Der Koigarten Willischza in Burg (Spreewald) ☆ The Koi Garden Willischza in Burg (Spreewald)

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Lange Zeit habe ich nichts von mir hören lassen. Leider muss ich zugeben, dass mir im Moment oft die Kraft fehlt, an Currywurst & Kimono zu arbeiten. Dennoch wird es weiter gehen, wenn auch mit längeren Pausen, denn ich habe noch so viel zu erzählen und so einiges an halbfertigen Artikeln, die fertiggestellt werden wollen. Heute kommt passend zum immer besser werdenden Wetter etwas Frühlinghaftes, Sommerliches! 🙂

Koigarten Burg 07Nachdem man in der Corona-Hauptsaison nichts oder wenig unternehmen konnte oder sollte, lockt die Jahreszeit nun langsam wieder zu mehr Aktivität. Für Urlaub oder Wochenendausflüge sind jetzt vor allem Unternehmungen im Freien interessant. Ein bisschen entspannen vom Arbeitsalltag oder auf der Flucht vor Menschenmassen, die plötzlich alle gleichzeitig in den Urlaub stürmen, sucht man nach Orten, die nicht so überlaufen sind, wo man auf andere Gedanken kommen kann, am besten an der frischen Luft.

Wie gut, dass es für Japan-Fans auch jenseits von Events und kulinarischem Angebot immer mal wieder etwas zu entdecken gibt. Ich habe euch schon vom Bonsaigarten in Ferch berichtet. Ein gutes Beispiel, was Privatleute so auf die Beine stellen können, wenn sie sich ihre kleine eigene Oase auf dem Grundstück einrichten und ausbauen. Jetzt hat im Frühjahr 2019 ein weiteres Privatgrundstück seine Pforten für die Besucher eröffnet: Der Koigarten Willischza in Burg. Ich war vorletzten Sommer dort, um mich ein bisschen von meinem Privatleben zu erholen und möchte euch nun von diesem zauberhaften Ort berichten.

Natürlich ist es kein riesiger Garten wie vielerorts in Japan und um das Land der aufgehenden Sonne geht es auch nicht ausschließlich, eher um einen asiatisch inspierten Garten verschiedener Kulturen, aber für Japan- und Gartenfans ist sicher etwas dabei und gerade die kleinen Geheimtipps sind ja oft die besten. 😉

Die Geschichte des Gartens

Koigarten, Koi Garden, Willischza, Burg, Spreewald, Japanese Garden, japanischer Garten, Berlin, Deutschland, Germany, ドイツ, trip1987 kauften die heutigen Eigentümer Ute und Dr. Eckhardt Albert das verfallene Bohlenhaus mit Grundstück im Ort Burg im idyllischen Spreewald und bauten das Grundstück zu ihrem Wochenenddomizil aus. Das heutige Haupthaus wurde zwischen 1750 und 1770 erbaut und stammt aus der Zeit der preußischen Besiedelung. Die Gemeinde Burg liegt im angestammten Siedlungsgebiet der Sorben, einer westslawischen Ethnie, die sich bereits um das Jahr 600 dort ansiedelte und Kultur und Sprache des Gebietes bis heute mit prägt.

Nach der deutschen Wiedervereinigung wurde das Grundstück zu Wohnhaus mit Ziergarten umgestaltet. 2001 entstand so ein 120qm großer Koiteich.

Im Jahr 2011 fiel dann der Entschluss, den Garten zu erweitern und der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Nach vielen Widrigkeiten wie Baugenehmigungen, Sturmschäden und Dauerregen mit Hochwasser konnte der Koigarten Willischza am 01.05.2019 für Besucher öffnen.

Der Koigarten heute – Asiatische Idylle im Spreewald

Wenn man entlang des Zaunes und der Hecken dem Eingangstor entgegengeht, kann man schon hier und da etwas erahnen. Was sich jedoch wirklich für eine Oase dahinter verbirgt, wird den Besuchern erst im Inneren des Gartens bei jedem Schritt bewusst. Dabei ist der Garten als Privatgrundstück sogar ziemlich großflächig und überall gibt es etwas zu entdecken! Gleich am Eingang muss man sich entscheiden, ob man zuerst in den Asiatischen Garten, die Hauptanlage, möchte oder in den Preußischen Garten, der auf der linken Seite des Areals angelegt wurde.

Den asiatischen Bereich betritt man durch ein Torii, ein großes rotorangenes Holztor, wie es in japanischen Schreinen zu finden ist. Links und rechts sitzen chinesische Wächterlöwen. Der Weg ist gesäumt von hohen Nadelbäumen und japanischen Steinlaternen. Es gibt steinerne Mönchsfiguren, gusseiserne Drachen, thailändische oder kambodschanische Khmer-Figuren/-Gottheiten, Buddha-, Konfuzius- und indische Ganesha-Skulpturen, Kraniche, einen Pfau. Kleine verschlungene Pfade führen durch die Natur, vorbei an Hortensien und Rhododendronbüschen, Ginkgobäumen, japanischem Ahorn, Kirschbäumen und Bambus, über kleine Brücken und Holzstege.

Wie immer könnt ihr die (meisten) Bilder durch Anklicken vergrößern (es lohnt sich! ;))As usual you can click on the (most) images to enlarge them (it’s worth it! ;))

Es gibt einen kleinen Teich mit verwunschenem Farn- und Schilfgewächs, einen Flusslauf bis in den preußischen Garten, große Steinelemente, Klangspiele aus Metall und Holz, einen kleinen geharkten Steingarten, kleine Bänke, die zum Verweilen einladen sowie gemütliche Schaukelstühle oder eine Ecke mit Liegestühlen.

Hier geht es auch schon zum zentralen Element der Anlage: Der große Koiteich mit künstlichem Wasserfallfelsen ist der Mittelpunkt des Gartens. Das anschließende Teehaus bietet ausgewählte Speisen aus dem Spreewälder Raum mit (fraglichen) asiatischen Akzenten, Getränke, Kaffee und Kuchen an. Wer hier an Kantinenessen denkt, liegt meilenweit daneben. Die gute Qualität der Küche hat schon die Runde gemacht. Von der Terrasse können die Gäste den perfekten Panoramablick über den Teich und auf das Pagodenhaus genießen. Neben dem Wasserfall führt auch noch eine Wendeltreppe auf eine Dachterrasse für Grillevents mit gemütlicher Sitzecke in Baumstammoptik.

Im hinteren Bereich des Gartens gibt es einen kleinen Zierbrunnen und zwei Bambuspavillons. Außerdem kann man einen Blick erhaschen auf den privaten Bereich des asiatischen Gartens der Eigentümer auf der linken Seite.

Koigarten, Koi Garden, Willischza, Burg, Spreewald, Preußischer Garten, Prussian Garden, Berlin, Deutschland, Germany, ドイツ, tripIm (deutlich kleineren) preußischen Garten werden die menschlichen Figuren dann freizügiger. Hier gibt es einiges aus der westlichen Mythologie, daneben Schwäne, Gänse und eine Büste des alten Fritz’ (Friedrich II., König von Preußen).

Da die Gartenbetreiber sehr viel Wert auf Heimatpflege legen, bieten sie samstags Gartenführungen mit Informationen zur Entstehung der Gemeinde Burg, der Besiedelung durch die Sorben und Wenden sowie Interessantem aus der asiatischen Gartenkultur an. Die Führungen leitet der alte Fritz persönlich (im Kostüm 😉 ).

Öffnungszeiten und Anreise

Der Koigarten Willischza hat täglich von 10:00 bis 20:00 Uhr geöffnet, das Teehaus von 12:00 bis 20:00 Uhr (mittwochs und donnerstags Ruhetag).

Koigarten, Koi Garden, Willischza, Burg, Spreewald, Japanese Garden, japanischer Garten, Berlin, Deutschland, Germany, ドイツ, tripWenn man gemütlich durch den Garten schlendert, sich Zeit lässt und alles ansieht, im Teehaus zu Mittag isst oder eine Kaffee-und-Kuchen-Pause einlegt, ist der Besuch mit Anreise ein schöner Tagesausflug. Von Berlin aus ist Burg sehr gut mit dem Auto zu erreichen (es gibt einen Parkplatz neben dem Garten), aber auch mit den öffentlichen Verkehrsmitteln. Für die Bahnfahrt mit der Regionalbahn empfiehlt sich ab 2 Personen das Berlin-Brandenburg-Ticket. Dieses kostet zwar 33 Euro, gilt aber für bis zu 5 Personen inklusive beliebig viele Kinder oder Enkel bis 15 Jahre für einen Erwachsenen. Ab 09:00 Uhr morgens kann man mit allen Bussen und Bahnen der 2. Klasse bis 03:00 Uhr des nächsten Tages fahren. Insgesamt ist es pro Person viel günstiger als Einzelfahrscheine. Das Ticket kann vorher online gekauft und ausgdruckt oder auf dem Smartphone hinterlegt werden. Man ist nur an den vorher gewählten Tag gebunden und muss die Namen der Personen vor Fahrtbeginn eintragen. So ist kein Weitergeben des Tickets möglich, es können aber z.B. Personen von anderen Bahnhöfen zusteigen.

Mit dem RE2 Richtung Cottbus ist man von Berlin aus (z.B. Bahnhof Zoologischer Garten oder Hauptbahnhof) in etwa einer Stunde in Lübben im Spreewald. Direkt vor dem Bahnhof hält der Bus 500 mit dem man noch ca. eine halbe Stunde bis Burg, Bismarckturm fährt. Von dort kann man entgegen der Busfahrrichtung die Byhleguhrer Straße entlanglaufen bis links der Willischzaweg kreuzt, der einen zum Koigarten führt (Fußweg ca. 20min).

Klingt alles kompliziert? Ist es aber nicht! 😉 Googelt mal!

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Mir hat der Koigarten noch besser gefallen als auf den Bildern! Ich finde, er ist die Anreise absolut wert und ein sehr schöner Tagesausflug. Tee- und Bonsailiebhaber sind im Bonsaigarten in Ferch besser aufgehoben. Weder eine asiatische Speisekarte des „Teehauses“, noch japanische Miniaturzierbäume solltet ihr in Burg erwarten. Wer aber die vielen lauschigen Ecken eines kreativen kleinen Gartens entdecken, fotographische Aufnahmen von Pflanzenarrangements und Skulpturen machen oder einfach nur entspannen möchte, sollte sich den Koigarten Willischza nicht entgehen lassen. Für mich haben beide Gärten ihren ganz persönlichen Charme und sind absolut sehenswert, ganz nach dem Motto „klein, aber fein“.

Eintrittspreis für den Koigarten Willischza ist übrigens aktuell 3,- Euro. Bitte denkt daran, in den öffentlichen Verkehrsmitteln eure Masken aufzusetzen! 😉

Koigarten, Koi Garden, Willischza, Burg, Spreewald, Japanese Garden, japanischer Garten, Berlin, Deutschland, Germany, ドイツ, tripKoigarten Willischza
Willischzaweg 5
03096 Burg (Spreewald)
Tel.: 035603 756473

Link zur Lage

Internetseite (deutsch)

Facebook (deutsch)

Öffnungszeiten:
Garten: täglich 10:00 – 20:00 Uhr
Teehaus: täglich 12:00 – 20:00 Uhr,
Mi + Do Ruhetag

(wg. Corona nur Außengastronomie Reservierungen möglich)





The Koi Garden Willischza in Burg (Spreewald)

You haven’t heard from me for along time. Unfortunately I have to admit that I often lack the strength to work on Currywurst & Kimono at the moment. Neverthelss it will continue albeit with longer breaks, because I still have so much to tell and a lot of half-finsihed articles that want to be finished. Something springy, summery is coming today to match the ever-improving weather! 🙂

After you couldn’t or shouldn’t do anything or at least not that much during the corona high season, this time of the year is now slowly inticing you to be more active again. For holidays or weekend trips, outdoor activities are now particularly interesting. To relax a bit from everday work or to escape from crowds of people who suddenly all rush on vacation at the same time, you’re looking for places that are not so overcrowded, where you can get your mind off things, preferably in fresh air.

Good thing that there is now and then something new to explore for Japan devotees beyond events and culinary offers. I already told you about the bonsai garden in Ferch. It is a nice example what private persons can get up when they’re developing their own little oasis on their premises and expand it. Now another private site has opened its doors to visitors in spring 2019: The Koi Garden Willischza in Burg. I was there the summer before last to relax abit from my private life and now I want to tell you about this magical place.

Of course it’s not a huge garden like in many places in Japan and it’s not just about the land of the rising sun, it’s more about an Asian-inspired garden of different cultures, but there is certainly something for Japan and garden fans and the little insider tips are often the best, aren’t they? 😉

The history of the garden

In 1987 today’s owners Ute and Dr. Eckhardt Albert bought the decayed plank house with premises in the village Burg in idyllic Spreewald area and converted it into a weekend domicile. Today’s main house was established between 1750 and 1770 and originated in times of Prussian colonialisation. The borough Burg is located in the settlement zone of the Sorbs, a West Slavic ethnicity which has settled there around the year 600 and still has a formative influence on culture and language of the area until today.

After the German reunification the premises were remodeled to a residential house and ornamental garden. In 2001 an 120qm koi pond was developed.

In 2011 the owners made the decision to expand the garden and open it to the public. After many adversities like building licences, storm damage and flood after continuous rainfall the Koi Garden Willischza was opened to visitors on May 1st 2019.

The Koi Garden today – Asian idyll in Spreewald

When walking along the fence and the hedges towards the entrance gate, you can already guess something here and there. But what an oasis is really hiding behind, the visitors are realizing only just inside the garden with every step. And well, the garden (remember: actually private grounds!) is even quite large and everywhere there is something to explore! Right at the entrance you have to decide wether you want to see the Asian garden, the main arrangement, first or the Prussian garden which was developed on the left side of the premises.

You enter the Asian part through a torii, a huge red orange wooden gate, how it can be found at Japanese shrines. On the left and on the right there are sitting Chinese guardian lions. The path is lined with high conifers and Japanese stone lanterns. There are stone monk figures, cast-iron dragons, Thai or Cambodian Khmer figures/gods, Buddha, Confucius and Indian Ganesh sculptures, cranes and a peacock. Little rambling paths are leading through nature, passing hydrangeas and rhododendron bushes, gingko trees, Japanese maple, cherry trees and bamboo, across little bridges and wooden boardwalks.

There is a little pond with enchanted ferny and reed plants, a river course leading into the Prussian garden, big stone elements, wind chimes made of metal and wood, a little raked stone garden, little benches which invite to rest as well as comfortable rocking chairs or a corner with deckchairs.

And here it’s getting to the central element of the grounds: The huge koi pond with artificial waterfall rock is the center of the garden. The adjoining teahouse is offering selected dishes from the Spreewald area with (questionable) Asian accents, drinks, coffee and cake. Who thinks of canteen food here, is completely wrong. The kitchen’s good quality has already gone around. From the terrace visitors can enjoy the perfect panorama view across the pond and the pagoda house. Next to the waterfall, circular stairs are leading to a roof terrace with a comfortable seating area in tree trunk look for barbecue events. At the back of the garden there is a little decorative fountain and two bamboo pavilions. You can also catch a glimpse of the owners’ private Asian garden area to the left side.

In the (far smaller) Prussian garden, the human figures then become more revealing. Here are some themes of Western mythology, accompanied by swans, geese and a bust of the “Old Fritz” (Friedrich II., king of Prussian).

Since the garden owners appreciate homeland promotion and furtherance, they’re offering a garden tour every Saturday with information about the history of the borough Burg, the settlement of the Sorbs and Wends as well as interesting facts about Asian garden culture. The tours are guided by the Old Fritz in person (in costume 😉 ).

Opening hours and how to get there

The Koi Garden Willischza is open daily from 10:00 a.m. to 08:00 p.m., the teahouse from 12:00 a.m. to 08:00 p.m. (rest day on Wednesday and Thursday).

If you’re strolling through the garden leisurely, taking your time to see everything, having lunch at the teahouse or a coffee and cake break, the visit including travelling is a nice day trip. From Berlin Burg can be reached easily by car (there is a carpark next to the garden), but also by public transport.

For at least two persons taking the regional train, the Berlin-Brandenburg ticket is suggested. The cost for it is 33 Euro, but up to 5 people can use it plus unlimited children or grandchildren under 15 years for one person. From 09:00 a.m. you can take all buses and trains economy class until 03:00 a.m. the next day. In total it is much cheaper per person than taking single tickets. The ticket can be purchased online in previous and printed or saved on the smartphone. You’re only bound to the day chosen before and you have to type in the names of all persons using the ticket before the ride. Passing on the ticket to others should be impossible by this, but it is f.e. possible that persons board from different stations.

Taking the RE2 directed to Cottbus it is approx. a 1-hour-ride from Berlin (f.e. Zoologischer Garten or main station) to Lübben in Spreewald. Directly in front of the station there is the bus 500 that gets you to Burg, Bismarckturm in approx. another half an hour. From there you can walk contrary to the driving direction along the Byhleguhrer Straße until the Willischzaweg is crossing it on the left side which leads you to the Koi Garden (walking approx. 20min).

This sounds all complicated? But it isn’t at all! 😉 Google it!

I found the Koi Garden even more impressive than in the pictures! I think, it is fully worth the travelling and a very nice day trip. Tea and bonsai lovers are better off in the bonsai garden in Ferch. You shouldn’t expect an Asian menu in the “teahouse” or Japanese miniature ornamental trees in Burg. But if you want to discover the many cozy corners of a creative little garden, take photographs of plant arrangements and sculptures or just relax, you shouldn’t miss the Koi Garden Willischza. For me, both gardens have their own personal charm and are absolutely worth seeing, true to the motto “small but excellent”.

The entrance price for the Koi Garden Willischza by the way is 3,- Euro at the moment. Please remember to put on your mask in public transport! 😉

Koigarten Willischza
Willischzaweg 5
03096 Burg (Spreewald)
Tel.: 035603 756473

Location Link

Website (German only)

Facebook (German only)

Opening Times:
garden: daily 10:00 a.m. – 08:00 p.m.
teahouse: daily without Wed & Thu: 12:00 a.m. – 08:00 p.m.
(due to corona pandemic outside gastronomy only)
(reservations possible)

The M&M’s Store in Berlin – First M&M’s Store in continental Europe ☆ Der M&M’s Store in Berlin – Erster M&M’s-Laden in Kontinental-Europa

with first café in the world

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As usual you can click on the images to enlarge themWie immer könnt ihr die Bilder durch Anklicken vergrößern

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You haven’t heard from me a long time. This is because I am trying again to pursue all of my hobbies and projects at the same time (– and because I cannot handle the new WordPress editor… 😦 ). Something always falls by the wayside. I hope, you still stop by here on Currywurst & Kimono every now and then or have already subscribed to the info mail that will notify you when there is a new post.

A new attraction in Berlin

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Today there is again something interesting to report about my home town. Although it is nothing Japanese nor German, it’s a nice attraction that should be seen by Berlin people and tourists as well.
Last month (on Oct 2nd 2021) Europe’s second M&M’s theme shop has opened its doors in Berlin. Worldwide there are seven stores of the beloved chocolate brand in total, including one in London and one in Shanghai. The other stores with locations in New York, Las Vegas and, at the same time as the Berlin opening, now also in Minneapolis and Orlando, are all located in the native USA.

Since the “glory of the very first” is always most media-effective, the Mars Retail Group is promoting with the headline “First M&M’s Store in continental Europe” – quite nifty, so they don’t have to refer to the already existing London shop. 😉 Anyway Germans can be happy that the store – and this time it is really the first one worldwide – includes a little café, but more about this at the end of this post. With the location at Ku’damm (short for “Kurfürstendamm” by Berlin people), one of the town’s most famous major shopping streets, the store is located in the so-called center of “City West” and will certainly attract many tourists in the future.

The M&M’s story in brief

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M&M’s has been delighting its fans for 80 years. In 1941 the chocolate beans by Forrest E. Mars and his affiliate Bruce Murrie were first sold in the USA. Since 1975 “Mars & Murrie’s” are existing in Europe as well. Besides the chocolate beans the Mars Inc. company also also sells other famous brands like the chocolate bars Mars, Snickers and Twix or Wrigley’s Extra, Airwaves and 5Gum bubble gums. Icecream and peppermint candies are also produced in more than 80 countries around the world.

The M&M’s Store in Berlin

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To all people who haven’t visited an M&M’s store before – the concept is simpe: In a large multi-story store, in Berlin this is an area of nearly 3.000 square meters on 3 floors including a private roof terrace, you can buy the colourful chocolate beans in all sorts as well as countless merchandise items. From clothing, tableware and kitchen accessory to plush toys, pillows, key rings and wallets, bags and stationery items, everything can be found.
There are shoelaces, Christmas tree decorations and even dog leads in M&M’s design. The curious selection is only exceeded by dog bodies and golf balls! The primary colours, also for the clothing pieces, are of course red, yellow, orange, green, brown and blue – precisely the colours of the M&M characters but there are also new designs like the modern batik look, the babypink-babyblue kids edition, the rainbow style or a little more subtle in black, white and grey tones or jeans look.

In addition to seasonal offers (on the internet you can still see a few pumpkin motifs and autumnal Halloween decorations, there are now Christmas items), the many Berlin-related products attract visitors in general and specifically tourists. So there are chocolate beans, shirts and trousers, pencils, shopping bags and many items more with Berlin sights motifs, “Hallo from Berlin” in many different styles and colours as well as the “Späti” (“Latey”) design, a late-night shop that was chosen for whatever reason and which should probably also stand for Berlin.

The Wall of Chocolate

Like in every M&M’s store there is also the famous Wall of Chocolate in Berlin. Countless chocolate beans are waiting in ceiling high glass cylinders at the wall to be filled up in bags and cups by customers. The M&M’s are sometimes mixed colourful and sometimes sorted by colour, so that motley mess and rainbow tones take up the whole wall. Why this should be more exciting than buying ready-made M&M’s bags…? On the one hand because doing it yourself is always more fun, on the other hand because you cannot only put together your own colour mix (f.e. pastel tones, only two or three favourite colours, flag colours), but also combine the different flavours. In addition to the original chocolate beans there are peanut, crispy, brownie, salted caramel and fruity fillings. The concept works: Almost no family leaves the shop without a self-filled bag (of course always a lot more than you wanted :P).

Interactive installations and cool design

Anyway there is a lot for families and small visitors. In addition to chocolate bean machines with M&M’s figures, child’s clothing and of course chocolate in general, also in the form of milkshakes and hot chocolate, there are plenty of hands-on activities in the store. So there is M&M’s Street Art, a little scenery with an image of the Berlin Wall, in front of which you could film a smartphone video and the Karaoke Garden, the funcionality of which I haven’t fully understood yet. First and foremost its scenery with the beautiful M&M’s graffiti on the wall and the oversized figure of “Yellow”, who stands on a small stage with a microphone and has a bicycle with a parasol, was used by visitors for photos and as a climbing object for children. ^^°

At the “Watch with m photo moment” you can take a seat on the sofa in M&M’s very personal living room and take a souvenir photo with your smrtphone. The M&M’s “Mirror – Sweet Moves” installation with walk-in white spherical capsules in space appearance also invites you to an interactive video dance experience.

Unfortunately there is not every M&M’s character as a “life-size” exhibition object, but besides Yellow on the upper floor, there are other figures to discover as well. Downstairs at the entrance is a smaller version of “Red” next to an accessible (!) train wagon which is probably supposed to stand for the Berlin subway, at “KurfürstendaM&M’s” station and invites people to enter. There is a cardboard display of Mrs. Brown in front of a stove motif and colourful M&M’s images, grafittis and awesome colour designs adorn the walls. Even the spiral staircase in the middle of which there is a glass elevator, is decorated with rainbow-coloured light strips.

You can clearly see that the store was created on the basis of a carefully worked out design concept. No detail has been left to chance here. The city names of the trains arriving at the M&M’s station probably refer to the other M&M’s branches in London, Shanghai and New York, which opened in 2011, 2014 and 2006, and for the characters’ signatures on the wall even the personalities of each were taken into account (RED! confidently signs in capital letters with exclamation mark and underlining while the fearful Orange obviously trembled while writing the letters XD ).

Some negative aspects

Of course, as a sweet tooth, I had to take a look at the M&M’s store right away – and I was not disappointed. The three floors of motley chocolate joy are a riot of colour for the eye and a great shopping experience in one.
Unfortunately there are also a few negative aspects. The entire interactive program of the store basically only works via smartphone, that means you have to download an app, enter your data etc. Like many other visitors probably, I was not willing to do that. Nevertheless it could be a great way to reach a lot of young customers and get more involved in social media.

Another negative point are the high prices. Unfortunately not uncommon for merchandise, but somehow outrageious for chocolate items that cost around half as much in supermarkets, discounters or even in nearby shops. You have to consider, of course, that there is a Ku’damm surcharge for the exquisite location and that the beautiful “Official Store Image” (“I got this straight from the M&M’s store!”) was clearly not important for the pricing. So it’s better to look twice to decide which products you buy and which you don’t. The chocolate beans for self-filling are of course anything but cheap and the automatic dispensing system, which cannot be handled well (you always fill in definitely more beans than you wanted to), can accidentally result in 10, 15, 20 EUR (basic price is 3,50 EUR for 100g). Still almost everyone indulges in it – me too, of course…°

If you want do dig even deeper into your pocket, you can design your own M&M’s beans with colour selection, text, motif or even photo printing – actually a very nice idea, also as a gift or souvenir (and also available online) – but unfortunately at completely unrealistic prices or quantities like a case with 400g for 39 EUR or a bag for only 2,80 EUR but 28g only.

The absolute negative highlight however, is the M&M’s Café on the 2nd floor. There are drinks, pale cookies and ice cream – more precisely a small scoop of ice cream with a teaspoon of cream and a teaspoon of crumbled M&M’s for 7,50 EUR. This is really usury and also sadly unimaginative. It’s a shame, that could be done a lot better! Cool monster shakes with lots of M&M’s topping, chocolate figurines, marshmallows, colourful sauces, Mars and Snickers pieces as well as other toppings and seasonally changing looks would do really well, especially in this well-designed theme shop! Added by sweetly decorated cheesecakes, donuts and a bit of colourful decorations and figures on the roof terrace, which I haven’t seen myself, but which looks very blank and functionally designed in the pictures on the internet.

Maybe the idea of the café will be expanded. I’m not giving up hope and it would only do this beautiful store justice!

My conclusion

Despite the high prices – as I said: it’s a merchandise store, no discounter or factory outlet – as an M&M’s fan you should definitely not miss the store when visiting Berlin and plan some time to explore! If you just want to buy a souvenir there quickly, you can of course get by in a few minutes, but that would be a shame. In any case I am pleased that there is finally another beautiful and worth seeing thing on Ku’damm that enhances Berlin a bit. In a global comparison I often don’t find Berlin comparable to cities in other countries which seem so much more capital-like, freaky and multifarious. Hopefully a successful M&M’s store will encourage more chains and brands from international corporations to open a store in Berlin. All Berliners, Germans and tourists would certainly be happy about that!

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M&M’s Store Berlin
Kurfürstendamm 13
10719 Berlin

on the map

Berlin Store website (engl.)
M&M’s main website (engl.)

Opening Times:
Mon-Wed——-10:00 a.m. – 08:00 p.m.
Thu—————10:00 a.m. – 05:30 p.m.
Fri-Sat———–10:00 a.m. – 08:00 p.m.
Sun—————closed

Sources for this post:
The M&M’s Story by M&M’s Official Website (Ger)
About the M&M’s Store opening in Berlin by Presseportal (Ger)
About the M&M’s Store opening in Berlin by Berlin.de (Ger)
About the M&M’s Store opening in Berlin by Mars Company (Ger)
About the M&M’s Store opening in Berlin by Nachrichten-heute.net (Ger)
Wikipedia – M&M’s (Ger)
my eyes, my memory and my smartphone when visiting the store

If you would like to read more about Berlin, you can check the following posts:
Holiday in Berlin: Berlin sights part I
or
German cuisine in Berlin: Zum Hax’n-Wirt
, the start of my post series “restaurant suggestions”

Furthermore you can find additional posts in which I reported about events in Berlin, on the category page under the caption “Germany”.





Der M&M’s Store in Berlin – Erster M&M’s-Laden in Kontinental-Europa

mit weltweit erstem Café

Lange habt ihr nichts mehr von mir gehört. Das liegt daran, dass ich mal wieder versuche, allen meinen Hobbys und Projekten gleichzeitig nachzukommen (– und daran, dass ich mit dem neuen WordPress-Editor nicht klarkomme… 😦 ). Irgendetwas bleibt dabei dann immer auf der Strecke. Ich hoffe, ihr schaut trotzdem hin und wieder auf Currywurst & Kimono vorbei oder habt bereits die Info-Mail abboniert, die euch benachrichtigt, wenn es einen neuen Beitrag gibt.

Eine neue Attraktion in Berlin

Heute gibt es mal wieder etwas Interessantes aus meiner Heimatstadt zu berichten. Zwar ist es nichts Japanisches und auch nichts Deutsches, aber eine schöne Attraktion, die man sich sowohl als Berliner als auch als Tourist ansehen sollte.

In Berlin hat letzten Monat (am 02.10.2021) der zweite M&M’s Motto-Shop Europas eröffnet. Weltweit gibt es insgesamt sieben Läden im Design der beliebten Schokoladen-Marke, davon einen in London und einen in Shanghai. Die anderen Läden mit Standorten in New York, Las Vegas und gleichzeitig mit der Berliner Eröffnung ab sofort auch in Minneapolis und Orlando befinden sich allesamt in den beheimateten USA.

Da der “Ruhm des Allerersten” immer am medienwirksamsten ist, wirbt die Mars Retail Group mit der Überschrift “Erster M&M’s Store in Kontinentaleuropa” – schon ganz raffiniert, um nicht auf den schon existierenden Londoner Shop verweisen zu müssen. 😉

Die Deutschen können sich jedenfalls freuen, dass der Laden – und diesmal wirklich als weltweit erster – zusätzlich ein kleines Café beinhaltet, hierzu jedoch mehr am Ende des Beitrags. Mit der Location am Ku’damm (von Berlinern kurz für “Kurfürstendamm”), einer der bekanntesten großen Einkaufsstraßen der Stadt, befindet sich der Store im sogenannten Zentrum der “City West” und zieht damit sicherlich zukünftig viele Touristen an.

Die M&M’s-Geschichte in Kürze

Seit 80 Jahren begeistert M&M’s seine Fans. 1941 wurden die Schokolinsen von Forrest E. Mars und dessen Geschäftspartner Bruce Murrie erstmals in den USA verkauft. “Mars & Murrie’s” gibt es seit 1975 auch in Europa. Das Mars Inc.-Unternehmen vertreibt neben den Schokolinsen noch weitere bekannte Marken wie die Schokoriegel Mars, Snickers und Twix oder Wrigley’s Extra, Airwaves und 5Gum-Kaugummis. Auch Eis und Pfefferminzbonbons werden in mittlerweile mehr als 80 Ländern weltweit hergestellt.

Der M&M’s Store in Berlin

Für alle, die noch keinen M&M’s-Shop besucht haben – das Konzept ist einfach: In einem großen mehrstöckigen Laden, in Berlin ist das eine Fläche von fast 3.000 Quadratmetern auf 3 Etagen mit privater Dachterrasse, gibt es die bunten Schokolinsen in allen Sorten zu kaufen sowie zahllose Merchandise-Artikel. Von Bekleidung, Geschirr und Küchenartikeln über Plüschtiere, Kissen, Schlüsselanhänger bis hin zu Portemonnaies, Taschen und Schreibwarenartikeln ist alles vertreten.

Es gibt Schnürsenkel, Weihnachtsbaumschmuck und sogar Hundeleinen im M&M’s Design.  Die kuriose Auswahl wird nur noch durch Hunde-Bodies und Golfbälle übertroffen! Die vorrangigen Farben sind natürlich auch bei der Kleidung rot, gelb, orange, grün, braun und blau – eben die Farben der M&M’s-Charaktere, aber es gibt auch neu kreierte Designs im modernen Batiklook, in der rosa-hellblau-Kids-Edition, im Rainbow Style oder etwas dezenter in Schwarz-Weiß-Grau-Tönen oder Jeans-Optik.

Neben saisonalen Angeboten (im Internet sieht man noch ein paar Kürbismotive und herbstliche Halloween-Deko, inzwischen gibt es Weihnachtsartikel) locken, vor allem für Touristen interessant, die vielen Berlin-bezogenen Produkte. So gibt es Schokolinsen, Shirts und Hosen, Stifte, Einkaufsbeutel und vieles mehr mit Berliner Sehenswürdigkeiten, “Hallo aus Berlin” in verschieden gestalteten Motiven und Farben sowie im “Späti-Design”, eines warum auch immer gewählten Spätshops, der wohl ebenfalls für Berlin stehen soll.

Die Wall of Chocolate

Wie in jedem M&M’s Store gibt es auch in Berlin die berühmte Wall of Chocolate. Dort warten unzählige Schokolinsen in zimmerhohen gläsernen Zylindern an der Wand darauf, von den Kunden in Tüten und Bechern abgefüllt zu werden. Die M&M’s sind mal bunt gemischt und mal nach Farben sortiert, sodass kunterbuntes Durcheinander und Regenbögentöne die ganze Wand einnehmen. Warum das spannender sein soll, als fertige M&M’s-Tüten zu kaufen…? Zum einen weil selber machen immer spaßiger ist, zum anderen weil man sich nicht nur seinen eigenen Farbmix (z.B. Pastelltöne, nur zwei oder drei Lieblingsfarben, Flaggenfarben) zusammenstellen kann, sondern auch die verschiedenen Geschmackssorten kombinieren kann. Neben den Original-Schokolinsen gibt es die mit Erdnuss-, Crispy-, Brownie-, Salted Caramel- und Fruchtgummi-Füllung. Das Konzept geht auf: Ohne selbstabgefüllten Beutel (natürlich immer viel mehr, als man wollte 😛 ) verlässt fast keine Familie den Laden.

Interaktive Installationen und cooles Design

Überhaupt gibt es auch viel für Familien und kleine Besucher. Neben Schokolinsen-Automaten mit M&M’s-Figuren, Kinderkleidung und natürlich Schokolade selbst, auch in Form von Milchshakes und Trinkschokolade, gibt es viele Mitmach-Angebote im Laden. So gibt es M&M’s Street Art, eine kleine Kulisse mit Abbild der Berliner Mauer, vor der man ein Smartphone-Video filmen soll und den Karaoke Garden, dessen Funktionsweise sich mir noch nicht so ganz erschloss. In erster Linie wurde seine Kulisse mit den schönen M&M’s-Grafittis an der Wand und der übergroßen Figur von “Yellow”, der auf einer kleinen Bühne mit Mikro steht und ein Fahrrad mit Sonnenschirm dabei hat, von den Besuchern für Fotos und als Kletterobjekt für Kinder benutzt. ^^°

Beim “Watch with m photo moment” kann man im ganz persönlichen M&M’s-Wohnzimmer auf dem Sofa platznehmen und ein Erinnerungsfoto mit dem Smartphone aufnehmen. Die M&M’s Mirror – Sweet Moves Installation mit den begehbaren weißen Kugel-Kapseln im Space-Look lädt ebenfalls zu einem interaktiven Video-Dance-Erlebnis ein.

Leider gibt es nicht jeden M&M’s-Charakter als „lebensgroßes“ Ausstellungsobjekt, aber neben Yellow im Obergeschoss gibt es noch weitere Figuren zu entdecken. Bereits unten am Eingang begrüßt eine kleinere Ausgabe von “Red” die Besucher neben einem begehbaren (!) Bahnwaggon, der wahrscheinlich für die Berliner U-Bahn stehen soll, am “KurfürstendaM&M’s”-Bahnhof und bittet herein. Von Mrs. Brown gibt es einen Pappaufsteller vor einem Ofenmotiv und überall zieren bunte M&M’s-Abbildungen, Grafittis und coole Farbdesigns die Wände. Selbst die Wendeltreppe, in deren Mitte sich ein gläserner Fahrstuhl befindet, ist mit regenbogenfarbenen Leuchtleisten verziert. Man sieht deutlich, dass der Laden auf Grundlage eines sorgsam ausgearbeiteten Designkonzepts erstellt wurde. Hier wurde kein Detail dem Zufall überlassen. So verweisen die Städtenamen der eintreffenden Züge am M&M’s-Bahnhof vermutlich auf die weiteren M&M’s-Filialen London, Shanghai und New York, die 2011, 2014 und 2006 eröffnet wurden und bei den Signaturen der M&M’s-Charaktere an der Wand wurden sogar die Persönlichkeiten berücksichtigt (RED! unterschreibt selbstbewusst in Großbuchstaben mit Ausrufezeichen und Unterstreichung während der ängstliche Orange offensichtlich zitterte beim Schreiben der einzelnen Buchstaben XD ).

Ein paar Negativaspekte

Natürlich musste ich als Naschkatze mir den Laden auch gleich einmal ansehen – und wurde nicht enttäuscht. Die drei Etagen kunterbunter Schokofreude sind ein Farbenrausch für das Auge und Shopping-Erlebnis in einem.

Leider gibt es auch ein paar Negativpunkte. Das ganze interaktive Programm des Stores funktioniert im Grunde nur über das Smartphone, d.h. man muss eine App herunterladen, seine Daten angeben etc. Dazu war ich, wie viele andere Besucher vermutlich auch, nicht gewillt. Nichtsdestotrotz ist es wahrscheinlich eine gute Möglichkeit, viele junge Kunden anzusprechen und sich mehr in den Social Media-Bereich einzubinden.

Ein weiterer Negativpunkt sind die hohen Preise. Für Merchandise leider nicht unüblich, für Schokoladenartikel, die es im Supermarkt, beim Discounter oder selbst in  Läden ganz in der Nähe für etwa die Hälfte gibt, schon irgendwie unverschämt. Man muss natürlich bedenken, dass es einen Ku’damm-Aufpreis für die exquisite Lage gibt und das schöne “Official Store Image” (“Ich habe das direkt aus dem M&M’s-Laden!”) hier ganz klar preislich bedacht wurde. Also besser zweimal hinsehen, bei welchen Artikeln man zuschlägt und bei welchen nicht. Auch die Schokolinsen zum Selbstabfüllen sind natürlich alles andere als günstig und durch die Abzapfautomatik, bei der schnell zuviel im Beutel landet, können schon aus Versehen mal 10, 15, 20 Euro dabei herauskommen (Grundpreis 3,50€ für 100g). Trotzdem gönnen sich das fast alle – ich natürlich auch…°

Wer noch tiefer in die Tasche greifen mag, kann sich M&M’s-Linsen mit Farbauswahl, Text-, Motiv- oder sogar Foto-Druck selbst gestalten – eigentlich eine sehr schöne Idee, auch als Geschenk oder Souvenir (zudem auch online erhältlich) – leider jedoch zu völlig unrealistischen Preisen oder Mengen wie ein Etui mit 400g für 39€ oder ein Beutelchen für nur 2,80€ zu jedoch 28g.

Das absolute Negativ-Highlight ist jedoch das M&M’s Café im 2. Stock. Dort gibt es Getränke, blasse Cookies und Eis – genauergesagt eine kleine Kugel Eis mit einem Teelöffel Sahne und einem Teelöffel zerbröselter M&M’s für 7,50€. Das ist wirklich Wucher und leider auch einfallslos. Schade, das könnte man sehr viel besser machen! Gerade in diesem toll designten Motto-Laden würden sich coole Monster-Shakes mit richtig viel M&M’s-Deko, Schokofigürchen, Marshmallows, bunten Saucen, Mars- und Snickers-Stückchen sowie weiteren Toppings und saisonal wechselnden Looks doch richtig gut machen – dazu süß dekorierte Käsekuchen, Donuts und ein bisschen farbenfrohe Deko und Figuren auf der Dachterasse, die ich zwar nicht selbst gesehen habe, die auf den Bildern im Internet jedoch sehr kühl und funktionell gestaltet aussieht.

Vielleicht wird die Idee des Cafés ja noch ausgebaut. Ich gebe die Hoffnung nicht auf und es würde diesem schönen Store nur gerecht werden!

Mein Fazit

Trotz der gehobenen Preise – wie gesagt: es ist ein Merchandiseladen, kein Discounter oder Werksverkauf – sollte man sich als M&M’s-Fan den Laden auf jeden Fall beim Berlin-Besuch nicht entgehen lassen und auch etwas Zeit zum Erkunden einplanen! Wer nur schnell ein Souvenir dort kaufen möchte, kommt natürlich auch mit wenigen Minuten aus, aber das wäre schade. Ich freue mich jedenfalls, dass es endlich wieder eine schöne und sehenswerte Sache mehr am Ku’damm gibt, die Berlin ein bisschen aufwertet. Im weltweiten Vergleich finde ich Berlin oft nicht vergleichbar mit Städten anderer Länder, die so viel mehr hauptstädtisch, verrückt und facettenreich wirken. Es bleibt zu hoffen, dass ein erfolgreicher M&M’s Store weitere Ketten und Marken internationaler Konzerne ermutigt, in Berlin ein Geschäft zu eröffnen. Darüber würden sich alle Berliner, Deutschen und Touristen sicherlich freuen!

M&M’s Store Berlin
Kurfürstendamm 13
10719 Berlin

auf der Karte (dtsch.)

Website des Berliner Stores (dtsch.)
M&M’s Hauptseite (dtsch.)

Öffnungszeiten:
Mo-Mi——–10:00 a.m. – 20:00 Uhr
Do———–10:00 a.m. – 17:30 Uhr
Fr-Sa——–10:00 a.m. – 20:00 Uhr
So————geschlossen

Quellen für diesen Beitrag:
Die M&M’s Geschichte der offiziellen M&M’s Website (Ger)
Über die Eröffnung des Berliner M&M’s Stores von Presseportal (Ger)
Über die Eröffnung des Berliner M&M’s Stores von Berlin.de (Ger)
Über die Eröffnung des Berliner M&M’s Stores von Mars Company (Ger)
Über die Eröffnung des Berliner M&M’s Stores von Nachrichten-heute.net (Ger)
Wikipedia – M&M’s (Ger)
meine Augen, meine Erinnerung und mein Smartphone bei meinem Besuch des Ladens

Wenn ihr mehr über Berlin lesen wollt, schaut euch doch folgende Beiträge an:
Urlaub in Berlin: Berliner Sehenswürdigkeiten Teil I  oder
Deutsche Küche in Berlin: Zum Hax’n-Wirt, den Start meiner Restaurant-Tipps-Reihe

Ansonsten findet ihr auch auf der Kategorie-Seite unter der Rubrik „Deutschland“ noch weitere Posts, in denen ich über einzelne Veranstaltungen in Berlin berichtet habe.

Japanisches Kochrezept: Okonomiyaki ☆ Japanese Cooking Recipe: Okonomiyaki

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Wie immer könnt ihr die Bilder durch Anklicken vergrößernAs usual you can click on the images to enlarge them

Beim letzten Mal habe ich euch etwas über Okonomiyaki erzählt und euch hoffentlich hungrig gemacht, denn heute gibt es das Rezept für zuhause.
Einige Zutaten dafür werdet ihr nur im Asialaden finden oder online bestellen können, aber das Essen ist die Mühe absolut wert.

Beginnen wir also mit dem Rezept:
Am besten lest ihr euch erst alles durch, da es einige Anmerkungen zu den einzelnen Zutaten gibt. So könnt ihr auch, wenn ihr mit der japanischen Küche (noch) nicht vertraut seid, lecker, schnell und einfach Japanisch kochen!

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Auf dem Bild fehlten ein paar Zutaten, die ich ergänzt habe (falls ihr euch über eine seltsame Anordnung oder Perspektive wundert ^^°). Die Fotos dieses Beitrags stammen von verschiedenen Malen, daher gibt es Abweichungen in der Zubereitung. Einmal habe ich Beni Shōga durch frischen Ingwer ersetzt, den ich kleingeschnitten, gesalzen und in Essig eingelegt habe. Ich würde euch aber auf jeden Fall das Original empfehlen! Auch Yamswurzel und Speisestärke sind hier nicht zu sehen.

0. Wenn eure Shrimps nicht frisch sondern Tiefkühlware sind, fangt ihr am besten damit an, sie aufzutauen, da ihr sie noch kleinschneiden müsst, bevor sie in die Pfanne wandern.

1. Den Grundteig vorbereiten:
Als erstes Mehl und Backpulver mit einem Schneebesen in einer großen Schüssel vermischen. Zwar gibt es im Asialaden auch Fertigmischungen für Okonomiyaki-Teig, aber ein eigener Teig ist wirklich nicht aufwendig.

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Instant Dashi

2. Die Dashi-Brühe ansetzen:
Dashi-no-moto ist Dashi-Fertigpulver in Tütchen, das ihr im Asialaden kaufen könnt. Ich würde ca. 4g Dashi in 280ml heißem Wasser auflösen, aber ihr könnt es auch stärker oder lascher dosieren. Die Brühe dann portionsweise in die Mehlmischung einrühren.
Wie schon im
vorherigen Beitrag erwähnt, ist Dashi in der japanischen Küche unverzichtbar. Auch wer keinen Fisch mag oder sich am äußerst fischigen Geruch der Brühe stört, sollte dieser Zutat eine Chance geben. Dashi verleiht vielen Gerichten den einzigartigen umami-Geschmack, der als herzhaft und würzig beschrieben werden könnte. Je nachdem wie stark ihr die Brühe dosiert, ist beim fertigen Gericht – zumal in Teigform wie das Okonomiyaki – kein typischer Fischgeschmack mehr vorhanden.
Wer Dashi selber zubereiten möchte, kann Bonito-(Thunfisch-)Flocken und Kombu (Seetang) aufkochen. Als vegetarische Alternative kann der Sud auch aus Seetang mit Shiitake-Pilzen oder einigen anderen nicht-tierischen Zutaten gekocht werden. Auch hierzu gibt es eine Instant-Version im Asialaden.

3. Eine Prise Salz hinzufügen.

4. Die Yamswurzel schälen und über eine Reibe raspeln. Yamswurzel gibt es ebenfalls im Asialaden. Da ihr sie vielleicht nicht immer bekommt bzw. oft nur in großen Stücken, obwohl ihr für das Okonomiyaki nur wenig benötigt, könnt ihr sie notfalls auch weglassen. Eigentlich ist das schade, da ihre schleimig-klebrige Konsistenz dem Teig die charakteristische Elastizität verleiht, aber notfalls geht es auch ohne. Um den Teig wenigstens ein bisschen fluffiger zu bekommen, solltet ihr dann jedoch mehr Backpulver oder – so habe ich es schon gemacht – zusätzlich 1 gehäuften Teelöffel Speisestärke (auch Kartoffelstärke geht) verwenden. Ansonsten reicht ein Esslöffel voll Yamswurzel.

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5. Zwei Eier aufschlagen und über die Teigzutaten in der Schüssel geben. Dann alles schön mit einander vermengen.

6. Den Strunk aus dem Kohl schneiden und den Kohl einmal längs, einmal quer in schmale Streifen schneiden. 300g sind ungefähr ein halber Spitzkohl, den ich gerne verwende, weil er zwar ein Kohl ist, aber noch die Leichtigkeit von Salat besitzt. Ihr könnt aber auch andere Sorten, z.B. Weißkohl, verwenden. Die Stücke anschließend in die Schüssel mit dem Grundteig geben und alles gut vermengen.

7. Dann die Frühlingszwiebeln in Ringe schneiden. Die größeren Zwiebeln und vor allem der untere weiße Bereich kommmen ebenfalls in die Teigmischung, die dünneren Zwiebeln und den oberen grünen Teil könnt ihr gerne in etwas schmalere Ringe schneiden. Diese sind als Topping gedacht.

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Beni Shōga

8. Die anderen Zutaten vorbereiten:
Wenn der Grundteig vermengt ist, geht es an die anderen Zutaten. Als nächstes Beni Shōga sehr klein hacken und in die Teigmischung geben. “Beni Shōga” bedeutet “tiefroter Ingwer” und ist ein typisches eingelegtes Gemüse (Tsukemono) in Japan. Der Ingwer ist in Streifen geschnitten und in Umezu eingelegt, ein Nebenprodukt, das bei der Herstellung von Umeboshi (Salzpflaumen, botanisch eher Salzaprikosen) entsteht. Beni Shōga schmeckt dadurch nicht nur typisch scharf wie frischer Ingwer, sondern auch salzig. Die rote Farbe kommt von den Blättern der roten Perilla, die ebenfalls beim Einlegen verwendet werden. Beni Shōga könnt ihr fertig zubereitet und in Plastikbeuteln abgepackt im Asialaden finden. Er eignet sich auch als Beilage für andere japanische Gerichte wie z.B. Gyūdon (Rindfleisch mit Zwiebeln auf Reis) oder einfach als Reis-Topping. Da Beni Shōga einen sehr kräftigen Geschmack hat (ich liebe ihn!), schmeckt er vielleicht nicht jedem. Obwohl er im Teig des fertig gebratenen Okonomiyaki nicht störend auffallen sollte, könnt ihr ihn natürlich auch notfalls weglassen, wenn euch der Geschmack so gar nicht zusagt.

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9. Die Shrimps klein hacken und ebenfalls in den Teig geben.

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Tenkasu

10. Tenkasu in die Teigmischung geben. Tenkasu ist eigentlich ein Abfallprodukt, das bei der Zubereitung von Tempura entsteht. Wenn Gemüse und Garnelen mit dem Tempurateig ummantelt und ins heiße Öl geworfen werden, sondern sich einzelne Teigtropfen ab, die ebenfalls frittiert werden. Da man vor allem hierzulande selten Tempura zubereitet, können wir uns glücklich schätzen, dass Tenkasu inzwischen schon fertig im Asialaden erhältlich ist. ^^ Die kleinen Tröpfchen und Brocken sehen in der Tüte wie Popcorn oder Chips aus. Sie verleihen dem Okonomiyaki einen crunchigen Effekt. Solltet ihr keine Möglichkeit haben, Tenkasu zu besorgen, lasst ihr es eben einfach weg. Dann habt ihr wenigstens Kalorien gespart! 😉

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11. Die dünnen Schweinebauchscheiben halbieren. Damit soll das Okonomiyaki später belegt werden. Sie sollten also in der Länge nicht über den Durchmesser eines Fladens hinausreichen. Schweinebauch in schinkendünnen Scheiben in Deutschland zu bekommen, kann sehr schwierig sein. Anders als in Japan wird Fleisch hierzulande meist in gröberen Stücken verkauft, aus denen man selber keine Scheiben schneiden kann, die dünn genug wären. Ihr könnt jedoch beim Fleischer (oder evtl. an der Wursttheke im Supermarkt) nachfragen, ob euch der Schweinebauch dünn vorgeschnitten wird. Am besten gelingt das, wenn der Schweinebauch über Nacht gefroren ist. Daher fragt ihr am besten einen Tag vorher, ob ihr diese Scheiben für den Folgetag vorbestellen könnt. Gelingt das nicht oder gibt es nur Schweinebauch mit Knochen (für Suppeneinlagen), könnt ihr alternativ auch Bacon, also Frühstücksspeck, fertig abgepackt in Scheiben, verwenden. Es wird dann nur salziger und sieht durch die Kräuselung in der Pfanne nicht mehr so typisch aus, aber am Ende ist der Eindruck unter den Toppings eh verschwunden. ^.~°

12. Okonomiyaki braten:
Etwas Öl in eine Pfanne geben und stark erhitzen. Dann gebt ihr, ähnlich wie beim Pfannkuchen, etwas von der Teigmischung mit einer Kelle in die Pfanne und formt einen flachen Fladen. Wenn ihr jetzt oder später nur Teig für ein einziges Okonomiyaki in der Schüssel habt, denkt bitte daran, noch etwa eine oder eine halbe Kelle übrig zu lassen, um damit die Fleischscheiben bedecken zu können.

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13. Jetzt könnt ihr das Okonomiyaki mit dem Schweinebauch belegen, indem ihr die Scheiben nebeneinander anordnet. Anschließend gebt ihr den erwähnten Rest-Teig darüber, damit das Fleisch beim Wenden später gut am Okonomiyaki haftet und nicht in der Pfanne kleben bleibt.

14. Am besten ist es, wenn ihr die Pfanne jetzt abdeckt und das Okonomiyaki für etwa 2 min. auf mittlerer Stufe braten lasst. Wenn eure Pfanne (wie meine) keinen Deckel hat, könnt ihr euch auch eine Abdeckung aus Alufolie basteln (bitte Löcher hineinpieken, damit Dampf entweichen kann), ein robustes Holzbrett darüber legen oder das Okonomiyaki eben offen brutzeln lassen.

15. Jetzt kommt der schwierige Teil: Ihr müsst das Okonomiyaki vorsichtig wenden. Am besten nehmt ihr hierzu zwei Pfannenwender, einen links, einen rechts, spezielle Okonomiyaki-Pfannenwender oder Okonomiyaki-Spatel. Dann lasst ihr den Fladen noch eine Weile braten.

16. Jetzt könnt ihr die Hitze schon etwas verringern. Anschließend wendet ihr das Okonomiyaki erneut, damit die Schweinebauch-Seite wieder oben ist.

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17. Ist das Okonomiyaki servierfertig, setzt ihr es auf einem Teller ab und beginnt mit dem Auftragen der Toppings! Zuerst wird der Fladen mit Okonomiyaki-Sauce bestrichen. Die Sauce ist braun, dickflüssiger als Sojasauce und schmeckt ein wenig säuerlich. Pur schmeckt sie meiner Meinung nach nicht besonders gut, für Okonomiyaki ist sie jedoch lecker und unverzichtbar! Auch diese Zutat gibt es im Asialaden. Leider ist sie meist nicht so billig. Mit 7-8 Euro könnt ihr hierzulande schon rechnen, da die Plastikflaschen mit üblichen 500ml recht groß sind. Es lohnt sich also, das Gericht die nächsten Tage noch ein paarmal zuzubereiten…°

Nur für den Fall, dass ihr absolut keine Okonomiyaki-Sauce bekommen könnt, das Gericht aber unbedingt nachkochen wollt: Notfalls soll man die Sauce auch aus Worcester-Sauce, Austernsauce, Ketchup und Zucker selber herstellen können. Ich würde mich trotzdem auf das Original verlassen.

18. Nach dieser “Grundierung” könnt ihr die in feine Ringe geschnittenen grünen Frühlingszwiebeln darüberstreuen.

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19. Jetzt ist es Zeit für die Mayo-Verzierung! Hier würde ich traditionsgemäß japanische Mayonnaise verwenden. Im Vergleich zur westlichen Variante soll sie leichter im Geschmack sein, mehr Eigelb und weniger Öl enthalten. Außerdem wird sie mit mildem Reisessig zubereitet. Durch die abgeschwächte Säure ist sie sehr beliebt. Viele Leute schwören auf japanische Mayonnaise. Ich finde sie auch schmackhafter. Ob es Gewissheit oder Einbildung ist, weiß ich nicht – probiert es aus! 😀 Normale westliche Mayo geht natürlich auch. Das Tolle an den japanischen Plastikflaschen ist jedoch, dass sich die Mayonnaise wunderbar dosieren lässt. Man kann mit einer zackigen Handbewegung wunderschöne Bahnen über das Okonomiyaki ziehen oder mit anschließender Quer-Wiederholung ein Gittermuster erzeugen!

20. Anschließend werden bei mir die Algen darüber gestreut. Typisch für Okonomiyaki ist Aonori in Pulverform (also einzelnen Flakes). Aber ihr könnt natürlich auch in feine Streifen geschnittene Nori verwenden. Bei dieser Variante sind die Algen getrocknet, geröstet und zu Blättern gepresst.

21. Wer will kann natürlich noch die typischen groben Bonito-Flocken darüberstreuen und/oder ein Häufchen Beni Shōga als krönenden Abschluss auf das Okonomiyaki geben.

Gegessen wird der leckere Bratfladen dann mit Stäbchen, indem ihr einzelne Stückchen herauszupft oder ihr teilt das Okonomiyaki vorher mit dem Spatel in kleinere Portionen. Am besten schmeckt Okonomiyaki natürlich heiß, direkt vom Teppan oder aus der Pfanne!

Also dann: いただきます (Itadakimasu, Guten Appetit) ! ^.^

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Hier habe ich Okonomiyaki vorgestellt

Hier habe ich über Okonomiyaki im Restaurant Yaki-the-Emon in Düsseldorf erzählt

Auf der
Kategorie-Seite findet ihr übrigens noch mehr zum Thema japanisches Essen









Japanese Cooking Recipe: Okonomiyaki

Last time I told you about okonomiyaki and hopefully made you hungry because today I have the recipe for doing it at home.
Some of the ingredients might only be found in an Asian supermarket or online, but the dish is absolutely worth the effort.

Let’s start with the recipe:
Preferably you read everything through first since there are a few notes on some of the ingredients. Even if you are not (yet) familiar with Japanese cusine, you can cook this Japanese dish deliciously, quickly and easily!

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A few ingredients were missing in the picture (see German version above), so I added them (in case you’re wondering about a strange arrangement or persepctive ^^°). The photos in this post are from different times, so there are variations in the preparation. One time I substituted fresh ginger for beni shōga, cutted into small pieces, salted and pickled in vinegar. But I would definitely recommend you to take the original instead! Also yam and starch cannot be seen here.

0. If your shrimps are not fresh but frozen, it’s best to start with defrosting them since you need to cut them into pieces before throwing them into the pan later.

1. Preparing the basic batter:
At first mix the flour and baking powder in a big bowl. Although there are instant okonomiyaki batter mixtures in Asian supermarkets, I can tell that doing your own batter is not that complicated.

2. Then prepare the stock:
Dashi-no-moto is dashi instant powder in little bags that you can buy in the Asian supermarket. I would dissolve approx. 4g dashi in 280ml hot water, but you can dispense more or less as you like. Continuously stir the stock into the flour mixture.
As mentioned in the previous post, dashi is indispensable in Japanese cuisine. Even if you don’t like fish or are bothered by the extremely fishy smell of the broth, you should give this ingredient a try. Dashi gives many dishes the unique umami taste that could be described as hearty and rich in flavour. Depending on how much you dose the broth, the final dish – especially in dough form like the okonomiyaki – no longer has a typical fish taste.
If you want to prepare dashi yourself, you can boil bonito (tuna) flakes and kombu (seaweed). As a vegetarian alternative, the brew can also be made from seaweed with shiitake mushrooms or some other non-animal ingredients. There is also an instant version of this in the Asian store.

3. Add a pinch of salt.

4. Peel the yam and shred it with a grater. Yam is also available in the Asian supermarket. Since there might not be always the opportunity to buy yam or respectively it is often sold in very big pieces though you need so less to prepare okonomiyaki, you can leave that out in a pinch. Actually it is sad, since its slimy-sticky texture gives the batter the distinctive elasticity – however it is also possible to skip the yam. To at least get the batter a bit more fluffy, you should use more baking powder or – that’s how I have practised it before – additionally 1 heaped teaspoon of starch (also potato starch is possible). Otherwise one full tablespoon of yam is enough.

5. Break two eggs, add them to the batter mixture in the bowl and blend everything well.

6. Cut out the stem of the cabbage and cut the cabbage into thin strips lengthways and crosswise. 300g are approximately half a pointed cabbage  that I like to use because the texture is a bit softer like salad though it is still a cabbage, but you can use other types like f.e. white cabbage. After that put the slices into the bowl with the basic batter and blend it well.

7. Then cut the spring onions into strips. The larger spring onions and especially the white bottom part is for mixing into the batter, the thinner spring onions and the upper green part can be cut into thinner strips. They’re used as topping.

8. Preparing the other ingredients:
When the basic batter is blended, it is time for the other ingredients. The next step is to cut beni shōga into small pieces and mix it into the batter. “Beni shōga” means “deep red ginger” and is a typical pickled vegetable (tsukemono) in Japan. The ginger has been cut into strips and pickled in umezu, a side product in the making of umeboshi (salt plums, botanically rather salt apricots). Therefore beni shōga does not only taste spicy like fresh ginger but also salty. The red colour comes from the leaves of the red perilla, which are also used for pickling. You can find beni shōga in plastic bags ready to use in the Asian supermarket. It is also nice as a garnish for other Japanese dishes like f.e. gyūdon (beef with onions on rice) or simply as a rice topping. Since beni shōga has a very intensive flavour (I love it!), it may not be to everybody’s liking. Though I cannot imagine it to be perturbing in the dough of a fried okonomiyaki, you can leave out this ingredient if you don’t like it at all, of course.

9. Cut the shrimps into small pieces and put it into the bowl with the batter mixture.

10. Add tenkasu to the bowl. Tenkasu actually is a waste product which emerges during the preparation of tempura. When vegetables and shrimps are coated in tempura batter and thrown into hot oil, some batter drops are segregating and also getting deep-fried. Since you don’t prepare tempura on your own that often, especially over here, we can be happy that by now ready-made tenkasu is available in Asian supermarkets as well. ^^ The small little drops and pieces in the plastic bag look like popcorn or potato chips. They give a crunchy effect to the okonomiyaki. If you don’t have the opportunity to get tenkasu, you can simply leave it out. At least you spare calogies then! 😉

11. Cut the thin pork belly slices into half. The okonomiyaki will be topped with it later. So the length of the slices should not outreach the diameter of the round flat cake.
To get pork belly in slices as thin as ham can be difficult in Germany. Unlike Japan meat over here is commonly sold in rather rough pieces from which you can’t cut slices on your own that would be thin enough. But you can ask a butcher (or maybe at the sausage counter in the supermarket) if pork belly can be prepared in thinly cutted slices. It is easier to freeze the pork belly over night. That’s why you should ask one day before if it is possible to get the slices on the following day. If you’re not successful or there is only pork belly with bone (for soups), you can use breakfast bacon, ready-made in slices, as a subsitute. It will be saltier of course and doesn’t look that typical due to the rippling in the pan, but in the end this appearance will get lost under the toppings. ^.~°

12. Frying the okonomiyaki:

Add a bit oil to the pan and heat it up on high temperature. Then you add some batter with a  ladle into the pan – similar to baking pancakes – and form a shallow round flat cake. If you have only batter for one okonomiyaki in the bowl now or later, please remember to keep approx. one or a half ladle of it to cover the meat slices later.

13. Now you can top the okonomiyaki with the pork belly slices, one next to the other. After that you cover it with the mentioned rest of the batter so that the meat sticks well to the okonomiyaki and not to the pan when flipping over later.

14. Best is to cover the pan now and let the okonomiyaki fry on medium temperature for about 2 minutes. If your pan doesn’t have a lid (like mine), you can also craft one with aluminium foil (please poke holes in so that steam can escape), use a solid wooden cutting board or simply fry your okonomiyaki in the open pan.

15. Now comes the hard part: You have to carefully flip over the okonomiyaki. Preferably you use two flippers, one on the left, one on the right, special okonomiyaki flippers or okonomiyaki spatulas. Then you let it fry a bit longer.

16. Now you can lower the heat a bit. After that you can turn the okonomiyaki again so that the pork belly side is up again.

17. When the okonomiyaki is ready-to-eat, you place it on a plate and start with the toppings! At first the round flat cake is brushed with okonomiyaki sauce. The sauce is brown, thicker than soy sauce and tastes a bit sour. Eaten pure the flavour is not that nice in my opinion, but for okonomiyaki it is tasty and indispensable! Also this ingredient is available in the Asian supermarket. Unfortunately it is not that cheap. You can figure on 7 to 8 Euro over here since the plastic bottles with commonly 500ml are quite large. So it is worth to prepare this dish some other times within the next days…°
Only in case, you really cannot get okonomiyaki sauce, and desperately want to prepare okonomiyaki at home: You can prepare the sauce on your own at a pinch, using Worcester sauce, oyster sauce, ketchup and sugar. But I would depend on the original sauce.

18. After this “ground coat” you can sprinkle the cutted green spring onions on the okonomiyaki.

19. Now it is time for the mayo ornament! For this I would traditionally use Japanese mayonnaise. Compared to the Western version it should be lighter in taste, containing more egg yolk and less oil. It is also made of mild rice vinegar. Due to the reduced sourness it is very popular. Many people swear by Japanese mayonnaise. I also think, it’s tastier. If it is certainty or delusion I don’t know – just try it out! 😀 Normal Western style mayo is of course also possible. But the great thing about the Japanese plastic bottles is that the mayonnaise can be dispensed marvellously. With a snappy hand movement you can paint perfect stripes across the okonomiyaki or generate a grid pattern with crosswise repetition!

20. Afterwards you can sprinkle the algae on the okonomiyaki. Typically for this dish is aonori in powder form (that means flakes). But you can also use cutted in strips nori of course. For this version algae are dried, roasted and pressed into sheets.

21. Who likes to can of course add the typical roughly shaved bonito flakes and/or a small pile of beni shōga as a final topping to the okonomiyaki.

The tasty round flat cake is then eaten with chopsticks by picking some pieces or you split the okonomiyaki into smaller portions before with the spatula. Of course okonomiyaki tastes best hot, directly from the teppan or out of the pan!

So then: いただきます (Itadakimasu, enjoy your meal) ! ^.^

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Okonomiyaki – herzhafte japanische Pfannkuchen ☆ Okonomiyaki – savory Japanese pancakes

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Wie immer könnt ihr die Bilder durch Anklicken vergrößernAs usual you can click on the images to enlarge them

Willkommen zurück auf Currywurst & Kimono! Es ist viel passiert im letzten Jahr. In meinem Leben sehr viel Schlechtes, mit dem ich euch nicht belasten möchte. Currywurst & Kimono strahlt so viel Lebensfreude aus und das soll hier auch beibehalten werden. Nach den beiden letzten etwas ernsteren Beiträgen soll es heute mal wieder ein anderes Thema als die Corona-Pandemie auf dem Blog zu lesen geben.

Da ihr vielleicht noch nicht ans Verreisen denkt, der ein oder andere lieber zuhause als im Außenbereich eines Restaurant isst bzw. noch nicht geimpft ist (so wie ich) und es auch nicht so wirklich Veranstaltungen gibt, dachte ich, ein Rezeptvorschlag könnte jetzt genau richtig sein. Essen muss schließlich jeder und da ihr euch in Homeofficezeiten wie diesen vielleicht ein wenig einseitig ernährt, tut etwas Abwechslung sicherlich gut!
Da dieser Post mal wieder etwas lang geworden ist, erzähle ich euch heute erst einmal etwas über das Gericht selbst und die Anleitung für zuhause folgt dann beim nächsten Mal.

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Ein leckeres japanisches Rezept, das sich ganz leicht selber zubereiten lässt, wenn man ein paar wichtige Grundzutaten zur Hand hat, ist
お好み焼き (Okonomiyaki). お好み (“Okonomi”) bedeutet “Geschmack”, “Belieben”, “Präferenz” und 焼き(“yaki”) “gebraten” oder “gegrillt”. Es ist also etwas Gegrilltes, ganz nach dem eigenen Geschmack. Somit kann man es, was in der modernen japanischen Küche recht selten ist, auch rein vegetarisch zubereiten. Gerne wird Okonomiyaki als “japanische Pizza” bezeichnet, weil man je nach Belieben verschiedene Zutaten verwenden kann. Das ist aber auch die einzige Gemeinsamkeit zwischen den beiden Gerichten. Daher finde ich den Pizza-Vergleich sehr unpassend. Eher sind Okonomiyaki herzhafte Eierkuchen – oder für alle Nicht-Berliner: herzhafte Pfannkuchen.
Das klingt ekelig, weil du Pfannkuchen nur süß kennst…? Vielleicht, aber wenn du Okonomiyaki einmal probiert hast, wirst du anders darüber denken. Wer “schlotzige” Speisen mit Sauce, viel Aroma oder Aufläufe mag, wird Okonomiyaki lieben.

Die Hauptbestandteile dieses leckeren Gerichtes sind ein Teig aus Wasser, Mehl und Ei, Kohl und Dashi-Brühe. Wer noch nie Japanisch gegessen hat, wird sich vermutlich an der Fischbrühe stören. Tatsächlich ist sie jedoch eine absolute Grundzutat fast jeden japanischen Gerichtes und im Zusammenspiel mit anderen Zutaten gar nicht so “fischig”, wie man vielleicht denken mag. Sie verleiht den Speisen einen herzhaften Geschmack und sollte eigentlich nicht durch Hühner- oder Gemüsebrühe ersetzt werden. Vegetarier können die Brühe, die aus Bonito-, also Thunfischflocken und Kombu (Seetang) gewonnen wird, auch mit einer Alternative aus Kombu und Shiitake zubereiten. Ich esse Okonomiyaki gerne typisch mit dünnen Schweinebauchscheiben und Shrimps, aber die Zutaten könnt ihr wie gesagt selbst wählen. Auch Oktopus ist eine gängige Zutat.

In Japan gibt es hauptsächlich zwei Arten, Okonomiyaki zuzubereiten: Die Kansai-Variante aus der Region um Osaka herum, bei der alle Zutaten mit dem Teig vermengt werden und die Hiroshima-Variante, bei der das Okonomiyaki aus separaten Schichten besteht. Neben Teig, Kohl und Schweinebauch gibt es bei der Hiroshima-Variante auch eine Schicht aus Nudeln und eine abschließende aus Ei.

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Hier entsteht die Hiroshima-Variante
Hiroshima version in progress

Ich bevorzuge die Kansai-Variante, da sie nicht so oft gewendet wird und der Teig daher noch fluffig-schlotzig ist. Die Hiroshima-Variante ist mir zu trocken. Außerdem stören mich die Nudeln und das Ei bei diesem Essen. Ich kenne die dekorative wie leckere Verzierung mit Mayonnaise auch eher von der Kansai-Variante, aber hier mag es Unterschiede in der Zubereitung geben. Das einzig Störende sind für mich die Bonito-Flocken, die bei der Kansai-Version oft grob gehobelt als Abschluss-Topping aufgehäuft werden. Daher gibt es in meinem Rezept nur Aonori (essbare Grünalgen-Flocken).

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Yakisoba

Zu Okonomiyaki kann man wunderbar andere kleine Gerichte kombinieren. Typisch sind z.B. Yakisoba, gebratene Nudeln, die mit Fleisch, Fisch oder Tofu, Gemüse und Sauce zubereitet werden. Da neben Sojasauce auch oft Austernsauce verwendet wird, die etwas dicker und klebriger ist, sind die Nudeln meist angenehm “saftig” und nicht so trocken. Als Topping wird oft Beni Shoga, eingelegter Ingwer, der auch im Okonomiyaki-Rezept auftaucht, verwendet. Obwohl der Name anderes vermuten lässt und sie vielleicht (jedoch nur durch die Sauce) etwas dunkel sind, werden Yakisoba übrigens nicht mit Soba-(Buchweizen-)Nudeln, sondern mit gängigen Weizenmehl-Nudeln zubereitet.

Eine andere typische Ergänzung von Okomiyaki ist Tonpeiyaki, weil es aus den “Resten” des Okonomiyaki besteht. Im Grunde ist es ein Omelett, da Schweinebauchscheiben und Frühlingszwiebeln im Wendeprozess mit einer Decke aus Ei in der Pfanne gebraten werden. Anschließend wird die Speise mit Okonomiyaki-Sauce, Mayo und evtl. Algen verziert. Das Ei ist beim Servieren noch nicht vollkommen durchgebraten, sodass auch Tonpeiyaki sehr saftig ist.

In Japan werden Okonomiyaki auf einem Teppan (einer heißen Eisenplatte) mit Spateln zubereitet. In eigenen Okonomiyaki-Restaurants gibt es meist ein großes Eisenplattenbratfeld auf dem Tresen und die Leute sitzen an Barhockern davor und sehen bei der Zubereitung zu. Es gibt auch Restaurants, in denen jeder einzelne Tisch mit einem Teppan ausgestattet ist und sich die Gäste ihr Okonomiyaki, das als Zutatenmischung in der Schüssel gebracht wird, selbst am Tisch zubereiten können. Diese Variante ist natürlich vor allem bei Japan-Touristen beliebt.

In den über 20 Restaurants des Okonomimura (お好み村, wörtlich: Okonomi-Dorf) in Hiroshima kann man das Teppan-Gericht auf unterschiedlichste Art und Weise genießen. Es handelt sich um ein 7-stöckiges Gebäude, in dem auf 3 Stockwerken Okonomiyaki von ehemaligen Streetfood-Ständen und nun kleinen Restaurants angeboten wird.

Da sich Okonomiyaki relativ schnell und einfach zubereiten lässt, ist es ein gängiges Streetfood auf Veranstaltungen. Wenn ihr mal ein Okonomiyaki als Tiefkühl-Fertigessen im Asialaden entdeckt (im ersten Gallerie-Block oben ist ein Bild davon zu sehen): Davon kann ich euch nach einer Kostprobe in Japan nur abraten. Es hat absolut widerlich geschmeckt und ist mit frischem Okonomiyaki überhaupt nicht zu vergleichen.
Euer eigenes Okonomiyaki könnt ihr aber ganz einfach in der Pfanne auf dem Herd zubereiten – und wie das geht, zeige ich euch beim nächsten Mal!





Okonomiyaki – savory Japanese pancakes

Welcome back to Currywurst & Kimono! It happened a lot the last year. Much misery in my life but I don’t want to burden it on you. Currywurst & Kimono radiates so much vitality and this should be kept here. After the last two rather serious blog posts here is another topic than the corona pandemic on on the blog today.

Since you might not think about making a journey yet, the one or other prefers to eat at home rather than in a restaurant’s outdoor area or respectively is not vaccinated yet (like me) plus there quite aren’t any events yet, I thought a recipe idea would be the right thing now. However food is something, that everyone needs and since you might have an onesided unbalanced nutrition in home office days like these, some alternation could do good!
Since this post has become a bit long again, I will tell you something about the dish itself today and the instructions for at home will follow next time.

A tasty Japanese recipe, that can be prepared easily by yourself, if you have the right ingredients at hand, is お好み焼き (okonomiyaki). お好み (“Okonomi”) means “taste”, “liking”, “preference” and 焼き(“yaki”) “fried” or “grilled”. So it is something grilled just to one’s taste. That means, you can even prepare it as a vegetarian dish which is quite rare in modern Japanese cuisine. Okonomiyaki is often said to be a “Japanese pizza”, because you can use various ingredients. However this is the only similarity between the two dishes. That’s why I think the comparison with pizza is inappropriate. Okonomiyaki are rather savory pancakes (German: “Pfannkuchen” or for Berlin people: “Eierkuchen”).
That sounds disgusting since you only know sweet pancakes…? Maybe, but if you have tried okonomiyaki once, you will think different about it. Who likes smooth viscid-creamy dishes with sauce, much flavour or casserole dishes, will love okonomiyaki.

The main ingredients of this delicious dish are a batter of water, flour and eggs, cabbage and dashi stock. Who hasn’t eaten Japanese cuisine before, will probably dislike the idea of fish stock. However it is an absolute basic ingredient of almost every Japanese dish and doesn’t taste that “fishy” in combination with other ingredients than you may think. It gives the dishes a savory taste and should not be replaced by chicken or vegetable stock. Vegetarian people can prepare the stock which is made of bonito-, that means tuna-flakes and kombu (kelp) with an alternative version of kombu and shiitake. I like to eat okonomiyaki the typical way with thin pork belly slices and shrimps but you can choose the ingredients yourself as said. Also octopus is a common ingredient.

In Japan there are mainly two ways to prepare okonomiyaki: The Kansai version from the area around Osaka for which all ingredients are mixed in the batter and the Hiroshima version which is prepared in separated layers. Besides batter, cabbage and pork belly there is also one layer of noodles and one top layer of egg for the Hiroshima version.

I prefer the Kansai version since the okonomiyaki is not flipped over that often and the batter stays fluffy smooth. The Hiroshima version is to dry for me. Additionally I don’t like the noodles and eggs in this dish. I also know the decorative and tasty sprinkles of mayonnaise rather from the Kansai version but here may be differences in preparations. The only disturbing thing for me are the roughly shaved bonito flakes which are typically piled up as a final topping, especially for the Kansai version. That’s why my recipe only includes Aonori (edible green algae).

Okonomiyaki can be wonderfully combined with other small dishes. Typcial are f.e. yakisoba, fried noodles that are perpared with meat, fish or tofu, vegetables and sauce. Sonce oyster sauce, which is a bit thicker and stickeir, is often used in addtion to soy sauce, the noodles are usually pleasantly “juicy” and not that dry. Beni shoga, pickled ginger, which also appears in the okonomiyaki recipe, is often used as a topping. Although the name suggests otherwise and they may be a bit dark (but only because of the sauce), yakisoba are not perpared with soba (buckwheat) noodles, but with common wheat flour noodles.

Another typical addition to okonomiyaki is tonpeiyaki beaucse it is made from the “leftovers” of the okonomiyaki. It’s basically an omelette as pork belly slices and spring onions are fried in a pan with a blanket of egg in a turnover process. Then the dish is decorated with okonomiyaki sauce, mayonnaise and possibly seaweed. The egg is not completely fried when you serve it, so tonpeiyaki is also very juicy.

In Japan okonomiyaki are prepared on a teppan (hot iron plate) with spatulas. In restaurants themed on okonomiyaki there is commonly a huge iron plate grill on the bar and people are sitting in front of it on barstools, watching the preparation. There are also restaurants in which each table is equipped with a teppan and the guests can prepare their own okonomiyaki right at the table with a bowl of miexed ingredients that is brought to them. This version is of course very popular among Japan tourists.

In the more than 20 restaurants of the Okonomimura (お好み村, literally Okonomi Village) in Hiroshima, you can enjoy the teppan dish in a wide variety of ways. It is a 7-storey building in which okonomiyaki is offered on 3 floors from former street food stalls and now small restaurants.

Since okonomiyaki is relatively quick and easy to prepare, it is a common street food at events. If you ever discover an okomiyaki as a frozen ready-to-eat meal in an Asian store (you can see a picture of it in the first gallery block above): I can only advise you against that after a tasting in Japan. It tasted absolutely disgusting and cannot be compared with fresh okomiyaki at all.
And you can easily prepare your own okonomiyaki at home in a pan on the stove – and next time I’ll show you how!

Vorübergehende Verzögerung ☆ Temporary delay

Liebe Currywurst & Kimono-Leser,

wie ihr seht, “stockt” es gerade auf dem Blog. Das wird leider noch eine Weile so bleiben.
Wegen eines plötzlichen Trauerfalles in der Familie muss Currywurst & Kimono etwas länger auf seinen nächsten Post warten. Zurzeit ist es gerade alles nicht einfach…
Wer nicht immer wieder vorbeischauen will, wann es weitergeht, kann sich mit dem Button auf der rechten Seite auch automatisch per E-Mail informieren lassen.

Bis bald,
Maddy


Temporary delay

Dear Currywurst & Kimono readers,

as you can see, there is no progress on the blog right now. Unfortunately it will stay like this for some time.
Due to a sudden bereavement in the family Currywurst & Kimono has to wait a bit longer for its next post. At the moment everything is far not easy…
Who doesn’t want to always stop by, checking when it continues here, can register by pressing the button to the right to get an information by e-mail then.

See you,
Maddy

Corona virus pandemic – How it influences German people’s life ☆ Corona-Virus Pandemie – Wie sie das Leben der Deutschen beeinflusst

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Day 42 of my own private quarantine in home office… For six weeks I have only been out for the garbage drop-off or letterbox, rarely for taking a walk. When I come home from outside, I thoroughly wash my hands 20-30 seconds with soap, dry them and disinfect them with an alcoholic solution, letters and packages get sprayed and are kept some days before opened. Purchases in the supermarket or drugstore can be made online and the sun is reaching the balcony. 40 min indoor jogging are improvable but far more exercise than I was used to do before corona.
Of course I also have more and more, let’s say respect for getting infected by the virus. After all COVID-19 can also get serious for people under 60 years. The youngest German who died of it, though having pre-existing illnesses, was 28 years old. But my fear is far bigger to put my beloved ones in danger when I get infected and act as vector.
I think, everyone should know at least one person, that is over 60 years old, has asthma, COPD, high blood pressure, a heart disease, diabetes or a poor immune system – a young person, an old person, family, friends, neighbours, acquaintances, colleagues. Everyone should have at least one good reason to follow the distance rules in public space, minimize social contacts and leave home as less as possible.
In my previous post I told you about the measures that were taken in Germany in precaution and counteraction against a spreading of the corona virus. Today it is about how the German population think about corona.

At first indifference, then panic buying

At the beginning it was like actually in every other country: People heard about a mysterious lung disease in China. This was scary but far far away. Then more cases were detected and slowly people began realizing that the virus would spread out more and Desinfektionsmittel, desinfectants, hygiene, Deutschland, Germany, ドイツ, corona virus, コロナウイルス, covid-19, pandemie, pandemic, パンデミック, Gesellschaft, societymore. Though daily life was going on normal for most Germans, some started the panic buying, partly due to scare, partly in precaution. At first all sorts of disinfectants and face masks were bought up. Even today you need great luck to still find disinfectants in supermarkets or drugstores. Face masks in pharmacies should be sold out everywhere or respectively here is the ruling that the precious FFP2 and FFP3 masks, that means the only two types that can ward off the virus in case of proper use, are hold for the hospital staff and care attendants since they need it the most. But even the simple paper or fabric masks, which are no protection against the virus at all, are already scare goods. That is why you can find many tutorials for DIY fabric masks in internet. After all they don’t protect the mask wearer himself but therefore the other people around at least a bit since little drops from coughing, sneezing or simply breathing are kept in the mask.
Toilettenpapier, toilet paper, Hamsterkäufe, panic buying, hoarding, Hamsterkauf, Deutschland, Germany, ドイツ, corona virus, コロナウイルス, pandemie, pandemic, パンデミックNext up hoarding of food and toilet paper followed. Why especially toilet paper became a precious thing, caused speculations. Behavioural scientists reported the reason is a safety need caused by helplessness. After all you can store toilet paper almost without a time limit. A stock is seen as a useful basic product investment.
After that there was a big run on staple food and those with a long durability. That is why noodles, bread and canned products all kind were amassed until supermarkets couldn’t handle the stocking up in time any more. Empty shelves were the result and customers came to the wrong conclusion: “Everything is sold out! If I don’t buy noodles tomorrow morning right after opening, I have to starve!” The panic buying increased.

In the media panic buying is adjudged egoistic and lacking in solidarity. Again and again people were assured that there definitely wouldn’t happen any food shortages and therefore hoarding would be inappropriate and mindless. Yet more and more people stocked up with larger amounts of food. I think that there were and are quite different reasons: On the one hand there are people who buy up 10 packages of toilet paper and half a shelf of noodles to povide themselves with things precautionally if food shortages will happen even so. After all in case of closing the borders import articles cannot reach Lebensmittelvorräte, food stocks, Deutschland, Germany, ドイツ, corona virus, コロナウイルス, covid-19, pandemie, pandemic, パンデミック, Gesellschaft, society, impactsGermany. If farmers have to less employees due to illness or a lack of harvest hands from abroad, also less food can be sold in the supermarkets and if more and more industrial branches, also in sectors of food processing, will break away, the situation could change soon.
Then there are people who feel constrained to join the panic buying because they are afraid to be left with nothing due to the behaviour of others.
And then there is the third category: People who are not afraid of food shortages but want to be well provided for staying at home without the need to go out for days or weeks to protect themselves.
All ways of behaviour are justified in any form – however we should try to get through this crisis together of course, also think of others and don’t make life difficult for each other.

About people’s ignorance, egoism and stupidity

The partial headline may sound a bit overbearing for one or two but I do have my own personal reasons to be mad at people who break the contactual constraint and distance rules and I think that especially these people should consider wether they could have own individual reasons that actually exclude this way of (mis-)behaviour.
The measures that were announced in Germany on March 16th for an indefinite period of time (and you could guess, they would follow several days before) also included the rules to stay in the closest family circle or with people of the same household only, to avoid gatherings of more than two people, to keep a distance of 1,50 meter to other persons and don’t undertake ventures or trips just for fun. In spite of that you could still see congested places, people tightly packed on their picnic blankets in the park, crowded shopping malls (even later when shops already had closed!!) and celebrating adolescents in the news. With statements like “I feel good. Why shouldn’t I enjoy this sunny day outside?” and “The curfew will be imposed soon. So we appreciate our liberty still this weekend” many, especially younger, people expressed their carefreeness to the television crews in short interviews and celebrated the last days before the announcement of the measures. The internet was already overflowed by corona jokes and belittlements of the virus as “little sister” of the influenza which would claim much more victims yearly – a statement that should be outdated by now.

Even after the announcement of the measures there were still many rule violations, pedestrians and policemen were terrified with spitting at and shouting “Haha, Corona!” and even elderly people couldn’t understand the seriousness of the situation for a long time. Quotation: “I already went through the war – what’s the worst that could happen?”.
When taking out the garbage I still see elderly people strolling along the street with an almost empty cloth shopping bag and I wonder if people who obviously belong to the risk group really should keep their daily routine walk to the supermarket to buy a roll and a glas of marmelade there…(?)

The economical aspect

Although the situation got better and the rules are followed more properly, there is new headwind now – namely from the economy side and this is of course not completely unjustified. Though the health of the population should rank first, also the economical aspect should not be forgotten. Many people lost their work, were dismissed, don’t receive orders or become insolvent. This is the same in Germany like everywhere else in the world. Many companies, shops and restaurants might not exist anymore after the corona crisis. The state tries to support especially small companies and shops with huge aid packages but there won’t be help for everyone. Understandably this causes anxiety. Not only among the big bosses of the economy but also for the single mother who will lose her job in the restaurant soon, for the hairdresser round the corner who had to close his shop now with seven employees and for the hotel owner at the North Sea who knows that at least until end of the year no more holidaymakers will come around. The longer everything stays closed, the more anxious people will get. It is not only about missing profits, but about existences.

Instead of paradisal leisure there is increasing boredom, arguments and domestic abuse

Happy is the (wo)man, who has the chance to work in home office. Who can still work, even while being at home and within in family circle. Because if there is just one good thing that the crisis comes along with, then it is the slow movement of our hectic daily life, that you finally have time for the family, time together with partner and children – or not?
Well, experts aren’t sure about it. First cases are confirming the gloom forecast: Domestic abuse against women and children increases.
Can you believe that? This is something, I absolutely cannot understand. Maybe I sound like an old woman when I say so, but what had happened with our society, if families that spend more time together than usual, are plunged into a crisis due to that fact? People seem to be not used any more to spend time with each other. Children are sent to daycare centers after a few years, maybe even to a childminder when being a few months old so that the parents can go to work again. You pass them to the facility early in the morning, hustle to work, maybe go to the supermarket in the lunch break, after workout to the gym, collect the children from the daycare center or school and place them in front of the TV. You don’t have a meal together anymore, everyone is doing his or her own thing.
And then suddenly corona happens. Father, mother and one to three children are sitting together in the apartment and getting on each other’s nerves… Imagine: The mother who had been working in the office before, can only do phone call from at home now. The rest of the time she has to look after the children who where at school before. She cannot meet up with her friends for a coffee, but has to cook with fresh ingredients everyday now since everybody thinks, she has enough time now and excuses for fastfood and oven-ready meals don’t count anymore. The father talks his way out with home office. His children are disturbing him while he is working. Furthermore he misses the fitness center after work and the soccer meet-up at the weekends. The little daughter doesn’t understand why she cannot go to the daycare center anymore and whines the whole day. Also the older sister wants so see her friends again. Soon the swimming pool season will be starting and after the first week she would even like to go to school again because this home schooling thing isn’t exactly brilliant. Only the son who is already going to secondary school could be glad about the situation. Eventually nobody complains anymore that he is playing schoot-’em-up PC games in his room the whole day. But without any resistance of his parents it is not that much fun any more and soon he will have reached the last level… All of them are more and more annoyed and one day the situation escalates. Like this?
And who is not arguing, is going stir-crazy because of boredom. Because nobody can keep him- or herself busy any more.
Bücherstapel, pile of books, what to do in corona times, Corona-Beschäftigung, against boredom, Deutschland, Germany, ドイツ, corona virus, コロナウイルス, covid-19, pandemie, pandemic, パンデミックOf course, to reconcile home office and childcare surely can be a challenge. But hey, it’s not for ever and this downtime could also offer so much positive things: Collective workouts, that everybody joins, cooking and eating together, crafting and creative games with the children, relaxing on the balcony, terrace or in the garden, finding new hobbies or do the things that you always skipped like working off the pile of unread books, sorting documents, build up the shelf, clear out a wardrobe,…
And well, we are not forced to be completely alone or with the family. Most people own a telephone, internet, a TV, a PC, a smartphone. You can call up friends, do video chatting, watch movies or the news, surf in social networks, play any games. All this is still existing so that you can stay in contact with friends, the world or just media.

But there is also hope

Despite everything it is getting better. The seriousness of the corona pandemic is more and more understood and thanks and respect for those who keep up the public life running in times of corona are increasing. Thanks and respect for: the doctors, nurses, care assistants, bus and train drivers, cashiers in supermarkets and drugstores, pharmacists, cleaning staff, garbage collection workers and the many many others who daily risk their own health to care for the rest of us. The care attendants’ slogan “We are there for you – please stay at home for us” got the pivotal plea in the anti-corona movement.
Hopefully respect and appreciation can also be found in the salary classification of those important occupational groups in the future – since especially people of the nursing profession are extremely underpaid at the moment, a status that has often been criticised and should be changed finally!
together against corona, zusammen gegen Corona, Deutschland, Germany, ドイツ, corona virus, コロナウイルス, covid-19, pandemie, pandemic, パンデミック, Gesellschaft, society, German peopleAnd the slogan seems to make an impact: People are closing ranks though keeping social distancing. There are many offers of help, also privately organised ones. The neighbourly help has increased. There are internet platforms, telephone hotlines and stuck on notes in building entrances, which impart services like f.e. grocery shoppings for people of the risk group. Strangers help strangers – just like that, voluntarily and often free of charge. You can support your favourite shops and restaurants by purchasing coupons or f.e. buy a virtual bratwurst (grilled sauage) on the website of your favourite sports club which you would have eaten during the next game which is cancelled now.
There are internet tips for lesiure activities at home, handicraft instructions, fitness classes, cooking recipes and much more.
Due to pleas of government, media, people in social networks, celebrities, starlets and influencers steadily a communal spirit is rising, a movement which everybody wants to be part of in any form. The fear to get “haters” because of one’s own bad, egoistic or non-social behaviour is causing something positive in this case: in fact to observe the rules, a social togetherness, the sacrifice of own needs with the certainty or hope that one day… one day or other normal life will be possible again.

How are you dealing with the crisis? Are you going stir-crazy or do you know how to spend time well? Are there similar measures in your countries or a completely different strategy – and how do you think about it?


Corona-Virus Pandemie – Wie sie das Leben der Deutschen beeinflusst

Tag 42 meiner ganz persönlichen Quarantäne im Homeoffice… Seit sechs Wochen gehe ich nur noch zum Müllhaus oder Briefkasten, ganz selten mal ein Spaziergang. Wenn ich von draußen komme, werden die Hände 20-30 Sekunden gründlich mit Seife gewaschen, abgetrocknet und mit einer Alkohollösung desinfiziert, Briefe und Pakete werden eingesprüht und ein paar Tage liegen gelassen. Einkäufe im Supermarkt oder in der Apotheke können online erledigt werden und die Sonne kommt bis auf den Balkon. 40 min Indoor Jogging sind ausbaufähig, aber weit mehr an Sport, als das, was ich vor Corona gemacht habe.
Natürlich habe ich auch selber zunehmend, sagen wir mal, Respekt, mich mit dem Virus zu infizieren. Schließlich kann COVID-19 auch bei Menschen unter 60 Jahren einen schwerwiegenden Verlauf nehmen. Die jüngste Deutsche, die daran verstorben ist, wenngleich mit Vorerkrankungen, war 28 Jahre alt. Viel mehr habe ich jedoch Angst, meine Liebsten in Gefahr zu bringen, wenn ich mich infizieren und als Überträger fungieren würde.
Ich denke jeder sollte wenigstens eine Person kennen, die über 60 Jahre alt ist, Asthma, COPD, Bluthochdruck, eine Herzerkrankung, Diabetes oder ein geschwächtes Immunsystem hat – eine junge Person, eine alte Person, Familie, Freunde, Nachbarn, Bekannte, Kollegen. Jeder sollte wenigstens einen guten Grund haben, die Abstandsregeln im öffentlichen Raum einzuhalten, soziale Kontakte auf ein Minimum zu beschränken und möglichst wenig aus dem Haus zu gehen.
Im letzten Artikel habe ich euch über die Maßnahmen berichtet, die in Deutschland als Vorsichts- und Gegenmaßnahmen gegen eine Ausbreitung des Corona-Virus getroffen wurden. Heute soll es darum gehen, wie die deutsche Bevölkerung über Corona denkt.

Erst Gleichgültigkeit, dann Hamsterkäufe

Am Anfang war es, wie eigentlich in allen Ländern: Man hörte über irgendeine mysteriöse Lungenkrankheit in China. Das war erschreckend, aber weit weit weg. Dann wurden weitere Fälle bekannt und langsam ahnten die Menschen, dass das Virus sich ausbereiten würde. Obwohl für die meisten der Alltag normal weiterging, fingen die ersten, teils aus Hysterie, teils aus Vorsorge, mit den sogenannten “Hamsterkäufen” an. Als erstes wurden sämtliche Desinfektionsmittel und Atemschutzmasken aufgekauft. Auch heute noch muss man großes Glück haben, in Supermarkt und Drogerie noch ein Desinfektionsmittel finden zu können. Masken in Apotheken soll es gar nicht mehr geben bzw. gibt es hier inzwischen eine Regelung, zumindest die wertvollen FFP2- und FFP3-Masken, also die einzigen, die das Virus bei korrektem Maskeneinsatz wirkungsvoll abwehren können, dem Krankenhaus- und Pflegepersonal zu überlassen, die sie schließlich am dringendsten benötigen. Doch selbst die einfachen Papier- oder Stoffmasken, die in keiner Weise vor dem Virus schützen, sind längst Mangelware. Daher gibt es jetzt viele Anleitungen im Internet, um sich Stoffmasken selber zu nähen. Immerhin schützen sie nicht den Maskenträger selbst, dafür aber bedingt andere, da Tröpfchen beim Husten, Niesen oder einfachem Atmen in der Maske zurückgehalten werden.
Als Nächstes breitete sich das Hamstern von Lebensmitteln und Toilettenpapier aus. Warum es ausgerechnet Toilettenpapier war, sorgte für viel Spekulationen. Verhaltensforscher teilten mit, dass es aus einem Sicherheitsbedürfnis, ausgelöst von Hilflosigkeit, hervorging. Toilettenpapier kann man immerhin auch nahezu zeitlich unbegrenzt lagern. Ein Vorrat wird als sinnvolle Investition in ein wichtiges Basis-Produkt angesehen.
Es folgte der Run auf Grundnahrungsmittel und solche mit langer Haltbarkeit. So wurden vor allem Nudeln, Brot und Konserven aller Art angehäuft, dass die Supermärkte mit dem Nachpacken der Ware nicht mehr hinterher kamen. Leere Regale waren die Folge und die Kunden zogen die falschen Schlüsse: “Alles ausverkauft! Wenn ich morgen keine Nudeln bei Ladeneröffnung kaufe, muss ich verhungern!” Die Hamsterkäufe steigerten sich.
In den Medien wird das Hamstern meist als egoistisch und unsolidarisch verurteilt. Immer wieder wurde den Menschen versichert, dass es in keinem Fall zu Nahrungsmittelengpässen kommen würde und das Hamstern daher auch unangebracht und sinnfrei wäre. Trotzdem deckten sich immer mehr Menschen in größerem Ausmaß mit Nahrungsmitteln ein. Ich denke, das es dafür durchaus verschiedene Gründe gab und gibt: Zum einen gibt es natürlich die Leute, die 10 Packungen Klopapier und ein halbes Nudelregal leerkaufen, um sich mit allem vorsorglich einzudecken, falls es doch zu Versorgungsengpässen kommen könnte. Schließlich kann Importware bei Abschottung der Grenzen nicht mehr ins Inland kommen. Wenn den Landwirten krankheitsbedingt oder durch mangelnde Erntehelfer aus dem Ausland die Mitarbeiter ausgehen, kommen ebenfalls weniger Lebensmittel in die Supermärkte und wenn immer mehr Industriezweige, auch der Lebensmittelverarbeitung, wegbrechen, könnte die Lage sich schnell ändern.
Dann gibt es die Leute, die sich gezwungen fühlen, bei den Hamsterkäufen mitzumachen, weil sie einfach Angst haben, durch das Verhalten der anderen sonst nichts mehr abzubekommen.
Und schließlich gibt es die dritte Kategorie: Solche Menschen, die keine Angst vor Nahrungsmittelengpässen haben, aber einfach so versorgt sein möchten, dass sie tage- oder wochenlang nicht mehr vor die Tür müssen, um sich ausreichend schützen zu können.
Alle Verhaltensweisen sind in irgendeiner Form begründet und doch sollten wir natürlich versuchen, gemeinsam durch diese Krise zu kommen, auch an andere zu denken und uns nicht gegenseitig das Leben schwer zu machen.

Von Ignoranz, Egoismus und Dummheit der Leute

Die Teilüberschrift klingt vielleicht für den ein oder anderen ein wenig überheblich, aber ich habe meine ganz persönlichen Gründe, auf die Menschen wütend zu sein, die sich nicht an Kontaktbeschränkungen und Abstandsregelungen halten und ich finde, gerade diese Leute sollten sich überlegen, ob sie nicht selber individuelle Gründe haben, die ihrem eigenen (Fehl-)Verhalten entgegenstehen.
Unter den Maßnahmen, die in Deutschland seit Verkündung am 16.03. bis auf unbestimmte Zeit gelten und die sich viele Tage vorher bereits ankündigten, heißt es unter anderem, man solle nur noch im engsten Familienverbund oder mit Personen des gleichen Haushaltes unterwegs sein, Menschenansammlungen über 2 Personen vermeiden, mindestens 1,50 Meter Abstand zu anderen Menschen halten und keine Unternehmungen zu Vergnügungszwecken durchführen. Trotzdem sah man in den Nachrichten lange Zeit weiterhin überfüllte Plätze, Menschen dicht an dicht auf ihren Picknickdecken im Park, volle Einkaufspassagen (sogar später bei geschlossenen Geschäften!!) und feiernde Jugendliche. Mit Aussagen wie “Ich fühle mich gut. Wieso soll ich diesen sonnigen Tag nicht draußen genießen?” und “Die Ausgangssperre kommt sicherlich bald. Also wollen wir unsere Freiheit dieses Wochenende noch nutzen” teilten viele, vor allem jüngere Leute ihre Unbesorgtheit den Fernsehteams im Kurz-Interview mit und feierten die letzten Tage vor Verkündung der Maßnahmen. Das Internet war längst überflutet von Corona-Witzen und Verharmlosungen des Virus als kleine Schwester der Grippe, die doch viel mehr Opfer jährlich fordern würde – eine Aussage, die inzwischen wohl überholt sein dürfte.
Auch nach Bekanntgabe der Maßnahmen gab es noch viele Regelverstöße, Passanten und Polizisten mussten sich mit “Haha, Corona!” bespucken lassen und auch ältere Leute konnten die Ernsthaftigkeit der Lage lange Zeit nicht wirklich erfassen. Zitat: “Ich hab’ schon den Krieg miterlebt – was soll da schon noch kommen?”.
Auch jetzt sehe ich auf dem Weg zum Müllhaus noch ältere Leute, die mit einem fast leeren Einkaufsbeutel die Straße entlangbummeln und frage mich, ob Menschen, die offensichtlich der Risikogruppe angehören, wirklich noch ihren täglichen Spaziergang zum Supermarkt tätigen sollten, um sich ein Brötchen und ein Glas Marmelade dort zu holen…(?)

Der wirtschaftliche Aspekt

Obwohl sich die Lage etwas entspannt hat und die Regeln inzwischen besser befolgt werden, gibt es nun neuen Gegenwind – und zwar vonseiten der Wirtschaft und das natürlich nicht vollkommen unberechtigt. Obwohl die Gesundheit der Bevölkerung an erster Stelle stehen sollte, darf man den wirtschaftlichen Aspekt natürlich nicht vergessen. Viele Leute haben ihre Arbeit verloren, wurden entlassen, haben keine Aufträge oder müssen Insolvenz anmelden. Das ist in Deutschland nicht anders wie im Rest der Welt. Viele Firmen, Betriebe, Geschäfte und Restaurants wird es nach der Corona-Krise vielleicht nicht mehr geben. Der Staat versucht mit großen Hilfspaketen vor allem kleine Firmen und Geschäfte zu unterstützen, aber alle werden es nicht schaffen können. Das löst verständlichtoerweise Ängste aus. Nicht nur bei den großen Köpfen der Wirtschaft, sondern auch bei der alleinerziehenden Mutter, die bald ihren Job im Restaurant verliert, beim Friseurmeister um die Ecke, der nun schließen musste und sieben Angestellte hat und dem Hotelbesitzer an der Nordsee, der weiß, dass mindestens dieses Jahr keine Urlauber mehr kommen werden. Je länger alles geschlossen bleibt, desto unruhiger werden die Leute. Es geht nicht nur um ausbleibende Gewinne, sondern um Existenzen.

Statt paradiesischer Freizeit gibt es vermehrt Langeweile, Streit und häusliche Gewalt

Wohl dem, der da noch im Homeoffice arbeiten kann. Der immer noch arbeiten kann, das sogar von Zuhause aus und im Kreise der lieben Familie. Denn wenn die Krise eine einzige gute Sache hat, dann ist es doch die Entschleunigung unseres hektischen Alltagslebens, dass man endlich mal Zeit für die Familie hat, gemeinsame Zeit mit Partner und Kindern – oder?
Experten sind sich da allerdings nicht so sicher. Erste Zahlen bestätigen schon die düstere Prognose: Die häusliche Gewalt gegen Frauen und Kinder nimmt zu.
Ist das noch zu fassen? Das ist etwas, was ich absolut nicht verstehen kann. Ich höre mich vielleicht an, wie eine alte Frau, wenn ich das sage, aber was ist nur mit unserer Gesellschaft passiert, wenn Familien, die mehr Zeit als üblich miteinander verbringen, genau aus diesem Grund in eine Krise geraten? Die Menschen scheinen es gar nicht mehr gewohnt zu sein, Zeit miteinander zu verbringen. Die Kinder kommen mit ein paar Jahren in die Kita, vielleicht auch schon mit ein paar Monaten zu einer Tagesmutter, damit beide Eltern wieder arbeiten gehen können. Man gibt sie morgens früh ab, hetzt zur Arbeit, in der Mittagspause geht es vielleicht zum Einkaufen, nach Feierabend zum Sport, man holt die Kinder von Kita oder Schule ab, dann setzt man sie vorm Fernseher ab. Es wird nicht mehr zusammen gegessen, jeder macht sein eigenes Ding.
Und plötzlich kommt Corona. Vater, Mutter und ein bis drei Kinder sitzen zusammen in der Wohnung fest und gehen sich jetzt auf den Keks… Man stelle sich vor: Die Mutter, die zuvor im Büro gearbeitet hat, kann jetzt nur noch Telefonate von zuhause erledigen. Sonst muss sie sich um die Kinder kümmern, die vorher in der Schule waren. Sie kann sich nicht mit ihren Freundinnen zum Kaffeeklatsch treffen, muss jetzt jeden Tag frisch kochen, weil alle meinen, dass sie jetzt so viel Zeit dazu hat und es gibt keine Ausreden mehr für Fastfood und Fertigessen. Der Vater redet sich mit Homeoffice heraus. Seine drei Kinder stören ihn dabei. Außerdem fehlt ihm das Fitnesscenter nach der Arbeit und der Fußball-Treff am Wochenende. Die kleine Tochter versteht nicht, wieso sie nicht mehr in die Kita darf und quengelt den ganzen Tag herum. Auch die ältere Tochter will endlich ihre Freunde wiedersehen. Bald beginnt die Schwimmbad-Saison und nach der ersten Woche hätte sie sogar gern die Schule zurück, weil dieses Homeschooling irgendwie auch nicht das Wahre ist. Nur dem Sohn, der schon auf die Oberschule geht, könnte die Situation eigentlich gefallen. Endlich hat keiner etwas dagegen, wenn er den ganzen Tag in seinem Zimmer Ballerspiele spielt. Aber so ganz ohne Gegenwehr der Eltern macht es dann doch keinen Spaß und er hat auch bald das letzte Level erreicht… Alle sind zunehmend gereizt und irgendwann eskaliert es dann. So in etwa?
Und wer sich nicht streitet, dem fällt vor Langeweile die Decke auf den Kopf. Weil sich auch keiner mehr alleine mit sich beschäftigen kann.
Klar, Homeoffice und Kinderbetreuung unter einen Hut zu bekommen, kann sicherlich eine Herausforderung sein. Aber es ist ja nicht für immer und diese Auszeit könnte doch auch soviel Positives mit sich bringen: Gemeinsame Workouts, bei denen alle mitmachen, gemeinsames Kochen und Essen, Basteln und kreative Spiele mit den Kindern, entspannen auf Balkon, Terrasse und Garten, neue Hobbies finden oder ewig Liegengebliebenes erledigen, z.B. den Bücherstapel abarbeiten, Belege sortieren, das Regal zusammenbauen, den Kleiderschrank ausmisten,…
Und wir sind ja auch gar nicht dazu verdonnert, NUR alleine oder mit der Familie zu sein. Die meisten Menschen haben Telefon, Internet, einen Fernseher, einen PC, ein Smartphone. Man kann Freunde anrufen, mit ihnen per Video chatten, Nachrichten und Filme schauen, in sozialen Netzwerken surfen, Spiele spielen. All das gibt es ja auch noch, um mit Freunden, der Welt oder einfach Medien in Kontakt zu bleiben.

Doch es gibt auch Hoffnung

Trotz allem ist es besser geworden. Die Ernsthaftigkeit dieser Corona-Pandemie wird mehr und mehr verstanden, es steigen Dank und Respekt denen gegenüber, die das öffentliche Leben trotz Corona irgendwie am Laufen halten: den Ärzten, Krankenschwestern, Pflegern, Bus- und Bahnfahrern, Kassierern in Supermärkten und Drogerien, Apothekern, dem Reinigungspersonal, den Angestellten der Müllabfuhr und vielen vielen anderen, die täglich ihre eigene Gesundheit riskieren um für uns andere zu sorgen. Der Slogan des Pflegepersonals “Wir sind für euch da – bitte bleibt ihr für uns zuhause” wurde zum zentralen Appell der Anti-Corona-Bewegung. Hoffentlich können sich Respekt und Anerkennung auch zukünftig in der Gehaltsgestaltung dieser wichtigen Berufsgruppen wiederfinden – werden doch gerade Menschen im Pflegebereich derzeit deutlich unterbezahlt, ein Zustand, der schon oft bemängelt und endlich geändert werden sollte!
Und der Slogan scheint Wirkung zu zeigen: Die Menschen rücken enger zusammen trotz räumlicher Distanz. Es gibt viele Hilfsangebote, auch von privater Seite organisiert. Die Nachbarschaftshilfe ist gestiegen. Es gibt Internetplattformen, Telefon-Hotlines und angeklebte Zettel in Hauseingängen, die Dienstleistungen wie z.B. Einkäufe für Leute aus der Risikogruppe vermitteln. Fremde helfen Fremden – einfach so, freiwillig und vielfach kostenlos. Man kann seine Lieblingsgeschäfte und -restaurants mit dem Kauf von Gutschein-Karten unterstützen oder beispielsweise auf der Internetseite seines Lieblingssportvereins eine virtuelle Bratwurst kaufen, die man beim nächsten Spiel, das nun ausfällt, gegessen hätte.
Es gibt Internet-Tipps zur Freizeitgestaltung zuhause, Bastelanleitungen, Fitnesskurse, Kochrezepte und vieles mehr.
Durch Appelle der Regierung, der Medien, der Menschen in den Netzwerken, Stars, Sternchen und Influencern entsteht langsam ein Zusammengehörigkeitsgefühl, eine Bewegung, zu der jeder in irgendeiner Form dazugehören möchte. Die Angst, sich durch schlechtes, egoistitsches oder unsoziales Verhalten, “Hater” zuzulegen, bewirkt in diesem Fall etwas Positives: nämlich das Einhalten der Regeln, ein solidarisches Miteinander, den Verzicht auf eigene Bedürfnisse mit der Gewissheit oder Hoffnung, dass irgendwann… irgendwann ein normales Leben wieder möglich sein wird.

Wie geht ihr mit der Krise um? Fällt euch die Decke auf den Kopf oder wisst ihr die Zeit sinnvoll zu nutzen? Gibt es in euren Ländern ähnliche Maßnahmen oder eine ganz andere Strategie – und wie steht ihr dazu?

Corona virus pandemic – the measures in Germany ☆ Corona-Virus Pandemie – die Maßnahmen in Deutschland

Corona Virus 01

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End of 2019, beginning of 2020, I was looking forward to an eventful year. I was sick of winter season with its bad weather, longing for spring and awaiting numerous ventures and highlights of the year in the first half-year. I was looking forward to cherry blossom festivals, Easter, a concert, the carnival of cultures and other events as well as to my long Japan holiday – then disasters happened all in a row, aggravated by corona!

Unfortunately no April fool hoax

While one thing is private matters, the other one is something that meanwhile concerns almost everyone in the whole wide world. Within only a few weeks a little virus somewhere in China evolved to the biggest challenge of the 21st century, a pandemic of epic or historical proportions – and all of us in the thick of it unfortunately.
The entire world and the life of every single person have changed beyond recognition: Empty streets and squares, closed shops and incessantly the same topic in the news – the corona virus has spreaded out in almost every country on earth. At places where only less people are infected it is just a question of time, other countries have already declared a state of emergency, healthcare systems are reaching their limits.

corona crisis on TV - Anne Will 03bElderly people (often pointed out as 60+) and those with pre-existing illnesses (f.e. lung or heart diseases or a weak immune system) are especially endangered since a covid-19 infection can have a very serious up to life-threatening disease process in those cases. But the corona virus can be also dangerous for all other age groups, also for young people and f.e. smokers. Furthermore everyone with and without symptoms can be a vector of the virus, but I don’t tell you anything new, right…? You already know for sure. Therefore I don’t want to tell you a long story about the dissemination of the corona virus like it has been reported elsewhere in media.
Instead I would like the interested readers from other countries to get an idea of the situation in Germany, which measures are implemented at the moment and how daily life looks like right now. My second corona post which is following here soon, will be about the measures’ effect on people and how every single person deals with the corona virus.

The situation in Germany

Like also in other countries before the reaction of the German government turned out quite hesitant. Obviously there was a huge fear to restrict the liberty and civil rights of people, to antagonize the population and cause harm to the economy. According to the opinion of renowned virologists one might have come to grips with the crisis at the beginning with a fast and radical reaction. But the more time past, the clearer it got: A fast extermination of the corona virus meanwhile seems iRobert-Koch-Institut Berlin.jpgllusory. According to the Robert Koch Institute in Berlin the current amount of infected people is 67.366 (effective April 1st 2020), including 5.453 new infections compared to the day before. Per 100.000 inhabitants this means 81 cases. 732 people died in total. Solely in my hometown Berlin there are 2.754 infected people and 16 cases of death. With an amount of almost 3,8 million inhabitants in mind this might sound terrible though not extremely dramatic but the number of cases is increasing too fast in too short time intervals. The number of infected people doubles approximately every 6 days.
According to virologists there can only be the single aim to slow down the doubling rate to every 10 days to gain time. A too fast rising of infections and therefore too many most serious cases at the same time (which probably need an artificial ventilation) could definitely overcharge the health system which is generally well positioned in Germany.

After some chaotical days during those the federal states in Germany partly made their own arrangements, more and more wishes and claims for a standardization in whole Germany came up. In a speech to the population on March 16th 2020 the German Federal Chancellor Angela Merkel announced the first measures, which were decided unitarily after discussions for all federal states of Germany. Approximately one week later more regulations were added. There are still regional variations due to different requirements of the local situations.

Generally the following measures are implemented in Germany right now:

– Schools and kindergartens were closed (since children who often show less or no symptoms at all can have a big effect on the dissemination of the corona virus). Parents of system-relevant professions (f.e. police, fire department, health and caring system, food supply, public infrastructure including local transport) can apply for an emergency supervision.
– All kinds of events (festivals, fairs, exhibitions, concerts, performances, sports events,…) were cancelled.
– Pubs, bars and clubs were closed.
– Shops and public as well as private institutions like swimming pools, cinemas, theatres, libraries and fitness studios were closed, also service icorona crisis on TV - Anne Will 07.jpgndustries in the domain of body care like hairstylists, cosmetic studios, massage practices or tattoo studios since a physical closeness is necessary here.
– Shops that can stay open are mainly food stores, banks, pharmacies, drugstores, petrol stations.
– Restaurants wer allowed to open until 06:00 p.m. at first, but meanwhile everything had to close, only take-away and delivery service is still permitted.
– Playgrounds were closed (also caution tape is used).
– Public transport (busses and trains) was limited but is still available.
– Flights abroad were almost totally cancelled, domestic ones are limited. Generally there should not be trips or flights for holiday or amusement. Tourism, also domestic one, is prohibited or respectively undesired. In some cases the government still organizes flights back to Germany for the last tourists abroad at great efforts and costs.
– For all establishments which are still operating, especially those with public business, special hygiene regulations must be kept to protect staff and customers.
– For hospitals, nursing facilities and retirement homes there is a strict ban on visitors (exceptions on limited scale are made only for especially serious cases or children under 16 years. In some hospitals even fathers are not allowed to join their children’s birth.)
– A ban on public assembly was decided: People should not gather for private parties or stay in groups in parks or other public places. Instead they should do only necessary things outside like going to work (in case), to the supermarket, to doctor or to help old people or those with diseases. Furthermore a walk in the fresh air or sporting activity is allowed. To sit down in the park f.e. is prohibited. Everyone should basically stay at home. A general curfew was avoided so far.
– Meanwhile there is a social interacting ban: The social contacts should be limited to the (small) family and roommates. Two Persons at the maximum should be together outside to break the chain of infections.
– A minimum distance of 1,5 metres (better 2 metres) should be kept between people – on the streets as well as in supermarkets.
– Families should keep in mind that children and grandparents should rather stay away from each other since elderly people and those which pre-existing illnesses are said to belong to the risk group as mentioned before.

TV - Krankenhausbau.jpgA new corona hospital in Berlin

To avoid conditions like in especially hard hit Italy and Spain, where doctors have to decide which persons can get a ventilator machine and which cannot, Germany tries to prevent: Berlin is planning an additional corona hospital for 1.000 patients. Therefore part of the fairground will be transformed. Also the amount of intensive care beds and ventilation facilities should be distincly extended in all German federate states.

Additional arrangements

Furthermore the are many customized precautionary measures concerning corona. Many grocery stores f.e. equipped their checkout area with acrylic glass walls to protect their staff, money is exchanged via plastic bowl between customers and staff to avoid direct hand contact and there are marks on the floor as reminders for the distance comliances to other people. Some supermarkets and drugstores already apployed private security companies to ensure that the new behavior rules like to keep distance or that only a maximum of f.e. 10 or 20 customers in the shop at the same time are followed all the time.
Taxi drivers help themselves with transparent folia which is stretched between the driver’s seat and back seats. Customers should refrain from taking the front door. That practice is also used for busses. Signs at the doors point it out since also here a direct contact to the driver should be avoided. Therefore you need a ticket in advance if you don’t own a monthly pass; to pay when entering the bus is not possible anymore.
Many drivers and staff in supermarkets, drugstores and pharmacies are wearing disposable gloves or face masks. Who was still able to get it, uses desinfection spray or another alcoholic solution. All others are washing hands, washing hands, washing hands. Ideally for 20 seconds (that is the time of singing “Happy Birthday” twice!) and using much soap.

With all these measures we can only try to somehow come to grips with the virus. For now the regulations are valid until April 20th 2020. If they will be extended or partly relaxed nobody knows at the moment. I think, we will have to adjust ourselves to a changed life with many restrictions for still a long time.


Corona-Virus Pandemie – Die Maßnahmen in Deutschland

Ende 2019, Anfang 2020 freute ich mich auf ein ereignisreiches Jahr. Ich hatte den Winter mit seinem schlechten Wetter satt, sehnte mir den Frühling herbei und blickte auf zahlreiche Unternehmungen und Jahreshighlights im ersten Halbjahr. Ich freute mich auf die Kirschblütenfeste, Ostern, ein Konzert, den Karneval der Kulturen und weitere Veranstaltungen sowie auf meinen langen Japan-Urlaub – dann kam eine Katastrophe nach der anderen und zu allem Überfluss Corona!

Leider kein Aprilscherz

Während das eine privater Natur ist, ist das andere etwas, das inzwischen fast jeden Menschen auf der ganzen Welt etwas angeht. Innerhalb weniger Wochen ist aus einem kleinen Virus irgendwo in China die größte Herausforderung des 21. Jahrhunderts geworden, eine Pandemie epischen oder historischen Ausmaßes – und wir alle leider mittendrin.
Die ganze Welt und das Leben jedes einzelnen sind nicht wiederzuerkennen: Leere Straßen und Plätze, geschlossene Läden und ständig das eine Thema in den Nachrichten – das Corona-Virus hat sich inzwischen fast in jedem Land der Erde ausgebreitet. Dort, wo bisher nur wenige infiziert sind, ist es nur eine Frage der Zeit, andere Länder haben längst den Notstand ausgerufen, Gesundheitssysteme kommen an ihre Grenzen.

Vor allem ältere Menschen (meist ist die Angabe 60+) und solche mit Vorerkrankungen (z.B. einer Lungen- / Herzkreislauferkrankung oder einem geschwächtem Immunsystem) sind besonders gefährdet, da eine Covid-19-Erkrankung hier einen schwereren bis lebensbedrohlichen Verlauf nehmen kann. Das Corona-Virus kann aber auch für alle anderen Altersgruppen gefährlich werden, auch für jüngere Menschen und z.B. Raucher. Außerdem kann jeder mit und ohne Symptomen Überträger des Virus sein, aber wem erzähle ich das… Ihr seid natürlich alle längst informiert. Daher möchte ich hier auch gar nicht lang und breit über die Verbreitungsgeschichte des Corona-Virus berichten, wie es bereits überall in den Medien geschieht.
Stattdessen möchte ich vor allem den interessierten Lesern aus anderen Ländern einen kleinen Einblick geben, wie sich die Situation in Deutschland gestaltet, welche Maßnahmen zurzeit umgesetzt werden und wie das alltägliche Leben hier im Augenblick aussieht. In meinem zweiten Corona-Artikel, der hier demnächst folgt, geht es dann darum, wie sich die Maßnahmen auf die Menschen auswirken und wie jeder einzelne gerade mit dem Corona-Virus umgeht.

Die Lage in Deutschland

Wie auch in anderen Ländern zuvor fiel die Reaktion der Regierung in Deutschland zunächst zögerlich aus. Zu groß war offenbar die Angst, die Freiheit und Grundrechte der Menschen zu beschränken, die Bevölkerung gegen sich aufzubringen und die Wirtschaft zu schädigen. Laut Meinung von renommierten Virologen hätte man mit einer schnellen radikalen Reaktion die Krise in ihren Anfängen vielleicht in den Griff bekommen können. Je mehr Zeit verging, desto klarer wurde jedoch: Ein schnelles Ausrotten des Corona-Virus ist inzwischen illusorisch. Aktuell (Stand: 01.04.2020) beträgt die Anzahl der Infizierten laut Auskunft des Robert-Koch-Instituts in Berlin 67.366, darunter 5.453 Neuerkrankungen zum Vortag. Je 100.000 Einwohner sind das 81 Fälle. Insgesamt sind 732 Tote zu verzeichnen. Allein in meiner Heimatstadt Berlin gibt es 2.754 Infizierte und 16 Todesfälle. Das mag bei einer Einwohnerzahl von knapp 3,8 Millionen schlimm, aber noch nicht übermäßig hoch klingen, doch die Zahl der Fälle steigt einfach in zu kurzer Zeit zu stark an. Die Infektionszahlen verdoppeln sich aktuell etwa alle 6 Tage.
Einziges Ziel kann es laut Virologen daher nur sein, die Infektionsrate auf eine Verdopplung alle 10 Tage zu verlangsamen, um wichtige Zeit zu gewinnen. Ein zu schneller Anstieg an Infektionen und somit zuviel schwerster Erkrankungen zeitgleich (die beispielsweise eine künstliche Beatmung erfordern) könnte das Gesundheitssystem, das in Deutschland im Allgemeinen ganz gut aufgestellt ist, durchaus überfordern.

Nach einigen chaotischen Tagen, in denen die einzelnen Bundesländer in Deutschland teilweise ihre eigenen Regelungen trafen, wurden immer mehr Wünsche und Forderungen nach einer Vereinheitlichung für das ganze Land laut. In einer Ansprache an die Bevölkerung verkündete die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel daher am 16.03.2020 die ersten Maßnahmen, die nach Gesprächen einheitlich für alle Bundesländer Deutschlands beschlossen wurden. Etwa eine Woche später wurden sie um weitere Regelungen ergänzt. Weiterhin gibt es regionale Abweichungen aufgrund unterschiedlicher Anforderungen der Situationen vor Ort.

Im Prinzip werden in Deutschland momentan folgende Maßnahmen umgesetzt:

– Schulen und Kindergärten wurden geschlossen (da Kinder, die oft kaum oder keine Symptome zeigen, einen großen Einfluss auf die Verbreitung des Corona-Virus haben). Für Eltern aus systemrelevanten Berufen (z.B. aus den Bereichen Polizei, Feuerwehr, Gesundheit und Pflege, Lebensmittelversorgung, öffentliche Infrastruktur inklusive Nahverkehr) kann eine Notbetreuung beantragt werden.
– Jegliche Veranstaltungen (Feste, Messen, Ausstellungen, Konzerte, Aufführungen, Sportveranstaltungen,…) wurden abgesagt.
– Kneipen, Bars und Clubs wurden geschlossen.
– Geschäfte und öffentliche sowie private Einrichtungen wie Schwimmbäder, Kinos, Theater, Bibliotheken und Fitnessstudios wurden geschlossen, ebenso Dienstleistungsbetriebe im Bereich der Körperpflege wie Friseure, Kosmetikstudios, Massagepraxen oder Tattoo-Studios, da hier eine körperliche Nähe unabdingbar wäre.
– Geöffnet haben dürfen hauptsächlich nur noch Lebensmittelgeschäfte, Banken, Apotheken, Drogerien, Tankstellen.
– Restaurants durften erst nur noch bis 18:00 Uhr geöffnet haben, inzwischen sind alle geschlossen, erlaubt sind lediglich Take-Away-Angebote und Lieferservice.
– Spielplätze wurden geschlossen (auch Absperrband wird hierfür genutzt).
– Der öffentliche Nahverkehr (Bus und Bahn) wurde eingeschränkt, ist jedoch weiterhin verfügbar.
– Flüge ins Ausland wurden fast gänzlich gestrichen, im Inland sind sie eingeschränkt. Generell soll es keine Urlaubs- und Vergnügungsfahrten und -flüge geben. Der Tourismus, auch im eigenen Land, wurde untersagt bzw. ist nicht erwünscht. Teilweise werden noch von der Regierung Rückflüge der letzten Touristen aus dem Ausland nach Deutschland unter großen Anstrengungen und Kosten organisiert.
– In allen Betrieben, die noch am Laufen gehalten werden müssen, insbesondere solchen mit Publikumsverkehr, sind besondere Hygienevorschriften einzuhalten, um Mitarbeiter und Besucher zu schützen
– Für Krankenhäuser, Pflegeeinrichtungen und Altenheime gibt es inzwischen ein generelles Besuchsverbot (Ausnahmen gibt es in limitierter Form nur bei Schwersterkrankten und Kindern unter 16 Jahren. In vielen Krankenhäusern dürfen nicht einmal die Väter bei der Geburt ihres Kindes anwesend sein.)
– Es wurde ein Versammlungsverbot erlassen: Es soll keine Menschenansammlungen zu privaten Parties, Gruppen in Parks oder auf Plätzen geben. Die Menschen sollen nur das Nötigste draußen erledigen wie ggf. den Weg zur Arbeit, den Gang zum Supermarkt, zum Arzt oder um Alten oder Kranken zu helfen. Außerdem ist ein Spaziergang an der Luft sowie sportliche Betätigung erlaubt. Das Niederlassen in Parks ist zum Beispiel nicht gestattet. Hauptsächlich soll sich jeder zuhause aufhalten. Eine generelle Ausgangssperre wurde bisher vermieden.
– Inzwischen gibt es auch eine Kontaktsperre: Der soziale Kontakt soll sich auf Familie und Mitbewohner beschränken. Maximal 2 Personen sollen draußen zusammen unterwegs sein, um Infektionsketten zu unterbrechen.
– Es soll ein Mindestabstand von 1,5 Metern (besser 2 Metern) zwischen Menschen eingehalten werden. Dies gilt auf der Straße genauso wie in Supermärkten.
– Bei Familien ist zu beachten, dass sich vor allem Kinder und Großeltern am besten von einander fernhalten sollten, da ältere Menschen sowie Personen mit Vorerkrankungen wie erwähnt der sogenannten Risikogruppe angehören.

Ein neues Corona-Krankenhaus in Berlin

Um Zustände wie im besonders betroffenen Italien und Spanien zu vermeiden, wo Ärzte entscheiden müssen, welche Personen Beatmungsgeräte bekommen und welchen sie verwehrt werden, versucht man vorzubeugen: So plant Berlin ein zusätzliches Corona-Krankenhaus für 1.000 Patienten. Hierfür wird ein Teil des Messegeländes umgerüstet. Ebenso soll die Anzahl der Intensivbetten und Beatmungsmöglichkeiten in allen Bundesländern deutlich ausgebaut werden.

Weitere Maßnahmen

Außerdem gibt es viele individuelle Vorsorgemaßnahmen im Bezug auf Corona. So haben viele Supermärkte Plexiglaswände um den Kassenbereich herum angebracht, um die Mitarbeiter zu schützen, Geld wird teilweise mittels einer Schale zwischen Kunden und Mitarbeitern ausgetauscht, um direkten Handkontakt zu vermeiden und überall am Boden sind Linien zur Erinnerung an die Abstandseinhaltung zu anderen Personen aufgeklebt. Manche Supermärkte und Drogerien haben sogar private Sicherheitsdienste eingestellt, die darauf achten sollen, dass die neuen Verhaltensregeln wie Abstand halten oder eine maximale Anzahl von bespielsweise 10 oder 20 Kunden zur gleichen Zeit im Laden, eingehalten werden.
Taxifahrer behelfen sich mit durchsichtiger Plastikfolie, die sie zwischen Fahrersitz und Rücksitze spannen. Fahrgäste steigen nur noch hinten ein. Das ist auch bei Bussen so. Schilder an den Türen weisen darauf hin, denn auch hier soll ein Kontakt zum Fahrer vermieden werden. Daher benötigt man ein Ticket im Voraus, wenn man keine Monatskarte besitzt, denn auch eine Bezahlung beim Einsteigen ist nicht mehr möglich.
Viele Fahrer und Mitarbeiter in Supermärkten, Drogerien und Apotheken tragen auch Einmalhandschuhe oder Mundschutzmasken. Wer noch welches bekommen konnte, benutzt Desinfektionsspray oder eine andere Alkohollösung. Alle anderen waschen Hände, waschen Hände, waschen Hände. Idealerweise 20 Sekunden lang mit viel Seife (das ist so lang wie zweimal “Happy Birthday” gesungen).

Mit all diesen Maßnahmen können wir nur versuchen, das Virus irgendwie in den Griff zu bekommen. Erst einmal gelten die Bestimmungen bis zum 20.04.2020. Ob sie dann verlängert oder teilweise gelockert werden, kann im Augenblick jedoch noch keiner sagen. Ich denke, dass wir uns noch lange auf ein verändertes Leben mit vielen Einschränkungen einstellen müssen.

Japanische Toiletten – Über Hocktoiletten und Hightech-Washlets ☆ Japanese toilets – about squat toilets and hightech washlets

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Ihr habt die Überschrift gelesen und fragt euch, wie es dazu kommen konnte? Ob mir jetzt endgültig die Themen ausgehen, dass ich schon über Ausscheidungen schreiben muss?
😀 XD 😀 Ehrlich gesagt, ist es ein sehr interessantes Thema und obwohl wahrscheinlich schon jeder Japan-Blog und jeder Japan-Ratgeber, jeder Urlauber und Austauschstudent darüber berichtet hat,… gönnt mir doch die Freude, euch auch noch einmal von der Vielfalt der japanischen Toiletten zu erzählen. 😉

Der Begriff “Japanische Toiletten” erzeugt wahrscheinlich verschiedene Bilder in den Köpfen nichtjapanischer Leser. Die einen denken an hochmoderne Hightech-Geräte, die anderen eher an das sprichwörtliche Loch im Boden.
Und beides ist richtig! Das eine schließt das andere dabei noch nicht einmal aus. Auch heutzutage gibt es noch beide Formen, manchmal sogar nebeneinander in einer Toiletteneinrichtung.
Aber fangen wir am Anfang an:

Die Geschichte der japanischen Toilette

In Japan wurden Toiletten oft über fließenden Gewässern errichtet, um die Exkremente leicht abtransportieren zu können. Noch häufiger wegen der einfacheren Bauweise gab es jedoch Latrinengruben. Die Ausscheidungen dieser Toiletten konnten dann als Dünger für die Felder verwendet werden. Da Viehzucht im alten Japan keine große Rolle einnahm (den Menschen war durch Regierung und Buddhismus der Fleischverzehr größtenteils untersagt), fiel auch nicht viel Gülle an und so wurden die menschlichen Exkremente als Düngemittel genutzt. Somit hatte Japan einen höheren Hygienestandard als beispielsweise Europa zur gleichen Zeit, wo Müll und Ausscheidungen noch die Straßen entlangflossen und regelmäßig Epidemien verursachten.
Japans älteste Kanalisationssysteme stammen aus der Yayoi-Zeit (300 vor Christus bis 250 nach Christus). Auch für die damalige Hauptstadt Heijoo-kyoo (heute Nara) ist ein Abwassersystem in der Nara-Zeit (710-784) belegt. Erstmalig wurden in dieser Zeit Wassertoiletten errichtet, die ähnlich der heutigen Hocktoilette sind.
Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden die Abwassersysteme massiv ausgebaut. Seit dem Beginn des 20. Jahrhunderts wurden erstmals Toiletten nach westlichem Vorbild gestaltet. Erst unter der US-amerikanischen Besatzung nach 1945 begannen sie jedoch an Bedeutung. Anfangs wurde mit Schildern auf die korrekte Benutzung der Toiletten hingewiesen, seit 1977 gibt es jedoch mehr westliche Toiletten als Hocktoiletten. Dennoch sind sie vor allem an öffentlichen Orten wie Bahnhöfen, Schulen und Tempeln nach wie vor zu finden, manchmal in Ergänzung zum westlichen Pendant, manchmal ausschließlich in traditioneller Form. In Privathaushalten überwiegen jedoch klar die westlichen Sitztoiletten (洋式トイレ, yōshiki toire) und die weiter unten beschriebenen Hightech-Toiletten.

Japanische Hocktoiletten

Als Hocktoiletten werden Toiletten bezeichnet, die man, wie der Name schon sagt, in der Hocke statt im Sitzen benutzt. Es gibt sie – je in unterschiedlicher Ausführung – vor allem in Zentralasien, Südostasien, China, Afrika, Arabien, der Türkei und Indien. In Europa gibt Japanese toilet, トイレ, japanische Toilette, squat toilet, 和式, Japanese restrooms, japanische Hocktoilette, poopes die mediterrane Hocktoilette in Süd- und Südosteuropa, z.B. Frankreich und der ehemaligen Sowjetunion sowie früher in Teilen der Schweiz.
In Japan handelt es sich in der Regel um ein aus Porzellan gefertigtes Urinal, das wie eine Rinne in den Boden eingelassen ist. Man hockt sich, je ein Bein rechts und eines links über die Rinne und verrichtet sein Geschäft mit Blickrichtung auf den halbrunden erhöhten Teil der Toilette. Die Spülung erfolgt wie bei westlichen Standardtoiletten. Die Washiki (和式), wie sie in Japan genannt wird – das “wa-” steht dabei wie wagyuu und wagashi (japanische Süßigkeiten) immer für den japanischen Charakter/Ursprung einer Sache – hat einige Vorteile gegenüber der westlichen Toilette. Sie ist kostengünstiger in der Anschaffung, leichter zu reinigen, gefühlt hygienischer (da es keinen Kontakt mit der Klobrille gibt) und soll auch gesundheitlichen Nutzen bringen. So soll die hockende Körperhaltung die natürlichste und daher förderlichste Art der Ausscheidung sein, die Hüftmuskulatur, Atmung und Konzentration verbessert und zudem die Beckenbodenmuskulatur trainiert, was gerade für Frauen sehr wichtig ist und Inkontinenz vorbeugen kann.
Wesentliche Nachteile sind natürlich in puncto Komfort und Handhabung zu verbuchen. Die unbequeme Haltung lädt nicht unbedingt zum Verweilen ein, bei ungeübten Benutzern oder Durchfallproblemen kann der Toilettenbereich schneller beschmutzt werden und bei Verstopfung fördert die ungemütliche Hockhaltung ungesundes Pressen, um den Vorgang zu beschleunigen. Gerade ältere Personen dürften bei der Benutzung einer Hocktoilette ihre Schwierigkeiten haben, körperlich behinderten Menschen kann es vollständig unmöglich sein, sie zu benutzen.

Japanische Hightech-Toiletten

Die Washlets (jap.: ウォシュレット) sind hochmoderne Multifunktionstoiletten, die 1980 von der Firma Toto eingeführt wurden. Daher ist der Name eigentlich ein Markenname der ersten Washlet G-Serie, der inzwischen jedoch für alle japanischen Bidettoiletten Japanese toilet, トイレ, japanische Toilette, washlet, ウォシュレット, Western-style toilet, 洋式トイレ, Japanese restrooms, poopverwendet wird. Die Idee basiert auf einer Erfindung des Schweizers Hans Maurer, der 1957 das Dusch-WC “Closomat” auf den Markt brachte.
Bei der Hightech-Toilette handelt es sich optisch zunächst um eine westliche Sitztoilette, die jedoch mit zahlreichen Zusatzfunktionen ausgestattet ist und per Fernbedienung (meist seitlich an der Wand oder an einer Armhalterung angebracht) gesteuert werden kann.
So gibt es zum Beispiel eine Bidetfunktion mit der man sich wahlweise den Analbereich als auch den vorderen Intimbereich per Wasserdüse reinigen lassen kann. Mit den angebrachten Knöpfen kann man die Funktionen auswählen, die Temperatur und den Wasserdruck regeln. Einige Modelle haben eine Stopptaste, andere beenden die Funktion nach Ablauf einer vorgegebenen Zeit. Zudem sind manche Toilettensitze sensorisch auf Gewichtseinwirkung eingestellt, sodass die Funktionen nur verfügbar sind, wenn tatsächlich ein Mensch auf der Toilette sitzt und das Wasser nicht unkontrolliert durch den Raum spritzt.

Wie immer könnt ihr die Bilder durch Anklicken vergrößern – ob sich die in diesem Beitrag eher unterdurchschnittliche Bildqualität dazu empfiehlt, weiß ich aber nicht… 😀 😐 As usual you can click on the images to enlarge them – if this is recommented since the picture quality is rather below average in this post, I cannot guess… 😀 😐

Oft sind die Toilettensitze beheizt, was auch in japanischen Haushalten sehr geschätzt wird, da in Japan keine Zentralheizung gebräuchlich ist. Außerdem gibt es nicht selten eine Fönfunktion, um die gereinigten Körperstellen wieder trocknen zu können.
Je nach Hightechgrad des Modells verfügen einige Toiletten zusätzlich über eine Massagefunktion, Geruchsabsaugung, automatische Deckelöffnung oder Spülung, Klimaanlage, Beleuchtung im Dunkeln, Energiesparfunktionen, Aufstehhilfe für ältere oder behinderte Menschen, wahlweiser Seifenbeimischung oder einstellbarer Spritztaktung des Wasserstrahls. Es soll sogar Japanese toilet, トイレ, japanische Toilette, washlet, ウォシュレット, Western-style toilet, 洋式トイレ, Japanese restrooms, poop, Washlet Bedienfeld, washlet menu, special toilet functions, spezielle Toilettenfunktionen, toilet featuresWashlets geben, die Puls, Blutdruck und Körperfettanteil anhand des Urins bestimmen können und die Daten gleich per Smartphone-Vernetzung an den Hausarzt weiterleiten. Auch eine Sprachsteuerung befindet sich in der Entwicklung.
Ein sehr lustiges Feature auf öffentlichen Toiletten ist auch, Geräusche oder Musik abspielen zu können. Diese Funktion gibt es vorwiegend auf Damentoiletten, da es gerade japanischen Frauen oft sehr unangenehm ist, dass jemand Geräusche bei der Toilettenbenutung hören könnte. So gibt es z.B. abspielbare Sequenzen, die das Geräusch der Klospülung imitieren. Schätzungsweise werden 20l Wasser pro Toilettengang dadurch gespart, dass die Nutzerinnen nicht ständig die echte Toilettenspülung benutzen, sondern von der Zusatzfunktion Gebrauch machen können! Der Name einer bekannten Marke dieses Produktes lautet “Otohime” (音姫), was wörtlich übersetzt “Geräuschprinzessin” heißt. 😀

Weitere Toilettenbesonderheiten

Wie in Deutschland auch gibt es zur Toiletten-Reinigung Klobürsten. Was mich jedoch bei meiner ersten Japan-Reise überrascht hat: Auch Klobürsten können in anderen Ländern anders aussehen! Während die Bürsten in Deutschland einen rundlichen Bürstenkopf mit einzelnen Borsten haben, gibt es in Japan auch seitlich abgeflachte sowie solche, die statt eines Bürstenkopfes eine Art gefalteten Schwamm am Ende haben. Da sie insgesamt schmaler sind, finde ich die Handhabung nicht ganz so leicht, aber wahrscheinlich ist es einfach eine Übungssache. 😉 Die in Deutschland typischen Klobürsten sind jedoch genauso verbreitet.

In Japan werden traditionell reine und unreine Orte voneinander getrennt. So zieht man beim Eintreten in ein Haus oder eine Wohnung seine Schuhe aus, wechselt zu Hausschuhen oder läuft barfuß oder auf Socken. Da auch die Toilette als unrein angesehen wird, war es zumeist früher üblich, auch vor dem Toilettenraum die Schuhe zu wechseln und in spezielle Toilettenschuhe zu schlüpfen, die vor der Schwelle zum Flur oder Wohnraum wieder abgelegt werden. In vielen japanischen Haushalten sowie in einigen japanischen Restaurants oder zum Beispiel im Ryokan (japanisches Reisegasthaus) ist es heute noch üblich. Da die Toilettenräume oft sehr klein sind (traditionell befinden sich nämlich Dusche/Badewanne und Handwaschbecken nicht im gleichen Raum wie die Toilette selbst), lohnt sich der eine Schritt in die Schuhe allerdings nicht wirklich, weshalb die Anzieh-Etikette auch manchmal einfach vernachlässigt wird. Dennoch finde ich es gerade für Ausländer wichtig, diese Tradition zu respektieren und einzuhalten, wenn es erforderlich ist. In vielen westlich gehaltenen Hotels in Japan ist jedoch die Toilette mit Dusche/Badewanne und Handwaschbecken schon aus Platzgründen in einem Raum zusammengefasst.

Japanese toilet flush, japanische Toilettenspülung, Japanese water saving system toilet, japanische Toilette mit Wassersparfunktion, Japanese toilet, トイレ, japanische Toilette, Western-style toilet, 洋式トイレ, Japanese restroom, Japanese bathroom, japanisches BadAuch sehr verbreitet ist die Wassersparoption bei japanischen Toiletten. So kann man am Hebel zum Spülen zwischen “klein” und “groß” wählen und so bei kleineren Toilettenspülungen weniger Wasser verwenden. So etwas gibt es vereinzelt auch in

photo taken from flickr
toilet is handmade by Courtney Bailey (<- all ©, link see post bottom)

deutschem Raum, aber meist sind es nur zwei unbeschriftete nebeneinander liegende Tasten, die beim zusammen pressen mehr Wasser verwenden als einzeln. Überwiegend findet man in Deutschland jedoch nur einen Spülknopf.

Sehr erstaunt war ich auch über ein Mini-Handwaschbecken auf dem Spülkasten. Es befindet sich kein Knopf oder Hebel am Hahn, denn das Wasser läuft automatisch heraus, wenn man die Spülung bedient, weil frisches Wasser in den Spülkasten nachfließt. So kann man sich wassersparend gleich danach die Hände waschen ohne erst in das Bad mit dem Handwaschbecken gehen zu müssen.

Kuriositäten

Ihr seht: Toiletten sind eigentlich ein spannendes Thema, oder? 😉
So spannend wie die Häufchen selbst, die in den Toiletten landen – finden Japaner jedenfalls. Im März 2019 hat in Yokohama das Unko Museum Yokohama im Rahmen eines Pop-up-Projektes eröffnet. Das Museum rund um das Thema “Unko” – ein verniedlichendes Wort für “Scheiße”, ähnlich dem englischen “poop” – war so erfolgreich, dass es seit Projekt-Ende im Oktober 2019 nun dauerhaft in Tokyo weitergeführt wird. Es handelt sich dabei eher um eine kunterbunte Ausstellung mit vielen Fotomotiven für Instagram-Fans als um ein wirkliches Museum. So gibt es eine Kulisse mit pastellfarbenen Kackhäufchen, ein Kackhäufchen-Teezimmer in pink und Toilettenschüsseln in kunterbunten Farben, die ein Häufchen mitnehmbarer Scheiße produzieren, wenn man sich darauf setzt und laut “Unko” ruft. Außerdem gibt es einige Spiele, Lichtinstallationen, ein Häufchen-Bälle-Bad für Kinder und einen Souvenirshop rund um den Toilettengang.
Die Idee dahinter ist, den Besuchern die Angst vor dem Tabu-Thema Kot und Ausscheidung zu nehmen. Ganz nach der japanischen Kawaii-Kultur (kawaii = niedlich) sollen Ausscheidungen als niedlich und spaßig, vor allem aber menschlich, angesehen werden. Und ihr habt beim Lesen dieser Zeilen bestimmt wenigstens einmal gelächelt, oder? 😉

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photo taken and © by: unkomuseum.com (link see post bottom)

Wenn ihr in Japan eine Toilette sucht, dürftet ihr keine großen Schwierigkeiten haben. In der Regel ist alles gut ausgeschildert, auf englisch angegeben oder mit Piktogrammen versehen und vor allem: sehr sauber (was man von öffentlichen deutschen Toiletten leider nicht immer behaupten kann 😦 ). Die gebräuchlichste japanische Bezeichnung für Toiletten ist Toire (トイレ). Das Wort leitet sich vom englischen “toilet” (japanisch: Toiretto (トイレット)) ab.
Die meisten Toiletten bergen keine Überraschungen, weil es sich um westliche Toiletten oder einfach zu bedienende Washlets handelt. Gibt es Hocktoiletten, sind oft auch westliche Toiletten daneben vertreten. (Dass sieht man oft daran, dass selbst die Japaner weiter anstehen und die gerade freigewordene Toilette ignorieren, weil sie auch lieber eine Sitztoilette benutzen wollen. ;))
Und wenn es doch einmal nur Hocktoiletten gibt und die Blase drückt, dann versucht es doch einfach einmal! Ich glaube, wirklich benutzt habe ich eine Hocktoilette bisher nur ein- oder zweimal in Japan. Ob ich alles richtig gemacht habe, weiß ich nicht, aber auf jeden Fall war ich nass danach – vor Angstschweiß wohlgemerkt! XD

Vor und während der Meiji-Zeit sowie zwischen 1951 und 1968 soll es übrigens nicht nur Urinale für Männer sondern auch für Frauen gegeben haben. Da Kimonos früher traditionell ohne Unterwäsche getragen wurden, konnten die Frauen ihren Kimono anheben und im Stehen in das Urinal pinkeln! Wie genau das gehen soll, überlasse ich jetzt einfach eurer Fantasie! 😉

 

© für Fotos aus diesem Artikel, die nicht mir gehören:

Toilettenbürste, Japanese style:
von Alibaba.com

Handwaschbecken auf dem Toilettenspülkasten:
handgefertigt von Courtney Bailey
von flickr

Unko Museum Tokyo:
Screenshot von unkomuseum.com

Quellen für diesen Artikel:
Toiletten in Japan (Wikipedia deutsch)
Hocktoilette (Wikipedia deutsch)
Unko Museum offizielle Homepage (englisch)
Travel Gaijinpot.com (Artikel Unko Museum, englisch)


Japanese toilets – about squat toilets and hightech washlets

You’re reading the headline, asking yourself how that did come about? If I finally run out of topics that I have to write about excretions? 😀 XD 😀
Actually it is a very interesting topic and although maybe every Japan blog and every Japan guidebook, every holidaymaker and every exchange student has already reported about it,… please deign me to also tell you again about the variety of Japanese toilets. 😉

The term “Japanese toilets” probably creates different images in the mind of non-Japanese readers. Some will think of ultra-modern hightech devices, others of the proverbial hole on the ground.
And both are right! And one thing does not rule out the other. Even today still both forms exist, sometimes also combined in one toilet facility.
But let’s start at the beginning:

The history of the Japanese toilet

In Japan toilets were often built above running water to cart away excrements easily. Even more common due to the simple way of construction however were latrine trenches. The excretions of these toilets could be used as fertilizer for the fields then. Since stock farming wasn’t that widespread (to people meat consumption was mainly prohibited by the government and Buddhism), also less slurry was prodcued and so the human-made excrements were used as fertilizer. Therefore Japan had a higher hygiene standard than for example Europe at the same time where garbage and excretions were still pouring down the streets causing epidemics regularly.
Japan’s eldest sewer systems are from the yayoi time (300 before Christ until 250 after Christ). Also for the capil Heijoo-kyoo at that time (Nara today) a sewer system is ascertained for the Nara period (710-784). In this time water toilets similar to today’s squat toilets were built the first time.
After World War II the sewer systems were built out massively. Since the beginning of the 20th century toilets were also created along the lines of Western-style but under the US-American occupation force after 1945 they first gained in importance. Initially signs were given to indicate the right use of the new toilets but since 1977 there are more Western-style toilets in total than squat toilets. Nevertheless you can still find the simple ones at public places like train stations, schools and temples – sometimes additional to the Western counterpart, sometimes solely in traditional style. Private households therefore mainly have Western-style sit-down toilets (洋式トイレ, yōshiki toire) and hightech toilets (described below).

Japanese squat toilets

The term “squat toilets” describes toilets that you use in a crouching or squatting way (instead of sitting) as the name implies. In different designs they exist mainly in Central Asia, Southeast Asia, China, Africa, Arabia, Turkey and India. In Europe there is the Mediterranean squat toilet in South and Southeast Europe, f.e. in France and the ex-Soviet Union as well as in Switzerland formerly.
In Japan it is commonly an in-ground urinal made of porcelain which has the shape of a channel. You squat above it, one leg to the left, one to the right and do your business in viewing direction to the half-round elevated part of the toilet. The flush is the same way like the Western-style toilets. The washiki (和式) how they are called in Japan – the “wa” stands for the Japanese character/origin like in the words “wagyuu” and “wagashi” (Japanese sweets) – has some advantages compared to the Western-style toilet. It is more cost-effective in purchase, easier to clean, perceived more hygienic (since there is no contact to the lavatory seat) and should also have health benefits. So the squatting posture is said to be the most natural and therefore most promotive form of excretion which promotes posture, breathing and concentration and trains the pelvic base musculature which is especially relevant for women to prevent incontinence.
Significant disadvantages are of course in terms of comfort and handling. The uncomfortable posture does not really invite you to linger, in case of inexperienced users or diarrhea problems the toilet area can be polluted more quickly and in the event of constipation the uncomfortable crouching position promotes unhealthy pressing to speed up the process. Especially elderly persons may experience difficulties to use a squatting toilet, for physically disabled persons it can be totally impossible.

Japanese hightech toilets

The washlets (japanese: ウォシュレット) are ultra-modern multifunction toilets, which were launched in 1980 by the company Toto. That is why the name is actually a brand name of the first washlet G-series which is used for all kind of Japanese bidet toilets by now. The idea is based on the invention of the Swiss Hans Maurer who brought out the washlet “Closomat” in 1957.
The hightech toilet is visually a Western-style toilet featuring numerous additional functions which can be operated via remote control (most commonly sideways on the wall or as an armrest). So there is f.e. a bidet function with which you can clean the anal area or the anterior genital area by water nozzle. With pressing the buttons you can choose the functions and adjust temperature as well as water pressure. Some models are designed with a stop button, others finish the process after a specified time. In addition some lavatory seats are sensorially adjusted to the effect of weight, so that the functions are only available if a person is actually sitting on the toilet and the water does not splash uncontrollably though the room.
The toilet seats are often heated which is very much appreciated in Japanese households since central heating is not common in Japan. Furthermore there is often a dryer function so that you can dry the cleaned parts of the body afterwards. Depending on the hightech level of the model, some toilets also have a massage function, odor extraction, automatic lid opening or flushing, air conditioning, lighting in the dark, energy saving functions, getting-up function for elderly or disabled persons, optional soap admixture or adjustable spray timing of the water jet. There are even said to be washlets that can determine pulse, blood pressure and body fat percentage based on the urine and pass the data on to the family doctor via smartphone conncetion. Voice control is also under development.
A very funny feature of public toilets is also that noises or music can be played. This function is mainly used in women’s toilets as it is often very uncomfortable for Japanese women in particular that someone may hear noises when using the toilet. So there is f.e. playable sequences that mimic the sound of the toilet flush. It is estimated that 20l of water per toilet is saved by the fact that users do not constantly use the real toilet flush but can make use of the additional function! The name of a well-known brand of this product is “otohime” (音姫) which literally means “noise princess”. 😀

Other toilet characteristics

As in Germany there are toilet brushes for the toilet cleaning. But what surprised me on my first trip to Japan: toilet brushes can also look different in other countries! While the brushes in Germany have a rounded brush head with individual bristles, there are also ones flattened on the side in Japan as well as those that have a kind of folded sponge at the end instead of a brush head. Since they’re narrower, I think the usage is not that easy but it’s probably just a matter of practice. 😉 The toilet brushes which are typical in Germany are just as common.

In Japan clean and impure places are traditionally separated. So you take off your shoes when entering a house or apartment, change to slippers or walk barefoot or on socks. Since the toilet is also considered unclean, it used to be common to change shoes in front of the toilet room and slip in special toilet shoes that are put down in front of the threshold to the corridor or living room. It is still common in many Japanee households as well as in some Japanese restaurants or f.e. in the ryokan (Japanese journey guesthouse). Since the toilet rooms are often very small (traditionally the shower/bathtub and wash hand basin are not combined in the same room like the toilet itself), it is not really worth taking a step into shoes, which is why sometimes the dress code is simply neglected. Nevertheless I find it especially important for foreigners to respect and adhere to this tradition when it is necessary. In many Western-style hotels in Japan, however, the toilet is combined with the shower/bathtub and wash hand basin in one room for reasons of space.

The water saving option is also very common in Japanese toilets. You can choose between “small” and “large” on the lever for flushing and use less water for smaller toilet flushes. There is something like that in Germany, but usually there are only two unlabelled buttons next to each other that use more water when pressed together than separately. Mostly you will find only one flush button in Germany.

I was also amazed by a mini wash hand basin on the cistern. There is no button or lever on the tap because water runs out automatically when you operate the flush due to fresh water flowing into the cistern to fill it up again. So you can wash your hands immediately afterwards wthout having to go into the bathroom with the wash hand basin.

Oddities

You see: Toilets are actually an exciting topic, aren’t they? 😉
As exciting as the piles themselves that end up in the toilets – at least Japanese people think. In March 2019 the Unko Museum Yokohama opened in Yokohama as part of a pop-up project. The museum on the subject of “unko” – a cute-sounding word for “shit”, similar to the English “poop” – was so successful that since the end of the project in October 2019 it has been continued in Tokyo. It is more of a colourful exhibition with many photo motifs for Instagram fans than a real museum. There is a backdrop with pastel-coloured poop piles, a poop tea room in pink and toilet bowls in bright colours that produce a pile of portable shit if you sit on it and shout “unko”. There are also games, light installations, a ball pit for children and a souvenir shop around the toilet.
The idea behind this is to take away the fear of the taboo subject of excrement and defecation. According to the Japanese kawaii culture (kawaii = cute), excretions should be viewed as cute and fun, but above all human. And you have smiled at least once while rading these lines, haven’t you? 😉

If you are looking for a toilet in Japan, you shouldn’t have much difficulty. Generally everything is well signposted, given in English or provided with pictograms and above all: very clean (which unfortunately cannot always be said of German public toilets 😦 ). The most common Japanese name for toilets is toire (トイレ). The word is derived from the English “toilet” (Japanese: toiretto (トイレット)).
Most toilets should not surprise you since they are Western-style toilets or easy-to-use washlets. If there are squat toilets, Western-style toilets are often next to it. (You can often see that from the fact that even Japanese people stay in the line and ignore the toilet that has just been vacated because they also prefer to use a sit-down toilet. 😉 )
And if there are only squat toilets and you cannot wait any more, then just give it a try! I think I have only used a squat toilet once or twice in Japan. I don’t know if I did everything right, but anyway I was wet afterwards – due to sweat of fear of course! XD

By the way, before and during the Meiji period as well as between 1951 and 1968 there were said to be not only urinals for men but also for women. Since kimonos were traditionally worn without underwear, women could lift their kimonos and pee in the urinal while standing! I leave it to your imagination how exactly this should work! 😉

 

© for photos in this post which are not mine:

toilet brush, Japanese style:
taken from Alibaba.com

wash hand basin on the toilet cistern:
handmade by Courtney Bailey
taken from flickr

Unko Museum Tokyo:
screenshot taken from unkomuseum.com

Sources for this post:
toilets in Japan (Wikipedia German)
squat toilet (Wikipedia German)
Unko Museum official website (English)
Travel Gaijinpot.com (post Unko Museum, English)

German cuisine in Berlin: Henne ☆ Deutsche Küche in Berlin: Henne

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Hello everyone! I hope, you had a good start into 2020 – wow, how time flies!!
Today I continue with the once started post series “German cuisine in Berlin” in which I introduce nice German restaurants of Germany’s capital for you. The first post was about the restaurant “Zum Hax’n-Wirt”, which offers typical Bavarian cuisine.
One or two of you in this winter season are maybe longing for especially this solid cuisine and a touch of cosiness or are planning their next visit to Berlin and still searching the perfect restaurant. Maybe “Henne” is just the right thing. It is an old Berlin style inn which is already over 100 years old. Due to the steady openings and closings of Berlin restaurants this is a great rarity and reason enough, to visit the restaurant.

Crispy chicken according to a secret recipe

“Henne” (it means hen / female chicken – for all German beginners) was opened on June 24th 1908. At that time it was still under the name “Wirtshaus zur Hirschecke” (Hirschecke Inn or Inn near the deer’s corner), that’s why in the cosy arranged public room with the dark wood paneling and the rustical furniture also shows some hunting trophies at the wall.
Henne, German restaurant, deutsches Restaurant, ドイツ料理店, Berlin, ベルリーン, Deutschland, Germany, ドイツ, chicken broiler, half a chicken, halbes Hähnchen, ハーフチキンAccording to the new name Henne actually offers only one dish that you should order: half a young broiler chicken. This is roasted until fully brown and crispy and served as one piece on the plate. Of course you can use your hands for eating in this rustical restaurant. There are no knifes at all and forks are only offered for the side dishes. You can order cabbage salad or potato salad.
To provide some alternatives or more side dishes, there is also Boulette (or “Bulette” in Berlin accent, a meatball similar to Japanese hambagu or in the American burger), and three types of sausages: Debrecziner (a slightly smoked Hungarian sausage), Knacker (very salty sausage) and currywurst.
However the half young broiler chicken, which costs 9,80 EUR, is a must! Since every chicken is prepared fresh and one by one, the waiting time can be a bit longer sometimes. Therefore you should be punctually in front of the restaurant when it opens at 05:00 p.m. or better reserve your seats in previous by phone or internet page. (How you can do that without being German, I will show you later.) On some weekends Henne is fully booked. 100 half chickens shall be sold here every day!

Henne as 100-year-old contemporary witness of Berlin history

During the over 100 years that Henne has been existing quite many history-charged events happened around. Two world wars, the building of the Berlin Wall, the reunification and the fall of the Berlin Wall – the Henne was always right in the middle of it. The wall was even just some meters in front of the restaurant. Also celebrities like Hans Albers (German actor and singer) and Harald Juhnke (German actor, entertainer, voice actor and singer) have dined at Henne.
On occasion to the anniversary the illustrated book “100 Jahre Henne” (100 years hen) by Klaus Sommerfeld and Wolfgang Chodan was created. It tells the history of the old Berlin inn in text and many photographs. The book can be purchased for 12,90 € directly at Henne or by dispatch (plus delivery charges). Information can be found on the restaurant’s website.

The own history of Henne

And of course also the owners changed. The first owner of the restaurant was Paul Litfin, who lost his work due to his political involvement and opened a pub for workers. Although his son Konrad Litfin didn’t get along well with his father, he undertook the restaurant together with his wife Rosel in 1926, changed the name to “Old Berlin Inn”, but nothing else. Most of the furniture is still from the time of Liftfin senior. The pub which still offered only drinks at that time, got more and more popular. Rosel Litfin continued the pub after her husband’s death in 1968 and introduced the half chicken to the guests, because people got hungry and left for eating elsewhere in the evenings. With the chicken something simple and down-home came to the menu and now you cannot imagine Henne Henne, German restaurant, deutsches Restaurant, ドイツ料理店, Berlin, ベルリーン, Deutschland, Germany, ドイツ, chicken broiler, half a chicken, halbes Hähnchen, ハーフチキンwithout this dish – it is the elementary thing. In 1980 the tapster Bernd Henne overtook the restaurant and the name “Henne” became firmly estalished. Since 1991 the current owner is Angela Leistner, who came from Franken (middle south Germany), actually wanted to become a photographer in Berlin and temped as a waitress until she fell in love with the restaurant. Like the previous owners before her she basically doesn’t want to change anything in the old inn. Because this is the way it is loved by Berlin people and growing tourists.

Henne makes it until New York

Meanwhile the restaurant also appears in travel guidebooks. Even the New York Times reported about the Berlin inn two years ago. Two New York guys which run the restaurant “Prime Meats” in Brooklyn took notice of Henne during a Berlin visit, tried a chicken there and added the idea immediately to their own restaurant’s menu. Of course they couldn’t get the recipe of the Berlin chicken. This is kept secret. 😉

My warmest recommendation

Who wants “to taste” a piece of Berlin history and especially likes tender white chicken meat Henne, German restaurant, deutsches Restaurant, ドイツ料理店, Berlin, ベルリーン, Deutschland, Germany, ドイツ, chicken broiler, half a chicken, halbes Hähnchen, ハーフチキンwrapped in a crispy skin, should definitely visit Henne! Please remember to do a reservation or be in front of the restaurant punctually for opening (seats are gone fast when the restaurant opens in the afternoon!) – you won’t be disappointed!
The a bit dark dining area – worth to see is the enlarged area in the back reached by steep wooden stairs – is cozy especially in autumn and winter season. For sunny summer days there is a small outside area located to the street.

How you can get there

Henne, German restaurant, deutsches Restaurant, ドイツ料理店, Berlin, ベルリーン, Deutschland, Germany, ドイツ, chicken broiler, half a chicken, halbes Hähnchen, ハーフチキンYou tasted blood and finally want to know where the hen is and how you can get there? 😀
Address, opening times and a location link you can find below. Unfortunately the restaurant is not well-situated, especially not for non-locals. It is best to reach by public transport. The nearest subway stations are Kottbusser Tor and Moritzplatz. From both it is about a 10-minutes walk. Furthermore there are three bus lines which have stops nearby. From there it is about 5-10 minutes to walk. Henne is directly at the corner of Leuschnerdamm and the crossing Waldemarstraße at Engelbecken which is a park with a large water installation (canal, lake and fountains) in, I have to say, sadly scruffy condition.
The website has a flag button where you can change the language to English! I wouldn’t have expected this for such a traditional restaurant; I’m very pleased! 🙂
Unfortunately – maybe due to technical reason – the information in the reservation progress is not translated. Therefore some hints here:

How you can reserve your seats online at Henne as a non-German

Please click the blue button “Jetzt reservieren” (reserve now) on the reservation page! In the left column of the new window you can choose the number of persons, on the right side the date (heute = today, Januar-Dezember are the months, Montag-Freitag the weekdays Monday to Friday). “Verfügbar” means “available”, then click the blue button “weiter” (move on). It follows a page where you have to put in your Vorname (first name), Nachname (family name), e-mail, phone number and an optional message. A reservation via facebook is also possible. With the little additional box you can subscribe to the newsletter of Henne. Then click on the blue button “Bestätigen” (accept). It includes the acceptance to the general terms and conditions and the data privacy statement of the partner page resmio. The reservation will be confirmed immediately by e-mail.

Henne
Leuschnerdamm 25
Henne, German restaurant, deutsches Restaurant, ドイツ料理店, Berlin, ベルリーン, Deutschland, Germany, ドイツ, chicken broiler, half a chicken, halbes Hähnchen, ハーフチキン10999 Berlin (Kreuzberg)

telephone number for reservations:
0049-30 614 77 30 (from 04:00 p.m.)

website
location link

opening times:
Tuesday – Sunday: from 05:00 p.m.
(closed on Mondays)

sources for this post:
website of Henne
newspaper report of Berliner Zeitung
newspaper report of Tagesspiegel


 
Deutsche Küche in Berlin: Henne

Hallo zusammen! Ich hoffe, ihr hattet einen guten Start ins Jahr 2020 – wow, wie die Zeit rast!!
Heute geht es weiter mit der damals gestarteten Beitragsreihe “Deutsche Küche in Berlin”, in der ich euch gute deutsche Restaurants aus der Hauptstadt versprochen habe. Der erste Beitrag war dem Restaurant “Zum Hax’n-Wirt” gewidmet, welches typisch bayerische Küche anbietet.
Dem ein oder anderen ist vielleicht jetzt in der Winterzeit wieder genau nach deftiger Küche und ein bisschen Gemütlichkeit oder aber ihr plant euren nächsten Berlin-Aufenthalt und sucht noch das richtige Restaurant. Vielleicht ist “Henne” dann genau das Richtige für euch. Dabei handelt es sich um ein Alt-Berliner Wirtshaus, das bereits über 100 Jahre alt ist. Beim steten Eröffnen und Schließen der Berliner Restaurants ist das eine echte Seltenheit und Grund genug, dem Restaurant einen Besuch abzustatten.

Knuspriges Hähnchen nach Geheimrezept

Die Henne (also das weibliche Huhn – für alle Deutsch-Beginner) wurde am 24.06.1908 eröffnet. Damals trug es noch den Namen “Wirtshaus zur Hirschecke”, weshalb es in der gemütlich gehaltenen Gaststube mit der dunklen Holzauskleidung und dem rustikalen Mobiliar einige Hirschgeweihe an der Wand gibt.
Entsprechend dem neuen Namen bietet die Henne im Grunde nur ein Essen an, das man auch unbedingt bestellen sollte: ein halbes Jungmasthähnchen. Dieses wird nach einem Spezialrezept kräftig braun und kross gebraten und im Ganzen auf dem Teller serviert. Selbstverständlich kann man in diesem rustikalen Restaurant mit den Fingern essen, um das Hähnchen entsprechend zu zerteilen. Messer gibt es keine und die Gabeln sind nur für Beilagen gedacht. Krautsalat oder Kartoffelsalat kann man bestellen.
Um noch ein paar Alternativen oder weitere Beilagen anbieten zu können, gibt es außerdem Boulette bzw. Berlinerisch “Bulette” (großes Hackfleischbällchen, also eigentlich ein japanischer Hambagu, das amerikanische Hamburger-Fleisch), und drei Wurstsorten: Debrecziner (eine leicht geräucherte ungarische Wurst), Knacker (sehr salzige Wurst) und die Currywurst.
Dennoch ist das halbe Jungmasthähnchen, das es für 9,80 € gibt, ein absolutes Muss! Da jedes Hähnchen nach der Bestellung frisch und der Reihe nach zubereitet wird, kann die Wartezeit schon einmal etwas länger ausfallen. Daher sollte man entweder Punkt 17:00 Uhr vor dem Restaurant sein, wenn geöffnet wird oder noch besser telefonisch oder auf der Internetseite bestellen. (Wie man das auch als Nichtdeutscher bewerkstelligen kann, zeige ich euch weiter unten.) An manchen Wochenenden ist die Henne komplett ausgebucht. 100 halbe Hähnchen sollen am Tag hier verkauft werden!

Die Henne als 100-jährige Zeitzeugin Berliner Geschichte

In den über 100 Jahren, die die Henne schon erlebt hat, ist so einiges an geschichtsträchtigen Ereignissen um sie herum passiert. Zwei Weltkriege, der Bau der Berliner Mauer, die Wiedervereinigung und der Mauerfall – die Henne war immer mittendrin. Die Mauer stand sogar nur wenige Meter vor dem Restaurant. Auch Berühmtheiten wie Hans Albers (deutscher Schauspieler und Sänger) und Harald Juhnke (deutscher Schauspieler, Entertainer, Synchdronsprecher und Sänger) haben schon in der Henne gespeist.
Anlässlich des Jubiläums entstand der Bildband “100 Jahre Henne” von Klaus Sommerfeld und Wolfgang Chodan, der die Geschichte des Alt-Berliner Wirtshauses in Texten und vielen Fotografien widergibt. Das Buch ist für 12,90 € in der Henne oder per Versand (zzgl. Versandkosten) erhältlich. Informationen hierzu gibt es auf der Website des Restaurants.

Die eigene Geschichte der Henne

Und natürlich haben auch die Besitzer gewechselt. Der erste Inhaber des Restaurants war Paul Litfin, der durch politisches Engagement seine Arbeit verlor und eine Arbeiterkneipe eröffnete. Obwohl sich sein Sohn Konrad Litfin nicht so gut mit ihm verstand, übernahm er 1926 das Lokal zusammen mit seiner Frau Rosel, änderte den Namen in “Alt-Berliner Wirtshaus”, aber ansonsten nichts. Die meiste Einrichtung stammt noch aus der Zeit des alten Litfins. Die Kneipe, die damals immer noch nur Getränke anbot, wurde immer bekannter. Rosel Litfin führte die Kneipe nach dem Tod ihres Mannes 1968 alleine weiter und brachte erstmals das halbe Hähnchen an die Gäste, weil die Leute irgendwann Hunger bekamen und anderswo etwas essen gingen. So kam mit dem Hähnchen etwas Einfaches und Bodenständiges auf die Speisekarte, das heute nicht mehr wegzudenken ist und das Grundprinzip des Restaurants ausmacht. 1980 übernahm der Zapfer Bernd Henne das Lokal und so verfestigte sich der Name “Henne”. Seit 1991 ist die aktuelle Inhaberin Angela Leistner, die aus Franken stammt, eigentlich Fotografin in Berlin werden wollte und als Kellnerin jobbte, bevor sie sich in das Restaurant verliebte. Auch sie will wie die vorherigen Besitzer eigentlich gar nichts verändern an der alten Gaststube. Denn genau so gefällt sie den Berlinern und zunehmend Touristen.

Die Henne kommt bis nach New York

Inzwischen taucht sie auch in Reisemagazinen auf. Sogar die New York Times berichtete vor zwei Jahren über das Berliner Wirtshaus. Zwei New Yorker, denen das Restaurant “Prime Meats” in Brooklyn gehört, wurden bei einem Berlin-Besuch auf die Henne aufmerksam gemacht, haben dort ein Hähnchen probiert und die Idee sofort ihrer Speisekarte im eigenen Restaurant hinzugefügt. Das Rezept für das Berliner Hähnchen haben sie natürlich nicht bekommen. Das wird streng gehütet. 😉

Meine wärmste Empfehlung

Wer ein Stück Berliner Geschichte “erkosten möchte” und vor allem zartes weißes Hühnerfleisch unter einer knusprigen Haut mag, sollte die Henne unbedingt einmal besuchen! Denkt an eine Reservierung oder pünktliches Erscheinen (die Plätze sind schnell vergeben, wenn das Restaurant am Nachmittag öffnet!) – ihr werdet nicht enttäuscht sein!
Der etwas dunkle Gastraum – sehenswert ist der erweiterte hintere Bereich, zu dem eine steile Holztreppe führt – ist vor allem im Herbst und Winter gemütlich. Für sonnige Sommertage gibt es einen kleinen Draußenbereich zur Straße hin.

Wie ihr dorthin kommt

Ihr habt Blut geleckt und wollt jetzt endlich wissen, wo die Henne liegt und wie ihr dorthin kommt? 😀
Anschrift, Öffnungszeiten und einen Standort-Link findet ihr unten. Leider ist das Restaurant, vor allem für nicht Ortskundige, nicht ganz so gut gelegen. Am besten ist es mit den öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen. Die nächsten U-Bahn-Stationen sind Kottbusser Tor und Moritzplatz. Von beiden läuft man etwa 10 Minuten. Des Weiteren gibt es drei Buslinien, die Haltestellen in der Nähe haben. Von denen läuft es sich etwa 5-10 Minuten. Die Henne liegt genau auf der Ecke des Leuschnerdammes zur kreuzenden Waldemarstraße am Engelbecken, einem Park mit großer Wasseranlage (Kanal, See und Fontänen) in leider etwas ungepflegtem Zustand wie man wohl sagen muss.
Die Internetseite hat oben einen Flaggen-Button, mit dem man auf Englisch wechseln kann! Ich hätte das bei einem so traditionellen Restaurant nicht erwartet und bin darüber sehr erfreut! 🙂
Leider werden die Infos beim Reservierungsprozess – vermutlich technisch bedingt – nicht übersetzt angezeigt. Daher hier ein paar Hinweise:

Wie man als Nichtdeutscher online bei der Henne reserviert

Letztendlich habe ich diesen Abschnitt aus der deutschen Übersetzung herausgenommen. Es klingt doch etwas seltsam…^^°
Für alle deutschsprachigen Gäste sollte eine Online-Reservierung jedenfalls kein Problem sein.

Henne
Leuschnerdamm 25
10999 Berlin (Kreuzberg)

Telefonnummer für Reservierungen:
030 614 77 30 (ab 16:00 Uhr)

Internet-Seite
Standort-Link

Öffnungszeiten:
Dienstag – Sonntag: ab 17:00 Uhr
(montags geschlossen)

Quellen für diesen Artikel:
Website der Henne
Bericht der Berliner Zeitung
Bericht im Tagesspiegel

Die Universal Studios Japan in Osaka zur Weihnachtszeit ☆ The Universal Studios Japan in Osaka at Christmas season

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Und wieder ist es soweit: Das Jahr neigt sich dem Ende zu und Weihnachten steht vor der Tür! Nachdem ich letztes Jahr über Weihnachten in Deutschland und das Jahr zuvor über den Japanisch-Koreanischen Weihnachtsmarkt in Berlin berichtet habe, zeige ich euch dieses Jahr einfach mal ein paar Bilder aus den Universal Studios Japan. Was das mit Weihnachten zu tun hat?
Nunja, Tatsu und ich waren 2013 dort (oje, das ist schon wieder so lange her…) und der Park bot einiges an weihnachtlicher Dekoration sowie einer thematisch darauf abgestimmten Parade, d.h. ich kann euch den Ausflug zu keiner anderen Jahreszeit passender vorstellen als zu eben dieser. 🙂

Universal Studios Japan

Die Universal Studios Japan in Osaka sind Japans zweitgrößter Vergnügungspark nach dem Tokyo Disney Resort und einer der ersten Universal Parks, die außerhalb der Universal Studios Japan, ユニバーサル・スタジオ・ジャパン, USJ, Osaka, 大阪市, Japan, 日本, amusement park, Freizeitpark, 遊園地, Christmas season, Weihnachtszeit, クリスマスVereinigten Staaten eröffnet wurden. Während einige der ausländischen Parks wieder geschlossen wurden oder bereits am Bauprojekt scheiterten, erfreut sich der Ableger in Japan seit seiner Eröffnung im Jahr 2001 großer Beliebtheit. 2017 waren es 14,9 Millionen Besucher, davon die meisten aus Japan, aber auch aus anderen asiatischen Ländern wie Südkorea und China und einige westliche Touristen.
Sicherlich gibt es Attraktionen, die bei einer Japan-Reise weiter oben auf der To-Do-Liste stehen, da man Landestypisches wie Tempel, Schreine, Schlösser, Gärten/Parks, Shoppingmöglichkeiten, Wolkenkratzer, Kunst & Kultur oder einfach typisches Essen kennenlernen möchte. Wer jedoch eine größere Reise plant, mehrere Tage oder Wochen in Osaka verbringt oder Kinder dabeihat, die unterhalten werden möchten, sollte sich einen Abstecher in diesen Freizeitpark gönnen. Ja, er ist teuer, wie alle Freizeitparks, aber dafür auch ein Riesenspaß! 🙂

Unser Weihnachtsvergnügen

Das erste, was wir gleich beim Betreten des Parks sahen, war die Weihnachtsdekoration! Überall hingen rote “Merry Christmas”-Fahnen, Weihnachtskränze, -kugeln, -Schleifen. Das Highlight war natürlich der festlich geschmückte überdimensional große Weihnachtsbaum, der abends dann wie auch einige Häuser in wechselnden Farben angestrahlt wurde!

Meine beiden Lieblingsattraktionen waren “Jurassic Park – The Ride”, eine Art langsame Adventure-Wildwasserbahn, und “The Amazing Adventures of Spiderman”, ein Fahrgeschäft mit 4K3D-Erlebnis (einfaches 3D war gestern… 😉 ).

Natürlich erweitert ein guter Freizeitpark sein Angebot stetig und so gibt es inzwischen unzählige Attraktionen, Fahrgeschäfte und Shows mehr in den Universal Studios. Man kann sich von einem Flugsaurier packen lassen und die Jurassic Park-Welt in 360° erkunden, zwischen Dinosauriern herumlaufen oder auf Bootstour versuchen, einem Hai zu entkommen. Es gibt jetzt Fahrgeschäfte zu den Minions, eine Sesame Street Bollywood-Show, eine militärische WaterWorld-Stuntshow und einen ganzen Bereich mit Attraktionen, Geschäften und Restaurants zum Thema “The Wizarding World of Harry Potter”.

Und dann gab es da noch…

…Die Hello Kitty Fashion Avenue im Universal Wonderland

Welcher kleine (oder große) Hello Kitty-Fan träumt nicht davon, die süße Katze einmal persönlich kennenzulernen? Schließlich ist es heutzutage sogar möglich den Weihnachtsmann in Himmelpfort zu besuchen! 😉
Im Bereich „Universal Wonderland”, der wohl vor allem für die jüngeren Parkbesucher gestaltet wurde, gibt es Attraktionen zu Snoopy, den Helden der Sesamstraße und Hello Kitty.

Neben “Hello Kitty’s Cupcake Dream”, einem Karussell in entsprechendem Design und einem Hello Kitty Café-Counter gibt es die “Hello Kitty Fashion Avenue”, ein kleines Museum mit Kleidern, Schuhen und Schleifen in Menschengröße zum Thema Hello Kitty. Bei den Schuhen, teilweise auch den Kleidern habe ich manchmal nicht immer den Bezug zur plüschigen Katzenberühmtheit gefunden. Auch kam mir das Museum als Attraktion für gerade die kleinen Kitty-Fans ein wenig deplatziert vor, aber der eigentliche Knüller am Ende der Ausstellung ist, dass man Hello Kitty tatsächlich einmal selber begegnen darf! 🙂 😉

Nach einer kleinen Anmoderation der vielen weiblichen Mitarbeiter des Bereiches öffnet sich eine Tür und tadaaa: Das Plüschkätzchen steht wirklich vor einem und freut sich wahnsinnig über den Besuch! Und was ist süßer als eine Japanerin in plüschigem Kitty-Kostüm mit überdimensional großem Katzenkopf, hübschem Kleid, putzigen Gesten und niedlicher japanischer Kinderstimme? Es wird kurz begrüßt und schnell ein paar Fotos gemacht. Neben eigenen Bildern die man mit seinem eigenen Fotoapparat oder Handy schießen lassen kann, gibt es auch Fotos vom Profi, die dann in einer schicken Fotomappe gekauft werden können.
Und da man nicht so oft die Gelegenheit zu solch einem Erlebnis hat, habe ich mir die tatsächlich gegönnt. ♥

Die Paraden

Später am Tag gab es dann noch die Hello Kitty Weihnachtsparade, bei der zu fröhlichen Weihnachtsliedern bunte Show-Wagen, Hello Kitties in Weihnachtskostümen (als Schneeball, Tannenbaum und Glocke), Schneemänner und Weihnachtsmaids die Zuschauer entertainten.

Als es dann am Abend dunkel wurde und der große Weihnachtsbaum in buntem Licht erstahlte, begann die ca. 20-minütige Magical Starlight Parade mit beleuchteten Wagen zu den Disney-Higlights Alice im Wunderland, Aladdin und Cinderella, angeführt von Elmo, Snoopy und Hello Kitty.

Meine Meinung

Universal Studios Japan kann ich wirklich nur empfehlen. Schon damals hat es uns begeistert und mit den heutigen Erweiterungen dürfte ein Besuch dort gar nicht mehr vergleichbar mit damals sein! Einzig lästig sind die unfassbaren Wartezeiten vor den einzelnen Attraktionen, auf die man sich einlassen muss. Obwohl wir sie uns noch schlimmer vorgestellt haben, nehmen sie eben auch viel der Aufenthaltsdauer im Park ein, sodass man möglicherweise nicht alle Attraktionen oder mehrere Durchgänge schafft. Es ist natürlich auch spaßbremsend für 10 Minuten Achterbahnfahrt bis zu einer halben oder dreiviertel Stunde anstehen zu müssen, aber wir haben alles gesehen, was wir wollten, auch mehrmalige Runden geschafft und so war ein Ganztagesausflug absolut ausreichend für uns. Wem das zu wenig ist (z.B. mit Kindern), kann natürlich auch ein Zweitagesticket kaufen oder sogar in einem der offziellen Park Hotels übernachten – was natürlich kostspielig sein dürfte… 😉Ich wünsche euch Frohe Weihnachten und einen guten Rutsch ins neue Jahr! 🙂


 
The Universal Studios Japan in Osaka at Christmas season

And again it is time: The year is drawing to an end and Christmas is almost here! After I reported about Christmas in Germany last year and about the Japanese-Korean Christmas market in Berlin the year before, I simply show you some pictures of the Universal Studios Japan this year. What this has to do with Christmas?
Well, Tatsu und me have been there in 2013 (oh dear, this is long ago…) and the park offered quite much Christmas decoration as well as a Christmas themed parade, that means I cannot introduce this trip better to you than in this season. 🙂

Universal Studios Japan

The Univeral Studios Japan in Osaka are the second biggest amusement park in Japan after the Tokyo Disney Resort and one of the first Universal parks that were opened outside of the United States. While some of the parks abroad were already closed or even stopped as construction project, the branch in Japan enjoys great popularity since its opening in 2001. In 2017 there were 14,9 millions of visitors – the most from Japan, but also from other Asian countries like South Korea and China and some Western tourists.
Certainly there are attractions which are closer to the top of the to-do-list for a Japan journey since you want to get to know country-specific things like temples, shrines, castles, gardens/parks, shopping possibilities, skyscrapers, art and culture or simply typical food. But who plans a bigger journey, stays some more days or weeks in Osaka or brings along kids, should allow oneself this trip to the funfair. Yes, it is expensive, like every amusement park, but therefore also a huge fun! 🙂

Our Christmas amusement

The first thing, we saw when entering the park, was the Christmas decoration! Everywhere were red “Merry Christmas” flags, Christmas wreaths, bulbs, ribbons. The highlight was of course the festally decorated oversized huge Christmas tree, which was illuminated in changing colours in the evening as well as some of the houses!
My two favourite attractions were “Jurassic Park – The Ride”, sort of a slowly adventure white-water ride, and “The Amazing Adventures of Spiderman”, a fairground ride with 4K3D experience (only simple 3D was yesterday… 😉 ).
Of course a good amusement park is always enlarging and so there are countless new attractions, fairground rides and shows in the Univeral Studios today. You can let a pterosaur grab you to explore the Jurassic Park world in 360°, meet dinosaurs on a walk or try to escape from a shark on a boat trip. There are now fairground rides themed as Minions, a Sesame Street Bollywood Show, a Military WaterWorld stunt show and a whole area with attractions, shops and restaurants on the subject of “The Wizarding World of Harry Potter”.

And then there was also…

… The Hello Kitty Fashion Avenue in Univeral Wonderland

Which small (or big) Hello Kitty devotee is not dreaming to meet the cute cat in person once? After all it is even possible those days to visit Santa Claus at Himmelpfort (Gates of Heaven)! 😉
In the area “Universal Wonderland”, which was obviously created for the younger park visitors, there are attractions themed as Snoopy, the heroes of the Sesame Street and Hello Kitty. Besides “Hello Kitty’s Cupcake Dream”, a merry-go-around in the respective design and a Hello Kitty Café counter there is the “Hello Kitty Fashion Avenue”, a small museum with clothes, shoes and ribbons in human size according to the Hello Kitty topic. For the shoes and also some dresses I couldn’t always find a relatedness to the plushy cat celebrity. Also the museum as attraction for especially small kitty fans seemed a bit out of place for me, but the big hit at the exit of the exhibition is that you can meet Hello Kitty herself! 🙂 😉 After a little introduction of the many female staff members in this area, a door is opened and Ta-daah: The plushy kitty is indeed standing in front of you, waving happily about your visit! And what is cuter than a Japanese girl in a plushy kitty costume with an oversized cat head, beautiful dress, twee gestures and a cute Japanese child’s voice? It follows a short welcoming and photo session. Besides own photos that you can let snap with your own camera or mobile, also professional photos are taken that you can buy in a fashionable photo portfolio. And since you don’t get the opportunity to such an experience, I indeed treated myself to it. ♥

The parades

Later on that day there was the Hello Kitty Christmas Parade: According to merry Christmas songs colourful show carriages, Hello Kitties in Christmas costumes (as snowball, Christmas tree and bell), snowmen and Christmas Maids entertained the audience.

When it got dark in the evening and the big Christmas tree was illuminated in bright lights, the approximately 20-minutes lasting Magical Starlight Parade started the show with its illuminated carriages and entertainers themed as the Disney highlights Alice in Wonderland, Aladdin and Cinderella, headed by Elmo, Snoopy and Hello Kitty.

My opinion

The Universal Studios Japan are highly recommended by me. Even back then we were fascinated and with today’s enhancements a visit there might not be comparable with those days! Solely the long waiting times in front of the attractions, that you have to put up with, are annoying. Although we had imagined them even worse, they occupy much time in the park, so that you might not make it to all attractions or several rounds. Of course it is also fun-killing to queue half an hour or three-quarters of an hour for a 10-minutes rollercoaster ride, but we could see everything that we wanted to, also did several rounds and so an all-day trip was absolutely sufficient for us. Whom this is too less (f.e. with children) can of course buy a 2-days ticket or even stay overnight in one of the official park hotels – which could be quite expensive certainly… 😉

I wish you a Merry Christmas and a happy start into the new year! 🙂