heinsberg and is now based in Bonn (also Germany).

And what is your favourite eggnog recipe?

making eggnog, doing eggnog, Eierpunsch machen, Eierpunsch zubereiten, winter season

(vanilla sugar is not dissolved yet) ☆ (Vanillezucker noch nicht aufgelöst)

Due to the fast perishability of eggs I would always make eggnog with bought advocaat from the supermarket or consume it soon. In fact you can keep self-made advocaat for several months theoretically because of the alcohol, but practically you cannot calculate the alcohol concentration with certainty when mixing the ingredients.

Who knows me, will probably wonder that I’m talking about alcohol a whole post long while being a nondrinker actually. (This is no decision in principle but as regards taste, it is not my cup of tea.)
Eierpunsch, eggnog, winter season
Indeed sheer eggnog as well as pure advocaat is to intensive for me. 😛 My personal eggnog recipe therefore is:
– much milk
– less advocaat
– still less rum
– a bit white wine
– 1 sachet vanilla sugar
– a bit spray cream

Combine everything in a pot and heat it up, fill it into a big punch mug or a decorative glas, top it with more cream, cinnamon or cocoa powder – delicious! 🙂

Or what do you think? ^.~

Eierpunsch, eggnog, winter season

 

sources & further links:
Eggnog (Wikipedia)
Advocaat (Wikipedia)
Verpoorten (Wikipedia)
Advocaat recipes on T-Online.de (German only)


 
Eierpunsch – ein heiß geschlürfter Wintertraum

Heute kommt von mir mal ein winterlicher Beitrag, der für mich zwar ziemlich untypisch ist, der aber ausgesprochen gut zu Weihnachten, Silvester und in die Winterzeit passt: Eierpunsch!
Eierpunsch ist ein dickflüssiges Mischgetränk aus Eiern, Milch oder Sahne und Alkohol. Heiß getrunken ist er zur Winter-Weihnachtszeit fast auf der ganzen Welt bekannt. Da Japan nicht dazu gehören dürfte, habe ich mal ein wenig recherchiert, wo der Eierpunsch eigentlich herkommt.

Die Geschichte des Eierpunsches

Ursprünglich stammt der Eierpunsch vermutlich aus England. Dort verwendete man Ale, das englische Bier, oder auch Wein und der Punsch wurde zunächst nur von der adligen Oberschicht unter dem Namen „Posset“ getrunken. Vermutlich stammt der englische und weltweit bekannteste Name „Eggnog“ aus den Worten „egg“ („Ei“) und „noggin“ („starkes Bier“ wie man in East Anglia sagte), aus denen zunächst „Egg-and-noggin“ und später „Eggnog“ wurde.
Eine andere Theorie besagt, dass der Name amerikanischen Ursprungs ist. Das Rezept, welches von England nach Amerika verbreitet wurde, änderte sich hier. Statt mit Ale wurde der amerikanische Eierpunsch so, wie es heute auch verbreitet ist, mit Rum zubereitet. Da Rum in der Kolonialzeit Amerikas auch „Grog“ genannt wurde (wobei dieser eigentlich aus Rum, Wasser und Zucker besteht), könnte sich der Name „Eggnog“ auch aus „egg-and-grog“ abgeleitet haben.

Heute gibt es viele unterschiedliche Rezepte, Eierpunsch zuzubereiten. Mal wird als Alkohol Rum, Weinbrand, Whisky oder Weißwein verwendet, mal Milch, mal Sahne, mal beides. Manchmal wird der Punsch mit Gewürzen wie Piment, Zimt, Muskat, Nelken oder Vanille abgeschmeckt, traditionell mit Eiern zubereitet oder als schnelle Variante mit Eierlikör. Er kann eine knallgelbe, leicht gelbliche oder fast weiße Farbe haben, cremig dick oder dünnflüssiger sein. Ein besonders bekannter Eierpunsch, der in den USA seit dem 19. Jahrhundert getrunken wird, trägt den Namen „Tom und Jerry“.

Woher der Eierlikör kam

Den Eierpunsch mit Eierlikör zuzubereiten, bringt einige Vorteile. Nicht nur, dass es schneller und einfacher geht, als frische Eier zu trennen und steif zu schlagen, auch haltbarer und ungefährlicher hinsichtlich der Salmonellengefahr ist diese Variante, wenn der Eierlikör industriell hergestellt wurde. Er enthält bereits Alkohol, Eigelb und Zucker und ist pur besonders bei Frauen beliebt. Man trinkt ihn eher zur Osterzeit oder findet ihn als Zutat in Kuchen, Schokoladenpralinen oder verschiedenen Desserts.
Der Eierlikör hat seinen Ursprung wiederum im heutigen Brasilien. Dort bereiteten die Ureinwohner des Amazonas ein Getränk namens „Abacate“ mit Avocados zu, welches im 17. Jahrhundert von europäischen Eroberern zurück in die Heimat, vermutlich die Niederlande, gebracht wurde. Da Avocados in Europa schlecht verfügbar waren, ersetzte man sie durch Eigelb. Mit Rum und Rohrzucker entstand daraus Advocaat, der heutige Eierlikör, der sich in Europa verbreitete. Lustigerweise wurde eine Variante aus Eiern, Milch, Vanille und Rum ebenfalls im 17. Jahrhundert von Spanien aus wieder zurück nach Südamerika exportiert und ist nun unter dem Namen „Rompope“ in Mexiko bekannt.
Verpoorten ist einer der bekanntesten Hersteller für Eierlikör in Deutschland. Die Firma mit dem niederländisch klingenden Namen wurde 1876 vom belgischen Destillateur Eugen Verpoorten im deutschen Heinsberg gegründet und hat heute ihren Sitz in Bonn.

Und was ist euer liebstes Eierpunsch-Rezept?

Wegen der schnellen Verderblichkeit von Eiern würde ich einen Eierpunsch immer mit gekauftem Eierlikör zubereiten oder aber zeitnah verbrauchen. Zwar ist selbst gekochter Eierlikör aufgrund des Alkohols theoretisch mehrere Monate haltbar, praktisch kann der Alkoholgehalt jedoch kaum genau bestimmt werden, wenn man die Zutaten zusammenmischt.

Wer mich kennt, wird sich vielleicht wundern, dass ich schon einen ganzen Artikel lang von Alkohol erzähle, obwohl ich doch eigentlich gar keinen trinke. (Das ist keine Grundsatzentscheidung, nur geschmacklich ist er fast nie mein Fall.)

Zugegebenermaßen ist mir reiner Eierpunsch wie auch Eierlikör pur zu intensiv. 😛 Mein persönliches Eierpunsch-Rezept lautet daher:
– viel Milch
– wenig Eierlikör
– noch weniger Rum
– etwas Weißwein
– 1 Päckchen Vanillezucker
– etwas Sprühsahne

Alles in einem Topf zusammen erwärmen, in einen großen Punschbecher oder ein dekoratives Glas geben, mit einer Sahnehaube krönen und etwas Zimt oder Kakaopulver darüberstreuen – köstlich! 🙂

Oder was meint ihr? ^.~

 

Quellen & weiterführende Links:
Eggnog (Wikipedia)
Eierlikör (Wikipedia)
Verpoorten (Wikipedia)
Eierpunschrezepte auf T-Online.de

Happy New Year 2018! ☆ Frohes Neues Jahr 2018!

Happy New Year, Frohes neues Jahr, Gesundes Neues Jahr, 2018Diesen Beitrag auf Deutsch lesen? Bitte scrollen.

Hello everyone! I hope, you enjoyed nice Christmas holidays – wether with Santa Claus, presents and a Christmas tree, in good company with the family, cozy secluded on the TV sofa, on holiday far away from the Christmas hurly-burly or without festival at all, because it is not celebrated in your country.

Well, I guess, it’s Happy New Year 2018! You can look forward to many new posts, which are already flashing through my brain, waiting to be written down. ^^

Furthermore I’m glad to announce that Currywurst & Kimono is now also available on Facebook. If this will be a permanent presence, remains to be seen. Facebook and me are not best friends yet, but you should give everybody a chance, shouldn’t you? 😉


Frohes Neues Jahr 2018!

Hallo allerseits! Ich hoffe, ihr hattet schöne Weihnachtsfeiertage – egal, ob mit Weihnachtsmann, Geschenken und Tannenbaum, in geselliger Runde mit der Familie, gemütlich zurückgezogen auf der Fernseh-Couch, im Urlaub weit weg vom Weihnachtstrubel oder ganz ohne Fest, weil in eurem Land kein Weihnachten gefeiert wird.

Nun heißt es also frohes neues Jahr 2018! Freut euch auf viele neue Beiträge, die schon meinen Kopf durchströmen und nur darauf warten, niedergeschrieben zu werden. ^^

Außerdem freue ich mich, bekanntzugeben, dass Currywurst & Kimono nun auch auf Facebook vertreten ist. Ob das eine dauerhafte Präsenz sein wird, muss sich erst noch zeigen. Bisher sind Facebook und ich noch nicht die besten Freunde, aber man soll ja jedem eine Chance geben. 😉